Cape Wine Kloof and Gravel

Reisebericht

Cape Wine Kloof and Gravel

09.11.2007 Freitag MÜNCHEN KAPSTADT

Die Autoheizung läuft auf Hochtouren, überall sieht man in dicke Jacken eingemummte Menschen, bei leichtem Schneetreiben geht es Richtung Flughafen. Wir sind richtig froh den Sommer verlängern zu können und dem ungemütlichem Wetter entfliehen zu können. Unser Reiseziel heißt mal wieder Südafrika, vor zehn Jahren haben wir uns den Südafrikavirus geholt, der uns immer wieder in dieses schöne Land lockt.



10.11.2007 Samstag MÜNCHEN KAPSTADT

Wie geplant kommen wir um 8:50 Uhr in Cape Town an. Mit dem Taxi geht es zu unserer ersten Unterkunft. Unser Taxifahrer ist ein lustiger Kerl, der auf die Townships zeigt und sagt, dass dort unser B&B „At Forest“ sei. Im B&B lassen wir es uns gut gehen, legen uns in die Sonne an den Pool, genießen die schöne Aussicht auf den Tafelberg und erwarten ungeduldig die Ankunft unserer Motorräder. Für diese Reise haben wir uns von Moto Berlin zwei BMW F 650 GS Dakar gemietet und wir können es kaum erwarten das Land damit zu entdecken. Erst um 17 Uhr kommen unsere Motorräder. Leider wurden sind keine Koffer und Kofferträger auf den Motorrädern, das ist beim Bestellen wohl schief gegangen. Deshalb müssen wir am Montag nochmal zu BMW, um Kofferträger und Koffer auf den Mopeds montieren zu lassen. In der Zwischenzeit müssen wir mit einer Gepäcktasche und Tankrucksack auskommen. Es ist zwar ärgerlich, doch wir wollten den Sonntag sowieso in Kapstadt verbringen und uns ohne Gepäck ein bißchen einfahren und auf den Linksverkehr einstimmen.
Unterkunft: B&B At Forest in Oranjezicht
Essen: Ricks Cafe



Motorradanlieferung

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11.11.2007 Sonntag KAPSTADT

Traumwetter! Wir bekommen ein ausgezeichnetes Frühstück. Stefan hat sein GPS mitgebracht und checkt vor dem Losfahren noch den Anschluss an seinem Moped und muß leider feststellen, dass der Stromanschluss nicht funktioniert. Also noch ein Grund um am Montag zu BMW zu fahren. Heute wollen wir um das Cape Penisulana fahren, doch zuerst geht es auf den Signal Hill, eine wunderschöne Aussichtsstraße. Man muss sich zwingen wieder auf die Straße zu schauen oder zum Schauen stehen zu bleiben, die ersten Kurven fahren sich ganz angenehm mit der BMW. Leider ist wie in einigen Internetforen schon angekündigt der Chapmans Peak Drive tatsächlich gesperrt. Wir fahren also anders herum zum Cape Point und zum Cape of Good Hope. Am Cape of Good Hope sehen wir einen Wal, er ist zwar weit weg, doch ganz klar als Wal erkennbar. In Simonstown schauen wir uns die lustigen Brillenpinguine an. Muizenberg hätten wir uns sparen können, denn es ist wahnsinnig viel Verkehr und es fängt zu regnen an. Doch hier wuselt es nur so von Wellenreitern im Wasser.
Unterkunft: B&B At Forest in Oranjezicht
Essen: Grieche an der Waterfront



Aussicht vom Chapmans Peak

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12.11.2007 Montag KAPSTADT MONTAGU

Wir treffen uns mit dem Vermieter Collin (GS Sportreisen) um 9 Uhr vor BMW Motorrad. Leider hat BMW Kapstadt keine Kofferträger vorrätig, also müssen wir zu BMW nach Sommerset West / Stellenbosch, da gibt es noch einen Satz Kofferträger, die Koffer bekommen wir vom Vermieter. Aber besser an einem Motorrad Koffer als an keinem. Mit großem Einpackgeschick und vielen Spanngurten verstauen wir unser unser ganzes Hab und Gut auf den Motorrädern und fahren nach Sommerset West / Stellenbosch. Gut dass wir unsere Taschen, die wir auf der Reise nicht brauchen dem Vermieter während unseres Urlaubs zur Aufbewahrung geben können. Um 12 Uhr sind wir bei BMW Sommerset West / Stellenbosch und organisieren sofort den Aufbau des Koffersets. Später taucht auch noch Colin auf und bringt die Koffer. Um 14 Uhr haben wir umgepackt und sind startklar. Leider funktioniert der GPS Halter immer noch nicht und wir testen mit einem BMW Mitarbeiter ob er noch funktionstüchtig gemacht werden kann. Aber da ist wohl mehr kaputt. Wir fahren über Franschhoek, Villiersdorp Richtung Worchester, Robertson, Ashton nach Montagu.
Unterkunft: B&B 7 Church Street
Essen: Jessicas (Bath Street)



13.11.2007 Dienstag MONTAGU

Montagu

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Wir drehen eine kleine Runde durch die Weingüter. Stefan will unbedingt Schotter fahren und so finden wir eine Schotterstraße, naja, eher eine Schotterautobahn nach Mc Gregor. Im Weingut Weltevrede machen wir ein kleines Weintasting – nur ein bißchen testen, wir sind ja mit dem Motorrad unterwegs. Im Weingut Bon Courage essen wir sehr gut zu Mittag. Nach der Runde verbringen wir den Nachmittag am Pool vom B&B, da es sehr heiß ist. Vor dem Abendessen machen wir noch einen kurzen Abstecher zu den heißen Quellen von Montagu. Die Quellen kann man vielleicht bei einer lauen Vollmondnacht genießen, doch wir hätten gut darauf verzichten können. Das Abendessen im Papadelli ist wie die heißen Quellen ein Flop – lange Wartezeiten und dann kaltes Essen.
Unterkunft: B&B 7 Church Street
Essen: Papadelli (Bath Street)



14.11.2007 Mittwoch MONTAGU - OUDTSHORN

Schon um 10 Uhr sitzen wir auf den Motorrädern und fahren Richtung Oudtshorn. Wir fahren die Schotterstraße, die uns Mike vom B&B 7 Church empfohlen hat. Wir kommen jedoch schon bald an die Route 62 zurück, mit GPS wären wir sicher einfach irgendeine Schotterstraße Richtung Oudtshorn gefahren, doch so ist uns das zu unsicher. Die Route 62 ist wie eine Autobahn, sogar die Laster fahren hier 120 km/h und überholen uns. Wir machen eine kurzen Abstecher zum Tradouw Pass. Hier quälen sich bei größter Hitze einige Mountainbiker den Berg hoch, da ist mir das Motorrad dann doch lieber . Bei Ronnies Sex Shop trinken wir kurz einen Cafe und bestaunen den lustigen Laden, der mit Sex überhaupt nichts zu tun hat. Ein Scherzbold hat wohl in einer Nacht und Nebelaktion vor Ronnies Shop das Wort Sex dazu gemalt. Vielleicht war es es auch selbst, denn dort hält wirklich jeder an. Wir treffen hier auch noch andere Motorradfahrer, die eine organisierte Tour mitmachen und in der anderen Richtung unterwegs sind. Nach Ladysmith biegen wir in die Schotterstraße Seweweeksport ein und fahren ca 10 km in diese wunderschöne Schlucht hinein, leider ist das nicht unsere Richtung und wir müssen wieder umdrehen. In Caldritzdorp machen wir kurz Mittagspause, es ist so heiß, Stefans Thermometer zeigt 32°C an. Von Caldritzdorp nach Oudtshorn fahren wir auf der „Old Panoramic Road“ und scheuchen die ersten Vogel Strauße auf, die hier gezüchtet werden.
In Oudtshorn haben wir Glück mit unserer Unterkunft, obwohl alles ausgebucht ist, bekommen wir im Nebenhaus noch ein Zimmer im B&B YotClub. Wir sind froh bei der Hitze nicht weiter suchen zu müssen und gönnen uns erstmal ein kühles Bierchen am Pool. Am Abend gehen wir ins Kalinka zum Essen, dieses Restaurant ist wirklich empfehlenswert. Die Nachspeise Amarula Creme Brule ist hervorragend.
Unterkunft: B&B YotClub
Essen: Kalinka (an der Straße zu den Caves)



Ronnies Sex Shop

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15.11.2007 Donnerstag OUDTSHORN

Es ist richtig kalt und in der Nacht hat es ziemlich geregnet., Die Wolken hängen immer noch dick über uns. Nach einigem hin und her wollen wir doch versuchen auf den Swartbergpass zu fahren. Der soll schließlich ein Highlight sein. Aber schon nach ein paar Kilometern auf dem Pass müssen wir umdrehen, weil der Lehm auf der Schotterstraße rutschig wie Schmierseife ist. Außerdem hängen die Wolken tief und es regnet – wir würden eh nichts sehen. Um trotzdem ein bißchen was von der Gegend zu sehen fahren wir Richtung Meringspoort Schlucht. Es regnet immer wieder und es ist kalt. Die Meringspoort Schlucht sieht man trotzdem gut, doch Spaß macht das bei diesem Wetter wirklich nicht. Wir wärmen uns in De Rust auf. Zurück in Outshorn gibt’s erstmal heißen Tee und Cafe mit Brandy. Nachdem wir uns einigermaßen aufgewärmt haben, fahren wir noch zur Cango Wildlife Farm, die ist nur 5 Minuten von der Stadt entfernt. Wir hoffen auf besseres Wetter, da wir den Swartbergpass unbedingt fahren wollen.
Unterkunft: B&B YotClub
Essen: Jeremias (an der Straße zu den Caves)



Regenwetter am Swartbergpass

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16.11.2007 Freitag OUDTSHORN

Strahlender Sonnenschein, vielleicht weil wir so brav aufgegessen haben. Nach einem Frühstück auf der Terrasse machen wir uns endlich auf den Weg zum Swartbergpass. Wir schrauben uns in die Höhe. On Top angekommen sind wir fast ein bißchen enttäuscht... war es das schon? Soviel Tamtam um diesen Paß? Wir fahren weiter und kommen an den Abzweig zum Gamkaskloof – The Hell. Da die Strecke bis hierher so einfach zu fahren war biegen wir hier ab. Die Schilder, dass es hier für Quards und Motorräder ein Permit braucht übersehen wir natürlich. Eine 50 km lange herrliche Schotterstrecke und super Landschaft liegt vor uns. Der Wegesrand ist von roten und weißen Proteas und anderen interesanten Pflanzen eingesäumt. Wir sehen in der Ferne immer wieder mal eine Staubwolke und nach einigen Kilometern stellt sich heraus, dass auch andere Motorradfahrer das Permit Schild nicht gesehen haben. Ein VW Bus bringt Wanderer in die Schlucht, die Straße ist so eng, dass ich kaum vorbei fahren kann. Der VW Bus fährt ganz links und ich ärgere mich über den Fahrer, der könnte mich doch leicht vorbei lassen. An einer günstigen Stelle überhole ich und mit Blick zum Fahrer wird mir sofort klar, dass der VW Bus Fahrer mich die ganze Zeit vorbei lassen wollte, deshalb ist er ganz links gefahren. Denn wir haben hier in Südafrika ja Linksverkehr und da überholt man nun mal rechts. Nach 50 km sind wir so ziemlich am Ende des Gamkaskloof angelangt und auch eine Kneipe „The Hell“ finden wir hier. Doch es scheint noch ewig weiter zu gehen, denn man sieht sich immer noch eine Straße den Berg hinauf winden. Wir drehen um und haben auch beim Zurück fahren riesen Spaß. Wieder am Abzweig angekommen fahren wir weiter nach Prince Albert. Erst jetzt wird der Swartberpass richtig schön. So schön, dass wir nach der Mittagspause beschließen den gleichen Weg über den Pass wieder zurück zu fahren.
Unterkunft: B&B YotClub
Essen: Kalinka (an der Straße zu den Caves)



Gamkaskloof

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17.11.2007 Samstag OUDTSHORN – BAAVIANSKLOOF NP

Strahlender Sonnenschein, so haben wir das gebucht! Zum Fotografieren fahren wir nochmal durch die Meeringspoort Schlucht drehen aber dann um und fahren auf der Teerstraße Richtung Willowmore. In Willowmore hat das leider am Samstag Informationscenter geschlossen. Wir gehen in ein Cafe, essen dort und versuchen dort unsere Informationen über Übernachtungsmöglichkeiten im Baavianskloof Nationalpark zu bekommen. Die Bedienung aus dem Cafe ist sehr nett und gibt uns eine Karte vom Park und ruft für uns bei einem B&B an und kündigt uns an. Noch vier 1200 GS Fahrer und ein Hondafahrer – alles Südafrikaner aus Port Elizabeth machen in dem Cafe Halt. Die fünf wollen auch in den Baavianskloof Park. Von Willowmore bis zum Zandvlakte B&B fahren wir noch ca. 1,5 Stunden durch schöne Landschaft auf netten kleinen Schotterstraßen. Im Rückspiegel sehe ich wie eine riesen Staubwolke immer näher kommt. Ich denke mir nur dieser Autofahrer ist verrückt und fahre links ran, damit er besser vorbei kommt. Doch der Autofahrer fährt langsam neben mich und hält mir ein gelbes Päckchen aus dem Auto entgegen. Wie kommt der Autofahrer an meinen Rucksack? Ich habe ihn wohl nicht gut genug befestigt und ihn auf der Schotterstraße verloren. Der Autofahrer, der uns zuvor entgegen gekommen ist, hat ihn gefunden und ist sofort umgedreht um ihn mir zu bringen. Ich bin natürlich sehr froh darüber. In Zandvlakte bekommen ein riesen Haus mit 3 Schlafzimmern und 2 Bädern, Wohnzimmer und Küche. Am Abend machen wir mit dem Vermieter Pieter und zwei anderen Gästen einen Ausflug mit dem Pick up. Bei Sonnenuntergang gibt es Wein und Knabberzeug. Zurück in Zandvlakte gibt es dann ein Abendessen mit Familienanschluss. Es sind noch weitere Gäste, zwei Männer und eine Frau da, auch Südafrikaner. Wir verbringen einen lustigen Abend in netter Gesellschaft.
Unterkunft: B&B Zandvlakte
Essen: B&B Zandvlakte



Willowmore Cofe Shop

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18.11.2007 Sonntag BAAVIANSKLOOF NP – ADOO ELEPHANT PARK

Erst um 8:30 Uhr gibt es Frühstück, wieder mit Familienanschluss. Wir packen vor dem Frühstück schon ein bißchen die Motorräder auf, damit es nicht so spät mit dem Losfahren wird. Der Weg durch den Baavianskloof Nationalpark ist super und zählt mit zu den Highlights, wegen der schönen Landschaft und der anspruchsvollen Straße. Hier gibt es sogar Leoparden und Nashörner, doch leider sehen wir keine. Wir müssen uns sowieso so auf den Weg konzentrieren, da es nicht so einfach zu fahren ist. Ein paar tiefe und lange Wasserdurchfahrten sind auch dabei. Leider haben wir von dem Park ganz wenig Bilder, da es nicht immer so leicht war mal anzuhalten und abzusteigen, noch dazu mit dem ganzen Gepäck auf den Motorrädern. Ohne Gepäck hätte diese Strecke sicher mehr Spaß gemacht. In Patiense stärken wir uns erst mal und essen und trinken was. Im B&B erholen wir uns bei einem Bier noch am Pool von den Strapazen.
Unterkunft: B&B Happy Land
Essen: B&B Happy Land



Wasserdurchfahrt

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19.11.2007 Montag ADOO ELEPHANT PARK

Das darf doch nicht wahr sein. Schon wieder bei einem Highlight ist schlechtes Wetter. Es ist bewölkt und es regnet. Gut, dass die Motorräder heute stehen bleiben. Um 10 Uhr werden wir von einem Tourgide am B&B abgeholt. Den Vormittag verbringen wir im Addo Elephant Park und sehen viele Elefanten aus nächster Nähe. Leider regnet es immer wieder. Nach dem Mittagessen macht es Gott sei Dank ein bißchen auf und die Sonne kommt raus. Im Schotia Park sehen wir Springböcke, Ostriche, Zebras und Giraffen, In einem eigenen Teil des Parkes sehen wir Löwen. Am Abend bekommen wir noch ein Essen im Park und machen dann einen Nachdrive durch den Park. Um 22 Uhr sind wir wieder bei uns am B&B. Wir leeren noch unseren restlichen Wein und fallen dann müde ins Bett.
Unterkunft: B&B Happy Land
Essen: Schotia Park



Elefanten im Addo

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20.11.2007 Dienstag ADOO ELEPHANT PARK – GRAAF REINET

Bei bedecktem Himmel machen wir uns auf den Weg nach Graaf Reinet. Das Wetter wird immer besser und es wird wärmer. In Jasonville suchen wir ein Cafe, doch hier scheint es keines zu geben. In Graaf Reinet gehen wir erst mal Mittagessen. Wir finden eine Wellness Unterkunft für 260 Rand p.P. Super Unterkunft doch irgendwie auch ein Nep, denn die Wellness Sachen wie geheizter Außenpool und Jacuzzi kosten extra. Am späten Nachmittag machen wir uns auf den Weg zum Valley of Desolation und genießen dort einen super Sonnenuntergang. Wir legen uns auf die Felsen und genießen das Farbenspiel am Himmel.
Essen: Coldstream Restauran direkt bei der Kirche



Valley of Desolation

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21.11.2007 Mittwoch GRAAF REINET - KNYSNA

Schon wieder Regen! Es zieht immer so hin und her, mal scheint die Sonne durch und mal regnet es wieder. Wir packen auf und machen uns auf den Weg nach Knysna. Schon nach ca. 50 km nach Graaf Reinet regnet es so, dass wir unsere Regenüberhose anziehen müssen. In Willowmore machen wir wieder in dem Cafe Stopp. Dieses Mal treffen wir Harley Fahrer, die in der Zeitschrift ................. einen Bericht über ihre Südafrika Reise veröffentlichen wollen. Das Wetter scheint besser zu werden, doch schon in Avondale regnet es wieder. Den schönen Prinz Alfred Pass erleben wir nur im Nebel und im Regen. Je näher wir nach Knysna kommen, desto mehr regnet es und umso schmieriger und rutschiger wird die Straße. Wir küssen den Teer (das machen wir unter normalen Umständen nicht), doch wir sind froh, dass wir ohne Sturz durchgekommen sind. Jetzt haben wir nur das Problem, dass wir so dreckig sind, dass wir sicher kein B&B finden, dass uns aufnimmt. Wir versuchen es im Informationscenter und die schicken uns zum Bridgewater B&B. Die beiden Frauen im B&B sind sehr nett, trotz unserer verdreckten Klammotten und Taschen können wir bleiben. Es hört nicht zu regnen auf und so gehen wir am Abend mit geliehenem Schirm und Regenjacke zum Essen, denn an Motorradfahren mögen wir bei diesem Wetter nicht einmal denken.
Unterkunft: B&B Bridgewater
Essen: Zest – sehr empfehlenswert



Prince Alfred Pass

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22.11.2008 Donnerstag KNYSNA

Es regnet und windet, wirklich unglaublich. Nach dem Frühstück gehen wir an die Waterfront und in ein Shopping Center. Gott sei Dank ist alles fußläufig. Mittags essen wir im 34° South an der Waterfront. Es regnet den ganzen Tag. Abends gehen wir wieder mit Schirm und Regenjacke und Motorradüberhose in die Stadt und suchen ein Internetcafe um zu schauen, wo das Wetter besser ist um von hier flüchten zu können. Wir essen im Red Square über dem Zest – das Essen ist dort auch nicht schlecht, doch im Zest hat uns die Atmosphäre besser gefallen. Land unter! Auf dem Weg nach Hause trauen wir unseren Augen nicht. Die Straße ist total überflutet und von den Seitenstraßen kommen Sturzbäche herab. Wir ziehen unsere Schuhe aus und krempeln die Hosen hoch. Auf der Straße steht das Wasser kniehoch. Wir waten durch und hoffen nicht von den vorbeifahrenden Autos nass gespritzt zu werden. Ich gehe auf dem Grünstreifen und falle auf einmal in ein Loch. Bis zur Hüfte stehe ich im Wasser und werde natürlich trotz Regenüberhose patschnass. Natürlich habe ich auch meine Schuhe beim Abstützen ins Wasser getaucht. Stefan hat mich noch gewarnt, nicht in einen Gulli zu steigen, doch diese Warnung kam zu spät. Wir sind gespannt, wie das weiter geht, denn an Motorrad fahren ist nicht zu denken, da geht bei solchen Verhältnissen auf alle Fälle nicht.
Unterkunft: B&B Bridgewater
Essen: Red Square



Wein

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23.11.2008 Freitag KNYSNA

Land unter Nr. 2. Schon vor dem Frühstück sehen wir im Fernsehen, dass die N2 Richtung George wegen Überflutung gesperrt ist. Wir überlegen uns noch Alternativrouten, doch beim Frühstücken wird uns gesagt, dass auch die alle wegen Überschwemmung und Erdrutschen gesperrt sind. Es bleibt uns also nichts anderes übrig, als hier in Knysna noch einen weiteren Tag und Nacht zu verbringen. Nachdem klar ist, dass wir noch eine weiter Nacht in unserem Zimmer bleiben können, gehen wir nochmal zur Waterfront. Knysna ist mittlerweile von der Außenwelt abgeschnitten, alle Straßen, die N2 in beide Richtungen und die Paßstraßen sind gesperrt. Wir hoffen, dass es endlich das Regnen aufhört und wir morgen wieder weiter fahren können. Am Nachmittag hört es zu regnen auf und die Hauptstraße N2 wird wieder geöffnet, doch da ist es für uns zu spät um noch weiterzufahren.
Unterkunft: B&B Bridgewater
Essen: Zest – sehr empfehlenswert



N2 closed

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24.11.2008 Samstag KNYSNA - CERES

Nach dem Frühstück packen wir ganz schnell auf und fahren weiter. Der Himmel ist noch grau in grau und es sieht so aus als ob es nochmal regnen wird, doch wir kommen einigermaßen trocken durch. Stefan würde gerne nochmal den Swartbergpass fahren, doch da der auch gesperrt ist, fahren wir zum 3. Mal durch die Meiringspoort Schlucht. Danach wird das Wetter schlagartig besser. Wir geben auf der „Autobahn“ N1 richtig Gas und kommen super voran. Bei schönstem Wetter und heißen Temperaturen kommen wir in Ceres an. Das war eine gelungene Fluchtfahrt. (500 km)



Richtung Prince Albert

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25.11.2007 Sonntag CERES - CLANWILLIAM

Das scheint ein heißer Tag zu werden. Schon um 10 Uhr sind wir unterwegs nach Norden – nach Clanvillian. Wir fahren einen super Schotterpass und kommen in Citrusdal raus. Von hier geht es auf der N7 bis nach Clanvillian. Hier hat es 35° C. Wir suchen uns ein B&B erfrischen uns kurz im viel zu warmen Pool und wollen dann auf ein Bierchen in die Stadt gehen. Hier ist am Sonntag tote Hose, nichts, nicht mal eine Kneipe oder ein Restaurant hat auf. Wo sollen wir Abend essen? Mit ein bißchen Überredungskunst kaufen wir in einer Hotelbar zumindest mal Bier. Der Barkeeper wickelt uns das Bier in Zeitungspapier, damit es niemand sieht, weil es für sie verboten ist an uns Alkohol zu verkaufen. Wir legen uns nochmal kurz an den Pool und machen uns dann um 16 Uhr auf den Weg nach Lamberts Bay. Dort ist am Sonntag ebenfalls nichts los. Wir finden ein offenes Restaurant am Hafen (Isabellas) und essen dort Fisch. Im Hafenbecken tümmeln sich die Seehunde. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit kommen wir an unserem B&B an und setzen uns dann mit Wein bei 27°C um 22 Uhr auf die Terrasse. In der Nacht hat es einen schrecklichen Sturm.



Cidrusdal

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26.11.2007 Montag CLANWILLIAM - PAARL

Das Wetter schaut nicht mehr so gut aus und es hat auch ganz schön abgekühlt. Wir fahren wieder in Richtung Süden und wollen in Wellington oder Paarl bleiben. Wir fahren durch den Cederberg Nationalpark. Leider regnet es immer wieder, zwischendurch ist es wieder schön, doch kurz hinter Ceres regnet es wieder. Der Bainskloof Pass nach Wellington ist gesperrt, also fahren wir nach Paarl.
Unterkunft: B&B Astor Palms – sehr nette Gasteltern Kim und Ron
Essen: Mark´s



schöne Strecke

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27.11.2007 Dienstag PAARL

Das Wetter ist gut, die Sonne scheint und wir machen uns nach dem hervorragendem Frühstück auf den Weg nach Hermanus. Wir fahren wieder den Franschhoek Pass und dann eine kleine Schotterstraße Richtung Hermanus. In Hermanus hat sich alles verändert, sei dem wir das letzte Mal hier waren. Es ist kein kleines Dorf mehr, sonder eine kleine Touristenstadt. Leider sehen wir hier keine Wale, deshalb fahren wir weiter Richtung De Kelders. In de Kelders sehen wir ca. 10 – 15 Wale auch mit ihren Jungen. Leider sind sie weiter weg und zeigen uns nur ihren Buckel, daher komm sicher auch ihr Name - Buckelwal. Am Nachhauseweg machen wir Stopp beim Wilderer und essen Flammkuchen und trinken Rotwein. Nach dem Abendessen im Rhebockskloof Wineestate haben wir noch die Möglichkeit die Sterne zu beobachten und erklärt zu bekommen, denn Ron vom B&B hat ein riesiges Teleskop auf der Terrasse stehen.
Unterkunft: B&B Astor Palms
Essen: Rhebockskloof Wineestate



Die Perlen von Paarl

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28.11.2008 Mittwoch PAARL - STELLENBOSCH

Wir wollen hier gar nicht weg. Gut, dass wir es heute nicht weit haben. Schon um 10:30 Uhr kommen wir in Stellenboschim B&B Beautiful South an. Unsere Zimmer sind noch nicht fertig. Wir legen uns noch kurz an den Pool und starten dann unser Winetasting. Zuerst fahren wir zum Weingut Dellheim. Auf dem Weg dorthin kommen wir am Weingut Muratie vorbei. Ein sehr altes und kleines Weingut mit hervorragenden Weinen. In Dellheim essen wir ein super Springbock Carpacco und machen danach eine Winecellar Tour und ein Winetasting. Jetzt müssen wir uns aber beeilen, dass wir die Weingüter Ernie Els und Guardian Peak und den Hidden Valley Wein noch probieren können. Diese Weingüter liegen genau auf der anderen Seite von Stellenbosch. Bei Ernie Els machen wir noch ein schnelles Tasting, doch bei Hidden Valley sind wir zu spät dran. Wir trinken noch ein Glas Wein und genießen die super Aussicht. I
Unterkunft: B&B Beautiful South
Essen: Sosati



Weingut Muratie

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29.11.2007 Donnerstag STELLENBOSCH - KAPSTADT

Wir frühstücken im Freien und haben totalen Spaß mit den Bedienungen. Wir packen auf und fahren wieder nach Kapstadt, unserer Ausgangsstation. Wir sind diesmal in der Mediteranean Villa untergebracht. Diese Unterkunft ist nicht so berauschend, doch nach dem Beautiful South ist es auch schwer sich wieder mit etwas einfacherem zufrieden zu geben. Zum Abschluß wollen wir heute auf den Tafelberg. Das Wetter ist hervorragend und wir fahren mit der Gondel nach oben. Die Wolken fallen wie ein Wasserfall über den Tafelberg und lösen sich dann im Nichts auf. Wir wandern ein bißchen umher, bis die Sirene läutet. Wir müssen wegen Wind leider wieder runter. Am Nachmittag liegen wir am Pool und warten bis unsere Motorräder abgeholt werden. Der Vermieter Colin kommt und ist ganz begeistert, dass die Motorräder so gut aussehen und wir sie gut behandelt haben, ist doch Ehrensache. Die Motorräder sind weg, jetzt scheint unsere Reise und unser Urlaub wirklich zu Ende zu gehen. Unser B&B liegt Gott sei Dank fußläufig zum Ricks Cafe, wir gehen also in 10 Minuten zu unserm vorläufig letztem Abendessen in Südafrika.
Unterkunft: B&B Mediteranean Villa
Essen: Rick´s Cafe



Tafelberg

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30.11.2007 Freitag KAPSTADT - MÜNCHEN

Ganz in der Früh werden wir von einem Taxi abgeholt. Ein letzter Blick auf den Tafelberg – keine Sorge, denn schon jetzt ist klar, wir kommen wieder.


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Kommentare

  • tautau006

    Toller Bericht, da bekommt man bei lesen und Bilder betrachten ja schon den Südafrikavirus :-)

  • Zypresse

    Das ist ein toller Bericht - auch für Nicht-Motorradfahrer - gut und mit Spaß zu lesen, viel Atmosphäre kommt rüber. Wann geht es das nächste Mal los?

  • RdF54

    Guter Bericht und leicht zu lesen, der durch aussagekräftige Fotos unterstützt wird.
    Auf meinen Reisen treffe ich immer wieder Biker und machmal schaue ich ihnen mit einem Gefühl der Sehnsucht nach ....

    LG Robert

  • RELDATS

    Ich bin kein Motorradfahrer, trotzdem ist die Story gut zu lesen.
    Nette Grüße von Josef

  • edharley

    Hi, hab deinen Reisebericht vor unserer Tour nach Südafrika letztes Jahr gelesen. Wir, meine Frau, unsere Freunde Claudia und Charly hat dein Bericht bei der Planung sehr geholfen. Wir sind mit zwei Harleys und einem Auto (Toyata) unterwegs gewesen. Ein Enduro Fahrer den wir am Swartbergpass mit den Harleys getroffen haben.. war ein wenig überrascht, dass wir mit unseren amerikanischen Alteise da rauf gefahren sind!
    lg
    Edi
    www.salzburg-chapter.at

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