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Rickshaw Arts: 5 Sterne bei 1 Bewertung

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  • Rickshaw Arts: Bewertet mit 5 Sternen
    poseydon 14.02.10

    Die hohe Kunst der Rikscha-Deko

    Seit einer Seminararbeit über „The Art of Rickshaws“ bin ich ein großer Fan traditioneller, mit Menschenkraft betriebener asiatischer Fortbewegungsmittel. Von den alten und reich verzierten Sänfte und Howdahs („Elefanten-Sattel“) über die nur noch in Indien genutzten von Männern gezogenen Rikschas, den omnipräsenten motorisierten Tuk-Tuk- und Jeepney-Varianten bis zu den vor allem Bangladesh dominierenden Fahrrad-Rikshaws bleibt ein Element stets erhalten: die üppige Dekoration der Gefährte. Formen und Nutzungsweisen variieren – mal wird die Rikscha gezogen, mal geschoben, mal sitzt der Passagier neben dem Fahrer, mal davor oder dahinter – für mehr Details dazu empfehle ich das Buch „Chasing Pickshaws“ auf dem Hause Lonely Planet. Und hinter dem Transport-Sektor steht in jedem asiatischen Land eine riesige Industrie, die für Schmuck und Bemaldung der Gefährte zuständig ist. Die Motive sind dabei nicht zufällig gewählt, selbst die Dekoration auf LKW ist nach kosmischen Prinzipien gewählt. So ziert den Aufbau über der Fahrerkabine pakistanischer Trucks zum Beispiel oft ein göttliches Symbol, während die Rückseiten der Schmutzfänger an den Reifen häufig – und leider – mit Portraits von Frauen versehen sind. Auch die Millionen Fahrradrikschas in Bangladesh stellen meist mit traditionellen Symbolen wie dem Tiger, oder moderneren wie Nuklearsprengköpfen dar, was den Fahrer charakterisiert oder national diskutiert wird. Gern genommen werden auch Portraits berühmter (einheimischer) Schauspieler und Abbildungen testosteronstrotzender Filmszenen. Für die Aktualität nehmen die Fahrer bzw. Betreiber von Rikscha-Unternehmen auch den häufigen Wechsel der Dekoration (und den Preis dafür) in Kauf.
    In Städten wie Dhaka, Chittagong oder Kalkutta am besten die Rikschafahrer selbst danach fragen, wer ihr „Dekorateur“ ist und dorthin fahren lassen. Meist sind in einer Gasse gleich mehrere Handwerker vom Sattel-Schmücker über den Ketten-Reparierer bis zum Hinterachsen-Verzierer vertreten. Alle lassen sich gerne über die Schulter schauen und freuen sich, wenn ein Tourist ihre Kunst als Andenken an rasante Spritztouren mit nach hause nehmen wollen.

    Bilder von poseydon zu Rickshaw Arts

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