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Reisebericht: Westküsten-Traum
Sie zählt zu den schönsten Küstenstraßen dieser Welt - und ist dennoch ein einsames Pflaster: der Kystriksveien in Norwegen. Gut 670 Kilometer führt die Strecke von Bodø nach Namsos die Wesküste entlang an stillen Fjorden und kleinen Ansiedlungen. Ein Traum für jeden Radfahrer.
Unterwegs
Der Bäcker hat um kurz vor acht Uhr morgens noch geschlossen und wird erst in einer guten Stunde aufmachen. Über die Straße segelt eine zerrissene Zeitungsseite daher, der Wind hebt sie hoch, lässt sie zwei oder drei Drehungen vollführen, bevor sie am Kantstein strandet. Irgendwo kreischen ein paar Möwen. Aber ansonsten ist es still in Bodø. So recht, scheint es, will die Stadt nicht erwachen. Vielleicht, weil es im Sommer nie wirklich Nacht wird und die Menschen den Samstag hier ohnehin aus Gewohnheit langsam angehen lassen
Bodø, Hauptstadt von Nordland, gelegen am Saltfjord. Nicht schön, aber wichtiger Anlaufpunkt in dieser Region Norwegens. Hier endet die Eisenbahnstrecke von Oslo via Trondheim. Hier ist man bereits nördlich des Polarkreises und kann bei gutem Wetter hinüberblicken zu den steil aufragenden Bergen der Lofoten. Und gut 15 Kilometer von Bodø entfernt beginnt der Kystriksveien, Norwegens wohl schönste Küstenstraße, die über fast 670 Kilometer Richtung Süden bis nach Steinkjer führt. Mit dem Rad will ich den Großteil der Strecke in acht Tagen zurücklegen. Meinen Aufbruch aus Bodø bekommt vermutlich nur ein Mensch mit. Und das bin ich selbst.
Es ist beinahe Mittag, als ich in einem einsamen Cafe abseits der Straße zu meinem Frühstück komme und ein wenig entspanne, nachdem meine Abreise aus Bodø schon fast einer Flucht geglichen hatte und ich am Saltstraumen, immerhin stärkster Mahlstrom der Erde, die Brücke überquerte und an dem einige hundert Meter weiter befindlichen Supermarkt ohne Halt vorbeigerauscht war. Ein Fehler, wie ich zugeben muss, und die erste Lektion der Reise. Denn die Küstenstraße 17 entpuppt sich schnell als einsames Pflaster. Und so geht es auch am Nachmittag vorbei an stillen Fjorden auf einer verlassenen Piste durch schlummernde Siedlungen. Die Sonne brennt und der Himmel über diesem Flecken Erde ist beinahe wolkenlos. Das Land nimmt mich gefangen, aber ich fühle mich in diesen ersten Stunden unterwegs so unendlich frei
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Schöner Bericht, danke für's Auffrischen meiner Urlaubserinnerungen! Ich bin 2007 nur ein kleines Stückchen E17 gefahren, aber das hat gereicht um zu beschließen, daß ich da nochmal hin will. Und Du hast mich gerade dran erinnert...
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Ein schöner Bericht über eine sehenswerte Region. Wir sind den RV17 2008 gefahren .... allerdings mit dem WoMo.
Gestatte uns aber eine Frage: Ist die Strecke nicht mit dem Rad zu gefährlich?
Es fahren zwar nicht viele Autos, aber die heitzen meist wie die Weltmeister. -
Hallo. Also, ich habe mich eigentlich recht sicher gefühlt. Beindruckend: In einem Tunnel von 3,5 Kilometer Länge sind mir gerade einmal drei Autos entgegengekommen. Beste Grüße
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sehr interessant ist der Bericht über Norwegen,meine Reise reichte nur bis kristiansand,vor Jahren mit der Fähre von Dänemark aus.Hoffe bald es erneut zu erleben mit dem Wohnmobil.Grüße Lily.
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Also der Kystriksveien ist ein Traum, bin auch schon dort gewesen. Hast super beschrieben, wie die reise war. Es zieht einen sofort dorthin. Gruß Christian!!!
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