Bali - Zwischen Göttern und Dämonen

Reisebericht

Bali - Zwischen Göttern und Dämonen

Reisebericht: Bali - Zwischen Göttern und Dämonen

Nachdem wir zuvor eine Woche auf Java unterwegs waren (siehe dazu meinen Bericht „Java – Borobudur, Bromo und ein bisschen mehr“), geht die Tour nun auf Bali weiter. Oftmals als Trauminsel bezeichnet, wird sich weisen, inwieweit Bali dem gerecht wird.

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Monkey Forest

Affenliebe

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Auf die Makaken neugierig geworden, besuche ich mit vier Mitreisenden nach dem Frühstück den Monkey Forest. Wir befolgen den Ratschlag, Sonnenbrillen, Uhren und etwaigen Schmuck abzunehmen, da die Affen sich liebend gerne an diesen Dingen vergreifen. Ist es durch diese getroffene Vorsichtsmaßnahme oder dadurch, dass es noch früh ist und kurz davor die Morgenfütterung stattgefunden hat, die Tiere lassen uns jedenfalls in Ruhe. Sie beachten uns nicht einmal. Zu sehr sind sie mit dem Nachwuchs und dem gegenseitigen Entlausen beschäftigt.



Bewohner des Monkey Forest in Ubud, Bali



Kleiner Tempel im Affenwald,...

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Für die Balinesen gilt der Affenwald als heilig, sind für sie die Makaken doch Nachkommen des mythischen Affengenerals Hanuman. Zwischen den unzähligen alten Banyanbäumen und deren gewaltigen Luftwurzeln verstecken sich zudem einige Tempel, wie der Pura Beji und der Pura Dalem Agung Padang Tegal. Leider sind sie verschlossen, so bleibt uns nur, über die verwitterten Mauern zu spähen.



Pura Beji Tempel im Affenwald, Ubud, Bali...



Ubud

Tor im Fürstenpalast Puri Saren...

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Vom Affenwald marschieren wir anschließend ins Zentrum Ubuds. Der Weg gleicht einem Hindernislauf. Alle paar Sekunden werden uns Massagen und Hand- und Fußpflege angeboten. Dazwischen dauernd die Frage „Transport?“ von herumlungernden Taxifahrern. Leicht genervt von der ständigen Abwehr von Dienstleistungen erreichen wir die Hauptstraße Jalan Raya Ubud. Hier stoßen wir sogleich auf den prachtvollen aus dem Jahre 1890 stammenden Fürstenpalast Puri Saren, dessen Mauern und Tore von einem der bedeutendsten Künstler Balis, Gusti Nyoman Lempad, bearbeitet wurden. Lempad war Mitglied der Künstlervereinigung Pita Maha, die im Jahr 1936 vom örtlichen Fürsten sowie dem deutschen Maler Walter Spies ins Leben gerufen wurde. Just zu jener Zeit, als sich vermehrt Künstler und Intellektuelle in Ubud niederließen. Auch heute noch gilt Ubud als „Dorf der Maler“, wovon die vielen Kunstgalerien in den Straßen zeugen. Interessante Werke balinesischer Malerei gäbe es zudem im Museum Puri Lukisan zu bestaunen, wofür uns jedoch leider die Zeit fehlt.



Im Fürstenpalast Puri Saren, Ubud, Bali



Wir spazieren stattdessen zum Pura Taman Kemude Saraswati. Dieser malerisch an einem Lotusteich liegende Tempel ist Dewi Saraswati, der Göttin der Weisheit, Wissenschaft und Kunst geweiht. Auch in diesem Tempel findet man ein Werk Gusti Nyoman Lempads, so stammt der Lotusthron von ihm. Leider erhaschen wir keinen Blick davon, denn kaum spähen wir durch das Tor, wird es vor unserer Nase zugeschlagen.



Taman Saraswati Tempel, Ubud, Bali (Indonesien)



Reisterrassen bei Ubud, Bali...

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Wieder im Hotel werden wir vom Reiseleiter erwartet. Die am Vortag versäumten Besichtigungen werden nun nachgeholt. Eingepfercht in zwei Minibusse wird unsere 24köpfige Gruppe zunächst zu den Reisterrassen außerhalb Ubuds gekarrt. Hier komme ich mir wie im Kino vor. Von der Straße, wo wir zuerst Eintritt bezahlt haben, blicken wir zwischen eng aneinander gedrängten Souvenirgeschäften und Restaurants auf die Reisterrassen, die einsam uns gegenüber liegen und so gar nicht zu diesem Trubel auf unserer Seite passen. Sie erscheinen mir wie eine eigens für uns hochgezogene Kulisse. Zwischen einigen Geschäften kann man ein Stück hinunter zu den Feldern. Ich entdecke einen Reisbauern, den ich um ein Foto bitte. Er willigt lächelnd ein und hält sogleich die Hand auf. Ich gebe ihm ein wenig Kleingeld, worauf er verächtlich das Gesicht verzieht. Ein einheimischer Reiseleiter einer anderen Gruppe sieht das und überschüttet den Mann mit einigen Worten im harschen Tonfall. Anscheinend hat er ihn für sein Verhalten zurecht gewiesen, denn im Nu macht sich der Reisbauer aus dem Staub.



Reisterrassen von Tegallalang bei Ubud, Bali



Maleratelier in Ubud, Bali

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Ubuds Ruf als Künstlerstadt wird durch die vielen umliegenden Handwerksdörfer intensiviert. In einem Dorf reiht sich Holzschnitzer an Holzschnitzer, im nächsten Maler an Maler. Unmengen an handwerklichen Produkten säumen die Straßen. Ich frage mich, ob die einzelnen Betriebe bei dieser Masse an Konkurrenz wirklich von ihren Arbeiten leben können. Wir verhelfen zumindest einer Holzschnitzwerkstatt zu etwas Umsatz, da wir nach Erklärung der verschiedenen Holzarten und Schnitztechniken den angrenzenden Laden stürmen. Das danach besuchte Maleratelier geht jedoch leer aus. Zu teuer sind die wunderschönen Gemälde.


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Kommentare

  • pleuro

    Liebe Susi,
    mit Spannung habe ich nun Deinen Reisebericht gelesen. Du hast traumhafte Bilder mitgebracht, die Einem träumen lassen. Aber die Realität lässt sich nun mal nicht ausblenden. Touristen, die wandelnde Geldautomaten verkörpern...das klingt nicht so gut. Ja, Bali hätte man vielleicht vor 20 Jahren noch als ein anderes Land erlebt. Ich wünsche Dir, dass viele der schönen landschaftlichen Eindrücke die negativen Erlebnisse im Laufe der Zeit überlagern.
    Liebe Grüße
    Anne

  • Hage

    Sehr lesenwerter Bericht mit tollen Fotos, der auch die Nachteile des Massentourimus beschreibt. LG Hans-Georg

  • female42

    Liebe Susi,

    ein offener Reisebericht aus Deiner Sicht, den ich interessiert und gespannt gelesen habe. Die Schreibweise gefällt mir sehr gut! Die Bilder dazu wunderschön. :-)

    Gruß
    Sonja

  • Guido

    Liebe Susi,
    es tut mir Leid, aber du hast meiner Meinung nach eine total verkehrte Sichtweise. Nicht die Balinesen sind dieBösen, nein wir Touristen sind es.
    Aussagen wie " Ausnahme auf unserer Reise, die uns zeigen, dass nicht alle Balinesen uns Touristen als herumlaufende Geldautomaten ansehen. " sind verletzend und oberflächlich.
    Wir schwelgen uns im Luxus während sich die allermeisten Einheimischen mit dem allernötigsten zufrieden geben müssen.
    Internationale Grosskonzerne machen Milliarden Gewinne und was bleibt den Balinesen, Wassermangel und Verkehrskollaps.
    Auch ich war im Juli 12 auf Bali, und habe festgestellt wie es Bach ab geht, aber wenn ich eines Schätze auf Bali, dann sind es die Einheimischen, auch wenn sie uns Touristen manchmal nerven. Ich versuche aber immer ein freundliches, nein danke, zu sagen, auch wenn es manchmal davon hunderte pro Tag braucht, Weil ich schon mehrmals auf Bali war, habe ich eben schon etwas hinter die Kulissen sehen können
    Aber auch wir haben die Lust an Bali fast verloren, da die Zitrone für Touristen wie du, liebe Suis und wir ausgepresst ist. Für die internationalen Spekulanten beginnt das grosse Geschäft erst so Richtig. Wenn es dann in 10 bis 20 Jahren nichts mehr zu holen gibt, Indonesien hat noch mehr als 17'500 andere Inseln.
    Ich hoffe du kannst mich ein wenig verstehen. Selbstverständlich kriegst du von mir für diesen ansonsten tollen Bericht 5 ***** und deine Bilder sind auch aller erste Sahne.
    Liebe Grüsse
    Guido

  • agezur

    Wieder ein sehr interessanter Bericht, in dem du gut deine Eindrücke und Erlebnisse erzählst. Da sich der Verlauf meiner Java - Bali Reise sich fast 100% mit der deinen deckt kann ich mich deiner Begeisterung für die Sehenswürdigkeiten des Landes nur anschließen. Nur deine schlechten Erfahrungen mit den Leuten - Händlern, Personal etc. kann ich nicht nachvollziehen. Vielleicht hatten wir besonderes Glück - aber ich kann nur von positiven Begegnungen erzählen.
    Und deine Bilder sind wie immer, wunderschön!
    LG Christina

  • trollbaby

    Liebe Anne, Sonja, Christina! Lieber Hans-Georg & Guido! Vielen Dank fürs Lesen, Kommentieren und Bewerten meines Berichtes! Freue mich sehr über Eure Rückmeldungen!

    @Guido: Ja, Du hast recht, wir Touristen haben die Balinesen "verdorben". Das will ich gar nicht bestreiten und es ist wirklich schlimm zu sehen, welche Folgen der Massentourismus hat. Das war mir bislang nicht in diesem Ausmaß bewusst. Dennoch ärgere ich mich nach wie vor über das Verhalten der meisten Balinesen, denen ich begegnet bin. Sicherlich, sie leben von den Touristen, aber man sollte es dennoch nicht als selbstverständlich ansehen, dass man jetzt bei jedem Unmengen an Souvenirs kauft und man sollte auch ein "nein, danke" (das auch von mir immer kommt!) akzeptieren können. Ich war ja doch auch schon ein wenig auf diesem Planeten unterwegs, hatte auch schon öfters mit hartnäckigen Verkäufern zu tun, aber ein so forderndes und teilweise beleidigendes Verhalten ist mir noch nie untergekommen. Und das ständige Übervorteilen, das schon enorme Ausmaße angenommen hat, ist mehr als schlimm! :-( Du kennst Bali schon seit vielen Jahren, hast Freunde dort und bist mit einem einheimischen Führer unterwegs. Das öffnet natürlich andere Tore, als wenn man als Gruppe zu 24 "einfällt". Da will jeder den höchstmöglichen Profit rausschlagen. Dennoch sehe ich nicht ein, wieso man als Gruppe nicht auch fair behandelt werden kann und bei den Preisen so übers Ohr gehauen werden muss. Ja, ich bleibe bei der Aussage, dass die Balinesen uns als "herumlaufende Geldautomaten" angesehen haben. Mag es für Dich oberflächlich und verletzend klingen, für mich war es verletzend, dermaßen ausgenutzt zu werden. :-(
    Nach meiner Rückkehr war ich mir sicher, dass ich nie mehr in meinem Leben einen Schritt auf diese Insel setzen würde. Mittlerweile bin ich aber so weit, dass ich Bali sehr wohl eine zweite Chance geben würde, wenn sie sich denn böte. Schon auch allein um zu sehen, ob ich vielleicht nur ein Pech mit den Begegnungen hatte oder ob ich auch beim zweiten Mal vom menschlichen Aspekt her gesehen so enttäuscht sein würde. Denn kulturell und landschaftlich hat Bali durchaus seine Reize und ist einen Besuch wert!
    Guido, ich danke Dir jedenfalls für Deine faire Bewertung, obwohl mein Bericht nicht konform geht mit Deiner Meinung!
    LG Susi

  • Guido

    Liebe Susi,
    ich bin sehr froh und ich danke dir dafür, dass man auch kritische Aussagen machen darf, und wir trotzdem Freunde bleiben können.
    Liebe Grüsse
    Guido

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  • trollbaby

    Guido, Freunde müssen ja nicht immer die gleiche Meinung habe, oder! :-)
    LG Susi

  • Pfadfinder

    ...schon recht spannend, was ihr schreibt bzw. was du liebe Susi erlebt hast :-)!
    Schön, dass ich daran teilnehmen kann.
    Liebe Grüße an dich aus GÖ
    Petra

  • Bluesfreundin (RP)

    Liebe Susi,

    ich war vor 6 Jahren auf Bali und habe mich eigentlich recht wohl gefühlt. Deine Bilder haben mich wieder in Erinnerungen schwelgen lassen. Ich habe nicht solch schlechten Erfahrungen gemacht, natürlich haben sie versucht, Geschäfte zu machen, aber ein freundliches Ablehnen unsererseits hat genügt und wir hatten Ruhe. Ich habe nur eine schlechte Erfahrung gemacht mit 10 Postkarten, die ich schrieb und die n i e ankamen.
    Liebe Grüße - Sigrid

  • Zaubernuss

    Liebe Susi,
    Nun bin ich also auch auf der Götterinsel angekommen... Mit Dir ist es ein Leichtes, in eine mir fremde Welt einzutauchen. Obwohl ich auch anderswo die "Geldautomaten" wieder erkenne... Es tut not, dass wir uns auf unseren Reisen verantwortungsvoll und rücksichtsvoll bewegen. Reisen hat ja nicht nur mit Fortbewegung zu tun, sondern auch mit einer inneren Anteilnahme und Zuwendung. So denke ich...
    LG: Ursula

  • Raudi

    Liebe Susi,
    erst einmal Danke für deinen wie ich finde sehr gelungen Reisebericht ! Auch wenn nicht alles so verlaufen ist wie Du es dir vielleicht erwünscht hast !
    Aber es ist leider so das Gruppen Reisende wie wir gerne überforteilt werden. Die Händler versuchen auch nur ein Stück vom großen Kuchen zu ergattern. Die Familie muß ja auch leben ! Aber das kann Dir auch bei einem Urlaub in Europa passieren ! Bei
    meinem Urlaub in Polen wollte ich für meine Frau eine Bernsteinkette Kaufen, Als der
    Händler mein Interesse an dem Stück bemerkte kostete die Kette auf einmal nicht mehr
    35 Euro sondern 45 Euro. Ich habe sie dann trotzdem gekauft weil sie uns beiden gefallen hat ! Wäre es nicht so gewesen hätte ich Danke gesagt und wäre weitergegangen.
    LG Hans

  • Chrissi

    Liebe Susi!
    Deine Reiseberichte sind immer wieder interessant, auch weil sie so lebendig geschrieben sind und, weil Du sie stets mit so vielen wunderschönen Fotografien umrahmst. So hat man das Geschriebene immer gut vor Augen. Schade nur, dass Du persönlich diesmal nicht so viele positive Erinnerungen mitgebracht hast.
    LG Christel

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  • Blula

    Liebe Susi! Endlich... habe ich nun Deinen schon mit Spannung erwarteten Reisebericht über Bali gelesen, denn dazu wollte ich mir schon genügend Zeit nehmen. Wie Du ja weißt, bin ich vor knapp 20 Jahren auch einmal auf der Insel der Götter gewesen, sicher zu einer Zeit, als der Tourismus Bali noch nicht ganz so fest im Griff hatte. Auch hatte ich damals keine organisierte Tour gebucht, sondern war sozusagen Individualreisende. Beide Reisearten haben bekanntermaßen für sich gesehen Vor- wie auch Nachteile. Ich bin mir ganz sicher, dass nach einiger Zeit auch in Deinen Gedanken das Positive, die Schönheit Balis überwiegen wird. Deinen Bericht, den Du so ehrlich und lebendig formuliert hast habe ich mit großem Interesse gelesen und beim Betrachten Deiner herrlichen Fotografien in Erinnerungen geschwelgt. Danke auch dafür!
    LG Ursula

  • Schili

    You made my Day: Hinweis! auf einem Schild!!, dass ein Kongress der anonymen!!! Medikamentenabhängigen stattfindet....ich bin grad vor Lachen fast vom Hocker gefallen.....:-) Das ist ja Realsatrire pur...
    Ansonsten - wie gehabt - ein erstklassig geschriebener, sehr unterhaltsamer Reisebericht.
    Ich war vor fünf Jahre auf Bali. Hat mir.. hm..."gut"gefallen. Mehr nicht. Keine Destination. von der ich ins Schwärmen gerate. Und auch wieder mal: auf einer geführten Gruppenreise würde ich vermutlich durchdrehen...;-) Und JA - bist du Einzeltouri und legst eine gewisse Gelassenheit gepaart mit freundlich konsequenter Ablehnung, wirst du ganz schnell in Ruhe gelassen. Das ist - meiner Erfahrung nach - allerdings kein balinesisches oder gar asiatisches, sondern ein nahezu global Auftretendes Phänomen. Falls sich jemand tatsächlich über einen Tipp freuen sollte: diese Anlage, im(Stand 2007) im doch noch recht touristisch unerschlossenen Norden Balis hat uns in wirklich jeder Hinsicht sehr gut gefallen(incl. einer sehr guten Tauchbasis...)
    http://www.pondoksari.com/

    Gruß aus Köln :-)

  • Schili

    Puh. Hab meinen Kommentar - noch euphorisiert durch meinen Lachanfall - vor´m Abschicken nicht mehr Korrektur gelesen. Ich entschuldige mich für einige dumme Vertipper...(find ich übrigens blöd, dass man seine Kommentare nicht - wenigstens eine Zeitlang noch - korrigieren kann...)

    PS: Selbst bei Massentourismus ist unhöfliches oder respektloses Verhalten keine Entschuldigung. Das gilt für Einheimische und Touristen.Und auch Armut ist kein Freibrief für schlechtes Verhalten.

  • trollbaby

    Liebe Petra, Sigrid, Ursula, Christel, Tina & noch einmal Ursula! Lieber Hans und lieber Schili! Herzlichen Dank für Euer Interesse!
    @Sigrid: Das mit den Postkarten, die nie ankommen, habe ich von Bali schon öfters gehört. Da hatte ich jedoch Glück. Nach genau einem Monat sind alle bei den Empfängern eingetrudelt. :-)
    @Hans: Ja, es kann einem überall passieren, dass man wie eine Weihnachtsgans ausgenommen wird. Aber so gebündelt und mit so einer herabwürdigenden und verletzenden Art ist es mir noch nie untergekommen.
    @Tina: Bei Gruppenreisen ist das Problem, das man oft nie genug Zeit hat, um ordentlich zu feilschen. Das wissen die Einheimischen, egal wo auf dieser Erde. Und da man unter Zeitdruck ist, passiert es öfters, dass das Wechselgeld nicht nachgezählt wird oder das überhaupt falsch umgerechnet wird und und und.... Wahrscheinlich sind Gruppenreisende daher die beliebteren "Opfer". :-/ Zudem gibt es Leute, die bewusst mehr Geld geben, um der armen Bevölkerung zu helfen. Dass sie damit niemanden etwas Gutes tun, wird ihnen wahrscheinlich gar nicht bewusst sein.
    LG Susi

  • trollbaby

    Danke auch an die Redaktion für die heutige Empfehlung!

  • davida

    Liebe Susi,
    erst einmal herzlichen Glückwunsch zur heutigen Empfehlung für die Bestenliste!
    Ein wunderbar offener und ehrlich geschriebener Reisebericht. Es ist schon sehr traurig, wenn man mit anderen Erwartungen an ein Ziel gereist ist und dann so enttäuscht zurückkehrt. Aber ich hoffe auch, dass dir nur die schönen Dinge in Erinnerung bleiben werden. Ganz tolle Bilder und super geschrieben!
    LG Verena

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  • globetrotter

    Liebe Susi,
    wie immer ein eindrucksvoller , ehrlicher Bericht mit traumhaften Bildern:))))
    Wir waren glücklicherweise in den 90er Jahren auf Bali und waren begeistert. Allerdings sind wir-auf unserer selbstorganisierten Tour- durch Kuta einfach nur durchgefahren. In Ubud gab es auch damals schon übereifrige Verkäufer, aber sonst blieb man einiger maßen verschont.
    LG Ute

  • moho

    Hi Susi
    erstmal Gratulation zur Titelseite.
    Wohlverdient!!
    Vielen Dank fürs mitnehmen.... ich bin gerne mit dir gereist :-)
    LG Moni

  • yunnanfoto

    Ein interessanter Bericht, Susi. Und wieder einmal mehr bin ich froh dass ich schon 1981 als Rucksackreisender in Bali war. Damals war es wirklich die Trauminsel als die es heute leider immer noch verkauft wird. Schade dass Du solche unangenehmen Erfahrungen gemacht hast, sowas trübt das Urlaubsfeeling doch gewaltig, wie ich Deinem Bericht an vielen Stellen entnehme.
    LG, Herbert

  • trollbaby

    Vielen Dank auch an Euch, liebe Verena, Ute, Moni und lieber Herbert! Freut mich, dass Ihr auch "mitgereist" seid!
    LG Susi

  • u18y9s26

    Da wir weitgehend alleine mit Fahrer auf der Insel unterwegs waren oder uns vom Hotelbus zu eigenen Erkundungen irgendwo absetzen ließen, haben wir viele Winkel abseits vom Massentourismus entdecken können. Rummelplätze haben wir gemieden und auf diese Weise hatten wir viele besondere Begegnungen. Nachzulesen und in Fotos ist es zu sehen in meinem Reisebericht aus dem Jahre 2010.
    http://www.geo.de/reisen/community/reisebericht/349283/1/Lieber-langsam-und-intensiv
    Die Reise ist also noch nicht gar nicht so lange her, vielleicht ein Grund für dich, Susi, es noch einmal auf andere Art zu versuchen.
    So wie ich dich kenne hast du die Reiseeindrücke jedoch auch als erweiternd annehmen können.
    Herzlichen Dank für die Erinnerungen, die in mir viele weitere Momente wachrüttelten.
    LG Ursula

  • toronto

    Liebe Susi,
    schöner Bericht, vor allem auch weil du mit mit leicht zynischer Offenheit die Schwachstellen des modernen Massentourismus erwähnst, was auch sehr gut tut, da das einfach auch mal gesagt gehört. Wie anders Bali doch geworden zu sein scheint, seit ich dort war (1993). Da war es noch so, wie von dir erhofft. Ein Problem scheint mir die ungeheuerliche Korruption in Indonesien, die jeden nur noch auf sich schauen lässt und mit der Ellenbogen-Taktik durchs Leben schlagen lässt. Schade, aber Bali ist ja nicht das einzige Ziel, dass uns der Massentourismus verdorben hat.
    Wünsche dir auf alle Fälle noch weiterhin viele schöne und interessante Reisen.
    Grüße aus Vbg in die Steiermark - Gerhard

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  • tumtrah

    Liebe Susi,
    mir hat schier das Herz geblutet, als ich deinen Bericht über diese Insel, die ich so lieben gelernt habe, las.
    Nun denn, meine drei Aufenthalte dort lagen zwischen 1975 und 1980. Nie hätte ich geglaubt, dass die Balinesen sich dermaßen verbiegen würden. Oder soll ich sagen "verbiegen lassen" würden. Guido schiebt die "Verbiegung" auf die internationalen Großkonzerne. Die seien Schuld an Wassermangel und Verkehrskollaps, wobei sie selbst Milliardengewinne einstecken würden (siehe oben). Ross und Reiter nennt er nicht. Mir ist nichts bekannt über Großplantagen auf der Insel(Ölpalmen, Kautschuk, Kaffee, Tee) - im Gegensatz zu Kalimantan (Borneo), auch verfügt Bali nicht über Rohstoffe wie der östlichste Landesteil Irian Jaya, der tatsächlich ausgebeutet wird. Was haben irgendwelche internationalen Großkonzerne damit zu tun, dass auch die Balinesen immer mobiler werden möchten? Der Wunsch bestand schon zu "meiner Zeit", wenn es damals auch "nur" Mopeds waren, die die Straßen zunehmend bevölkerten. In vielen Ländern ist die Motorisierung vorangeschritten - auf ureigensten Wunsch der Menschen, nicht weil Großkonzerne ihnen die Fahrzeuge aufgezwungen hätten. (Dass die sich über den gesteigerten Absatz und die damit verbundenen Gewinne freuen, liegt auf einem anderen Blatt.) So sind es m.E. die Menschen selbst, die ihr gerüttelt Maß an ihrer eigenen "Verrohung" der Sitten tragen. Und an diesem Punkt hätte ich den Balinesen mehr Widerstandskraft zugetraut, da sie in meinen Augen tief in ihrer so friedvollen Kultur verankert schienen. Ofenbar ein Irrglaube meinerseits.
    Ich hätte dir gerne "das alte Bali" gegönnt. Schade, dass es nur ganz kurz in deinem Bericht aufflackert. Begegnungen, wie du sie spontan mit dem Hochzeitspaar hattest, waren damals nichts Ungewöhnliches. So bleiben nur die Beschreibungen der Tempel, die mich an "mein Bali" schwärmerisch zurückdenken lassen.
    Es ist schön, dass du aus deinem Herzen keine Mördergrube gemacht hast, wie man ja auch an den vielen Kommentaren ablesen kann. Betrachtet man deine herrlichen Fotos, ohne dass man den Text liest, könnte man meinen, es habe sich auf Bali nicht viel geändert. Ein kleiner - wenn auch wohl schwacher - Trost...
    LG Hartmut

  • u18y9s26

    Dem Tipp von Schili kann ich vollstens zustimmen. Ich habe 2010 begeistert einen Hotel-Tipp dazu eingestellt.
    http://www.geo.de/reisen/community/tipp/341293/Pondok-Sari-Bali-bietet-extravagante-Hotels
    Auch unsere anderen drei Hotels auf Bali (siehe Tipps) kann ich nur empfehlen.
    LG Ursula

  • trollbaby

    Liebe Ursula! Lieber Gerhard, lieber Hartmut!
    Ein dickes Dankeschön auch an Euch! Ja, es kann jeder froh sein, der die Insel vor etlichen Jahren schon mal besucht hat.
    @Hartmut: Ich wäre wirklich neugierig, was Du bei einem neuerlichen Besuch der Insel sagen würdest, aber ich denke, auch wenn Du individuell unterwegs sein würdest, wäre es ein Schock für Dich zu sehen, was aus Deinem geliebten Bali geworden ist.
    @Ursula: Mit dem Hotelbus unterwegs zu sein... Hm... nach meiner Erfahrung, die ich mit "meinem" Shuttlebus gemacht habe, würde ich davon Abstand nehmen. Der würde mich wahrscheinlich irgendwo aussetzen und nie wieder kommen - hat er ja schon nicht einmal den Weg nach Kuta gefunden, um mich wieder abzuholen! Aber, Ursula, keine Angst, ich sehe jetzt alles nicht mehr so negativ, wie gleich nach meiner Rückkehr. Je mehr Zeit vergeht und je mehr ich die Reise aufarbeite, desto eher treten die positiven Erinnerungen hervor. Zum Glück neigt man dazu, schlechte Erfahrungen schneller zu verdrängen. :-)
    LG Susi

  • rrobby

    Hallo Susi!
    Ich hab Deinen Bericht sehr interessiert gelesen, allein schon weil ich Ende Oktober selber nach Bali reise. Ich hab Bali schon 1999 und 2000 als jeweils 6-tägigen Stoppover einer Neuseeland-Reise besucht, aber ich wollte immer mal wieder dorthin zurück, weil mir die Insel damals doch sehr gefallen hat. Dieses Jahr hat es dann gepasst, ich besuche Bali für 14 Tage im zuge einer sechseinhalbwöchigen Südostasien-Reise auf eigene Faust. Ich bin doch sehr gespannt auf diese Reise, und werde mir Deinen Reisebericht noch ein zweimal durchlesen um auch ein wenig vorgewarnt zu sein was das mit der Übervorteilung angeht.
    Vielen Dank für die gute Reisebeschreibung mit den schönen Fotos
    LG Robert

  • mamaildi

    Liebe Susi!
    Heute erst entdeckt - und mit großem Interesse gelesen. Deinen Reisebericht finde ich bewundernswert ehrlich, die rosarote Urlaubsbrille hast du zum Glück zu Hause gelassen. Das finde ich mutig, denn die meisten Urlauber sind nicht in der Lage, Fehler am Paradies einzugestehen, vor sich selber nicht und vor anderen schon gar nicht.

    Ich glaube nicht, dass es einen Unterschied macht, ob man individuell oder in einer Gruppe unterwegs ist: wenn sich erst einmal ein bestimmtes Geschäftsgebahren als erfolgreich etabliert hat, dann greift es um sich. Das scheint auf Bali leider in ungutem Ausmaß der Fall zu sein, in letzter Zeit habe ich einige erfahrene Asienreisende enttäuscht von dort zurückkkommen sehen. Da kann man nur Ursula beneiden, die in abgelegene Winkel gekommen ist, in die sich das neue Verkaufsmodell noch nicht rumgesprochen hat.

    Dass die Insel durchaus noch ihren Zauber hat, das schreibst du ja auch und beweist es mit wunderschönen Bildern.

    Danke für diesen Bericht und liebe Grüße - Ildiko

    P.S. Wann gehts nach Nepal?

  • rrobby

    Hallo Susi!
    Ich hab Bali gen Thailand verlassen. Es war eine schoene Zeit dort. Was Du in Deinem Reisebericht geschrieben hast, mit der Uebervorteilung und dass man Touristen als "Gelddruckmaschine" ansieht, kann ich nur bedingt bestaetigen, mir ist es nur bedingt aufgefallen, ok, vielleicht, weil ich mit meinerr Frau allein gereist bin. Einmal bin ich mit einem sogenannten Fuehrer am Besakhi-Tempel aneinander geraten. Ere hatte behauptet, dort faende gerade eine Zeremonie statt, man koenne deshalb diverse Teile des Tempels nur unter Fuehrung besichtigen, dies wuede 50.000 IRp kosten. Da fast alle auslaendischen Touristen mit einem Fuehrer hineingingen, glaubte ich ihm. Ende vom Lied war, es gab keine Zeremonie im Tempel, man konnte sich frei bewegen. Ich hab ihm am Ende der Fuehrung der Luege bezichtigt und ihm auch kein Geld gegeben, und ihm ganz klar gesagt, dass wir Touristen keine wandelnden Geldbeutel seien, die man einfach oeffnen kann. Er war mehr als pikiert, ich hab ihn dann stehen lassen, zumal seine Fuehrung auch schlecht war, keinerlei Erklaerungen.
    An den Souvenirverkaeufern bin ich immer nur mit einem deutlichen "No!" vorbei gegangen, das reichte eigentlich immer...
    LG Robert

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  • widix

    Liebe Susi,
    vielen Dank für deinen fantastischen Reisebericht von Bali. Meine Reise nach Bali ist jetzt fast 20 Jahre her und mit deinen tollen Bildern und dem schönen Reisebericht konnte ich meine Reise nochmals miterleben. Auch wir mussten Im Affenwald unsere Sonnenbrillen im Hotel lassen und ich war von der wunderschönen Landschaft, den Tempeln, der Kultur und den netten Leuten genauso fasziniert wir du. Leider gab es auch schon damals aufdringliche Verkäufer, aber nicht so extrem wie jetzt und Handymasten gab es auch noch keine. Dein Bericht ist - wie immer - toll geschrieben, genau die richtige Mischung aus Information, Erlebnissen und Humor.
    Vielen Dank !
    Liebe Grüße
    Sabine

  • Lana

    Liebe Susi, ich werde im Oktober eine Indonesienreise machen (Java, Sulawesi und Bali) und war schon deshalb sehr an Deinen Reiseberichten interessiert. Erstens finde ich, dass Du einen guten Schreibstil hast. Zweitens sind Deine Berichte sehr interessant zu lesen, da Du die kulturell-historischen Hintergründe gut darzustellen weisst. Drittens finde ich es sehr legitim, das Verhalten der Verkäufer zu beschreiben ohne dass ich dies für mich bewerten muss. In Nordvietnam waren die Frauen oft mehr als distanzlos und dennoch fühlte ich ein Verständnis für sie, dass sie "ihre Chancen" für den Unterhalt ihres Alltags zu nützen versuchen. Meine Tochter war vor 3 Jahren auf Bali und war nur beeindruckt von der Freundlichkeit der Menschen. Ich jedenfalls habe mich sehr an Deinen Bilder von Java und Bali erfreut und hoffe, dass es einfach einige Momente geben wird, die mich berühren werden!

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar abzugeben. Bali - Zwischen Göttern und Dämonen 5.00 30

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