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Reisebericht: Nach dem TSUNAMI - "Unser Haus" in Sri Lanka
„ SERVO PER AMIKECO“ - In Freundschaft dienen (Wahlspruch der IPA)
Durch ein Seebeben im Indischen Ozean am 26. Dezember 2004 traf ein verheerender Tsunami auf die Ost- und Südküste, sowie auf die Westküste südlich von Colombo auf Sri Lanka, wodurch große Zerstörungen an der Infrastruktur, an Land und Natur entstanden.
45.000 Menschen auf Sri Lanka verloren dabei ihr Leben.
- Weltweite Spenden
- Die Idee zur Eröffnung
- Die Reise beginnt
- Das Hochland wird erreicht
- Die Verantwortliche auf Sri Lanka
- Die Delegationen treffen sich
- Fahrt nach Katugoda
- Der Empfang im Dorf
- Eröffnung und Übergabe
- Die neuen Eigentümer
- Die Kinder des neuen Dorfes
- Im Ort Katugoda
- Wir verlassen Katugoda
- Die Feier im Fort von Galle
- Kandy-Tänzer sind gekommen
- Die Witwe des Helden
- Verabschiedung
- Am Strand von Kosgoda
- Servo per Amikeco
Weltweite Spenden
EINLEITUNG/ERLÄUTERUNG zum Bericht
Ich möchte mit dem vorliegenden Bericht keine "one-man-show" abziehen, sondern einfach einmal einen Moment - weg von den üblichen Berichten - eine Situation berichten, wo man einen großen Augenblick im Leben erlebt. Die Freude der Kinder im Ort war unbeschreiblich, die Dankbarkeit der neuen Hausbesitzer konnte man in ihren Augen erkennen.
So einen Moment im Leben eines "Reisenden" möchte ich Euch mit meinen Ausführungen vermitteln.
Zum besseren Verständnis der Abläufe musste ich auch einige Bilder zu meiner Person einbringen ( ich hoffe es ist erträglich ).
Weltweit wurden für die Betroffenen Spendenaktionen ins Leben gerufen. So auch in Österreich. Eine große Zeitung in Österreich übernahm dazu die Leitung, Organisation und Verteilung der Spenden.
Auch die IPA ( International Police Association ) in Österreich, sowie in fast allen europäischen Ländern, schloss sich dieser Aktion spontan an und spendete dazu ein Eigenheim. Heute ist bekannt, dass aus dieser Spendenaktion an die 400 Häuser errichtet werden konnten.
Die Idee zur Eröffnung
Als damals im Februar 2007 die ersten Häuser eröffnet und an die Einheimischen übergeben werden sollten, entstand in Österreich der Entschluss, das Haus aus den IPA-Spenden persönlich zu eröffnen und an die neuen Besitzer zu übergeben.
Unter Absprache der Verantwortlichen der IPA in Österreich wurde ich in meiner Eigenschaft als Reisereferent der IPA f NÖ beauftragt, eine Gruppe der IPA nach Sri Lanka zu führen und dort die Eröffnung bzw. Übergabe des Hauses durchzuführen.
Die Reise beginnt
Nachdem dazu alle für diese Reise notwendigen Maßnahmen getroffen worden waren, setzte sich im Jänner 2007 eine aus 28 Personen bestehende Abordnung der IPA mit mir nach Sri Lanka in Bewegung.
In der Gruppe der Österreicher befand sich auch unser Kultur- und Auslandsreferent, Harald Weiss.
Das Hochland wird erreicht
Vorerst unternahm die Reisegruppe eine zweiwöchige Rundreise, welche zu den historischen Höhepunkten sowie in Dschungellandschaften auf Sri Lanka führte und dabei die Insel bis in den Zentralbereich bereist wurde.
Die Verantwortliche auf Sri Lanka
Durch den Generalsekretär der IPA-Österreich war die Gruppe bereits der
IPA-Sri Lanka angekündigt worden. Bereits unmittelbar nach unserer Ankunft wurde mit
dem örtlichen Generalsekretär, Hemachandra DIAS, Kontakt aufgenommen und parallel zum Reiseverlauf bereits unzählige Vorbereitungen zu einem Treffen am 1.2.2007 in Hikkaduwa an der Südküste getroffen.
Beabsichtigt war, die Eröffnung des mit Spendengeldern der IPA Österreich errichteten Hauses in KATUGODA, gemeinsam durch beide Delegationen vorzunehmen.
Man wollte auch den Bewohnern, die dort nach der Tsunami-Katastrophe eine neue Heimat gefundenen hatten, bei weiteren Unternehmungen behilflich sein.
Die Vornahme dieser Feierlichkeit war nur Dank der großen Hilfe der Vertreterin von Kurier Aid - AUSTRIA, Frau Brigitte Neuber, bestens vorbereitet und möglich geworden.
Sie verwaltete und verantwortete dort sämtliche Spendengelder aus Österreich und war seit 2 Jahren ( zur Zeit der Reise ) mit der Errichtung von insgesamt 7 neuen Wohnanlagen (mehr als 400 Häuser) beschäftigt.
Die Delegationen treffen sich
Die Eröffnung des IPA-Österreich-Hauses wurde für den 1.Februar festgelegt. Schon am Morgen traf dazu die äußerst hochrangige Delegation der IPA Sri Lanka in unserem Hotel in Hikkaduwa ein.
Die Delegation der IPA Sri Lanka wurde vom General of Police ( in Vertretung des Ministers )
H.A.J.S.K. WICKRAMARATNA angeführt.
Fahrt nach Katugoda
Begleitet wurde er vom Generalsekretär, Hemachandra DIAS, Senior -Superintendent of Police – Police Field Force, und weiteren hochrangigen Offizieren der Polizei.
Zahlreiche Kollegen in Uniform waren ebenfalls gekommen um uns zu begrüßen, und wie wir kurz später feststellten, um uns ins 16 km entfernte neue Dorf KATUGODA zur Eröffnungsfeier
zu eskortieren.
Vorne drei Motorräder der Polizei, weitere zwei Streifenwagen, so wurde unser Bus begleitet. Den Abschluss bildete wieder ein Streifenwagen. Die Straßen am Weg ins Dorf KATUGODA war für andere Verkehrsteilnehmer gesperrt worden.
Der Empfang im Dorf
In Katugoda erwarteten uns bereits viele Dorfbewohner. Nach unserer Ankunft wurden wir vom Bürgermeister empfangen.
Zum feierlichen Anlass war auch schulfrei gewährt worden und so erwarteten uns viele Kinder in ihrem neuen Heimatdorf und "schmückten" die Damen in der Gruppe mit Blumengirlanden.
Bereits aus der Ferne konnte man das Haus, welches zu „eröffnen„ war, mit Blumen geschmückt erkennen.
Eröffnung und Übergabe
...dann wurde das „Sperrband“ von General WICKRAMARANTNA und mir durchschnitten, der Schlüssel zum Haus übergeben und anschließend im Haus von 12 Personen Glück bringende Öllämpchen entzündet.
Die neuen Eigentümer
Von den neuen Hausbesitzern, die 9-Personen umfassende Familie NIGAM wurden wir schon sehnsüchtigst erwartet..
Die Kinder des neuen Dorfes
Im Anschluss wurden von die von uns mitgebrachten Lebensmittelpakete an die Familie NIGAM übergeben. Für die Kinder im Dorf waren die Geschenkpakete schnell geöffnet.
Im Ort Katugoda
An der weiteren Feier nahm anschließend die gesamte Dorfgemeinschaft teil.
Im Zuge dieser Feierlichkeiten wurde ein weiterer Spendenbetrag zur Errichtung eines Kinderspielplatzes in KATUGODA, an den Bürgermeister übergeben.
Wir verlassen Katugoda
Nach Besichtigung des neuen Hauses und einem von Kindern begleiteten Rundgang durch das Dorf verließen die beiden Delegationen gemeinsam den Ort und begaben sich wie vereinbart ins Headquarter der Police von Galle, ins alte Fort im Zentrum der Stadt, wo als Überraschung für unsere Gruppe eine Feier vorbereitet worden war.
Die Feier im Fort von Galle
Im Headquarter der Police von Galle wurde die Delegation der IPA aus Österreich überraschend von einem unübersehbaren Polizeiaufgebot erwartet und begrüßt.
Alle Distriktskommandanten und der Polizeiinspizierende von Sri Lanka waren zur Feier anwesend.
Kandy-Tänzer sind gekommen
Zu unserer Überraschung wurde für uns eine Tanzveranstaltung, nämlich „Kandy-Tänze“ aufgeführt.
Von der IPA Sri Lanka speziell für diese Veranstaltung engagiert, war die auch international bekannte „Polizeitanzgruppe“ aus Colombo mit dem Bus angereist.
Die Witwe des Helden
Eine berührende Vorstellung hatten sich unsere Gastgeber noch für uns aufgehoben, indem sie uns die Witwe eines heldenhaft verehrten Polizeibeamten vorstellten, welcher während des Tsunami
mehreren Menschen das Leben rettete, seines dadurch und auch sein Haus in den Fluten verlor.
Sämtliche Polizeibeamte Sri Lankas spendeten und spenden noch immer für ein neues Haus für die Witwe dieses Beamten. Spontan wurde auch noch von uns ein Betrag zusammengelegt und von unserem Auslandsreferenten der Witwe übergeben.
Verabschiedung
Viele gute Kontakte, auch Freundschaften ( wie wir heute wissen ) sind an diesem Tag zustande gekommen. Alle Teilnehmer dieser Reise – so auch ich werden diesen ehrenvollen Tag auf Sri Lanka wohl nie im Leben vergessen.
Am Strand von Kosgoda
Die nächsten Tage verbrachte die Gruppe zum Relaxen am schönen Strand von Kosgoda.
Servo per Amikeco
Bis heute reisen Teilnehmer der Gruppe aus 2007 immer wieder nach Sri Lanka und „leben“ die damals entstandenen Freundschaften.
Im Zuge dieser Veranstaltung ist unser IPA Wahlspruch
„ SERVO PER AMIKECO“ - In Freundschaft dienen - sichtbar lebendig geworden.
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Sehr interessant, einmal einen Bericht über unmittelbare Aktivitäten zu lesen. Es ist immer eine gute Sache wenn Hilfe direkt an die Betroffenen geht!
LG Christina -
Danke Christina, der Bericht sollte einmal was anderes sein. Gibt ja noch was anderes als "reisen". Und die Freude dieser Menschen zu erleben war ein ganz besonderer Augenblick für mich und meine Freunde.
lg Harald -
Dieser Bericht ist allerdings einmal was ganz anderes. Er hat mich sehr berührt. Ich kann mich noch sehr genau erinnern, wie ich auf der Heimreise von meinem Weihnachtsurlaub 2004 im Autoradio die ersten Schreckensmeldungen von dieser so furchtbaren Naturkatastrophe verfolgen musste. Von Stunde zu Stunde wuchs den Meldungen nach deren Ausmaß. Etwas, was es noch nie gegeben hat, ist geschehen. Unvorstellbar. Gleichzeitig dachte ich an meinen Urlaub auf der Insel drei Jahre zuvor und es lief mir eiskalt den Rücken runter.
Harald, so wie es auch Christina in ihrem Kommentar schon geschrieben hat, finde auch ich es großartig, wie Du hier über die Hilfsaktionen berichtest. Die Übergabe der neuen Häuser an die Einheimischen, die Eröffnungsfeierlichkeiten usw..... das alles hast Du hier in einem sehr bewegenden Bericht rübergebracht.
Vielen Dank.
LG Ursula -
DANKE Euch allen. Ich sehe, IHR versteht mich. Ich wollte hier keine "one-man-show" abziehen, sondern einfach einmal einen Moment - weg von den üblichen Berichten - eine Situation berichten, wo man einen großen Augenblick im Leben erlebt. Die Freude der Kinder im Ort war unbeschreiblich, die Dankbarkeit der neuen Hausbesitzer konnte man in ihren Augen erkennen. So ein Gefühl wollte ich Euch vermitteln. Zum besseren Verständnis der Abläufe mußte ich auch einige Bilder zu meiner Person einbringen ( ich hoffe es ist erträglich ).
lg Harald -
.........gut das Du auch einmal einen anderen Weg eingeschlagen hast als die "normalen Reiseberichte"........... Ich finde es wunderbar wenn sich Menschen für Menschen einsetzen die sonst keine Chance bekommen.
Auch ich habe seit mehr als 20 Jahren Patenkinder auf allen Kontinenten es ist zwar nur ein Tropfen auf den bekannten Stein aber ich denke hauptsache man tut etwas...........
LG Gaby
PS. Deine Bilder gefallen mir auch sehr gut, (auch die auf denen Du mit dabei bist) :))))))))
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Eine Reise der ganz besonderen Art. Danke, dass Du uns daran hast teilnehmen lassen. Ja, ich kann mir vorstellen, dass da viele Freundschaften für immer entstanden sind. LG Ingeborg
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DANKE Ingeborg, dass Du diesen Bericht gefunden, gelesen und auch bewertet hast.
Ich freue mich sehr darüber. War ein "Meilenstein" ( einmal "geben" nicht immer nur Fotos "nehmen" ) in meinem "Reiseleben",
lg Harald -
nach oben
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Danke lieber Harald für Deine ausführlichen Schilderungen, die auch bei mir wieder schmerzliche Erinnerungen wach gerufen. Auch ich war seinerzeit tief getroffen von dieser verheerenden Naturkatastrophe. Habe hier in meiner Heimatstadt Remscheid spontan mitgeholfen, Geld für die Opfer zu sammeln. Bin dann mit meinem Sohn nur 3 Monate nach dem Unglück auf unsere Kosten nach Sri Lanka gereist und wir haben uns an Ort und Stelle erkundigt, wohin diese Spendengelder fließen. Das gesammelte Geld wurde seinerzeit ohne Umwege an die Betroffenen ausgehändigt, die davon ihre neuen Häuser bauen konnten. Den Bauverlauf haben wir dokumentiert.
Auch wir waren damals schockiert über die Zerstörungen und die armen Menschen dort. Darüber habe ich hier eine große S/W-Fotoausstellung gemacht und die seinerzeitigen Spender konnten sich davon überzeugen, wohin ihre Geldspende geflossen ist.
Daher freue ich mich heute über Deinen so ausführlichen Bericht.
Dafür nochmals lieben Dank, lieber Harald.
Herzliche Grüße von Gerd
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