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Reisebericht: Good morning - Vietnam!
Ho Ho Ho-Chi-Minh und Vietnamkrieg sind wohl die Schlagworte, die jedem unweigerlich einfallen, spricht man von Vietnam. Doch das Land hat mehr verdient, hat es doch auch spektakuläre und poetische Landschaften, eine reiche Kultur, sehenswerte Tempel und fasziniernede Menschen. Kurzum: Ein buntes Kaleidoskop..!.
- Xin cháo Viet Nam!
- Der Jadeberg
- Konfuzius und der Literaturtempel
- Einsäulen-Pagode
- Pagoden und Tempel am Westsee
- Thay - die Pagode des Meisters
- Erleuchtung in Thay Phuong...?
- Hanois Altstadt, ein buntes Warenlager
- Wasserpuppentheater - typisch vietnamesisch
- Herabsteigende Drachen in der Halong-Bucht
- Eiszeit am Golf von Tongking...
- Schwimmende Dörfer
- Magische Momente
- Besuch bei Onkel Ho
- Bienvenue - La ville francaise
- Tai Chi und Palaver am See
- Ethnologisches Museum
- Bitte lächeln...!
- Wo man gut essen kann - Restauranttipps
- Trekking mit Mimi
- Übernachtung auf vietnamesisch
- Tierisch - Mit Kikeriki aus den Federn
- Sonntagsmarkt in Bac Ha
- Trockene Halong-Bucht
- Ja, mir san mit dem Radl da...
- Kaiserstadt Hué
- Thien Mu-Pagode oder die Frage, was hat ein Austin mit dem Vietnamkrieg zu tun
- Halle der Höchsten Harmonie und Hofleben in Hué
- Lang Minh Mang...
- ... Lang Khai Dinh...
- ... und Tu Duc - die Kaisergräber
- Über den Wolkenpass
- Hoi An - die Lebhafte am Thu Bon-Fluß
- Chinesen auf der japanischen Brücke
- Laterne, Laterne - das Tor zur Welt leuchtet
- Kochkurs in der "Red Bridge Cooking School"
- Ruinen im Regenwald - My Son
- Von Da Nang nach Ho-Chi-Minh-Stadt
- Suche nach Miss Saigon
- Auf der "Douce Mekong" durchs Delta
- Schwimmender Markt in Cai Rang
- Chinatown Cholon
- Finale in Saigon
- Hen gap lai!
27.11.2008
Xin cháo Viet Nam!
Manchmal ist es ja eher der Zufall durch den sich ein Reiseziel heraus kristallisiert. Oder sollte ich sagen, Schicksal oder Kismet? Eigentlich wollten wir nach Myanmar reisen, aber die Ereignisse um die Niederschlagung des Mönchsaufstandes 2007 brachten uns zum Umdenken. Und so planten wir schließlich eine Reise nach Vietnam - eine gute Wahl wie sich herausstellen sollte... Bilder von Filmen wie "Indochine" mit Catherine Deneuve oder die Verfilmung von Marguerite Duras' Buch "Der Liebhaber" spuckten in unseren Köpfen herum, aber natürlich auch die Schlagzeilen aus unseren Kindertagen um den Vietnamkrieg und die Nachrichen um die Boat People. Was würde wohl in der Realität auf uns warten? Ein Land voller Kriegsnarben? Oder doch eher die phantastische 'Filmkulisse'?
Mit der Vietnam Airlines - übrigens eine sehr gute Fluggesellschaft mit brandneuen Maschinen! - starteten wir schließlich spätabends von Frankfurt, um frühmorgens in Hanoi zu landen. Wir gönnten uns den Luxus einer Taxifahrt ins Zentrum. Schon von zu Hause aus hatten wir eine erste einfache Unterkunft in der Nähe der St. Josephs-Kathedrale vorgebucht, um nicht den Stress einer Hotelsuche nach einem langen Nachtflug zu haben. Wichtig war uns vor allem die Lage, nicht weit vom Hoan Kiem-See entfernt, und wegen des zu erwarteten Lärms in asiatischen Metropolen, in einer ruhigen Seitenstrasse. Wie sich herausstellte war die Lage des bescheidenen "Heart Hotels" doppelt ideal, denn fast gegenüber der Kirche fanden wir mit dem "Paris Deli" ein Super-Café. Croissants wie in Frankreich, guter Espresso und eine nette Atmosphäre. Hier frühstückten wir erst mal und entwarfen einen Schlachtplan für die nächsten Tage.
Schließlich hatten wir schon im Vorfeld der Reise nach der Lektüre diverser Reiseführer im Groben ein Besichtigungsprogramm entworfen. Da man kein Auto mieten darf, ist man auf vietnamesische Reisebüros angewiesen, um die Ausflüge zu organisieren. War aber kein Problem, denn in den Gassen zwischen St. Joseph und dem Hoan Kiem-See gibt es reichlich Reisebüros. Wie wir später feststellten, wimmelt es auch in der Altstadt davon. Über zwei Reisebüros hatten wir dann auch schnell unsere geplanten Ausflüge gebucht: einen halbtägigen Ausflug zu den Pagoden Thay und Thay Phuang, eine dreitägige Tour mit Trekking und Homestay zu den Bergvölkern im Norden, einen ganztägigen Ausflug in die Trockene Halong-Bucht, und natürlich eine Kreuzfahrt durch die Halong-Bucht. Kaum hatten wir die Reisebüros durch, standen wir auch schon zum ersten Mal am Hoan-Kiem-See.
28.11.2008
Der Jadeberg
Der See ist zwar nicht das geographische Zentrum Hanois, aber sicher sein Herzstück. Der "See des zurückgegebenen Schwertes" hat seinen Namen einer Legende zu verdanken. Im 15. Jh. hat ein gewisser Le Loi gegen die Besatzer aus China gekämpft, um selbst den Thron zu besteigen. Dies gelang jedoch erst, als eines Tages eine goldene Schildkröte aus dem See auftauchte und Le Loi ein Schwert übergab. Nach dem Sieg erschien die Schildkröte erneut und forderte das Schwert zurück. Dieses schwebte wie von selbst aus der Scheide und verschwand mit dem Tier in den Wassern des Sees. Mitten im See gibt es ein kleines Inselchen, auf dem man der Schildkrüte einen Pavillon weihte. Am nördlichen Seeende liegt eine weitere kleine Insel, auf der 1865 der 'Jadetempel', Ngoc Son, errichtet wurde. Zum Tempel gelangt man über die rote 'Brücke der Aufgehenden Sonne', ein beliebtes Fotomotiv, vor allem im Spätnachmittagslicht.
29.11.2008
Konfuzius und der Literaturtempel
Zunächst machten wir uns auf den Weg zum Literaturtempel. Da Hanoi nicht dem klassischen Bild einer asiatischen Metropole entspricht, das heißt eher klein und gemütlich wirkt, war auch der Weg zum Van Mieu, dem Literaturtempel, bequem zu Fuß zu machen. Lohnend schon deshalb, um die pittoresken Straßenszenen zu beobachten. Viele Fahrräder, noch mehr Mopeds, wenig Autos, und zwischendrin immer wieder Vietnamesinnen mit Lastenjochen. Der Literaturtempel wurde 1070 als Nationalakademie gegründet. Da als Vorbild für den Bau, der Konfuziustempel im chinesischen Qufu, dem Geburtsort des berühmten Propheten, diente, trägt er dessen Namen. In dem Tempel fanden Beamtenexamen statt, bei denen die Prüflinge die konfuzianischen Klassiker aus dem Gedächntnis niederschreiben und auslegen mussten. Die meisten Kandidaten, etwa 90 %, fielen im ersten Anlauf erst mal mit Pauken und Trompeten durch. Das hieß: statt Beamtenprivilegien weitere Jahre des Studiums - für manchen lebenslang!
Einsäulen-Pagode
König Ly Thai Tong träumte eines Nachts von der Göttin der Barmherzigkeit. Sie stand auf einer Lotosblüte und streckte ihm einen Knaben entgegen. Tong hielt das für ein Zeichen dafür, dass er doch noch einen Thronfolger bekommen würde, um die Ly-Dynastie zu sichern. Und tatsächlich: kurz darauf gebar ihm ein Bauernmädchen einen Sohn. Zum Dank dafür stiftete der König 1049 eine Pagode in Form einer Lotosblüte - die Einsäulen-Pagode. Auf dem Weg weiter zum Westsee passierten wir ein erstes Mal das Ho-Chi-Minh-Mausoleum und mussten feststellen, dass man dies nur vormittags und auch nur an bestimmten Tagen besichtigen kann. Der Besuch wurde also erstmal verschoben.
Pagoden und Tempel am Westsee
Statt zu Ho Chi Minh machten wir uns auf den Weg durch's Diplomatenviertel zum Westsee. Der ist mit 538 ha das größte Gewässer der Stadt und vor allem am Wochenende ein sehr beliebtes Ausflugsziel der Einheimischen. Da er nur 2 m tief ist muss er immer wieder ausgebaggert werden, damit die Besucher mit Schwanenbooten darauf herum fahren können. Früher lagen an seinem Ufer die Sommerpaläste der Adligen, heute stehen hier die Villen der Neureichen. Außerdem zwei sehenswerte Gebäude: der Den Quan Thanh, also der 'Tempel des Himmelswächters', und die Pagode Tran Quoc, 'Ruheplatz der Erwählten'. Der Tempel geht auf das Jahr 1010 zurück, errichtet von Ly Thai To zum spirituellen Schutz der Satdt. Die in der Nähe liegende Pagode ist Hanois ältestes buddhistisches Heiligtum - aus dem 6. Jh. Nach einem Dammbruch wurde sie 1615 an der heutigen Stelle versetzt..
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Ziemlich genau vor einem Jahr machten wir diese Reise . Es war schön, sie mit dir noch einmal so ausführlich und gut bebildert zu wiederholen!
LG Christina -
Vietnam, da wollte ich schon immer mal hin. Interessanter Reisebericht mit schönen Fotos, besonders deine Porträts gefallen mir sehr gut. Gruß von mhsch
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Sehr interessanter Bericht mit eindrücklichen Foto's! Da möchte ich nun definitiv auch mal hin :-)) Vielen Dank für's mitnehmen und zeigen.... LG, Ursi
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Ja auch ich war vor 3 Jahren auf den gleichen Spuren durch Vietnam gereist.
Dein super, schöner- Reisebericht, hat mir all die Schönen Erinnerung an diese Reise zurück gebracht.
Bei bestimmten Fotos dacht ich mir, man die hab ich doch auch...grins
Vor allem das Café in Hanoi, der See usw.
Es ist ein gutes Gefühl, wenn auch andere die Reise so erleben wie man selbst.
Danke!
Du hast Vietnam sehr gut ins rechte Licht gesetzt!
Es ist ein wunderschönes Land!
LG. Karin
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