Djakovo ist eine Bischofsstadt

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Djakovo ist eine Bischofsstadt

Djakovo ist eine Bischofsstadt: 4 Sterne bei 1 Bewertung

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  • Djakovo ist eine Bischofsstadt: Bewertet mit 4 Sternen
    Djakovo 05.07.11

    Stickereien von Djakovo
    Immer wieder sonntags, und zwar immer am ersten Sonntag im Juli, findet in Djakovo dem Herzen des Slawoniens ein ganz großes internationales Volksfest statt, bekannt unter dem Namen: „Djakovoer Stickereien“. Dabei steht im Mittelpunkt des Volksfestes der Umzug mit vielen feierlich geschmückten Trachtengruppen, Zweipferde-und Vierpferdegespann, Hochzeitgespann, Pferden Reiter, kroatische Schäferhunde (Canis pastoralis croaticus) sowie Musikinstrumenten und Volkstanzgruppen aus aller Gottesländer. Das Volksfest bat noch viel mehr aber das alles Sehen zu können musste man einfach dabei sein.
    Somit ist „Djakovoer Stickereien“, die älteste Folklorenschau im ganzen Slawonien, eine historische Region im Osten Kroatiens. Das Gebiet gilt als Kornkammer des Kroatiens und besteht im Norden, Süden und Osten überwiegend aus dem Flachland der pannonischen Tiefebene; im Westen und der Mitte erstreckt sich ein isoliertes Mittelgebirge.
    Die Region erstreckt sich in Ost-West-Richtung zwischen der Drau und der Save und reicht in Osten bis zur Donau. Neben Kroaten die Mehrheit der Bevölkerung bilden, gibt es eine Vielzahl kleinerer Nationalitäten, darunter auch in Ostslawonien eine deutschsprachige Minderheit von etwa 3000 Menschen.
    Heute ist wieder den ersten Sonntag im Juli und in Djakovo dem Herzen des Slawoniens, ein wunderschöner, herrlicher Sommertag. Bekannten Takten der Volksmusik, Unterhaltung und jede Menge Spaß, hörte man aus jedem Haus, dazu kam fröhlicher Stimmung und gute Laune der Menschen, die singen und Tanzen auf die Straßen. Wie immer am ersten Wochenende in August war in Djakowo sehr feierlich und schön.
    Am den Tag als in Djakovo die Folklorenschau stattfand, waren alle Straßen reichlich verschönert mit tausenden einmaligen und unwiederholten Stickereien. Die Stickereien in Djakovo erzählten durch ihren Lieder und Tänze über ursprüngliche Tradition in Slawonien und Baranja, fleißigen kroatischen Menschen, seinen Folklore, Kultur und Sprache.
    Noch vor zwei Tagen am Freitag war auf eine Bunte vor Kathedrale in Djakovo, zum sechsundvierzigsten Male die älteste Folklorenschau in Slawonien und Baranja, traditionell und feierlich eröffnet.
    Aber im Mittelpunkt des Geschehens war feierlichen Umzug mit allen Volkstrachtengruppen, am Sonntag den 8.Juli. 2012. Die internationalen Volkstrachtengruppen versammelten sich in kleinen Park unter blühenden Lindenbaumen.
    Von da an begann der Trachtenumzug mit allen Trachtengruppen, wobei sich jede Volkstanzgruppe durch eine andere Tracht auszeichnete und jede Tracht mit einer anderen Stickerei verschönert war. Dieses Jahr gab es rund 60 internationalen Trachtengruppen, darunter auch aus Deutschland, Chekoslowakei, Canada und SAD. und anderen Lander mit ganz vielen Mitspielenden aus ganzem Kroatien und Ausland sowie auch 30.000 Besucher. Zuletzt führten noch zahlreicher feierlich geschmückten Hochzeitspferdewagen mit 2 oder 4 zusammengespanten Pferden vorbei.
    Im Hochzeitspferdewagen auf den Kissen die mit Blumen gestickt waren, saßen lustige Burschen, Mädchen und Frauen, wie damals bei der Hochzeit.
    Begeisterte Zuschauer, die neben den Straßen standen und ein Spalier bildeten, klatschten ung sangten mit.
    Diese Prachtvolle Festumzug bewegte sich immer weiter singend und tanzend durch die Straßen. Dabei verlief neben Rathaus und Kathedrale vorbei, in die Richtung des Strossmayer Parks. Auf die Sommerbühne im Strossmayer Park, wechselten sich nacheinander zahlreichen Volkstanzgruppen, Lieder, Tänzen und Sitten. Das Programm dauerte vor begeisterten Zuschauern bis in die Abendstunden hinein. Dann waren auch wie alle schone Dingen auf der Welt, nachdem man die schönste Tracht des Mädchens, Frauen und Männer ausgewählt hatte, die Stickereien in Djakovo geschlossen.
    Auch dieses Jahr hielte man viele begleitende Veranstaltungen in einem großen Zelt, welcher in Stadtmitte aufgestellt war. In dem Zelt traten vielen Vereinen für Kunst und Kultur. Zahlreiche Besucher könnten die kulinarischen Veranstaltungen genießen, wie zum Beispiel selbst gemachten Fleischwaren, Fischsuppe und gekochten Gulasch.
    Das sportliche Programm verlief auf dem Hippodrom (wo damals englische Königin in besuch war). Dabei sah man die verschiedenen Pferdesportarten, bei denen Pferde verwendet wurden, und bat eine gute Gelegenheit dazu die Pferde in ihrer vollen Pracht ansehen zu können.
    Die Volkslieder spielen eine wichtige Rolle im Leben der kroatischen Menschen. Das gesammte Volk liebte schon immer der Gesang. Gewöhnlich wird Tamburizza ein Zupfinstrument gespielt. Typisch sudslawischer Musikinstrument. Vermutlich kam dieses Instrument ursprünglich aus der Gegend des ehemaligen Persiens (heute Iran), wo die alten Assyrer schon vor 5000 Jahren ein ziemlich ähnliches Instrument besaßen. Die Kleinste ist die Bisernica oder Prim und die Berda ist das grosste Instrument eines Tamburica-Orchesters. Charakteristisch fur die kroatische Volksmusik ist das Wechselspiel zwischen Berda und Bugarija - ein typisches Begleitinstrument. Tamburizza-Musik wurde stets als kulturelles Identifikationsmittel und Bekenntnis zum Kroatentum angesehen. Das Volkslied spielt eine sehr wichtige Rolle im Leben der Kroaten. Das kroatische Volk liebt der Gesang. Es singt mit Liebe die alten, von den Vorvätern überkommenden Lieder und Schaft ständig Neue. Ihren Ursprung hat die Volksmusik in der Musikpraxis der bäuerlich-dörflichen Gemeinschaften und hat sich angesichts der Soziallen Barrieren auch in relativer Selbstständigkeit entwickelt. So blieb Volksmusik ein unmittelbarer Spiegel der Lebensweise, eingebunden in die alltäglichen Lebensprozesse oder in die Feste des Dorflebens oder der kleinstädtischen Gesellschaft. Die Volkslieder sangen hauptsachlich von zahlreichen alten Volkssitten und vergangenen Zeiten sowie ganz neuen, schwer verständlichen oder ganz unverständlichen Volksgebräuchen. Und neben unbestrittener Qualität der Musik, die ausgesprochenen Worte besaßen ein starkes Gefühl für die Gerechtigkeit.
    Teodor Horvat


    Älterer Eintrag vom 26.8.2011 10:48 Uhr:
    Djakovo oder Đakovo liegt im Herzen der historischen Provinz Slawonien in Ostkroatien und ist 40 Kilometer von großer Kreisstadt Osijek entfernt. Gehört zu Gespanschaft Osijek und Baranja. Was seine geografische Lage betrifft die Stadt Đakovo befindet sich auf 45° und 31' nördliche Breite sowie 18° und 41' östliche Länge. Liegt 111 Meter über dem Meeresspiegel und besitzt eine Fläche von 173 Quadratkilometer. Zählt 30000 Einwohner und damit ist nach seine Größe der 19. Stadt in Kroatien. Innerhalb der alten Stadtkern befinden sich zahlreichen Sakralobjekten, die Stadt Đakovo in ganzen Slawonien und Kroatien erkennbar machen. Das Zentrum der Stadt ist Strossmayersplatz, umgeben vom Kathedrale, Kurien, Promenaden, Bischofshof und Priesterseminar. Hervorragendste Sehenswürdigkeit in der Stadt ist die Kathedrale von Đakovo. Sie ist gewidmet dem heiligen Petrus und wurde gebaut 15 Jahren lang, von 1866 – 1882. Nach Worten von Papst Johann XXII., die Kathedrale von Đakovo ist „Schönste Kathedrale zwischen Venedig und Carigrad (Konstantinopel).“ Neben vielen Sehenswürdigkeiten, der Stadt bietet dem Besucher sehr interessante geschichtlichen und kulturellen Ereignissen. Djakovo wurde zum ersten Mal erwähnt im 12. Jahrhundert in eine Geschenkurkunde, des Fürsten Koloman und seinen Bruder Bela IV, dem König von Ungarn und Kroatien. Obwohl die neuesten archäologische Ausgrabungen bezeugen dass die Stadt noch viel früher in frühchristliche Zeit, im 4-ten Jahrhundert, bewohnt war und auch einen Antiken Namen besaß: Certissa oder Certissia. Was zahlreiche Fundstücke, die christlicher Uhrsprungs sind, bezeugen. Wie der Inschrift am vergoldenden Boden eines Glasgefäßes, welches man bei den Ausgrabungen fand. An dem eine christliche Familie: Vater, Mutter und zwei Kindern, eingeritzt waren. Um sie herum befand sich der Inschrift in lateinische Sprache: Vivatis felicis in Deo. Das bedeutet Lebt glücklich in Gott. Stadt Djakovo ist seit der ersten schriftlichen Erwähnung in der Geschichte im 13-ten Jahrhundert, über 150-jährigen Türkenherrschaft bis zum heutigen Tagen, mit der Entwicklung und Tätigkeiten der Diözese, Bischöfen und ihren Großgrundbesitz verbunden. Dieser geschichtliche Hintergrund bestimmte das Leben der Diözese und der Stadt Djakovo. So wie sich Diözese entwickelte, entwickelte sich auch der Stadt Djakovo und wurde zum Wirtschafts-, Verwaltungs-, und Verkehrszentrum der Umgebung, sowie zum kulturellen und Bildungsmittelpunkt. Djakovo verwandelte sich in eine schöne, Stadt, für den wir heute mit Recht sagen können: „Djakovo ist eine Bischofstadt“.
    Teodor Horvat

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