Coober Pedy und das Outback

Reisebericht

Coober Pedy und das Outback

Reisebericht: Coober Pedy und das Outback

Im Dezember 2006 machten Claudia und ich eine Tour durch Südaustralien. Insgesamt legten wir in den 4 Wochen 7000 Kilometer zurück. Ein Ausschnitt dieser Reise war der folgende Abstecher nach Coober Pedy.

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Nach einigen Tagen im Barossa Valley, dem großen Weinanbaugebiet nördlich von Adelaide trieb es uns in das Outback Australiens. In Port Augusta tankten wir den japanischen Mietwagen noch einmal voll. Dann fuhren wir den asphaltierten Stuart Highway nach Norden. Es regnete ein wenig, was der kargen, strauchbedeckten Landschaft bestimmt gut tat. Der typische rote Sand war allgegenwärtig. Am Wegesrand lagen die Knochen überfahrener Tiere. Hin und wieder begegnete uns einer dieser Riesentrucks, die mit Ihren 3 Anhängern bis zu 50 Meter lang waren. Beim Überholen musste man dann auch aufpassen, auch wenn nicht viel Gegenverkehr war



Ehemalige Raketenabschußstation Woomera

Raketen in Woomera

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Claudia und ich kehrten auf halbem Wege nach Coober Pedy in Woomera ein und mieteten uns für eine Nacht ein Cabin (kleine Hütte) auf dem Campingplatz. Das ganze Dorf wirkte etwas verlassen. Hier hatten in der Blütezeit des Ortes 6000 Menschen gelebt, als Woomera noch ein Tor zum Weltraum war. Heute gibt es hier noch 300 Einwohner. So gab es auch keine große Auswahl im einzigen Supermarkt und wir entschieden uns für Spaghetti mit Ketchup und einer Dose Thunfisch. So ausgerüstet fuhren wir an ausgestellten Raketen vorbei zurück zu unserem Cabin, wo wir es uns bei Cricket im Fernsehen gemütlich machten. Der Name des Ortes stammt übrigens von einem Wurfspeer mit Schleudervorrichtung der Aborigine.



Wohnen unter der Erde in Coober Pedy

Gegen Nachmittag des nächsten Tages erreichten wir unser Ziel Coober Pedy. Dieser Ort ist das Zentrum von 80 Prozent der weltweiten Opalförderung. Daher haben die Menschen viele Höhlen in den Boden gegraben und die Hälfte der 3000 Einwohner von Coober Pedy lebt darin. Sogar unterirdische Kirchen gibt es. Die Höhlen haben den Vorteil, dass es dort nur 18 Grad warm war, was bei den hohen Außentemperaturen angenehm ist. Der Name „Coober Pedy“ leitet sich ab von dem Aboriginal-Begriff „kupa piti“. Dies bedeutet „weißer Mann im Loch“. Am Ortseingang suchten wir die Touristeninformation auf, um ein günstiges unterirdisches Hotel zu finden. Mit 90 Dollar für das Doppelzimmer verfehlten wir unser Ziel etwas, dafür war es jedoch gut eingerichtet und hatte ein eigenes Badezimmer. Unter der Erde verlor man beim Schlafen jegliche Orientierung, da alles dunkel war. So stellten wir uns den Wecker.



Schild am Ortseingang von Coober Pedy


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