Ajanta, Ellora - "in der Mitte von Nichts"

Reisebericht

Ajanta, Ellora - "in der Mitte von Nichts"

Reisebericht: Ajanta, Ellora - "in der Mitte von Nichts"

Wiederentdeckt wurden die Tempel- u Höhlenklöster von
AJANTA 1817 von englischen Soldaten, welche in diesem Gebiet -
in der „Mitte von Nichts“ - auf Tigerjagd waren. Insgesamt wurden 5 Tempel und 25 Klöster in den Fels "gemeißelt". Ausgangspunkt für Besichtigungen in Ajanta und Ellora ist die Stadt Aurangabad.
Die Tempelanlagen von Ellora wurden zwischen dem 5. und 11. Jht. errichtet.

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Aurangabad - Ajanta

..Rundblick...Höhlenklöster und...

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Am Abend vorher aus Mumbay kommend waren wir in Aurangabad gelandet, wo wir in einem
sehr romantischen Hotel unsere Quartiere bezogen.

Während es am nächsten Morgen beim Frühstück noch stark regnete, klarte der Himmel kurz später auf und waren wir dazu alle erleichtert. Vom örtlichen Guide geführt fuhren wir nun zu den Höhlentempel von Ajanta, 110 km von Aurangabad enfernt.

Aurangabad hieß früher Chiriki und war einst die Residenzstadt von Aurangzeb, daher auch der Name. Heute eine große Universitäts- u Industriestadt mit mehr als 1 Million Einwohner. In der näheren Umgebung gibt es viele Zuckerrohr und Baumwollfelder. Der starke Regen in diesem Jahr hat eine frühe Ernte ermöglicht.
Die Stadt ist Ausgangspunkt zu den Besuchen von Ajanta und Ellore, wobei zwischen beiden Tempelanlagen 60 km liegen. Durch diese Nähe wäre es möglich beide WELTKULTURERBEN
an einem Tag zu besichtigen.
Wir bevorzugten jedoch die zwei-Tagesvariante und besuchten Ajanta und Ellora, je an einem Tag.

Die Felshöhlen von Ajanta wurden vom 2. bis 7 Jht.
In der „Mitte von Nichts“ erschaffen, in den Fels geschlagen, herausgemeißelt
und mit Reliefs, Fresken und Skulpturen ausgestattet, um das Leben von Buddha
darzustellen und seine Lehre verständlich zu machen. Die Malereien beinhalten ausschließlich
Szenen aus dem Leben Buddhas und seinen früheren Inkarnationen und gewähren dadurch einen Einblick in das höfische Leben dieser Zeit.
In Ajanta bewegt man sich zwischen „Hinayana und Mahayana“, wobei diese architektonischen Kulturphasen 400 Jahre trennen. In der älteren Schule wurde Buddha nur in Symbolen, wie als Stupa, anhand seiner Fußstapfen oder durch einen Thron dargestellt.
Die spätere Mahayana-Sekte verlieh Buddha bereits menschliche Formen.
Man stelle sich vor, diese Tempelmalereien wurden bereits 1000 Jahre vor der sixtinischen Kapelle zu Rom geschaffen.

Durch die Abgeschiedenheit dieser Gegend, in der „Mitte von Nichts“ waren die Fresken in den Höhlen von Regen und Hitze geschützt, so dass sie über Jahrhunderte erhalten blieben. Nirgendwo in Indien befinden sich ähnliche Anlagen.
Noch völlig ungeklärt ist der Umstand, bei/mit welchem "Licht"
die Künstler der damaligen Zeit ihre Reliefs, Fresken und Skulpturen in den völlig dunklen Höhlen geschaffen haben. Zu einer eventuellen Verwendung von Öllämpchen gibt es keine Rußspuren, Möglich wäre es, mit "eingespiegeltem" Licht ihre Arbeiten verrichtet zu haben.






..in den Fels gehauen....


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Kommentare

  • Gerd-Krauskopf (RP)

    Hallo Harald,

    wieder mal ein außergewöhnlicher Reisebericht mit interessanten Informationen. Dabei habe ich Deine Bewunderung für dieses Land "In der Mitte von Nichts" geradezu gespürt, das scheinbar noch nicht so von Touristen überschwemmt wird.

    Es ist gerade zu bewundernswert, wenn man erfährt, welche unvorstellbaren Arbeiten dort geschaffen worden sind. Du hast es wie immer spannend herüber gebracht.

    Dir dafür lieben Dank.

    Mit lieben Grüßen von Gerd

  • reisefreudig

    ..servus Gerd,

    ..danke für Deinen netten Kommentar, da kommt Freude auf. Ich weiß Dein fachliches Urteil stets zu schätzen. So wie ja bei Deinen Beiträgen steckt auch jede Menge Zeit und Arbeit darin.
    lg Harald

  • Schalimara

    Hallo Harald,
    Danke - das war wieder eine interessante "Geschichtsstunde". Mir macht es immer wieder Spass deine Berichte zu lesen.

    LG Verena

  • Pinky3

    ..........ein wirklich sehr guter Reisebericht mit vielen interessanten Informationen, habe zufällig vor ein paar Tagen eine Reportage über Ajanta/Ellora bei arte gesehen und Dein Beitrag hat alles was ich dort gesehen habe zu 100% bestätigt..............
    Du bist eine echte Konkurenz für`s TV :)))))))
    LG Gaby

  • reisefreudig

    ..Verena, Gaby, ich bedanke mich für diese netten Kommentare, Ihr bringt mich dadurch ganz schön noch in Verlegenheit, aber meine Freude dazu ist groß,
    lg Harald

  • pleuro

    Ein Land, das ich nicht kenne. Um so interessanter war diese virtuelle Reise, auf die ich Dich hier begleiten konnte.
    LG Anne

  • reisefreudig

    ...DANKE Anne, habe Deine Zustimmung und Bewertung mit großer Freude entgegengenommen. Durch Deinen und die weiteren Kommentare hier gewinnt der "Aufwand" erst sehr an Wert.
    lg Harald

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  • Blula

    Lieber Harald!
    Mit Dir hier durch die Welt zu reisen, fremde Länder zu entdecken, das ist jedesmal Erlebnis pur. Deine Reiseberichte sind ebenso kompakt wie perfekt. Die guten Fotografien, mit denen Du auch diesen Bericht wieder umrahmt hast, tun ein übriges. Da möchte man am liebsten sofort losreisen und das, was Du hier schilderst, mit eigenen Augen und Sinnen erleben.
    Vielen Dank!
    LG Ursula

  • reisefreudig

    Servus Ursula, danke Dir wieder mal für Deine Zustimmung und für Deine gute Bewertung. Anhand der zahlreichen Kommentare hier bin ich schon ganz verlegen. Freue mich aber natürlich dazu. Reisen und Berichte schreiben begleitet mich schon das ganze Leben. Hier auf GC habe ich endlich eine "Heimat" dafür gefunden, wo die viele Arbeit auch bewertet wird. Da macht es noch mehr Spaß zu schreiben. Und reisen tue ich ja anauernd, Es kommt noch einiges. Habe schon zahlreiche Berichte auf "privat" wieder fertig. Aber möchte langsamer einstellen.
    lg Harald

  • Reah

    Hallo Harald,
    was soll man dazu noch sagen, was nicht schon dasteht.
    Danke für die tolle Reise mit dir und ich freu mich schon auf die nächsten.
    LG Andrea

  • matulr

    Die Geschwindigkeit, mit der Du hier Reiseberichte erstellt, ist erschreckend, bzw. frustrierend für mich! Ich benötigte 4 Monate (= 16 Wochenenden) für meinen lezten Bericht...
    Gratulation auch zur Startleiste!
    LG, ULI

  • Steffania

    Hallo Harald,
    dies war mal wieder ein sehr informativer Bericht. Indien reizte mich bisher nicht so sehr, aber diese Höhlen müssen überwältigend schön sein. Die würde ich mir gerne mit eigenen Augen ansehen.
    Ich bin schon auf Deine zukünftigen Berichte gespannt.
    LG Steffi

  • reisefreudig

    Servus an alle,
    ..mein Dank gilt allen hier, dachte nie, dass man soviele, liebe, nette und gute Kommentare bekommen kann. Werde mich bemühen, mich bei Euch mit weiteren Beiträgen (hoffentlich solche die wieder Eure Zustimmung finden) zu revanchieren.
    Ich verneige mich zu Euren Kommentaren!,
    lg harald

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  • globetrotter

    Habe deinen Bericht mit großem Interesse gelesen, die Bilder dazu sind eine wunderschöne "Ergänzung":)
    Ich bin der Meinung, diese einzigartigen Kunstwerke haben mindestens !!!! zwei Berichte verdient:)) Es ist sehr schade , dass diese Tempelanlagen so wenig bekannt sind.
    Wir hatten leider keine Zeit, das "kleine " Taj Mahal"zu besichtigen, da wir jeweils den ganzen Tag in Ajanta und Ellora waren.
    LG Ute

  • reisefreudig

    ..danke Ute, teile Deine Meinung zu den 2 Berichten. Einerseits aber wieder gut, dass dort noch immer der "sanfte" Tourismus vorhanden ist ( keine Massen, nur sehr interessiertes Publikum ). Das "Baby Taj" stell ich Dir ja hiermit vor. Freue mich schon auf Deine nächsten Berichte.
    lg Harald

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