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Reisebericht: Rundreise Schweiz - Österreich - Slowenien - Kroatien - Slowenien - Italien - Schweiz
Hier findet Ihr unsere erlebnisse einer Testfahrt für eine zukünftige Weltreise.
Erlebnisse und Bilder aus einem Tagebuch vom World Travel Team
genäueres auf www.einmalumdiewelt.ch
- 30.12.06 Abfahrt in der Schweiz
- 31.12.06 Slowenien
- 01.12.06
- 02.01.06 Offroad in Slowenien-Kroatien
- 03.01.06 Topusko (thermalbad)
- 04.01.06
- 05.01.06
- 06.01.07 Plitwitzer Nationalpark (winnetou der schatz am silbersee)
- 07.01.07 Hafenstadt Zadar
- 08.01.07 Insellandschaft Kroatien
- 09.01.07 Offroad mit Wanderwegkarte unterwegs.
- 10.01.07 Von den Hölen in die Grossstadt
- 11.01.06 Von Slowenien nach Italien
- 12.01.06 Besuch von freunden im Südtirol
- Dies und Das
30.12.06 Abfahrt in der Schweiz
Nach einigen Tagen Durcharbeiten an unserem Landrover haben wir es endlich geschafft um ca. 9.00 Uhr abzufahren.
Leider später als geplant, aber da noch viele kleine Dinge zu machen waren, hatten wir keine andere Wahl…
Mit knapp 5 Stunden Schlaf fuhren wir vom sonnigen Appenzell in Richtung Slowenien.
Am Zoll von Österreich wurden unsere Identitätskarten von einem freundlichen Zöllner kontrolliert und somit für die schnelle weiterfahrt gesorgt.
Von Feldkirch aus über Bludenz und Landeck gelangten wir nach Innsbruck.
Bei Wörgl verliessen wir die Autostrada und folgten der gut zu befahrenen Strasse nach Kitzbühl. Am Fusse des Pass Thrun überzeugte uns der knurrende Magen eine Gasthofstätte aufzusuchen, wobei uns das Äusserliche Bild des Restaurants die ungefähren Dienstleistungen voraussagen sollte.
In einer verrauchten Knelle hatten wir das glück noch knapp vor Küchenschliessung (14.00 Uhr) das Tagesmenü zu bestellen. Ein spitze Reisen-Cordonbleu mit einer Kartoffel und einem Salat wurde uns für cirka 10 Euro pro Person serviert.
Zu dem in der Schweiz (von der Grösse her) nicht erhältlichen stück Fleisch wurden statt Ketchup Preiselbeeren aufgetischt, was dem Fleisch eine ganz andere Note vergab.
Gestärkt fuhren wir weiter in Richtung Klagenfurt.
Kurz vor der Grenze von Slowenien pflanzten wir unseren Landrover mit kaum 3 Meter sicht wegen des starken Nebels in ein Waldstück neben einer abgelegenen Strasse…
Nach einer Pilzsuppe und einem kurzen Jass genossen wir den Abend mit unserer neu erschwungenen Standheizung.
Dank Webasto war uns auch in der Nacht stehts warm ums Herz.
31.12.06 Slowenien
Fit und munter und gut ausgeschlafen machten wir uns ca. um 12 Uhr auf den weg nach Maribor, wo wir am Abend Neujahr feiern wollten.
Der Wechsel von Österreich nach Slowenien merkte man fast nicht, da die Gegend und die Zivilbevölkerung ähnlichen Standarts lebten, nur an einer unbesetzten Zollhütte merkte man dass wir in ein anderes Land gefahren sind…
In Maribor angekommen machten wir zuerst eine kleine Stadtrundfahrt, da wir uns nicht auskennten und so auf einfachem weg die Stadt ein wenig kennen lernten.
Unseren Ländi setzten wir in der nähe des Rathauses ab, welches als recht sicherer platz in Maribor galt. (Das stimmt auch haben wir nachträglich festgestellt)
Da es kein Campingplatz in der nähe hatte und das einzige Hotel 120 Euro pro Nacht verlangte, haben wir uns entschieden das Geld woanders zu investieren und in userem Landrover zu nächtigen.
Schon bald läutete es zum neuen Jahr auf und man stosste mit einem Nastrovije die Gläser zusammen.
Einen lustigen Abend verbrachten wir auf dem Marktplatz rundum von freundlichen Slowenen, die mit sehr lauten Knallkörper und Feuerwerk um sich schmissen. Manchmal dachte man schon fast ein ganzes Haus wurde gesprengt wegen den lauten Knallern und Feuerwerk.
01.12.06
Morgenstunde hat angeblich Gold im munde. Das Edelmetall haben wir leider nicht gefunden nur schlechten Geruch und eine Katze männlichen Geschlechts (Kater).
Als wir uns mit knurrendem Magen auf den weg machten, da wir vergassen Brot für das Morgenessen zu kaufen, fuhren wir Richtung Lasko (gesprochen Laschko) um uns ein angenehmes Bad in einem Wellnesshotel zu gönnen um uns wider richtig auf die Beine zu bringen.
Im Hotel angekommen setzen wir uns an die Bar in der Hoffnung etwas kleines zwischen die Zähne zu bekommen. Da es nur Hamburger und Hotdogs gab bestellten wir beides, was wir zwar im Nachhinein besser gelassen hätten.
Mit komischem Magen checkten wir im Hallenbad ein. Für ca. 6 Euro pro Person wurde uns der Zutritt gewährt. Die Hochwertige Technik im Bad hatte uns sehr erstaunt, da es solche Sachen wie Badge für die Kästen und Schranken in der Schweiz nicht zu finden gibt…
Freudig sprangen wir in das wärmste Becken, was uns die Sorgen vom Morgen schnell vergessen liess.
Doch nicht genug, da das Hotel etwa 200 verschiedene Wellnessangebote versprach, entschieden wir uns noch für einen Saunabesuch.
Für wenig Geld d.h. 13 Euro pro Person gewährte uns die Schranke auch Zutritt zu dem Saunaareal. Besser Saunadorf genannt, da es ungefähr zehn verschiedene Saunas zur Auswahl hatte.
Von der Finnischen Sauna bis zum türkischen Dampfbad konnte man es sich gut gehen lassen…
Wir versuchten von allem ein wenig, und regenerierten uns bis die Haut begann zu schrumpfeln. Wie neu geboren machten wir uns auf die Weiterfahrt um ein Lagerplatz für die Übernachtung zu finden.
Von der Hauptstrasse in einen Waldweg abgebogen und viele Steile Strässlein überquert haben wir nach kurzer zeit ein guten und geraden Platz gefunden wo uns nicht so schnell einer Entdecken würde…
02.01.06 Offroad in Slowenien-Kroatien
Mit Pfnüsel (Verstopfter Nase) und dickem Hals aufgewacht entschlossen wir uns ein paar Tagen in einem Hotel zu erholen, da wir beide merkten dass wir krank wurden.
In einem kleinen Ort nahmen wir uns zeit und assen für 15 Euro 2 Menue`s.
Samuel nahm eine Suppe mit Schweinefleisch und Bratherdöpfeln. Ich kostete eine Forelle mit Knoblauch.
Den Hunger gestillt machten wir uns auf um auf einem Schmugglerweg (obwohl wir nichts zu schmuggeln hatten) die Grenze zu überqueren.
Wir wollten auf einem besseren Wanderweg nach Kroatien einreisen, wobei wir für unserem Landrover ein wenig Off-Road Action suchten.
Nach unzähligen Kreuzungen kleiner Kieswege begegneten wir einem slowenischen BMW Fahrer, welchen wir nach dem Weg nach Kroatien fragten.
mit gebrochenem Englisch erklärte er uns dass es ein Wanderweg gebe, aber es keine Strasse sei, es sollte aber möglich sein mit dem Fahrzeug die Grenze zu passieren, aber eben nur FREESTYLE. Also Offroad.
Ein schmaler Kuhweg führte uns immer weiter den Berg hinauf, wobei er immer enger und schlammiger wurde…
Durch den Schnee auf dem Waldweg wurden uns die Einschätzungen zum Untergrund verweigert.
Als wir gemerkt hatten, dass es warscheinlich besser wäre umzukehren sassen wir bereits im Schlamm fest.
Daher kam unsere Seilwinde zum Einsatz. Langsam zogen wir uns aus dem Rutschigen Dreck hinaus und konnten glücklicherweise recht gut weiter oben umkehren.
Jetzt hiess es leider alles nochmals zurück. Mit hoher Geschwindigkeit, abgelassenem Reifendruck und Differenzial lock bahnten wir uns den Weg durch den Schlamm. Zum glück ist alles gut gegangen und Samuel hat den Deffender sicher und gekonnt auf die verschneiten Schotterwege geführt.
Mit wenig Angstschweiss fuhren wir den Berg hinunter zurück auf die Autobahn, wobei wir den weg nach Jamnicka suchten wo es gemäss (neuer) Landkarte 2 Wellnessbäder haben sollte.
Mit wenig Reifendruck klapperten wir Autobahntankstelle nach Tankstelle ab um die Reifen zu pumpen. Doch wie es das Schicksal so wollte hatte es erst bei der 6ten Tankstelle nach Grenzübertritt von Slowenien nach Kroatien ein Kompressor mit schlauch wo wir den Rädern wieder den Normaldruck zurückgeben konnten.
Da die Kompressoren in Slowenien entweder nicht funktionierten oder es kein Schlauch für die Reifen am Gerät hatte…
Zu später Stunde versuchten wir noch eines der angeblichen 2 Thermalbäder zu finden, damit wir am nächsten Tag frühzeitig im Hotel einchecken könnten…
Natürlich meinte es das Schicksal heute nicht gut mit uns und wir verfuhren uns im Nichts von Kroatien.
In Pisarovina angekommen fanden wir keines der 2 Thermalbäder, wobei wir ungefähr 2 Stunden im Nichts herumkurvten. Da wir kein GPS hatten und die Ortschaften und Kreuzungen nicht immer angeschrieben waren, fuhren wir irgendwelche Käffer ab ohne jeglichen plan zu haben wo wir uns gerade befanden.
Genervt und mit den Nerven am Ende, gingen wir eins trinken in einem Pub in Jamnicka.
Da uns der Barkeeper mit wenigen Worten erklären konnte das es in dieser Gegend keine Thermal oder andere Bäder gebe, machten wir uns auf um ein Schlafplatz zu finden…
03.01.06 Topusko (thermalbad)
Mehr oder Weniger Fit machten wir uns um 9.00uhr auf um die Ortschaft Tuposko zu finden, wo wir endlich ein Thermalbad fanden.
Natürlich checkten wir im zwei Sternehotel Toplica ein um uns und den Ländi ein wenig zu kurieren.
Für 120Euro buchten wir uns ein kleines Doppelzimmerlein mit zwei betten einem WC und einer Dusche. Jetzt hiess es ab ins Thermalbad, welches uns mit den ungefähr 30 Grad verwöhnte.
Nach einem guten Znacht in einem nahe liegendem Restaurant ausserhalb des Hotelareals assen wir königlich ein Steak Zagreb Style, wobei es sich wie wir beim Servieren merkten um ein Cordonbleu mit Country Fries handelte.
Mit vollem bauch schlenderten wir zurück in die Hotellobby, wo wir uns noch mit einem Billiard und Kegeln vergnügten.
Die alte Kegelbahn wurde nicht mehr viel benutzt und der freundliche Kroate erklärte uns das Kegelspiel mit gebrochenem Deutsch. Die klapprige Kegelbahn brachte uns ein Heidenspass, weshalb wir beschlossen am nächsten Tag nochmals zu gehen.
Nach ein paar Bieren ging’s dann ab ins Bett wobei wir uns auf eine Ruhige Nacht freuten.
Doch auch in einem „Wellness Hotel” wurde man nicht verschont. Um 23.00 Uhr als wir uns in unsere Abstellkammer begaben hörten wir ein Hämmern (Metall auf Metall) mit gefolgtem Flexen (Schneiden von Metall mit einer Trennscheibe). Da haute es uns doch den Nuggi raus und ich begab mich mit der Hoffnung in ein anderes evtl. grösseres Zimmer zu wechseln an die Reception.
Die freundliche Dame versuchte mich abzuwimmeln und sagte zuerst es handle sich dabei nur um Geräusche aus der Hausküche wobei ich ihr ein Film auf meiner Digicam zeigte der die störenden Geräusche darstellte. Da ging auch der angestellten ein licht auf und sie griff schnell zum Telefon.
Wo sie einem Arbeiter wahrscheinlich auf Kroatisch sagte hör auf, nach 1 Stunde kannst du weitermachen…
Zurück auf dem Zimmer war es glücklicherweise ruhig wobei ich genüsslich einschlafen konnte.
Doch Samuel wachte eine Stunde später erneut auf, da der Arbeiter seine Zwangspause beendet hatte und wider mit der Flex auf ein Neues begann die Nachtruhe zu unterbrechen…
04.01.06
Heute kam Der Ländi unter die Lupe. Über Nacht hat es die bereits alten und angeschlagenen Fahrzeugbatterien voll entladen. Wir mussten also neue Batterien besorgen, welche wir glücklicherweise in einem kleinen Baugeschäft in Topusko kaufen konnten.
Also bauten wir die für 770 Kuna (ca. 171 Sfr) erworbenen Batterien vor dem Hoteleingang ein.
Kleine Servicearbeiten wie Schmierungen und Ölkontrolle mussten auch erledigt werden, sodass eine ruhige Weiterfahrt garantiert werden konnte.
Nach erneutem gebrauch des Thermalbades und entspannen im Hotelzimmer assen wir noch eine gute Pikante Pizza in einem anliegenden Pub/Restaurant.
Eigentlich wollte ich Samuel noch eine Chance für Revange beim Kegeln geben, aber wir verweilten am Billiard, sodass auf einmal alles um uns herum dicht gemacht wurde. Mit dem blick auf die Uhr wurde bestätigt, dass es auch schon genug spät war. Nach einem schönen Abend packten wir noch das nötigste und begaben uns zu bett…
Natürlich war trotz versprochener Nachtruhe heute weiter gearbeitet worden. Also stellten wir uns leider wieder auf eine unruhige nacht ein. Samuel versuchte doch erneut die Arbeiten zu unterbrechen, jedoch konnte auch er nichts an der Reception bewirken, ausser dass gesagt wurde um 23.00 Uhr werden die Arbeiten im Nebenzimmer eingestellt, was dann auch der fall war.
Genüsslich schliefen wir ein…
05.01.06
Fit und Fröhlich machten wir uns heute früher aus den Federn. Also ging es zuerst an das Hotelbuffet, da wir ja für das Morgenessen bezahlt haben, bis jetzt aber noch nichts im Hotel gegessen haben.
Das Buffet war recht spärlich, trotz ca 150 Gästen gab es nur Saft, Kaffe oder Tee, Brot mit wenig Fleisch und Käse, Butter und Honig.
Leider war nichts von all dem wirklich lecker, sodass wir uns mit komischem Magen zur Reception begaben, um auszuchecken.
Wir waren natürlich nicht bereit, den vollen preis zu zahlen, da wir ja neben einer Baustelle schlafen mussten. Nach cirka 1 Stunde hin und her holten wir 15% Rabatt raus, sodass wir besser bezahlt hätten und die Stunde auf der Strasse verbracht hätten als an der Reception.
Jetzt hiess es erstmals den Plitvicer Nationalpark aufzusuchen, das ist der Ort mit den schönen Wasserfällen und Seen wo einer der Winnetou filme gedreht wurde.
Nach durchqueren kleiner Dörfer mit halb leerem Tank fuhren wir Offroad Wege, die uns durch einheimische in einem vorhergesehenen Pub mehr oder weniger erklärt wurde.
Da wir den Zusatzkanister bereits geleert hatten dachten wir erstens, falls wir den Richtigen Weg nicht fänden, könnte es noch knapp werden, was dann als wir wieder Asphalt unter den Rädern hatten schnell wieder vergassen.
An einer kleinen Tankstelle füllten wir den Magen des Ländi voll auf und fuhren weiter Richtung Nationalpark.
Um ca. 16 Uhr sind wir angekommen und da hatte bereits alles geschlossen, man konnte jedoch noch hinein, was wir dann auch noch mit dem letzten Sonnenstrahl genossen haben.
Zurück beim Ländi und das Dachzelt schon halb hochgekurbelt, schwankten 2 Amis auf uns zu, mit viel Gepäck wollten sie in das Hotel einchecken, das aber geschlossen war, da keine Hauptsaison war.
Natürlich kramten wir unser zeug`s zusammen und fuhren die zwei noch in ein Bungalow wenige Kilometer entfernt von unserem Schlafplatz.
Danach hiess es Standheizung an, Maggiolina rauf und nach einem grossen Salatteller ab ins Bett, damit wir fit werden für den Nächsten Tag.
06.01.07 Plitwitzer Nationalpark (winnetou der schatz am silbersee)
Nach einer relativ guten Nacht standen wir heute früh auf um den Wunderschönen Tag im Nationalpark zu geniessen.
Am Eingang zahlten wir die Gebühr und begaben uns an den unteren Teil des Sees, was uns wegen des Eises auf den kleinen Holtzsteg abgeraten wurde. Mit gutem Schuhwerk ausgerüstet, Spiegelreflex und Digitalkamera machten wir uns auf den langen weg zum Eingang 2
Da wegen der Nebensaison keine Boote fuhren war es nicht möglich die komplette Wanderung zu machen, wir besuchten daher nur cirka ein drittel der Ganzen Naturpracht.
Sagenhafte Wasserfälle, Naturbelassene Seen und Sagenhafte Wege schenkte uns der Schöne Tag im Park.
Hungrig kochten wir uns einem rechtes Essen. Rahmgeschnetzeltes mit Stocki stillte unseren Bärenhunger. Nach dem Abwasch machten wir uns auf die Weiterfahrt bereit.
07.01.07 Hafenstadt Zadar
Leicht verkatert machten wir uns nach einem Frühstück im Hafen von Zadar auf den Weg zur Suche nach einem Internetcaffe.
Nach langem suchen und Durchfragen fanden wir das hochmodern eingerichtete Arsenal. Eine Bar die sehr grossräumig und mit vielen Sitzunmöglichkeiten auf Stuhl, Barhocker oder Sofa, für die gehobene Gesellschaft ein platz zum Durstlöschen und einander austauschen bot. Gemäss Barkeeper boten sie sogar Wireless an, das wir wegen des hotspots aber nicht benutzen konnten und die sechs PC`s im Internetcorner funktionierten natürlich auch nicht…
Gezwungenermassen tranken wir unsere Getränke aus, zahlten die Zeche und verliessen das Arsenal leicht genervt.
Beim Durchqueren der Altstat fanden wir in einem Innenhof ein bestens ausgerüstetes Internetcaffe, welches aber gleich die Pforten vor unserer Nase schloss.
15.00uhr-17.00uhr hatten die Pause…
Na Super. Also hiess es ab und davon aus Zadar weiter Richtung Pag
Eine Insel die mit dem Auto über eine Brücke erreichbar ist.
Hier wollten wir auch übernachten.
Fernab von der Hauptstrasse kämpften wir uns über Schotterwege ans Meer, nach ein paar sehr kleinen verschlafenen Ferien und Fischerdörfer fanden wir unser Nächtigungsplatz auf dieser sehr kargen Insel.
Das Steinige Land und die Stachelbüsche wogen uns jedoch gut in den Schlaf.
08.01.07 Insellandschaft Kroatien
Ein Starkes Morgenessen (Schwedischbrot, Appenzeller Käse, Tomaten, Senf und Majonaise)
Gaben uns Kraft für die Weiterfahrt.
Die Insel war schnell überqueert und wir verliessen sie per Fähre.
Das erste mal war unser Landrover auch ein Seerover.
Auf der Fähre genossen wir trotz des dichten Nebels und der beschränkten sicht die frische Meeresluft der mit einer Tasse Heissen Caj (=Tee in Kroatien).
Da der Fährenkassier wusste nicht recht wie unser Fahrzeug einzustufen war, da hatten wir das glück nur ca. 96 Kuna zu bezahlen. Dies war die Preisstufe für ein Normales Fahrzeug. Zurück auf dem Festland machten wir uns auf die Weiterfahrt auf die nächste Insel bereit. Eigentlich wollten wir von dem Ort Jablanac per Fähre auf die Insel Krk, wo schlussendlich aber keine grösseren Schiffe zu finden waren.
Vor der Ortschaft wurden wir von der Polizei angehalten. Sie kontrollierten ob wir irgendwelche Drogen mitführten, was natürlich nicht der fall war und jemals sein wird! Schliesslich ist das Reisen unsere Droge.
Die Polizisten steckten stichprobenartig ihre Nasen in unser Reisegepäck. Nach den üblichen fragen und Papierkontrolle, winkten sie uns für die Weiterfahrt.
knapp zehn Minuten gefahren und nochmal das selbe… Schon wieder meinte es die Kroatische Polizei gut und winkte uns an den Strassenrand. Diesmal wurde genäuer hingeschaut, aber auch trotz des mehrmaligem nachfragen was wir alles für salben und heilmittel in unserer Apotheke mitführten, gaben auch Sie die unendliche Suche auf. Tja so ist das nun mal, da wird man nie kontrolliert aber dann gleich zwei mal. In der immernoch nebligen Küstenlandschaft schlängelten wir uns hoch bis zur Brücke zur Insel Krk. Vor der Brücke stachen wir noch in die anliegende Stadt um ein Mittagessen einzunehmen. In einer Pizzaria servierte man uns 2 excellente Pizzen erneut für wenig Geld.
Nach einem sättigendem Essen und einem kurzen Abstecher in ein “Internetcaffe“ mit einem PC Win 98 und 56K Modem fuhren wir zurück richtung Brücke.
Die Überfahrt kostete uns ca 10 Euro, wobei unsere Kategorie aber ca mit 3.5 Euro beschriftet war. Der Kassier grinste nur und sagte, das sei wegen der Baufälligkeit der Brücke, welche auch ein wenig so aussah. Egal nahm er sich halt noch ein besseres Trinkgeld.
Von der Insel Krk auf der es leicht regnete reisten wir mit der Fähre weiter auf die (meiner meinung nach schönsten und belebtesten) Insel Cres
Leider haben uns die Wege diesmal nicht an den perfekten Übernachtungsplatz geführt, sodass wir nach einem Rundkurs auf einem Offroadweg wieder auf die Hauptstrasse bogen. In der Nähe des Fährenhafens kurbelten wir unser Dachzelt hoch und genossen den Abend auf der schönen Insel.
09.01.07 Offroad mit Wanderwegkarte unterwegs.
Nach einer relativ warmen Nacht ohne Standheizung machten wir uns früh auf, um die Fähre zu erwischen und den ganzen Tag voll auszukosten.
Von Porozina verschifften wir in richtung Brestova wo wir uns dann in richtung Hum machten, gemäss Touristenführer sei dies die Kleinste Stadt. Mit 20 Einwohner machten wir gleich 10% der Bevölkerung in diesem Kaff aus. Mit der Wanderkarte die Samuel gekauft hat, suchten wir kleine Landwege und Offroadpisten, welche uns tief ins Landesinnere und auf die Hügeligen aber nicht oft befahrenen Wege von Istrien führte. Stark Bergauf und natürlich auch wieder Bergab krochen wir über die unberührte und faszinierende Landschaft.
Gleich schon kamen wir dank guter Beschilderung in Hum an. Angeblich die kleinste stadt der welt.
Leider war das hochgerühmte und mit knurrendem Magen erwartete Restaurant geschlossen, wesshalb wir uns enttäuscht auf die Weiterfahrt machten.
Samuel begab sich ans Steuer und liess erneut den V8 schnurren… Ich versuchte ihn mit der Wanderwegkarte über ein interessantaussehenden Wanderweg in die nächst grössere Ortschaft zu lotzen wobei wir ein Weg vorfanden der eigentlich von Anfang an schon eher nach Wanderweg als Karrenweg aussah, da wir Spuren im Dreck sahen probierten wir die lange Offroadpiste zu überqueren.
Begonnen hat das ganze mit relativ grossen aber runden Steinen, die unterschiedlich im Boden steckten und uns eine recht rumpelige Fahrt bescherten. Nach cirka 200 meter leicht abwärts wurden wir kritisch und stiegen mal aus unserem Ländi aus, um uns ein weiteren Eindruck von dem Weg zu machen.
Der Weg führte in ein Wald, wobei die Karrenstrasse aber noch genug breit und für unsere Höhe erstmals keine Hinderniss war.
Der Wanderweg wurde immer schmäler und immer tiefer in den Wald hinein, sodass ich auf die Motorhaube sitzen musste um wegen der Höhe zu schauen, da Äste uns den Weg versperrten. Vorerst wurden diese auf die Seite gedrückt, jedoch immer tiefer im Schlamassel mussten wir schon das Beil und die Säge hervor holen um uns die Weiterfahrt zu ermöglichen.
Danach entschlossen wir uns zu fuss mal ein grosses stück zu laufen und zu schauen wie es so weitergeht. Nach ca 1 Kilometer Fussmarsch, kamen wir an einer Stelle mit 2 grossen steinen an, welche uns eindeutig den Weg versperrten. Da wir auch bis danhin keine Wendemöglichkeit gefunden haben, mussten wir cirka 200 Meter rückwärts fahren um dann in einem von uns gerodeten Stück zu Kehren.
leicht enttäuscht machten wir uns auf den Rückweg und fuhren auf normalen Strassen weiter in richtug Autobahn.
Am nächsten Tag wollten wir die berühmt berüchtigten Höhlen von Postojna besuchen, daher sollte unser Nächtigungsplatz in der Nähe liegen, damit wir am nächsten Morgen friedlich aufstehen können um ohne Stress und Zeitdrang den Eingang zu finden.
Nach einer kurzen Besichtigung der Stadt vor den Hölen und einem Bier in einem Biliardpub mit einer Schande von Biliardtisch machten wir uns auf den riesigen Turistenparkplatz, um zu nächtigen. Natürlich wäre das in Saisonzeiten nicht möglich gewesen, da die Parkplätze vor der Höhle für mehr als 1000 Autos gerechnet war.
Ein Salat füllte unser Bäuchlein und schon bald hiess es wider einmal gute nacht…
10.01.07 Von den Hölen in die Grossstadt
Während des Morgenessens fuhr neben uns die Polizei durch, und schaute kritisch ins Auto. Wir dachten schon unsere schöne Morgenruhe werde doch noch gestört, zum glück war dem nicht so und sie verzogen sich wieder.
Warm angezogen kauften wir 2 Tickets für 18 Euro und begaben uns in den Warteraum.
Mit einem kleinen Elektrozug und sehr wenig Kopffreiheit raste unser lockführer volle kanne ins innere der Höhle. Nach der Gruppeneinteilung machten wir uns auf den Weg. Eine Führerin erklärte uns während des gemütlichen schlendern dies und das über die entstehung der Stalaktitten und Stalakmitten bis hin zu den Aktuellsten ereignissen wie die Letzte Flut, der höchste Wasserstand und dass die Höhlen von Postojna auch im zweiten Weltkrieg taktisch gut genutzt wurde.
Interessiert betraten wir die prachtvolle Naturwelt und lernten mehr über ihr Innenleben kennen. Es ist sehr empfehlenswert, auch wenn wir wegen der Nebensaison nicht überall hingekommen sind, war es sehr eindrucksvoll und vor allem die Grösse der Sääle und gänge sind einfach überwältigend.
Schon gleich waren wir jedoch wieder am Ausgangspunkt angelangt und es hiess bitte einsteigen und Kopf einziehen.
Nachdem wir neugierig geworden sind nach mehr und auf den Touristeninfoblätter die Ausrüstung und Kletterkapriolen von den anderen Hölhen gesehen haben, beschlossen wir in die nächste offene Höhle zu besichtigen. Leider war die zweite Höhle Pivka Jama nicht mehr so interessant, da ohne Ausrüstung und ähnlichen Besichtigungsbedingungen, aber mit schlechtem Licht nicht wirklich lohnenswert war. Das einzige spezielle, war der Bach, der Unterirdisch durch die Höhle Floss und die früher gebrauchten Kletterwege die wir leider nicht begehen durften.
Nach der Tour sprachen wir noch mit einem jungen Deutschen (Sören) den wir kennengelernt haben. Wir tauschten uns noch ein wenig aus während einer Heissen Tasse Kaffee und plauderten noch eine weile über eindrücke und erlebnisse.
So Jetzt hiess es aber vorwärts ab nach Ljubliana, wo wir uns erneut ein Hotel suchen wollten für eine Partynacht.
In Ljubliana angekommen fuhren wir an den Strassenrand damit wir in einem Hostel wegen den Preisen nachfragen konnten. da klauten doch dicht neben uns 3 Jungs ein Auto. Wir dachten wir sehen nicht recht. Einer am Heck der Andere an der Tür und der eine an der Front. Die Nummernschilder wurden durch andere getauscht und fix war das Auto geknackt worden. Das ganze Manöver dauerte knappe zwanzig Sekunden und schon raste das Auto davon.
Da dachten wir zwei, ja aber hallo?!? Da haben wir ja wiedermal die richtige Gegend gefunden.
Wir checkten jedoch trotzdem in das zu empfehlende Hostel ein um eine Nacht hinter Gitter zu verbringen. Das Hostel war früher ein Gefängniss und dient jetzt im renovierten und umgebauten Zustand als Hostel.
Für wenig Geld liess es sich auch hier gut leben. Natürlich erkundigten wir noch ein wenig das Nachtleben, wobei wir uns jedoch wegen Erschöpfung schon gleich zurück ins Hostel begaben.
11.01.06 Von Slowenien nach Italien
Um 9.00Uhr klingelte das Natel. Der am Vorabend gestellte Wecker hatte leider funktioniert. Ich schaffte es noch nicht aus dem Bett und stellte den Wecker nochmals neu auf 9.20 Uhr. Genüsslich schlief ich nochmals ein.
Nach dem Kampf das Bett zu verlassen gings nochmals ab unter die Dusche. Das Kultige Hostel bot uns vor dem auschecken noch ein mundiges Morgenessen.
Alles getcheckt und ausgetcheckt sassen wir in unseren Landi der glücklicherweise noch vor dem Hostel stand und machten uns auf den langen weg nach Bozen.
Zwischen dem Triglav Nationalpark und der österreichischen Grenze schlängelten wir uns immer weiter richtung Südtirol.
Bevor wir die Grenze passierten, assen wir noch 2 grosse Menus für 12 Euro.
Mit vollem Bauch und neuer Energie überqueerten wir die Grenze von Slowenien nach Italien. Kaum über der Grenze war die Strasse voller Risse und Schlaglöcher. Die Italienische Strassenmafia schaute der Fahrbahn nicht gut.
Wir Kämpften uns mit der Zeitnot im Genick richtung Neumarkt wo auf uns ein Feines Abendessen bei unseren Freunden aus dem Südtirol wartete.
Arno und seine Freundin haben Michi, Silke, Magdalena, Samuel und mich zu einem Feinen Abendessen in ihr neues zuhause eingeladen.
Mit eineinhalb stunden Verspätung trafen wir ein. Nach einer Begrüssungsrunde mit einem Glas Sprudelwein begaben wir uns zu Tisch wo uns Arno mit Schweinshaxen und gebratenen Kartoffeln verwöhnte. Für den Wein hat natrülich unser Wintzerprofi Michi gesorgt, natürlich wurden zu dem Feinen Essen 3 Flaschen Edlen Hofstätter aufgemacht.
Nach einem Lustigen Abend und Interessanten gesprächen durften wir die Nacht im Gästezimmer von Michi und Silke verbringen.
An dieser Stelle nochmals vielen Dank für eure Gastfreunschaft und das nicht selbstverständliche drum herum. Wir hoffen wir bekommen die Gelegenheit uns zu revangieren.
12.01.06 Besuch von freunden im Südtirol
Diesen Tag gingen wir recht gemütlich an, nach einem super Morgenessen hockten wir uns in Michi`s Landrover und fuhren nach Tramin. Wir trafen uns mit Arno in einem Kaffee um noch ein wenig zu plaudern. Nachher wurde unser Ländi noch geduscht, mit Heisswasser und Hochdruckreiniger abgespritzt.
Wir hatten das glück noch von Michi noch mit einem feinen Mittagessen verwöhnt zu werden. Dann hiess es leider schon wieder abschied nehmen. Reich beschenkt verabschiedeten wir uns von den Südtirolern und machten uns weiter auf Richtung Schweiz.
Wir fuhren nach Samnaun um erneut den Durst unseres Ländi zu stillen.
Da der tank schon fast leer war leerten wir den Kanister mit dem Kroatischen Benzin ein.
Der Zeiger der Benzinanzeige hatte sich ein wenig in die richtige Richtung bewegt, die Freude war aber nur von kurzer Dauer, da die schlechte Qualität des Benzin`s den durst nicht löschte sondern zum Kampftrinken des V8 motivierte. Also tankten wir vorher doch noch ein wenig nach.
Die schmalen strässlein nach Samnaun fuhren wir kurz vorm Eindunkeln ab. Für 1.23 sfr pro Liter füllten wir den Tank wobei der Benzinpreis so um 1.56 sfr an anderen Tankstellen war hatte es sich doch noch richtig gelohnt und die lustigen aber schmalen Tunnelstrassen waren auch noch ein Erlebniss.
kein Gegenverkehr, denn sonst hätte es wegen schlechter sicht noch zu Problemen führen können.
Vor dem Arlbergtunnel fuhren wir noch in ein kleines Dorf um in einem Restaurant noch ein feines Abendessen einzunehmen. Ich hatte nicht so grossen Hunger und verputzte ein feinen Käse-Schinken-Toast mit Salat, wobei Samuel ein Räubersteak Rösti ass. Danach machten wir noch ein Jass mit Altdeutschen Jasskarten, wobei wir relativ lange brauchten bis wir den unterschied von Under und Ober entdeckten, da sich die kurligen Typen nur schlecht unterscheiden liessen.
Die letzten paar Euros liessen wir im Restaurant liegen und hockten uns grinsend in unser Kunterbungmobil.
Nach einer langen Tunnelfahrt hiess es schon bald die Grenze in die Schweiz zu überqueren.
Zufällig fuhren wir über ein kleinen Zoll der um diese Uhrzeit nicht mehr besetzt war und sorgte somit für keine allfälligen Durchsuchung unseres Reisegepäcks. Obwohl wir nichts zu verbergen hatten rechneten wir jedoch damit dass wir am Zoll wieder einmal kontrolliert würden. Zuhause angekommen liessen wir alles liegen und machten uns fertig fürs Bett.
Dies und Das
Genäueres und mehr bilder über unsere Touren erfahren Sie auf
www.einmalumdiewelt.ch
zukünftig werde ich und mein kollege auch von unserer Weltreise berichten.
Aber dies ist noch nicht sicher ob diese nur auf unserer homepage ersichtlich sind, denn hier ist das Editieren sehr mühsam.
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