Frankreich 2012: Paris – Bretagne: Von Prachtbauten, Felsküsten und Hinkelsteinen

Reisebericht

Frankreich 2012: Paris – Bretagne: Von Prachtbauten, Felsküsten und Hinkelsteinen

Reisebericht: Frankreich 2012: Paris – Bretagne: Von Prachtbauten, Felsküsten und Hinkelsteinen

Grüne Hügel und schroffe Felsküste: Die Bretagne im Westen Frankreichs ist immer eine Reise wert. Doch zuerst besuchen wir Paris, die faszinierende Weltmetropole mit Flair und Kultur. Gegen Ende der Reise entdecken wir die kilometerlangen Sandstrände an der Westküste Frankreichs – ein Urlaub voller Gegensätze!

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Paris am Abend

Notre Dame im Abendlicht, Paris

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Wir stehen am Ufer der Seine und schauen auf Notre-Dame und viele andere Prachtbauten, die im Licht der untergehenden Sonne erglühen. Auf der anderen Seite wiegen sich unter uns Palmen im Sand, im Hintergrund erkennen wir die Silhouette des Eiffelturms. Der Seine-Strand, der hier im Sommer von der Stadt „aufgebaut“ wird, ist ein Anziehungspunkt für Einheimische und Touristen – in der Sonne aalen mit Blick auf Eiffelturm und Seine…



Notre-Dame, im Vordergrund die Seine, Paris

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Wir spazieren über die Ile de la Cité, der größten Seine-Insel in Paris auf die andere Seite ins Quartier Latin. Hier steht die Sorbonne, die berühmte Universität von Paris aus dem Jahre 1253, in ihrem Umfeld erstreckt sich das „Studentenviertel“ dieser Metropole. Es ist seit vielen Jahren berühmt für seine viele Kneipen und Restaurants aus allen Herren Ländern. Wir bummeln durch die Gässchen und gönnen uns einen kleinen Imbiss.



Eiffelturm im Abendlicht, Paris

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Aber nun sind wir drei müde und machen uns mit der Métro auf den Heimweg. Der Tag hatte für uns früh angefangen: Am (sehr) frühen Morgen starteten wir mit unserem Wohnwagen und fuhren mit einigen kleinen Pausen direkt nach Paris. Wir hatten auf einem Campingplatz in einem westlichen Pariser Vorort für 3 Nächte einen Platz reserviert. Die Fahrt lief reibungslos, bis wir in den Pariser Vorort Sartrouville gelangten. Auf einer engen, aber vierspurigen Hauptstraße verriet uns ein Hinweisschild, dass wir uns auf der linken Fahrbahn halten sollten, die abwärts in einem Tunnel verschwand. Bei der Abfahrt in den Tunnel erschien uns dieser bereits sehr niedrig, obwohl keinerlei Schild auf die Tunnelhöhe hingewiesen hatte. Deshalb fuhren wir im Schritttempo an die Tunneldecke heran – und siehe da: Mit unseren Fahrrädern auf dem Autodach waren wir doch tatsächlich zu hoch für diesen Tunnel! Wir waren völlig perplex - auf einer Pariser Hauptstraße hatten wir nicht mit solchen Problemen gerechnet. Hinter uns entstand ein Hupkonzert und einige Wagemutige überholten uns auf der Gegenfahrbahn. Rückwärtsfahren oder Wenden war wegen des Verkehrs und unseres Wohnwagens in dem engen Tunnel nicht möglich. Wir mussten also im laufenden Verkehr alle 3 Fahrräder vom Dach holen (natürlich klemmte da auch noch eine Schraube!) und stopften sie in den Wohnwagen. Aufgrund der Enge zwischen Wohnwagen und Tunnelwand haben unsere Vehikel auch leider einige Kratzer abbekommen! Ziemlich gestresst erreichten wir unseren Campingplatz auf einer Seine-Insel. Da es aber erst kurz nach Mittag war, beschlossen wir dann noch für erste Erkundigungen mit der Métro in die Innenstadt zu fahren. Der schöne Sonnenuntergang an der Seine entschädigte uns für diesen anstrengenden Tag.



Paris: Trocadéro, Eiffelturm, Sacre Coeur, La Defense

Die Wasserbassins am Trocadéro,...

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Am nächsten Morgen sind wir wieder früh unterwegs. Das Wetter ist herrlich und das wollen wir für einen Besuch des Eiffelturms nutzen. Wir steigen am Trocadéro aus: Das Morgenlicht fällt auf das Palais de Chaillot und die Wasserbassins, doch leider beginnen die Wasserspiele erst später. Wir sind extra vor Öffnung des Eiffelturms am Ort, doch es ist Hochsaison und wir müssen uns – trotz der frühen Uhrzeit - in eine lange Warteschlange einreihen. Die Sicherheitsvorkehrungen sind enorm: Ständig patrouillieren 2 Soldaten mit MPs zwischen den Wartenden und am Eingang wird jeder nach Messer, Flaschen und Ähnlichem durchsucht. Am Ende müssen wir durch Scanner gehen und unsere Rucksäcke werden durch ein Röntgengerät geschoben.



Eiffelturm, Paris, im Vordergrund die Figuren a...

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Ein Pfeiler des Eiffelturms, Paris

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Der Eiffelturm wurde von Gustave Eiffel anlässlich der Pariser Weltausstellung 1889 erbaut. Viele Pariser fanden ihn hässlich und wollten, dass er nach der Ausstellung möglichst schnell wieder verschwände. Doch er avancierte zum Wahrzeichen der französischen Hauptstadt und prägt mit seiner markanten Stahlkonstruktion und seinen 319 m Höhe bis heute das Stadtbild.



Eiffelturm, Paris

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Blick vom Eiffelturm auf Seine...

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Mit dem Aufzug fahren wir auf die 2. Plattform, von der wir eine wunderbare Sicht auf Paris haben. Auf die 3. Plattform verzichten wir, da wir uns schon wieder in eine lange Schlange einreihen müssten und absolut keine Lust dazu haben. Vor uns liegen die Seine und der Trocadéro, im Hintergrund ragen die Hochhäuser des futuristischen Stadtteils La Defense in den Himmel. Wir genießen einen Rundumblick und steigen zu Fuß wieder ab. Hier ist die Stahlkonstruktion mit ihren vielen Nieten besonders gut zu erkennen und Bilder vom Bau des Eiffelturms veranschaulichen die damalige technische Meisterleistung.



Blick vom Eiffelturm auf Paris: Trocadéro im Vo...



Friedensdenkmal mit Eiffelturm,...

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Nach dem Abstieg bummeln wir über die Parkanlagen des Champs de Mars zum Friedensdenkmal aus dem Jahr 2000. Hier ist der Name Frieden in unzähligen Sprachen dargestellt. Es ist kurz vor Mittag – deshalb fahren wir mit der Métro weiter nach Norden: Dort steht das Pariser Hard Rock Café – eine amerikanische Restaurantkette, die bei vielen Kult ist: Die Dekoration ist weltweit ähnlich: Überall hängen Kleidungsstücke, Poster oder Musikinstrumente von alten und neuen Rock- und Popgrößen: Von Elton John bis Shakira, von Elvis Presley bis Phil Collins: Für unsere 13-jährige Tochter ein besonderes Erlebnis.



Kirche La Madeleine, Paris

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Wir bummeln zur Kirche „La Madeleine“ aus dem Jahre 1764, die mit ihren korinthischen Säulen und Friesen aussieht wie ein griechischer Tempel. Danach spazieren wir bis zur nahegelegenen Pariser Opéra im neubarocken Stil. Der Baustil der meisten Häuser ist einer der Gründe für das Flair der Stadt: Von Klassizismus bis Neubarock – in diesem Stadtviertel fühlt man sich in alte Zeiten zurückversetzt. Sogar die Litfaßsäulen, Kioske und vor allem viele Métrostationen sind im Jugendstil und anderen vergangenen Stilarten erbaut.



La Opéra, Paris

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Moulin Rouge, Paris

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Mit der Métro gelangen wir zum Pigall und flanieren durch eine Allee zum Moulin Rouge. Hier – im „offiziellen“ Rotlichtviertel von Paris – steht ein Sexshop neben dem anderen. Das berühmte Moulin Rouge zieht jedoch tagsüber in erster Linie knipsende Touristen an. Die Tanzshows gibt es dort seit 1885 und wurden vor allem durch die markanten Plakate von Toulouse-Lautrec in aller Welt bekannt.



Wasserspeier auf Sacre Coeur, Paris

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Nun ist es nicht mehr weit zum Montmartre mit der Kirche Sacré-Coeur. Diese neu-romanisch-byzantinische Kirche wurde zwischen 1870 und 1914 erbaut. Schwerer Weihrauchgeruch empfängt uns, als wir das Gotteshaus betreten. Mit den anderen Touristen werden wir in einem Rundgang durch die Kirche geschleust. Wieder draußen, fallen uns die vielen Wasserspeier auf, die Monster und andere Untiere darstellen.



Sacre Coeur, Paris

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Métrostation, Paris

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Wir steigen zur nächsten Métrostation ab, um zum Viertel „La Defense“ weiterzufahren. Überhaupt – die Métrostationen: Fast jeder Eingang ist in einem anderen Stil erbaut. Im Inneren müssen wir oft lange, gewundene Gänge mit vielen Abzweigungen, treppauf, treppab laufen, bis wir zum richtigen Bahnsteig gelangen. Die Métrozüge fahren alle 5 – 10 Minuten, aber wir haben das Gefühl, manchmal mehr Zeit in den unterirdischen Gänge zu verbringen, als draußen. Oft stellen sich Musikanten in den Gängen auf und so laufen wir mit Jazzmusik, französischen Chansons und Popmusik in den Ohren zwischen den Bahnsteigen umher – ein faszinierendes Erlebnis, vor allem da die Musik in den Gängen sehr laut hallt!



Der "Grand Arche" in...

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Wir steigen in La Defense aus dem Vorortzug und stehen plötzlich in einer riesigen Einkaufsmall. Nachdem wir den Ausgang gefunden haben, befinden wir uns im 22. Jahrhundert! Na ja, es kommt uns zumindest so vor: Die meisten Hochhäuser um uns sind verspiegelt und viele haben gebogene Formen. Hier konnten sich die Architekten so richtig austoben: Am meisten beeindruckt natürlich der Große Bogen („la grande Arche de la Defense“). Dieser Bogen beherbergt ein Konferenzzentrum sowie eine Galerie. Wir spazieren durch ihn hindurch: Überall Glas, Spiegel und Kunst – es ist wirklich faszinierend.



La Defense mit dem "Grand Arche", Paris


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Kommentare

  • Boeni

    sehr lebendig beschrieben, man möchte am liebsten sofort losfahren

  • Wald

    Hallo Widix, dieser Bericht ist eine Fleißarbeit und mit sehr viel Engagement
    geschrieben. Die geschichtlichen und kunstgeschichtlichen Informationen zusammen
    mit Euren persönlichen Erlebnissen machen daraus eine runde Sache.
    Wald

  • freeneck-farmer

    sehr gutes Reisebericht, viel Info, schöne Bilder.

    Frankreich ist ein schönes Urlaubsland
    LG Anneken

  • dberta

    ein wunderbarer Bericht. Wir waren soeben auch in dieser Gegend. (Cape Fréhel, das Fort etc.) Die Bretagne ist immer wieder eine Reise wert. wunderbare Fotos

    Gruss

  • Blula

    Liebe Sabine!
    Ja, mit Deinem wirklich exzellenten Bericht spannst Du gleichzeitig einen wunderschönen Bilderbogen über Paris und die Bretagne, was für mich, die ich bisher (tatsächlich!) weder da noch dort war von allergrößtem Interesse ist. Ich sage deshalb herzlich DANKE und nehme mir vor, Deinen Spuren nun wirklich bald einmal zu folgen.
    LG Ursula

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