Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar abzugeben.
Reisebericht: Hello und die Bananen ( v. Manfred Sobottka )
Am liebsten stampft ein Elefant durch den sandigen Boden und spült ab und zu brav sein Rüssel mit Salzwasser wie es der Tierarzt empfohlen hat. Sein Mahut hält dabei ausschau nach wohlgeformten Damen. Ja und die stemmt Hello mit seinem Rüssel weit nach oben, damit es ein schönes Foto wird.
Wasserschlacht
Hello und die Bananen
Da heißt doch ein Elefant Sawadee (Hello), dieser noch Junge Bulle verputzt bei jeder Exkursion etwa 20 Bananen, von den begehrten Stauden-Obst, diese Menge reicht vollkommen aus für seine Muskeln, bei einem Menschen genügen dagegen nur 3 Bananen um den Tages bedarf an Magnesium zu decken.
Doch Hello dreht weiter jede Banane einzeln mit seinem Rüssel um -und weg ist sie, natürlich mit Schale. Wellness nach Urwald-Art, elefanteus gut. Zielbewußt steuert er Bananen-Stände an wo der Turi eine kleine Staude für umgerechnet 30 cent kaufen kann, die erste Banane verschlingt er sofort, danach kommt der Rüssel unaufhörlich nach hinten zum Turi und verlangt Nachschub. Und lieber mit zwei Farangs , so auf dem Buckel im Dschungel umher trotten, als Thais-Norden blöde Baumstämme schleppen, denkt Hello womöglich.
Mit buddhistischem Gleichmut walzt Hello von Elefanten Camp unbeirrt durch ein Flußbett. Vorbei an schillernden Farnen, hoch wie ein Stockwerk. Der Dschungel ist eine prima Spielwiese und Elefantenherzen schlagen höher wenn Bananen-Pause oder Wasserschlachten locken. Wenn letztere Variante zum Tragen kommt, ist es ratsam den wackeligen Rücksitz zu verlassen, ein Trompetenstoß mit vollem Wasserdruck spült jeden Sitzwunsch in feuchter Ferne.
Schätzungsweise 5000 der sanften Riesen leben noch im Land des Lächelns,
davon höchstens 2000 in freier Wildbahn von Thailand. Hello ist ein braver Junge,
vollständig domestiziert und gut trainiert, daß er mühelos 22 verschiedene Anweisungen befolgen kann. Da sein Mahut, dem Ausbilder und Elefantenführer von Kindesbeinen an begleitet, treu ergeben. Wie innig und einmalig das Verhältnis ist,
offenbart sich darin, daß nach dem Tod eines Mahut sein Tier nur ganz selten lange weiter lebt. Da beide jedoch im Schnitt 80 Jahre Lebenserwartung haben, stehen die Chancen auf reichlich gemeinsame Zeit nicht schlecht.
******************************************************************************************
Lesezeichen für diesen Reisebericht setzen bei ...
-
Mister Wong
-
Google Bookmarks
-
YiGG
-
del.icio.us
-
Digg
-
StumbleUpon
-
Magnolia
-
Webnews
Bookmark in Ihrem Browser speichern Schließen