Reisebericht

Reisebericht: Calvados, Bunker & Camembert

 
 
 
 
 
Reisebericht: Calvados, Bunker & Camembert

Reisebericht über ein Motorrad-Wochenende in der Normandie und im Pas de Calais

Quer durch die Regionen von Calvados und Camembert, vorbei an der blauen Atlantikküste und den Ruinen des ehemaligen Atlantikwalls bis "hinauf" nach Calais und Brügge führte uns diese Motorradtour. Die Tour verwöhnte uns mit fahrerischen, kulinarischen und geschichtlichen Highlights.

Am letzten Wochenende im Oktober fuhren wir mit vier Motorrädern in die Normandie und das Pas de Calais.

Vorbei an der blauen Atlantikküste und den Ruinen des ehemaligen Atlantikwalls bis "hinauf" nach Calais und Brügge führte uns diese Motorradtour. Die Tour verwöhnte uns mit fahrerischen, kulinarischen und geschichtlichen Highlights, was will man mehr.

Um relativ zügig nach Frankreich zu kommen, wählten wir für den Anfang die Autobahnen; von diesem Teilstück gibt es natürlich nichts zu berichten. Ab Douchy les Mines fuhren wir über Landstraßen durch die Region Pas de Calais weiter bis nach Arras.

Perfekt ausgebaute Landstraßen erwarteten uns auf dem letzten Teilstück nach Dieppe. Nach knapp fünfhundert Kilometern erreichten wir in der beginnenden Dämmerung den Atlantik und die Hafenstadt Dieppe, unser Tagesziel im nordöstlichen Zipfel der Normandie.

Schnell noch ein paar "Sonnenuntergangsfotos" am Strand und schon checkten wir in unserem Hotel "Crocus Dieppe Falaise" am Stadtrand ein. Eine halbe Stunde später und nach einem Pastis in der Hotellounge wechselten wir dann die Fahrzeuge; standesgemäß ging es nun in Daimler-Taxen wieder runter zum Hafen, zum Fischessen. An der Hafenpromenade, am Port de Plaisance, reiht sich ein Restaurant ans andere und wir wählten für uns das "L'Epave" aus, da es gerade noch soeben Platz für sechs Leute bot.

Was uns da erwartete, könnte man wesentlich zutreffender als "Fisch-Fressen" beschreiben, denn was man uns da für relativ kleines Geld auftischte, sorgte fast dafür, dass sich die Tischplatte bog. Eine Aufzählung aller Fisch- und Seafoodsorten würde hier glatt den Rahmen sprengen - es war alles dabei und alles war einfach nur lecker.

Abgerundet wurde die Völlerei dann durch die drei C's: Crème brûlée, Camembert und Calvados. Der Kellner servierte uns eine Calvados-Hausspezialität mit zwei Stücken Würfelzucker neben dem Glas.

Keiner von uns wußte, was der Zucker zu bedeuten hat und wir guckten uns nur fragend an. An statt den Kellner zu fragen, was das bedeutet, versenkten wir die Würfel einfach im Glas und tranken es dann aus. Der Kellner sah das und verzog sein Gesicht dabei - ich möchte nicht wissen, was er da über uns gedacht hat.

Hinterher erklärte er uns dann, dass man die Würfelzucker nur kurz ins Glas hält und dann wieder beiseite legt. Das hätte er uns ja auch vorher sagen können. Jetzt sind wir halt schlauer und bestellen demnächst den Calvados profimäßig nur noch mit Würfelzucker.

Das L'Epave am Hafen kann man aber getrost jedem empfehlen; es ist ein kulinarisches Erlebnis und ein Highlight eines Dieppe-Besuches. Wenn man mit einer Gruppe unterwegs ist, empfiehlt sich eine telefonische Reservierung, denn der Laden ist ständig voll.

Am Samstag fuhren wir morgens erstmal wieder per Mopped zum Hafen, um uns den kleinen Fisch- und Gemüsemarkt anzusehen. Klar, dass da schon der eine oder andere Seitenkoffer mit Flaschen und Camembert gefüllt wurde. Es ist nicht überliefert, ob jeder Käse und jede Flasche es bis nach Deutschland geschafft hat, oder ob der eine oder andere unterwegs nicht doch schon davon genascht hat...

Von Dieppe aus fuhren wir "schwer" beladen über kleine Landstraßen durch abgelegene Bauerndörfer und kleine romantische Hafenstädtchen wie Le Tréport, Saint-Valery-sur-Somme und Boulogne-sur-Mer ostwärts bis in die Region Pas de Calais. Windschiefe Häuser, die teils schon jahrhundertelang den Küstenstürmen trotzen und Kirchen, in denen unzählige kleine Gedenktafeln hängen, die von ertrunkenen Seeleuten berichten, geben ein anschauliches Bild darüber, dass das Leben hier an der Küste oftmals beschwerlich und gefährlich war. Für uns war es das jetzt allerdings nicht, für uns war die Motorradtour entlang der Küste ein Genuß.

Die Kombination aus Wochenende und kleinen Nebenstraßen bescherte uns absolut freies Fahren ohne LKW, Trecker oder Berufsverkehr - Fahrspaß pur. Die Küstenstrecke windet sich in vielen Kurven und die Straßen sind allesamt in einem tollen Zustand, sodass das Cruisen eine einzige Freude bereitete.

Die Fortsetzung des Reiseberichtes mit Audhingen, Cap Gris Nez, Cap Blanc Nez, Calais und Brügge findet man auf meiner Homepage...:-)



 
 
 
 
 

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Restaurant L'Epave

Öffnungszeiten, ganzjährig, 7 Tage die Woche: 11.30 bis 15.00 sowie 19.30 bis 22.00

Persönliche Meinung von reisetourer:
In Dieppe, an der Uferpromenade, am Port de Plaisance, reiht sich ein Restaurant ans andere und wir suchten Ende Oktober eins aus, um Fisch essen zu gehen. Wir wählten für uns das "L'Epave" aus, da es gerade noch soeben Platz für sechs Leute bot. Was uns da erwartete, könnte man wesentlich zutreffender als "Fisch-Fressen" beschreiben, denn was man uns da mehr



 
 
 
 
 
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Chocolatier in Brüssel

Simon Stevinplein 19, 8000 Brugge

Persönliche Meinung von reisetourer:
Vor einigen Jahren sollte der Chocolatier Dominique Persoone, Inhaber des Schokoladens "The chocolate line" in Brügge für Ron Wood, dem Gitaristen der Stones, ein Schokoladenpräsent entwerfen. Er wußte natürlich, dass die Stones ja gerne "schnupfen" und erfand dann den "Chocolate Shooter" - ein kleines Katapult, mit dem man sich mehr



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Kommentare
  • Schalimara 04.11.2011 | 13:26 Uhr

    In Dieppe kann man sich schon ein paar Tage aufhalten - besonders der Markt, der samstags stattfindet ist ein Erlebnis. Das empfohlene Restaurant ist wirklich klasse (sollte man vielleicht nicht zu laut sagen ;-)
    Gruß Schalimara

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