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Reisebericht: Congoflussfahrt III: Der Congo schluckt die Erinnerungen

 
 
 
 
 
Reisebericht: Congoflussfahrt III: Der Congo schluckt die Erinnerungen

Vor über neun Monaten sind wir – Gisela und Rüdiger – mit unserem umgebauten Ford Transit, den wir Hidalgo getauft haben, von Österreich beginnend über Westafrika bis in die Zentralafrikanische Republik gefahren.
Wir befinden uns seit fast zwei Wochen am Grenzfluss zwischen den beiden Kongos – der RK, der Republik Kongo und der DRK, der Demokratischen Republik Kongo.

 
 
 
 
 

(21 Stimmen)

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Das abgehalfterte Schubschiff Dauphin, ein Seelenverkäufer, tastet sich monoton stampfend mit zwei von Rost zerfressenen Stahlkähnen durch den tropischen Urwald. Beladen mit 500 Rindern, rund vierzig Passagieren und unserem Ford Transit-Bus. Heute wird der Ubangui-Fluss in den Congo münden. Der wasserreichste Strom Afrikas wird uns schließlich nach Brazzaville und Kinshasa, die Hauptstädte der beiden Kongos bringen.



 
 
 
 
 

(9 Stimmen)

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Gegen Mittag kommen wir an den Zusammenfluss von Ubangui und Congo. Schlagartig befinden wir uns auf dem wasserreichsten Strom Afrikas mit seinen unzähligen verwirrenden Nebenarmen. Der sagenhafte Congo, die Lebensader Zentralafrikas, löst nun den Ubangui bis Brazzaville als Grenzfluss zwischen den beiden Kongos ab.
»Der Congo ist der Fluss, der alle anderen schluckt.«, erfahre ich von Jean-Pierre, »er schluckt auch die Erinnerungen.«
Der Tanz der Pirogen scheint kein Ende zu nehmen. Die verderblichen Waren stapeln sich überall an Deck. Ein paar Kongolesen zimmern bei den Nomaden einen kleinen Pferch für Jean-Pierre. Sobald er die Schweine hineinsteckt, hebt lautstarkes Geschrei an.
»Bist du verrückt? Wir sind Moslems!«
Eilig lässt Jean-Pierre den Verschlag versetzen. Fünf Schweine grunzen eine Stunde später vergnügt bei der Toilette hinter Hidalgo.
»Wer sich halbwegs auskennt, kann im Kongo leicht Geld machen!«, erklärt unser gewiefter Freund.
»Den Korb für die Trockenfische, den ich um 500 CFA eingekauft habe, kann ich um 20 000 CFA in Brazza verkaufen. Bananenstauden kaufe ich um 500 CFA ein und verkaufe sie um das Zehnfache! So leicht ist das hier im Kongo!«



 
 
 
 
 

(7 Stimmen)

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Elise, die scheue Frau von Kapitän Henri, kauft ebenfalls in rauen Mengen ein. Von einem Fischer hat die grazile Schönheit einen rund eindreiviertel Meter langen Panzerfisch erstanden. Wie Jeanne ein paar Stunden zuvor bei ihrem Exemplar, beginnt Elise dem urzeitlichen Wasserbewohner bei lebendigem Leib die Flossen abzuhacken. Ich will mir das kein zweites Mal ansehen. Mitleid mit der Kreatur scheint hier ein Fremdwort zu sein.
»Elise, bitte lass’ mich den Fisch töten!«, rufe ich ihr zu.
Erst nach drei kräftigen Hieben mit der Machete schaffe ich es, seine Panzerung zu durchbrechen und ihn von seinen Leiden zu erlösen.
»Jetzt kannst du ihm die Flossen absäbeln!«
Elise sieht mich mit verständnislosen Augen an – der Weiße benimmt sich manchmal schon sehr eigenartig.



 
 
 
 
 

(30 Stimmen)

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Rundherum raucht und qualmt es aus den Räuchertonnen. Bald hängt der urtümliche Flussbewohner, neben madenbefallenem Trockenfisch, im beizenden Qualm. Rauchschwaden treiben uns die Tränen in die Augen. Hustenanfälle quälen uns in periodischen Abständen! Der ›Atem der Hölle‹ scheint jedoch keinen unserer Freunde auch nur im Entferntesten zu stören. Die Sonne geht unter! Qualmen ohne Unterlass. Es wird Nacht! Der Rauch beißt sich in unsere Lungen. Wir legen uns in Hidalgo schlafen! Gisis Lippen beginnen nach einiger Zeit zu kribbeln.
»Das ist die Tonne von Elise. Sie räuchert uns noch aus!«
Missmutig suche ich die Räucherkönigin in ihrer Kabine heim.
»Machst du bitte endlich das Feuer aus! Mir ist schon übel von dem Rauch.«
»Das geht nicht Rüdieh! Ich muss den Fisch über Nacht machen, sonst kann ich morgen keinen Neuen kaufen.«
Erst nach einigem Hin und Her sieht Elise ein, dass sie uns mit ihrer Qualmerei um die Ecke bringen kann.

Gisi & Rüdiger - weltleben.at



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Schiffahrt den Congo hinauf

Derzeit ist aufgrund der wieder aufgeflammten Konflikte in der Zentralafrikanischen Republik eine Flussfahrt von Bangui in Richtung Brazzaville eher weniger zu empfehlen. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit von Brazzaville in der Republik Kongo ausgehend bis beispielsweise Impfondu den Congo und Ubangui hinauf und wieder retour zu befahren. Am Hafen in Brazzaville in mehr

Persönliche Meinung von ruediger:
Derzeit ist aufgrund der wieder aufgeflammten Konflikte in der Zentralafrikanischen Republik eine Flussfahrt von Bangui in Richtung Brazzaville eher weniger zu empfehlen. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit von Brazzaville in der Republik Kongo ausgehend bis beispielsweise Impfondu den Congo und Ubangui hinauf und wieder retour zu befahren. Am Hafen in Brazzaville in mehr



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Wasserfilter Bauanleitung - Hilfe zur Selbsthilfe

AN ALLE, die Menschen ohne Internetzugang in Regionen mit unsauberem Wasser helfen wollen sich selbst zu helfen: Bitte diesen Text mitsamt den erklärenden Bildern ausdrucken und Menschen geben, die sich selbst helfen wollen. Bitte zuvor immer fragen ob dies überhaupt gewünscht ist. Vielleicht sind schon Filtersysteme im Einsatz oder das Wasser mehr

Persönliche Meinung von ruediger:
Wir haben den Wasserfilter bis zur Kanistergröße in einigen afrikanischen Dörfern mit den Menschen gebastelt. Nach meist anfänglicher Skepsis war es für die Leute eine Freude ihn tatsächlich sauberes Wasser filtern zu sehen ...



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Wasseraufbereitung - Trinkwasser selbst gemacht

Ein Wort Vorweg. Keiner der hier genannten Hersteller bezahlt oder unterstützt uns in irgend einer Weise. Diverse Produkte funktionieren bestens, andere sind brauchbar mit kleinen Macken und manche versagen einfach kläglich. Die Wertungen hier basieren auf meinen Erfahrungen und der lieben Not mit so manchem tollen Ausrüstungsteilen der letzen 15 mehr

Persönliche Meinung von ruediger:
Diese Tipps sind im Zeitraum von 15 Jahren mit Rückschlägen zustande gekommen und ich habe sie mit Gisi 1 Jahr lang in Afrika auf Herz und Nieren getestet. Fazit: Endlich funktioniert die Wasseraufbereitung :-) so, wie wir es uns immer schon gewünscht haben. LG Rüdiger - weltleben.at WICHTIG: Silberionen töten KEINE Krankheitserreger, sondern schützen Wasser nur vor erneuter Verkeimung --> Silberionen + Chlor nehmen!



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Benzin- oder Gaskocher?

Jahrelang hatte ich diverse Gaskocher mit dabei auf Reisen und immer wieder durfte ich dann mein Essen romantisch am Lagerfeuer zubereiten. Weshalb? Gaskartuschen darf ich im Flugzeug nicht mitnehmen und in vielen Ländern bekommt man die für den Kocher passsenden nicht. In Jordanien hätte ich nur eine 5 Liter Gasflasche kaufen können – echt praktisch mit dem Rucksack. Es ist mehr

Persönliche Meinung von ruediger:
Nach über 15 Jahren steht mein Favorit fest: Benzinkocher Weshalb? Er funktioniert immer und überall und das leidige Gasbeschaffungsproblem gehört der Vergangenheit an. Hat sich auch bei unserer 1-jährigen Reise durch Afrika als unschlagbar bewiesen.



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Kommentare
  • ines 11.12.2007 | 10:14 Uhr

    Spitzenbericht!

  • Peter 14.12.2007 | 13:35 Uhr

    Hallo Rüdiger,
    ein seltenes und beeindruckendes Erlebnis, selbst wenn man in Afrika sonst schon einiges gesehen hat. Gute Berichte, deine Fluss("kreuz")fahrten"!

    Allzuviel schein sich ja in den letzten 25 Jahren nicht verändert zu haben, - aber, täusche ich mich oder haben sich die Reihen der gewaltigen Urwaldriesen im Hintergrund der Fotos tatsächlich gelichtet?
    Grüße aus Oberschwaben
    Peter

  • ruediger 20.12.2007 | 15:49 Uhr

    Lieber Peter, bis rund 250 Kilometer vor Brazza ist die Urwaldwelt vom Fluss aus gesehen noch ziemlich in Ordnung. Doch dann beginnen die Bäume langsam weniger zu werden und in der Nacht vor unserer Ankunft in Brazza brannten ganze Bergketten lichterloh: wie in Dantes Inferno und ich konnte kaum glauben, was das so alles flackerte. Habe mir es dann auch auf Google Earth zu Hause angesehen und bei uns in GoogleEarthPictures auf der Homepage hineingestellt (35. Bild von oben, detto 43. Bild mit dem Congo und auch am 51. sind Rodungen genau zu erkennen) LG Rüdiger

  • RdF54 15.09.2009 | 16:53 Uhr

    Wirklich eine tolle Serie!! Bin gespannt auf Deine/Euren nächsten Abenteuer!

    LG Robert

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