FAMILIENREISE IN DIE SÜDTÜRKEI

Reisebericht

FAMILIENREISE IN DIE SÜDTÜRKEI

Reisebericht: FAMILIENREISE IN DIE SÜDTÜRKEI

In den Sommerferien mit Kindern in die Türkei? Das ist bestimmt sehr heiß, außerdem wollen wir nicht nur am Strand liegen. Wir wollen das Land ein bisschen kennen lernen und etwas erleben…. Bei der Suche im Internet fanden wir „Bei Nomaden, Fischern und Schildkröten“ eine Familienreise in die Türkei.

Erste Eindrücke



Kayaköy



Kloster Afkule

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Es ist schon dunkel als wir unser Hotel in der Geisterstadt erreichen. Die Geistergeschichten der Busfahrt sind vergessen, als die Kinder den Swimmingpool entdecken. Die Eltern geben die Erlaubnis zum Schwimmen, haben die Kinder doch während der langen Reise lange still sitzen müssen. Anna, Paul, Nastja, Julian und Meike sind schon gute Freunde geworden, obwohl sie sich erst wenige Stunden zuvor kennengelernt haben.



Vor uns liegen zwei Wochen Familienurlaub bei Nomaden, Fischern und Schildkröten.
Nach dem Akklimatisierungstag, mit einer Wanderung zum Kloster Afkule in der Nähe des Geisterdorfes Kayaköy und ausgiebigem Toben im Swimmingpool, geht es am nächsten Tag mit dem Minibus hinauf in die Berge – zu den Nomaden.



Bei den Nomaden

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Gar nicht so leicht

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Während der dreistündigen Fahrt gibt es viel Neues zu sehen, denn am Wegrand grasen Schafe und Ziegen, ein Esel und eine Kuh knabbern an dem spärlichen Grün des Sommers, der Muezzin ruft von der Moschee und in Gömbe essen wir Şerbet, ein Wassereis, das aus Schnee und Fruchtsaft gemacht wurde. Kai bevorzugt Vanilleeis und ist jedoch schwer enttäuscht, denn es schmeckt nach verbrannter Milch. Ja, so sind die Geschmäcker verschieden, denn die Türken lieben yanık dondurma (verbranntes Eis). Wir sind schon in den Bergen, weit weg vom Meer, aber bis zu den Nomaden geht es noch höher hinauf. Celal lässt uns in seinem Traktoranhänger Platz nehmen und wir suchen uns eine bequeme Lage zwischen unserem Gepäck, Feuerholz, Brot und drei großen Wassermelonen. Holprig, rumpelig ist der Weg hinauf zum Subaşı Yaylası, einem grünen Hochplateau in 2080 Metern Höhe. Friedlich grasen zwei Schafherden. Ein Esel mit seinem Jungen steht am kleinen Bach, der das Yayla durchzieht. Am Rand, dort wo die Felsen anfangen, stehen vereinzelt Hütten und wir hören das Gebell der Kangalhunde, die hier auf die Tiere aufpassen. Unser Reiseleiter Kemal, ist mit seinem Auto schon vorgefahren und hat das erste Zelt sowie die Toilette schon aufgebaut. Wir schälen uns aus dem Anhänger und werden sofort von Hatice, Salih und deren Kindern Sabri und Yasin begrüßt. Wir müssen die Kinder bremsen, nicht gleich loszulaufen, denn erst müssen die Zweimannzelte aufgebaut werden. Währenddessen kommen die Ziegen die steilen Felshänge hinunter, denn der Tag neigt sich dem Ende zu. Wir können zusehen wie die Tiere, deren Namen Hatice alle kennt, gemolken werden. Wenn wir wollen, dürfen wir es morgen auch versuchen. Mittlerweile ist die Sonne hinter den Bergen verschwunden und es ist kühl geworden, so dass wir uns warm anziehen. Da alle Arbeiten bis zum Dunkelwerden erledigt sein müssen, ist das Abendessen schon fertig. Wir nehmen im Zelt unserer Nomadenfamilie auf dem Boden Platz und ziehen uns das geblümte Tuch über die Knie. Es gibt einen „Elterntisch“ und einen „Kindertisch“. Die verschiedenen Gerichte sind in tiefen Tellern auf einem Tablett und wir essen alle mit unserem Löffel direkt aus den Tellern. Dazu gibt es Yufkabrot, das so dünn ist wie Papier. Allen schmeckt es richtig gut und die Kinder loben diese praktische Art zu essen, denn man kann soviel essen wie man will, und wenn man kleckert schimpft keiner.
Nach dem Essen bereiten wir ein Lagerfeuer vor. Wir sitzen alle zusammen auf einem Teppich, machen uns mit den Nomaden genauer bekannt und als der Nachbar mit seiner Saz kommt, wird sogar getanzt. Der Sternenhimmel über uns ist so toll und wir erfreuen uns an vielen Sternschnuppen, bei denen wir uns etwas wünschen. Noch bevor das Feuer ganz erloschen ist, sind fast alle in ihre Zelten verschwunden. Fremd sind für uns die Geräusche der Nacht, denn immerzu bellen die Hunde, die Ziegen husten und der erste Hahn kräht schon früh. Noch bevor die Sonne das Yayla mit Licht durchflutet, haben die Nomaden ihre Arbeit aufgenommen.



Wie frisiere ich eine Ziege ?

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Hier gibt es keinen Strom und fließendes Wasser nur im eiskalten Bach. Somit machen wir eine Katzenwäsche am Bach und treffen uns zum Frühstück. Auch das nehmen wir auf dem Boden sitzend ein. Die Sonne scheint kräftig und es ist schön warm. Jetzt können wir viel genauer sehen wie es hier oben ist und die Hunde Jonny und Aslan, die in der Nacht so gebellt haben, spielen nun mit uns.
Nach dem Frühstück machen wir eine Wanderung zum Grünen See und sind rechtzeitig zum Mittagessen zurück, weil der Traktor uns abgeholt hat. Dieses Mal haben wir, ohne Gepäck, ganz bequem gesessen. Zum Essen gibt es Gözleme, mit Käse und Kräutern gefüllte Teigfladen. Auch wir versuchen uns im Ausrollen der sehr dünnen Fladen. Immer wieder zerreißt der Teig und nur mit Hatices Hilfe ist unser Werk Fladen ähnlich geworden.
Bevor es am Nachmittag zum Schneeloch hinauf geht erkunden wir das Yayla, den Bach mit den Fröschen und Kaulquappen oder ruhen uns einfach aus.
Die Schneelochwanderung wird ein voller Erfolg, weil wir auf eine Gruppe stoßen, die Schnee aus dem 25 Meter tiefen Loch holt. Abenteuerlich wie sie sich, ohne besondere Ausrüstung, abseilen und dann den Schnee in Säcke packen, um ihn dann nach Gömbe hinunter zu den Eisdielen zu bringen.



Wieder bei den Nomaden zeigt uns Salih wie Ziegen geschoren werden und wer eine Ziege einfängt, darf es auch versuchen.
Danach ist Zeit zum Melken. Einige von uns versuchen es und sind erstaunt, wie wenig Milch nur aus dem Euter kommt.
Zum Abendessen gibt es eine Kostprobe des Käses, den Hatice heute Morgen gemacht hat. Er schmeckt noch ein bisschen fade, aber mit der Reife kommt bekanntlich der Geschmack. Die Nomadenkinder, unsere fünf und drei Väter treffen sich zum Fußballmatch, bevor es ganz dunkel ist.
Wieder entzünden wir ein Lagerfeuer. Heute Abend bringt Hatice neben Melone, Tee und Keksen auch noch frisches Popcorn. Kein Wunder, dass die Nachbarn auch wieder gekommen sind, denn so eine Abwechslung des Yaylalebens ist für alle sehr angenehm.
Unsere Zelte sind schnell zusammengepackt und Hermann lässt es sich nicht nehmen, vor der Abfahrt noch auf dem Esel zu reiten. Er würde auch gerne noch länger bleiben, aber wir müssen so langsam aufbrechen.
Nach einem herzlichen Abschied klettern wir wieder auf den Traktoranhänger und fahren winkend nach Gömbe.



Abschied von den Nomaden



Bei den Fischern

Der Weg nach Kaş führt durch Zedernwälder auf einer kurvigen Straße immer bergab bis wir das Meer erreicht haben. Beim Aussteigen aus dem Bus schlägt uns die Sommerhitze der Küste entgegen. Jetzt geht es endlich ins Meer. Türkisblau und kristallklar ist das Meer Lykiens und beim Schnorcheln gibt es viele Fische zu sehen.
Kaş ist der einzige Ort dieser Reise, wo wir das machen können, was man als Tourist so macht: Ansichtskarten schreiben, Geld tauschen, durch die Gassen bummeln und shoppen, Andenken kaufen...
Wir bleiben hier bis zum nächsten Nachmittag und fahren dann nach Kekova – zu den Fischern.
Vom kleinen Dorf Simena, wo wir hin gewandert sind, werden wir, als es schon ganz dunkel ist, von einem laut knatternden Fischerboot abgeholt. Die Kinder und ein Erwachsener nehmen auf dem kleinen Kasten über dem Motor Platz. „Tschüss Mama, tschüss Papa,“ rufen die Kinder und verschwinden auch schon in der Dunkelheit. Wir Großen machen es uns auf dem Boot „Küçük Yusuf“ bequem. Leise ertönt Musik aus dem Lautsprecher, wir können Wein trinken und genießen die romantische Stimmung auf dem Meer, den unermesslichen Sternenhimmel über uns.



Fischfang mit Yusuf



Eiskalte Dusche am Meer

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Die Kinder haben auf dem Boot die Aufgabe den Fischer Yusuf zu unterstützen. Im flachen Gewässer wird mit der Volimethode gefischt. Dazu werden die zwei Posta Netz (210 m lang) ins Wasser gelassen und mit einer Boje markiert. Dazu muss man ganz still sein. Hat das Boot sich vom Netz entfernt, schlägt der Fischer mit einer langen Keule aufs Wasser und stampft mit dem Fuß dazu.
Wir hören in der Stille plötzlich lautes Kindergeschrei. Mit diesem Geschrei unterstützen unsere Kinder Yusuf, damit noch mehr Fische zum ausgelegten Netz hin schwimmen. Dann erscheint ein Lichtsignal über dem Wasser und unser Kapitän nähert sich dem Fischerboot. Vom großen Boot aus können wir beobachten wie auf dem kleinen gearbeitet wird. Yusuf zieht langsam Meter für Meter das Netz aus dem Meer und seine Frau rudert dem Netz entgegen. Ist ein Fisch im Netz zu entdecken sind die Kinder ganz aufgeregt und warten ganz gespannt, wann der nächste erscheint. Manchmal ist auch ein Krebs im Netz. Dieser wird dann zertreten und ins Meer geworfen. „Das ist gemein!“ ertönt es von Anna. Groß ist die Ausbeute nicht als das ganze Netz wieder im Boot liegt. Yusuf ruft, dass sie es noch einmal versuchen wollen und wieder tuckert er hinein in die Dunkelheit.
Nach zwei „Durchgängen“ sind knapp zwei Kilo kleine und große Fische sowie einige Langusten im Eimer. Die Kinder werden mit dem Fischerboot zum Hafen nach Üçagız zurück gebracht und sind schon da als wir die Küçük Yusuf verlassen. Auf dem kurzen Weg zur Pension erzählen die Kinder ganz aufgeregt, was sie alles erlebt haben und es ist fast Mitternacht als für alle dieser Tag zu Ende ist.
An den nächsten beiden Tagen brauchen wir nur Badekleidung, Lesestoff, das ein oder andere Spiel sowie Taucherbrille und Flossen. Wir werden den ganzen Tag auf der Küçük Yusuf sein und in schöne Buchten fahren. Dort ankern wir und gehen direkt vom Schiff ins Meer. Das ist toll! In der Aquariumbucht gibt es die meisten Fische, am Platz der alten Frau kann man sogar im Wasser über die Felsen laufen, in der Nachtigallenbucht ist das Wasser etwas kalt, weil dort Süßwasser ins Meer fließt und von den Felsen der Bucht ohne Namen kann man unermüdlich herunter springen. Sven spornt die Kinder an, mit ihm um die Wette zu springen. So viel Aktivität macht hungrig und deswegen schmeckt das Essen, das Selma in der winzigen Kombüse frisch zubereitet hat, besonders gut. Levent, unser Kapitän, hat währenddessen den Fisch gegrillt.
Yusuf, der Sohn von Levent und Selma kommt, trotz Sprachbarrieren, gut mit den Kindern in Kontakt. Paul weicht nicht von seiner Seite, wenn er während der Fahrt die Leine mit den Angelhaken auswirft und hat gelernt, dass man den Sokar nur ganz vorsichtig anfassen darf, weil die Rückenflosse sehr stachelig und giftig ist.
Nach dem Abendessen auf dem Boot macht Levent etwas Musik und einige von uns haben es sich auf dem Sonnendach gemütlich gemacht. Anna und Meike sind aber die einzigen, die tanzen.



Bevor wir am zweiten Abend in den Hafen zurückkehren, fahren wir zu einem Platz wo eiskaltes Süßwasser ist. „Die Duschen in der Pension sind heute Abend abgestellt, deshalb habt ihr hier die Gelegenheit zu duschen“, verkündet Kemal mit ernster Miene. Wie sind wir schadenfroh, als Ada aber nicht und sich in das eiskalte Nass traut und wir es ihr nicht nachmachen, weil wir Kemal durchschaut haben.



Bei den Schildkröten

Nach dem Abschied von den Fischern fahren wir vorbei an der Nikolauskirche, aber ohne sie zu besichtigen. Es genügt uns zu wissen, dass der Hl. Nikolaus, der Bischof von Myra war und hier, wo wir jetzt Urlaub machen, gewirkt hat.



HavaSu Camp



Frisch geschlüpfte Caretta Caretta

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Unser Ziel ist das HavaSu Camp eine kleine Pension mit Holzbungalows mitten im Wald und mit Swimmingpool. Die Kinder finden es im Pool so toll, weil das Wasser nicht salzig ist und man so tolle Kunststücke erproben kann, dass sie gar nicht wieder aus dem Wasser zu bekommen sind. Die Eltern sind darüber nicht böse, so haben sie richtig Zeit, ihre mitgebrachte Lektüre zu lesen und einfach nur zu faulenzen.
Die letzte Station der Reise führt uns zu den Schildkröten. Diese werden wir am Strand von Çıralı finden. Es ist die Meeresschildkröte Caretta Caretta, die hier seit ewigen Zeiten an den drei Kilometer langen Sandstrand kommt, um ihre Eier im Sand zu vergraben, damit die Sonne sie ausbrütet.
Wir wohnen in einer Pension, in einem Orangenhain, nur zweihundert Meter vom Meer entfernt.
Wir erfahren, dass es verboten ist, nach Einbruch der Dunkelheit den Strand zu betreten und jeder ist aufgefordert darauf zu achten, dass dort kein Licht und kein Feuer gemacht werden. Wir sind im Kontakt mit Tuncay vom WWF und „wenn wir etwas bemerken, sagen wir Tuncay Bescheid“, beschließen die Kinder.
Nach dem Abendessen begeben wir uns zu viert bis zum oberen Strandabschnitt, und versuchen zu hören, ob eine Mutterschildkröte gekommen ist. Aber so sehr wir auch leise sind und konzentriert lauschen, wir können kein Tier ausmachen. Das wäre auch zu viel Glück, wenn die Caretta genau zu uns gekommen wäre, wo der Strand doch so lang ist.



Am nächsten Morgen stehen wir bei Sonnenaufgang auf und sind um 6 Uhr am Strand. Wir gehen von Nest zu Nest und sehen nach, ob unter den Drahtgestellen, die zum Schutz über den Nestern aufgestellt wurden, Spuren kleiner Schildkröten zu sehen sind. Entdecken wir welche, folgen wir ihr in der Hoffnung, dass die kleine Caretta das Meer noch nicht erreicht hat. Wir finden aber keine. Also gesellen wir uns zu Tuncay und seinem Team, die jeden Morgen den Strand abgehen und die Nester kontrollieren. Bei einigen Nestern graben sie mit der Hand kurz unter der Oberfläche und sehen nach, ob dort kleine Tiere verweilen. Wir haben Glück. Die kleinen Schildkröten werden auf den Sand gesetzt und schon laufen sie los in Richtung Meer. Die WWF-Leute retten den Tieren so das Leben, denn sonst würden sie unter der Oberfläche im heißen Sand verbrennen.
Einige von uns stehen an jedem der fünf Tage früh auf, um Schildkröten zum Meer zu begleiten.
Sven erzählt beim Frühstück, dass es gesehen hat, wie ein Nest geöffnet wurde. „Die Nistzeit der Tiere schien zu Ende zu sein und deshalb haben die WWFs das gesamte Nest ausgehoben. Sie kontrollierten wie viele Eier insgesamt im Nest waren, wie viele leer waren, wie viele nicht ausgebrütet und wie viele Tiere tot im Nest waren. Alles wurde notiert“, berichtet er. „Und stellt euch vor, einige Tiere lebten noch. Diese wurden dann auf den Sand gesetzt und einige liefen sofort los. Andere lagen auf dem Rücken, fingen an zu strampeln, entwickelten Kraft und liefen dann los.“



Caretta Caretta



Würstchengrillen bei den ewigen...

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An den Morgenden an denen wir früh aufstehen, gehen die meisten von uns gleich bei Sonnenaufgang schwimmen. Das Meer ist glatt wie ein Handtuch und toll warm – 29°C! Die anderen gehen dann noch einmal ins Bett und wir treffen uns zum Frühstück im Orangengarten. Die Hühner hier sind ganz schön frech. Sie wissen, dass beim Frühstück das eine oder andere Stück Brot für sie abfällt und zwicken uns ins Bein... Die fünf Tage, die wir in Çıralı sind, verbringen wir an erster Stelle am Sandstrand oder im schattigen Garten. Bei den Kindern sind die Kuschelecken, köşk, sehr beliebt und sie lieben es, auf dem mit Kissen ausgelegten Boden zu spielen. Anna ist besonders interessiert, die Bilder über die Caretta Caretta anzumalen. Wir machen aber auch Ausflüge. Wir wandern am Strand entlang bis zum anderen Ende und erkunden die Ruinenstadt Olympos. Zum Glück fließt dort ein Fluss und so können die Kinder auch dort wieder baden. In der antiken Stadt haben lange Zeit, nach den Römern, Piraten gelebt und das spornt die Fantasie, vor allem der Jungen an. An einem späten Nachmittag gehen wir hinauf zum brennenden Felsen.



Hier brennen Feuer schon seit ewigen Zeiten. Der Weg ist nicht so weit und trotzdem ist es noch ganz schön warm, so dass wir vor allem auf den letzten 800 Metern gut ins Schwitzen kommen. Aber der Weg hat sich gelohnt. Erstens gibt es ein Eis und dann haben wir Würstchen zum Grillen mitgebracht. Wir spießen diese auf und halten dann die Spieße in die Flammen. An vielen Stellen strömen große und kleine Flammen aus dem Felsen. Als Erika sie mit Wasser löscht, können wir sie gleich wieder mit dem Feuerzeug anzünden. Das ist total spannend.
Am Abend, wenn wir zu dem Felsen hinter der Pension den Berg hinauf schauen, sehen wir viele Lichter. Das sind keine Häuser, das sind die brennenden Steine der Chimaira.
Am letzten Tag machen wir nochmals eine ganztägige Bootstour. Wieder haben wir ein Boot nur für uns und unser Kapitän Gorbi fährt als erstes zum ehemaligen Piratenhafen Porto Ceneviz. Wir können an Land schwimmen, aber von dem Hafen und den Piraten gibt es keine Spur mehr. In der nächsten Bucht hat Sven oberhalb der Grotte, in die man hinein schwimmen kann, einen Kletterfelsen entdeckt und wieder geht es hinauf und mit Gejuchze hinein ins Meer. Bevor es am Abend wieder zurückgeht, steigen die Kinder in das Beiboot und werden vom großen Schiff gezogen. Das macht Spaß. Da es in Çıralı keinen Landesteg gibt, springen wir ein letztes Mal ins Wasser und schwimmen die kurze Entfernung an den Strand zurück. Schade, dass wir nun ans Kofferpacken denken müssen, denn morgen geht es früh zurück nach Deutschland. „Mein Lehrer wird mir nicht glauben, wenn ich ihm erzähle was ich alles gesehen und erlebt habe“, freut sich Julian.



Tolle Kletterfelsen


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Kommentare

  • astrid

    Nett geschrieben und mit den passenden Fotos bestückt!
    Besten Gruß
    Astrid

  • agezur

    Ein schöner Reisebericht , der zeigt, dass man Urlaub mit Kindern zu einem Erlebnis für groß und klein machen kann. Auch wir haben mit unseren drei Kindern, mit Zelt und VW Bus die Türkei von Nord nach Süd und von West nach Ost bereist und viele nette Leute getroffen, Kultur und Spass in guter Mischung - langweilig war es keinem von uns!
    LG Christina

  • u18y9s26

    Ich bin begeistert von euren Reiseerlebnissen. Da ich selbst einmal 14 Tage vom Wasser aus Urlaub an der lykischen Küste gemacht habe und ein anderes Mal vom Hotel in Kalkan aus, weiß ich die Vielfältigkeit für Kinder und Eltern zu schätzen. Es ist herrlich hoch oben bei den Nomaden zu wandern und am Abend schon fast wieder ins Meer zum Abkühlen springen zu können. Mich würde sehr interessieren, über welchen Veranstalter man diese tolle Familienreise für Kinder ab Schuleintritt? oder auch schon Kindergarten? bis Teenager? buchen kann.
    LG Ursula

  • krissi

    Sehr schöner Bericht und wunderschöne Fotos. Habe grade Lykien gebucht. Da geht es hin: http://www.skr.de/laender/tuerkei/lykische-kueste/

    Das Foto von den Schildkröten ist Zucker. So etwas will ich auch mal vor die Linse bekommen!

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