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Reisebericht: Mondfinsternis 15.6.2011 über München = Mofimü
Der Vollmond taucht in den Schatten der Erde ein und es ereignet sich eine totale Mondfinsternis, die in ganz Mitteleuropa zu sehen ist.
mit diesen Zeilen warb die Münchner Volkssternwarte
1 .Rucksack packen
Der Kaffee ist getrunken und somit der Körper erfolgreich gedopt um bis lange nach Mitternacht aufzubleiben. Der Rucksack ist gepackt. Thermoskanne, schwarzer Tee, Tassen, Butterbrezen, Tafel Schokolade. Auf gehts, denn es kann eine lange Nacht werden, bzw eine kurze für den Schlaf.
2. Volkssternwarte München
unsere Münchner Volkssternwarte mitten in München:
Bayerische Volkssternwarte München e.V.
Anschrift:
Rosenheimer Str. 145h
81671 München
Telefon: (089) 40 62 39
Fax: (089) 49 49 87
E-Mail: info@sternwarte-muenchen.de
Internet: www.sternwarte-muenchen.de
Öffnungszeiten:
Mo-Fr ab 20:00 Uhr (September - März) / ab 21:00 Uhr (April - August)
-Besuch des Ausstellungsraums mit ausführlichen Erläuterungen zu den Exponaten
-Planetariumsvorstellung: künstlicher Sternhimmel in einer 4,5 m Kuppel mit Zeiss Sternenprojektor
-Besichtigung des Observatoriums
-Himmelsbeobachtungen an unseren Fernrohren (leider nur bei klarem Himmel möglich!)
-Vorführungen und Kurzvorträge in unserem Vortragssaal
-Bazar mit Bücher, Postkarten, Meteoriten u.v.m.
Mit den beiden Aufzügen geht es rauf. Für 5 € Eintritt (verbilligt 3€) erhielten wir noch einen umfassenden Vortrag über die bevorstehende Mondfinsternis. Dann ab übers Treppenhaus auf die Plattform einen Stock höher. Von dort hat man einen guten Blick über die Dächer München. Viele Ehrenamtliche der Sternwarte hatten ihre evtl eigenen Teleskope aufgebaut und wer wollte konnte ihrem Redefluss zuhören.
Wer wollte, konnte sich in den jeweiligen Schlangen anstellen und einen Blick durch die großen Teleskope wagen:
Die Volkssternwarte verfügt über vier große Hauptinstrumente: Zwei Spiegel- und zwei Linsenteleskope mit Optiken bis zu 80 Zentimeter Durchmesser stehen unseren Besuchern zur Himmelsbeobachtung zur Verfügung. Ein historischer 10 cm Merz-Refraktor, mehrere transportable Teleskope mit Öffnungen von 10-20 cm sowie ein Großfeldstecher 25x100 werden bei Bedarf eingesetzt.
http://www.sternwarte-muenchen.de/portrait.html#fernrohre
3. Mofimü oder was es zu sehen oder nicht zu sehen gab
Am Mittwoch, den 15. Juni 2011 gibt es ein wunderschönes Himmelsschauspiel zu sehen:
eine totale Mondfinsternis, bei der der Mond zwischen seinem Aufgang um 21.07 Uhr bis Mitternacht durch den Kernschatten der Erde wandert und sich dabei rötlich verfärbt. Bei gutem Wetter kann dies in unseren Fernrohren hervorragend verfolgt werden.
Der Vollmond taucht in den Schatten der Erde ein und es ereignet sich eine totale Mondfinsternis, die in ganz Mitteleuropa zu sehen ist.
mit diesen Zeilen warb die Münchner Volkssternwarte
Ablauf der Findernis:
In München steht der Vollmond bei seinem Aufgang um 21.07 Uhr schon so weit im Kernschatten der Erde, dass nur noch sein rechter oberer Teil als ganz schmale Sichel am südöstlichen Horizont erscheint, die von Minute zu Minute dünner wird. Was jedoch nur bei extrem klarer Sicht erkannt werden kann.
Ab 21.22 Uhr befindet sich dann der gesamte Mond im dunklen Kernschatten der Erde, in dem er sich in den nächsten 100 Minuten aufhält.
Normalerweise verschwindet der Mond dabei jedoch nicht völlig am Himmel, da durch die Atmosphäre der Erde noch etwas Licht in den Kernschatten gelenkt wird, sondern glimmt etwa 10.000-mal schwächer als der gewöhnliche Vollmond am Firmament. Dabei erscheint er wunderschön orange bis dunkelrot verfärbt, was schon mit dem bloßen Auge gut, mit einem Fernglas oder kleinem Fernrohr noch schöner zu sehen ist.
Da aber erst um 21.15 Uhr die Sonne in München unterging und der Himmel noch sehr aufgehellt ist, wird der verfinsterte Mond am diesem Abend erst äußerst schwach erscheinen oder sogar erst im Laufe der fortschreitenden Dämmerung allmählich am Himmel sichtbar werden. Dies könnte aber ein besonders schöner Anblick werden, wenn der rote Mond langsam aus dem dunkelblauen Himmel hervortritt.
Der Höhepunkt der totalen Verfinsterung tritt um 22.13 Uhr ein, wenn sich der Mond im dunkelsten Teil des Kernschattens befindet.
Um 23.03 Uhr endet die totale Verfinsterung. Der Mond tritt langsam wieder aus dem Kernschatten aus, und immer mehr der linken Mondscheibe wird vom hellen Sonnenlicht erfasst.
Um 0.03 Uhr ist die gesamte Mondscheibe aus dem Kernschatten ausgetreten und leuchtet schon fast in gewohnter Helligkeit, verweilt aber noch bis um 1.02 Uhr teilweise im zarten Halbschatten der Erde.
Dann ist das kosmische Schattenspiel zu Ende.
entnommen von der Homepage der Volkssternwarte, weil so schön beschreiben kann ich es mit meinen eigenen Worten NICHT.
Was wir zu sehen bekamen war ein Glimmen an Siluette eines blutroten Mondes und
Wolken WOLKEN nichts als Wolken und neue Wolken im Anmarsch!
Aber alle 90 Minuten rast am Himmel für ganze 6 Minuten sichtbar die ISS vorbei. Jedesmal ein bisserl weiter verrrückt, weil sich ja in den Ein einhalb Stunden die Erde mit einer Geschwindigkeit um 200.000 km/h weitergedreht hat. Um 22:03 Uhr war es wieder soweit. Wir haben gewunken! Ob uns die ISS gesehen hat?
Nachdem der Blutmond sich mit Lampenfieber versteckt hielt, streckten die vielen Fernrohre und die beiden großen Teleskope ihre Hälse in Richtung Saturn und seine Begleitmonde. Der Ringplanet mit 2 seiner Monde ua. Titan mit seiner eigenartigen Atmosphäre waren sehr gut sichtbar! Dank ans Sternwarte-Team
4. nächste Mondfinsternis
Die nächste Mondfinsternis über München sei erst wieder im Jahr 2029 in München zu sehen. Im Jahr 2015 käme auch eine, aber die sei aufgrund der Tageszeit nicht zu sehen, weil kein aufgehender Mond sichtbar ist.
FAZIT: eine lange Nacht mit wenig Schlaf, aber eine interessante Bereicherung. Warum daß die Fotografen mit ihren Kamaras und lääängeren Objektiven (schwerer als Kamara selber) den blutroten Mond wunderbar sichtbar einfangen konnten, was wir mit dem menschlichen bloßen Augen als Siluette erahnen konnten, bleibt mir etwas rätselhaft. Die Filmer mit ihren Riesenkamaras konnten das Spektakel nicht einfangen. Der Foto bleibt dem Video wohl überlegen!
Mit meinem Vollmondfoto vom Nachhauseweg einen Gruß aus München
Moni (moho)
-
Tja, Moni,
da hat der Mond uns allen den Stinkefinger gezeigt...
Was lernen wir daraus?
Nicht alles ist jederzeit verfügbar!
Danke, dass du dir für uns die Nacht um die Ohren geschlagen hast!
:-) Hedi -
Danke dir liebe Hedi für deine lieben Zeilen. Ja 2029 sind
wir alles bestimmt wieder dabei!
:-)
Gemein war nur, als wir gen Mitternacht wieder auf der Straße standen,
der Mond mit den Straßenlaternen um die Wette leuchtete
und uns etwas verhöhnte: "Gugg mal, so schau ich aus".
Der Vollmond, der mich auf dem Nachhauseweg so nett begleitet hat,
und ich ihn auch noch mit dem Foto gut erwischt hab, das freut am
allermeisten und entschädigt für alles.
LG Moni müde -
...tja, man kann ( zum Glück ) nicht alles im Leben haben! Schön, dass Du da warst !
LG Heike -
Danke dir liebe Heike. LG Moni
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Der erwas andere Reisebericht: moho's Mondfahrt!
Danke das Du für uns dabei warst.
LG Rolf -
Herzlichen Dank für Deine kurze Nacht und die interssanten Foto's. Das letzte ist sehr mystisch mit den Nuancen, einfach toll! Ich habe leider gar ncihts gesehen, bei uns war am Abend bewölkt und dann habe ich geschlafen ;-) Lg, Ursi
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Danke dir lieber Rolf. Deine Vollmondfotos sind wie immer Super. LG Moni
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Danke dir liebe Ursi für deine netten Zeilen. Ja, auf mein Vollmondfoto bin ich mächtig stolz! LG Moni
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War trotzdem ein schönes Bericht.
Hier in NRW gab es auch nichts zu sehen. Gucken wir halt 2029, oder ....dan bin ich 84. Vielleicht gibt es dan Kamera's die schöne Bilder machen sebst wenn man Zittert oder so!
LG Anneken -
Danke dir liebe Anneken für deine lieben Zeilen. Natürlich bist du dann noch fitt genug um 2029 eine Nacht mit langem Hals in den Himmel zu schauen. Stativ mit Fernauslöser.... LG Moni
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Hey Moni! Hat Spaß gemacht zu lesen. Während ich tief geschlafen habe, hast Du was erlebt und hast es uns hier auf nette Art berichtet. Richtig gut. Auch die Fotos!!
LG Ursula -
Danke dir lieb Ursula für deine netten Zeilen. Ich freu mich über dein Lob. LG Moni
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Hallo Moni!
Danke für Deinen Bericht über die Mofi! Ich Banause habe lieber im Bett gelegen als den Mond beobachtet, aber dank Dir habe ich ja jetzt alles "miterlebt".
LG Susi -
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Danke dir liebe Susi für deine netten Zeilen. Nein, ich halte dich nicht für eine Banausin. LG Moni
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Erst im Jahr 2029 ? Oh da werden wir uns noch eine Weile gedulden müssen, ausser wir reisen dem Mond nach... Dein langer Abend mit Deinen Mondgeschichten hat mir sehr gut gefallen. Danke für deinen informativen Reisebericht. LG: Ursula
-
Dank dir sche für deinen netten Kommentar liebe Ursula.
LG Moni -
Dieser etwas andere Reisebericht erhellte mir einen dunklen, verregneten Sommertag!
Vielen Dank!
Übrigens: zum Thema "Himmel" (inkl. Mond) gibt es für Interessierte eine vielseitige Ausstellung im Schlossmuseum Hohentübingen (http://www.uni-tuebingen.de/uni/qms/).
LG ULI -
@ Uli
freue mich, wenn ich dir an diesem Herbstregentag eine Aufmunterung zaubern konnte. LG Moni -
Ja, Mond und Sonnengeschichten tun echt gut! Habe selber mal eine ganz krasse geschrieben, aber im VORAUS.... Ach ne, das war ja ne Sonnenfinsternis in Hawaii in 1991, wo es dann nur geregnet hat. Dabei hatte ich mir alles so schön ausgemalt "der Schatten des Mondes, auf dem mondsüchtig die Menschen tanzen werden, lunatisch und so..." Hab noch irgendwo das Manuskript rumfliegen, aber eher in der Schweiz.
Sach mal, arbeitest Du eigentlich für die Sterenwarte, dass Du so gute Werbung für sie machst?
Gruss aus Bali (oben röhrt grad ein Jet...)
Gerd -
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Nö, aber wenn Infos rein in nen Bericht, dann gscheite.... ! Mich nervt es selber sehr wenn ich nebenbei im Internet nachschlagen muss um ne nähere Erklärung zu was zu bekommen. Außerdem ist es im heutigen vernetzten Zeitalter so, daß du bei ner Suche über Googleeingabe auf GeoRC Bilder und Artikel stoßt.
liebe Grüße nach Bali, überhaupt nicht neidisch, Moni
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