Martinique - Insel der Blumen

Reisebericht

Martinique - Insel der Blumen

Reisebericht: Martinique - Insel der Blumen

Martinique ist eine sehr schöne Karibikinsel mit einem guten Schuss Frankreich: Temperaturen immer über 24 °C, tolle Strände, exotische Früchte&Essen, alte Rhumdestillerien, schöne Wanderrouten, Wassersport und tropischer Regenwald.

Montagne Pelée



Die Insel, Sprache, Anreise und Unterkunft

Jardin de Balata

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Insgesamt ist Martinique eine tolle Insel. Ich konnte dort 4 Monate bleiben im Rahmen eines Praktikums. Die Anreise erfolgt aus Europa über Paris (Orly und inzwischen auch CDG) mit Corsairfly, AirFrance oder AirCaraibe. Alle drei sehr gute Fluggesellschaften. Für die Einreise aus Europa ist lediglich der Personalausweis notwendig. Den Reisepass sollte man aber trotzdem mitbringen, falls man sich entschließt Nachbarinseln zu besuchen. Martinique ist eines der zahlreichen Überseegebiete Frankreichs. Es ist Teil der EU, jedoch nicht Teil des Schengen Abkommens. Es wird französisch (und kreolisch) gesprochen. Englisch ist eher weniger verbreitet. Geringe Französischkenntnisse sind also von Vorteil, ansonsten sollte zumindest ein Wörterbuch dabei sein.

Hotels sind eher kleiner als auf anderen Inseln. Allgemein hat der Tourismus aufgrund der recht guten wirtschaftlichen Lage der Insel eine weniger bedeutende Rolle als beispielsweise im Vergleich zu St.Lucia. Ich würde eine Ferienwohnung empfehlen und durch die Ersparnis eher länger bleiben. Wo man letztendlich etwas mietet ist jedem selbst überlassen. Der Süden der Insel (St.Luce, Marin, Diamant, Trois Ilets) ist sonnig, etwas touristisch und bietet tolle Postkartenstrände, dafür ist man weiter von der Hauptstadt weg (Nachtleben...). Die Ostküste (Atlantikküste) ist eher wild und gut für Wassersportler (Tartane, LeRobert, Vauclin, Francois). Der Norden ist eher verlassen und von der Landwirtschaft (Bananen, Zucker, am Rande Ananas, Mango) geprägt. Durch den Einsatz von Chlordecon auf den Bananenplantagen über Jahrzehnte, ist Fischen dort vorerst nicht möglich. Die Region um die Hauptstadt stellt den kulturellen und wirtschaftlichen Mittelpunkt der Insel dar. Von dort ist alles gut zu erreichen.
Ich habe in Schoelcher (Vorort von Fort-de-France) gewohnt. Auch in diesem Ort gab es mehrere Strände. Allgemein sollte man natürlich etwas suchen mit Meerblick und Strandnähe, was auf Martinique glücklicherweise häufig vorkommt.

Hier sollen auch nicht die Mißstände auf der Insel unerwähnt bleiben: Es gibt eine hohe Jugendarbeitslosigkeit und viele Langzeitarbeitslose, Jobs für Leute ohne Ausbildung oder Studium sind rar und schlecht bezahlt. Die hohen Posten bei Polizei, Verwaltung, Wirtschaft sind sehr oft von Weißen besetzt, immerhin kann eine kleine Insel soviele Fachleute nicht selbst ausbilden. Dies führt zu Rassismus gegenüber Weißen und andersrum. Die Lebenshaltungskosten sind höher als in Frankreich, was nicht nur an dem langen Seeweg liegt, sondern auch einer Kartellbildung der lokalen Wirtschaft. Immerhin gibt es Discountsupermärkte, wo man halbwegs preiswert einkaufen kann. Diese Mißstände sind vor allem in Fort-de-France (Innenstadt, Hafen) und Umgebung anzutreffen. Hier gibt es auch so manche dunkle Ecke und auffällig viele Drogenabhängige. In den zahlreichen kleineren Orten der Insel, wo Landwirtschaft, Fischerei und Tourismus das Leben beherrscht, geht es ruhiger zu.

Das Fortbewegungsmittel auf Martinique ist das Auto. Mietwagen kann man sich bei den hiesigen Firmen am besten über das Internet reservieren. All die schönen Orte der Insel sind praktisch nur so zu erreichen. Entsprechend sind die Straßen aber auch teilweise 4-spurig ausgebaut.
Es gibt zwar auch ein Netz von Sammeltaxis mit dem man viele Orte der Insel billig ansteuern kann, jedoch fahren diese unregelmäßig und in der Peripherie eher selten. So kann man zwar mit dem Sammeltaxi zum berühmten Strand Les Salines fahren, aber man muss eventuell schon um 2 Uhr nachmittags seine Zelte abbrechen, da das letzte Taxi fährt. Nach 18 Uhr fahren die Sammeltaxis dann garnicht mehr. Es bleibt also nur das Auto mit dem man letztendlich auch viel mehr entdecken kann dank dem dichten Straßennetz.
Da die Insel ein Teil Frankreichs bzw. der EU ist, ist die Kommunikation mit zu Hause einfach. Oft wird in den Ferienwohnungen ein schneller Internetanschluss zur Verfügung gestellt. Die Kosten für Mobilfunkgespräche sind günstig wegen der Zugehörigkeit zu Frankreich/der EU.



Klima

Es herrscht tropisches Klima. Juni bis November ist Regenzeit, was einen besonderen starken Wechsel von Regen und Sonne zur Folge hat. Von Dezember bis April ist Trockenzeit, dafür sind aber auch mehr Touristen da. Es ist immer über 24 °C. Die Insel ist sehr grün durch die Regenzeit, in der sehr kurze, aber dafür sehr heftige Schauer vorbeiziehn. Wie in den Tropen üblich bringt der Regen aber keine "Abkühlung". Der Norden (ab Fort-de-France) ist übrigens eher verregnet, der Süden (Diamant/St.Anne/LesSalines) meist sonnig trotz der geringen Entfernung.



Strände

Insgesamt gibt es ca. 300 Strände, in Martinique Anses (Buchten) genannt, auf der Insel.
Besonders empfehlenswert sind:
1. Anse Couleuvre im Norden: schwarzer Naturstrand im Regenwald am Ende der Straße von Precheur, gute Tauchregion, vorher in St. Pierre die Ruinen der Stadt besichtigen und Eis essen (siehe Bilder)
2. Diamant Strand: Morgens auf den Morne Larcher (Berg bei Le Diamant) steigen, danach am Strand sich erholen, es sind immer Wellen und angenehmer Wind, Blick auf den Diamanten, es gibt viele schattenspendende Palmen. Der Strand ist 4km lang, ein passender Platz zum Entspannen wird sich also finden.
3. Les Salines: Motiv zahlreicher Postkarten, vorher kann man in St.Anne zu Mittag essen, sehr warmes Wasser, kaum Wellen, tausende Palmen säumen den Rand, feiner heller Sand (siehe Bilder)
3. Anse Michel: Kitesurferstrand, sehr hohe Palmen, traumhafte Kulisse (siehe Bilder)
4. Ile du Chevalier: nette Wanderung um die Insel möglich, schöner Strand zum Entspannen, Kajak fahren möglich
5. Tartane: Surferstrand (2 Surfstunden=20Euro), Ende der Straße nach Tartane, dann links runter
6. Anse Mitan in Trois Ilets: feiner Sandstrand mit Blick auf Fort-de-France, es gibt kleine Fähren rüber in die Stadt (Navettes)
7. Anse Noir und Anse Dufour: die Anse Noir hat schwarzen Sandstrand, 200m weiter leigt die Anse Dufour mit hellem feinen Sand, gute Tauchregion
8. Anse d'Arlet: Ausgangspunkt von Katamaranfahrten, eine Kirche steht direkt vor dem Pier
9. Trois Ilets: Pointe du Bout: etwas touristisch, Cocktailbar direkt im Meer
10. Hotelstrand des Batelières Hotel: Tauchmöglichkeiten, Cocktailbar, ebenfalls etwas touristisch

Allgemein kann man die Strände in mehrere Kategorien einteilen: 1. die touristischen Postkartenstrände im Süden mit weißem Sand, gut geeignet für Badeurlaub, 2. die Naturstrände im Norden (Westküste) mit schwarzem Sand, auch gut zum baden 3. die wilden Strände an der Atlantikküste teils schwarzer und teils heller Sand, mehr für Wassersport geeignet. Langweilig sollte es nicht werden.



Anse Michel



Rhumdestillerien&Gärten

Die schönste Destillerie ist wahrscheinlich Clement, allerdings mit 7-10 Euro Eintritt, nachher gibts aber auch eine großzügige Verköstigung. Die Restaurierung der Anlage ist toll gemacht, außerdem haben sich die Präsidenten Mitterand und Bush dort getroffen
Alle anderen Destillerien sind kostenlos und bieten auch Verköstigung : St. James, Depaz, Neisson, HSE sahen besonders gut aus
Der Rhum in Martinique nennt sich Rhum Agricole. Das heißt er wird direkt aus Zuckerrohr und nicht aus Melasse (Nebenprodukt der Zuckerherstellung) hergestellt, tatsächlich erhält der Rhum dadurch einen sehr angenehmen Geschmack (insbesondere Rhum Vieux). Weiterhin interessant ist das Bananenmuseum in St.Marie mit Verköstigung sämtlicher Produkte aus Bananen und der Jardin du Balata. Dieser Garten ist sehr schön angelegt und erlaubt durch die Bäume zu laufen. Viele Pflanzen habe ich so noch nicht gesehen.



Kolibri



Wanderrouten

Die Insel bietet zahlreiche Möglichkeiten zum Wandern, so dass der Urlaub nicht nur aus Rumliegen am Strand bestehen muss. Hier einige Vorschläge.
1. Besteigung des Montagne Pelée (4-6 Stunden), 1400m, oben ist es recht kühl, also Jacke mitnehmen, außerdem ist die Sonnenstrahlung (trotz Wolken) intensiv, also Schutz mitnehmen (langes Hemd, Kappe, Sonnencreme)
2. Besteigung der Pitons Carbet
3. Sklavenkanal bei Fond St.Denis: kleiner Kanal mitten im Regenwald, danach ein Lorraine in dem kleinen Restaurant zu Beginn des Kanals trinken
4. Morne Larcher: kleiner Berg bei LeDiamant, toller Blick auf den Süden der Insel
und St. Lucia
5.Precheur - Grand Riviere: 16km Wanderung mitten durch den Regenwald, recht
anstrengend, zurück zum Anse Couleuvre gehts mit dem Fischerboot (beim
Touristenbüro von Grande Riviere vorher anmelden)
6. Anse Couleuvre: Wanderung zu einem Wasserfall (1h)
7. Wanderung an der Ile du Chevalier (wilde Küste einer kleinen Insel im Süden)
8. Gorge de la Falaise: eher ein Spaziergang von einer halben Stunde, zum Ende hin wird man von einem Führer durch einen Bergfluß des Montagne Pelee (Wasser ist frisch und hat 24°C) geleitet, und kommt zu einem riesigen Wasserfall zum Schluss
9. Wanderung zum Wasserfall von Didier
10. Jesuitenpfad



Wasseraktivitäten

1. Der Ort für das Kitesurfen ist wohl Vauclin (viel Wind). Andere schöne Kulissen fürs Kiten sind aber auch Anse Michel oder LeDiamant
2.Surfen Tartane (20€ für 2 Stunden)
3. Kajak fahren in den Mangroven oder bei Le Robert, sehr zu empfehlen, Angebote gibts im Touristenführer oder vor Ort
4. Katamarantour nach St. Lucia (von St.Luce aus, am besten ein paar Tage), St. Lucia ist deutlich touristischer als Martinique und auch mehr davon abhängig.
Auch dort gibt es Parks, heiße Quellen, schöne Strände
5.Wakeboard bei Tartane oder Ile du Chevalier
6. Tauchtour buchen und die bunte Fischwelt genießen, oder selber am Anse Couleuvre/Anse Noir tauchen, interessant soll auch die Unterwasserwelt von St.Pierre sein (die Stadt wurde 1902 durch den Vulkan zerstört, entsprechend liegen viele Schiffswracks vor der Stadt)
7. Bootstouren bei LeRobert (Leguane leben auf den Inseln)
8. Ausflug (mind. 1 Wochenende) nach Dominica zu den zahlreichen Wasserfällen und Naturparks, Dominica ist ebenfalls nicht sehr touristisch und wirklich sehr naturbelassen und ruhig
9. Katamarantour zu den Grenadinen (St. Vincent und die Grenadinen) von Marin aus (1 Woche): Sehr karibisch, tolle Strände und Tauchmöglichkeiten, die unheimlich beeindruckende Insellandschaft, Fischen auf dem Katamaran, Langusten essen auf den Tobago Cays



Aufstieg zum Montagne Pelée

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Geld, Lebenshaltungskosten&Mietwagen

Da Martinique zu Frankreich gehört ist der Euro das gewohnte Zahlungsmittel. Kreditkarten aller Banken werden akzeptiert. Die Lebenshaltungskosten sind höher als in Deutschland, was insbesondere für Importe aus Europa gilt. Darauf gibt es Aufschläge von 30-40%. Allerdings sind die Preise für Grund(nahrungs)mittel (Brot, Milch, auch Benzin) staatlich festgelegt und damit günstig. Weiterhin sind lokal produzierte Waren (Früchte, Fisch) natürlich sehr günstig. Am besten kann man diese auf den bunten Märkten erstehen. Weiterhin gibt es noch billige Supermärkte wie Leaderprice, die ein deutlich günstigeres Discountlebensmittelangebot haben.
Wer die Insel erkunden möchte und all die tollen Strände und Ausflugsmöglichkeiten nutzen möchte, braucht, wie bereits erwähnt, einen Mietwagen. Sammeltaxis fahren zwar von Point-Simon in Fort-de-France. Aber ihre Fahrzeiten sind ungeregelt, daher ist davon eher abzuraten.



Ausgehen abends

Es sei gesagt, dass die Einheimischen sind sehr"kontaktfreudig" sind. In FdF gibt es zahlreiche Diskotheken (z.B. Maximus), und einen schönen , beleuchteten Stadtpark (La Savanne) mit Verkaufssständen abends zum Flanieren. Daneben gibt es die eine regelmäßig stattfindende Party in Le Carbet (freitags)
Und bei der Grande Anse Macabou (freitags/samstags schwierige Anreise). Auch an der Anse d’Arlets gab es gute Reggaefestivals mit Livemusik. In Diamant gibt es noch die Bar Caramel.



Essen&Trinken

Oft findet man die kreolische Küche. Diese ist sicherlich anders zu der in Europa. Empfehlen kann ich daher Fischgerichte und Hähnchen. Gute Restaurants waren z.B. das Barbar-au-Rhum in Fort-de-France (nähe Carrefour, hinter der Texacotankstelle), oder das Barack Obama in St.Luce mit Meerblick und frisch gegrilltem Fisch. Insbesondere Langusten zählen wohl zu den beliebtesten Speisen. Auch kann man selber ein Barbecue veranstalten, den Fisch kann man frisch gefangen an verschiedenen Ständen günstig und frisch erstehen.
Die Früchte dort sind sehr exotisch: So gibt es Guave, Mangos, Stachelannonen oder den Zimtapfel. Und noch weitere Früchte, die man hier noch nicht gesehen hat.


Insgesamt gibt es also viel und sicherlich noch mehr als hier beschrieben zu entdecken. Wer also etwas Eigeninitiative hat, keine Angst davor hat seine Gewohnheiten hinter sich zu lassen, wird einen tollen Urlaub verbringen können.



Landschaft bei St.Marie - Martinique


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Kommentare

  • 238EWT

    Ein informativer Reisebericht, der sich wohltuend von einem anderen über das Reisziel "Martinique" unterscheidet. Eigentlich haben es alle Fotos verdient, mit 5* angeklickt zu werden. Ich habe den Anblick trotzdem genossen - in Erinnerung an meine benachbarte Lieblingsinsel Guadedeloupe. Aber heute habe ich mich mehr über den Text gefreut. Danke.

  • Nero2025

    Vielen Dank--die Insel ist echt farbenprächtig und sehr vielfältig. Guadeloupe möchte ich auch besuchen. Der andere "Bericht" ist erstmal rausgenommen worden.

  • Nero2025

    Leider nur vorläufig

  • 238EWT

    Nero2025: Lassen wir uns das andere Kapitel abschließen. Die GEO-RC-Redaktion hat es Deinem Wunsch entsprechend auch getan.Und alle bisherigen Kommentatoren - ich zähle mich dazu - sind erleichtert. Danke, Daniel Olzien - oder wer auch immer seine ordnende Hand im Spiel hatte.

  • Blula

    Vielen Dank für den äußerst farbenprächtigen und informativen Bericht über dieses Traumziel, das ich mir nun recht gut vorstellen könnte, einmal zu bereisen.
    LG Ursula

  • Nero2025

    Es ist sicherlich ein Traumziel, ein paar Französischkenntnisse schaden nicht. Das Entdecken der Insel macht echt Spaß und ist dabei sehr echt erholsam an den Stränden.

  • sailor2011

    Einen Reisebericht zu schreiben ist das eine, Fotos zu stehlen - und zwar meine - ist eine andere Sache. Ich mache Sie hiermit auf § 15 Urheberrechtsgesetz (UrhG) aufmerksam und fordere Sie auf, betreffende Fotos umgehend zu löschen.

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  • Nero2025

    Lieber Sailor 2011,
    ich habe ihre Fotos entfernt. Ich hatte von manchen Motiven selber leider teils keine guten Fotos. Außerdem möchte ich mich natürlich dafür entschuldigen ihre Fotos zur Veranschaulichung des Reiseberichts benutzt zu haben. Das tut mir leid.
    Der Bericht ist deshalb so fototrächtig geworden, da hier ein anderer sehr einseitiger Bericht (keine schönen Strande, nur französisch, zu viele Kinder und Einheimische, zu viele Autos etc.) lange Zeit stand.

  • Nero2025

    Dem musste einfach etwas entgegengesetzt werden. Sorry nochmal.
    Viele Grüße
    Nero

  • puertoricomio

    Hallo! Ein toller Bericht!
    Wäre es auch möglich, ohne Auto, sondern sich mit Bus und Sammeltaxi fortzubewegen? (Z.B.Standort Diamond)
    Danke schonmal im Voraus! LG!
    Nicole

  • Nero2025

    Es gibt Sammeltaxis, die von Fort-de-France, Point Simon als Sammelpunkt die ganze Insel anfahren. Aber sie verkehren leider nicht zu regelmäßigen oder ungünstigen Zeiten. So kann es passieren, dass man seinen schon um 2 Uhr mittags vom Strand aufbrechen muss, weil danach kein Sammeltaxi mehr kommt. Ab 18 Uhr fahren die Sammeltaxis dann auch nicht mehr.
    Klar gibt es auch normale Taxis für den Notfall, aber zu Preisen wie in Deutschland.
    Das Sammeltaxisystem hat sich auf Martinique (und auch Guadeloupe) nicht durchgesetzt im Gegensatz zu Barabados oder St. Lucia.
    Es ist am besten einen Mietwagen zu nehmen (kann man schon von Deutschland aus buchen, auch über deutsche Firmen). So kommt man auch an die entlegenen Orte wie den Anse Couleuvre, Rhumdestillerien, dem Vulkan und ist unabhängig.
    Lediglich vor den Staus zu Hauptverkehrszeiten in der Hauptstadt sollte man sich hüten.

  • levoyageur

    levoyageur

    Dieser Reisebericht erscheint mir als etwas zu idyllisch um wahr zu sein. Meine Frau stammt aus Martinique und wir verbringen jedes Jahr einen Monat auf der Insel. Die Kriminalitaet ist schlimmer als in Marseille . Es ist gefaehrlich in Fort de France nach 21 Uhr spazieren zu gehen. Meiden Sie" La Place des Cocotiers" und die Umgebung des Hafens. Es gibt einen Rasissmus gegen die Weissen. Sollten Sie mit mit einer Frau dunkler Hautfarbe verheiratet sein ( mein Fall), so ist es besser die Restaurants zu meiden. Sie werden als Letzter bedient !!!!!
    Ansonsten Natur pur. Schade fuer den Rest.......

    NB: 21 Tode durch bewaffnete Banden auf der Nachbarinsel Guadeloupe seit Januar 2013.

  • Nero2025

    Vielleicht kommen die negativen Seiten wirklich nicht so gut rüber. Wir haben uns damals immer sicher gefühlt. Fort-de-France hat wie jede Stadt seine dunklen Ecken, wir sind dort mehrmals abends ausgegangen ohne, dass was passiert ist. Die Innenstadt von Fort-de-France ist wirklich nicht zum Wohnen gut geeignet, da gibt es einfach besseres in den Vororten. Die Drogenabhängigen fallen einem (auch in Schoelcher) schon auf. Es herrscht eine hohe Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen, es gibt viele Langzeitarbeitslose und ein Mangel ein einfachen Jobs, für die man keine großartige Ausbildung braucht. Sofern man ein abgeschlossene Ausbildung/Arbeitserfahrung oder Studium hat, sieht die Sache in Martinique schon einfacher aus.
    Rassismus existiert gegenüber Weißen und genauso gegenüber Farbigen und ist natürlich störend bzw. man kennt es ja nicht als Weißer. Aber man trifft ihn nicht überall. Dass sie trotz der meist gehobenen Preise als letzter bedient wurden ist natürlich unverschämt, andererseits sind viele Angestellte dort auch nicht die schnellsten. Da muss man schon viel Ruhe mitbringen.
    Wir sind ,allerdings in einer Gruppe, auch mit einem "gemischten" Pärchen unterwegs gewesen und hatten diese Probleme überhaupt nicht.
    Guadeloupe ist allgemein schon immer etwas ärmer als Martinique gewesen und hat mehr soziale Probleme. Noch mehr wurden wir vor Saint Lucia gewarnt. Auch dort gibt es dunkle Ecken (wie in Deutschland auch), wo man besser nicht hingehen sollte, insgesamt fühlten wir uns aber dann doch sicher.
    Zum Vergleich Tötungsdelikte in Deutschland: Berlin (122), Hamburg (77), Köln (44) und Frankfurt (43). Trotzdem fühlt man sich auch dort sicher, es sind ja leider meist Tötungsdelikte im Milieu der Drogenabhängigen, im schlimmsten Fall kommen Unbeteiligte, die am falschen Ort zur falschen Zeit sind zu Schaden.

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  • Nero2025

    Ich kann ihnen das Le Babaorum in Fort-De-France empfehlen, sehr nettes Personal und ich kann mir nicht vorstellen, dass man dort als letzter bedient wird. Die schnellsten sind sie allerdings auch nicht.
    Gute Erfahrungen haben wir in den 4 Monaten auch im Petibonum und im Baraque Obama (oder so ähnliche) in Saint Luce gemacht.

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