Kiew Prolog

Reisebericht

Kiew Prolog

Reisebericht: Kiew Prolog

Die ersten Tage meines Jahres des Zivildienstes in Kiew

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Prolog

Ich verbringe meinen Zivildienst in der Ukraine.
In den letzten Monaten habe ich oft in fragende Gesichter geschaut, als ich von meinen Plänen erzählt habe.
„Was? Wieso denn in die Ukraine?“ und dergleichen.
Hier in Kiew stoße ich auf wenig Verständnis. Die Leute freuen sich aber trotzdem .

Ich bin gesandt von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF).
Dieser Verein wurde 1958 gegründet, um ein Zeichen zu setzen, gegen erneuten Krieg und alte Vorurteile. Deshalb ist ASF auch in Ländern tätig, welche unter dem Nazi Regime gelitten haben.

Also, warum bin ich in die Ukraine gegangen?
Meinem Interesse an Osteuropa und meiner Begeisterung an der russischen Sprache folgend kam für mich nur die Gus-Region (Bei ASF Russland, Belarus und die Ukraine) infrage. Das ASF Kiew für mich auswählte, war reiner Zufall. Ich wäre auch nach Perm an den Ural gegangen.



Vorher zu erledigen

ASF

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Doch bevor es richtig losgehen kann, muss noch viel erledigt werden.
Es müssen einige Dokumente gesammelt werden, wie zum Beispiel eine Bescheinigung vom Arzt, dass der gesundheitliche Zustand in Ordnung ist, das selbe vom Zahnarzt, dann muss ein zweiwöchiges soziales Praktikum absolviert werden, Dinge dieser Art gilt es vorher zu erledigen.

Eigentlich will man nur los, ausreisen und anfangen mit der spannenden und aufregenden Arbeit, welche einen im Land erwarten wird.
Doch so schnell schießen die Preußen nicht, erstmal gibt es ein Ausreiseseminar, welches sich über 15 Tage erstreckt.
Dieses findet nicht weit weg von Berlin statt, ist aber so in der Pampa, dass man nicht mal eben nach Berlin 'reinfahren kann.

Das Ausreiseseminar ist auf jeden Fall interessant.
Auf einmal trifft man ca. 150 andere junge Menschen, die hochmotiviert und voller Tatendrang darauf warten, endlich etwas gutes tun zu dürfen [ist natürlich ein wenig übertrieben, aber es sind schon tolle Menschen, die man dort kennenlernt].



Die Gesinnung ist bei allen ähnlich, die Bewerbung bei ASF nimmt einige Zeit in Anspruch, man muss sich damit auseinandersetzen. Viele der jungen Sühner sind irgendwie sozial oder politisch engagiert.

Das Vorurteil einer desinteressierten, charakterlosen Jugend trifft also hier nicht zu.
Es gibt angeheizte Diskussionen und interessante Workshops, wie z.B. einen über den Umgang mit traumatisierten Personen. All das ist sehr interessant.

Nach 15 Tagen ist es dann endlich soweit, die Zeit des Wartens ist vorbei, alle reisen aus, bis auf uns, die GUS Gruppe. Wir haben die Orientierungstage, die alle anderen im Lande haben in Berlin, und zwar im Martin Niemöller Haus. (Das hat den folgenden Grund, dass man sich kurz nach Einreise Registrieren lassen muss und Russische und Belarussische Behörden sind gar nicht erfreut, wenn man sich erst nach einer Woche anmeldet...)



Die ASF Gusgruppe 08-09



Also dann von Hirschluch nach Berlin-Dahlem, mit allem unserem Gepäck, eine Odyssee, welche sich über 4 Stunden hinzieht...



Mit Gepaeck unterwegs


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Kommentare

  • glaspalast

    Hallo Philip!
    Ich hoffe, dass mein Kommentar irgendwann bei dir ankommt. Ich möchte dir sagen, wie sehr ich dich beneide und hoffe, dass du einiges für die Völkerverständigung tun kannst. Dass man seinen Zivildienst auch im Ausland ableisten kann, wusste ich bisher nicht. Gute Idee.
    Servus
    Herbert

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