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Reisebericht: Lassen Volcanic NP – Reise in eine andere Welt
Im Nordosten Kaliforniens befindet sich eines der bestgehüteten Geheimnisse dieses US-Bundesstaates – eine mehr als 4.000 ha große rauchende, brodelnde, nach Schwefel riechende, baumlose Mondlandschaft, umgeben von einem kühlen, grünen Nadelwald – der Lassen Volcanic National Park.
Die Verschiebung der Kontinentalplatten vor 600.000 Jahren formte hier einen der faszinierendsten Schauplätze.
Menschenleere, unberührte Weiten,
glitzernde Seen und Flüsse sowie schneebedeckte Berge bieten einen perfekten Zufluchtsort aus dem Alltagsstress.
Mit stinkenden Schwefeldämpfen in der Nase geht es auf insgesamt 240 km Wanderwegen - von kurzen, einfachen Strecken bis langen und beschwerlicheren ist alles vorhanden - vorbei an abgekühltem Lavagestein, dampfenden und blubbernden Schlammpfützen und -tümpeln, brodelnden Wasserbecken, Kraterseen und Vulkanen.
Über 40 Kurven führt der 4,5 km lange Lassen Peak Trail zum Gipfel des 3.200 m hohen Lassen Peak, dem größten Lavadom-Vulkan der Welt.
Der Gipfel des südlichsten Vulkans der Kaskadenkette bietet einen atemberaubenden und einzigartigen Blick auf ein Gebiet, in dem der flüssige Kern der Erde noch immer sein feuriges Werk tut.
Die letzten Eruptionen des Lassen waren von 1914 – 1917 zu verzeichnen.
Neben Wandern und allen vier Arten von Vulkanen bietet der Park auch Möglichkeiten zum Klettern, Boot und Kajak fahren, zur Vogelbeobachtung und zum Fischen. Über 80 Vogelarten bauen ihre Nester im angeblich besten Fliegenfischen-Gebiet in Kalifornien.
Eher „faule“ Besucher (oder Handicap) können auf der Main Park Road auch ihre Runden im Auto durch den Park drehen. Touren mit Pferd oder sog. pack animals sind auf ausgewiesenen Pfaden ebenfalls möglich.
Der Park ist an 365 Tagen im Jahr geöffnet. Allerdings sind die Zufahrtstraßen (Lassen Peak Hwy. 89) oft, manchmal sogar im Juli, wetterbedingt durch Schneefall eingeschränkt oder ganz gesperrt.
Besuchern, die die Gegend länger als während eines Tagesausfluges erkunden möchten, stehen insgesamt 8 Campingplätze im Park zur Verfügung. Auf 4 Campingplätzen sollte vorher reserviert werden, beim Rest gilt „first-come, first-served“. Ein großer Teil des Parks ist auch frei für „wildes“ campen.
Die Lassen Area war einst Treffpunkt von vier indianischen Gruppen: Atsugewi, Yana, Yahi und Maidu. Das Gebiet wurde aber wegen seines Wetters und dem häufigen Schneefall, wegen seiner Höhenlage und der saisonbedingten Wildpopulation nicht ganzjährig bewohnt. Noch heute leben Nachfahren dieser First Nation Groups in dieser Gegend. Sie sind wertvolle Partner und helfen Besuchern, geschichtliche und moderne Stammeskultur zu verstehen.
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Danke für den interessanten Bericht und die wunderschönen Bilder eines mir bisher nicht bekannten NP:)
LG Ute -
Kurz und knapp, gut bebildert , viel Information, so mag ich Reiseberichte!
LG Rolf -
Ein Bericht, der Lust auf Lassen macht und Erinnerungen weckt! Vor 20 Jahren hatte ich Gelegenheit, diesen tollen Park (leider zu kurz) zu besuchen. Das ist wirklich ein Juwel, das zwischen den Berühmtheiten des Südwestens etwas untergeht - und das ist das Sahnehäubchen daran. Im Yosemite wurden wir totgetreten, im Lassen, 3 Tage später, haben wir KEINEN einzigen Menschen getroffen :-))
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Eine Empfehlung, die ich in meine kommenden Reiseplanungen mit Vergnügen aufnehmen werde. Danke für den informativen, gut lesbaren Bericht. Kurz genug, um ihn auch bei Vollbeschäftigung zur Pause und zum Auftanken lesen zu können.
LG Ursula -
Dank Euch allen.
Und ja, liebe Uschi, ist eigentlich kein "Reise"bericht.
Gibt's denn etwas, wo man diese "geheimen, wunderschönen und empfehlenswerten" Orte beschreiben kann - außer unter Reiseberichte oder Tipps? Für einen Tipp fand ich es einfach zu lang. -
Eine wunderschöne kurze Zusammenfassung eines eher weniger bekannten Nationalparks.
Und ich kann den gar nicht so schwierigen Aufstieg auf den Lassen Peak - von der Höhe her einmal abgesehen - nur empfehlen, ein grandioser Ausblick mit Tiefblick auf die Lavafelder der letzten Ausbrüche und Erdhörnchen als Schnorrer.
Ein runder gelungener Bericht, der Lust auf mehr macht bzw. zur Rückkehr animiert.
Gruss Jürgen -
Ein schöner Bildbericht von Dir mit ganz hervorragenden Fotografien. Ich bin bei meinen zwei Reisen in den Westen der USA leider nie über San Francisco hinausgekommen, d.h. alles was nördlich von dieser Metropole liegt, ist für mich noch ein sog. Niemannsland. Sollte ich unbedingt beim nächsten Mal nachholen. Du hast es mir hier aufgezeigt.
LG Ursula -
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Ein sehr schöner und gelungener Appetitanreger auf diesen wirklich völlig zu unrecht kaum bekannten Park. Wir waren auf unserer ersten Kalifornien Tour dort und haben die Ruhe und die spektakuläre Natur genossen - ein starker Kontrast zum sehr touristischen, vollen Yosemite (den ich trotzdem imposant fand...)
Danke für den *Berichts-Tipp* mit den tollen Fotos! -
Danke für diesen "Geheimtipp" Ich habe zwar gewußt, dass es diesen Park gibt, aber dein Bericht macht ihn mir erst schmackhaft!
LG Christina -
.....steht auch bei mir noch auf der "noch nicht besucht, muss ich aber sehen Liste". Kurz und prägnant - so sollten die Berichte sein - sehr gut! lg Gerhard
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Vielen Dank Euch allen für das positive feedback! :-))
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Danke für Deinen kurzen, aber informativen Reisebericht. Ich finde, dass er unbedingt in die Sparte "Reiseberichte" gehört, auch wenn nicht alles von A - Z ausgeführt ist. Je nachdem ist eine mehr informative oder aber eine tagebuchartige Aufzeichnung angebracht. Es sollte alles unter "Reisebericht" Platz haben, was uns ausführlich informiert und so auch animiert, eine solche Reise zu wagen. Es ist auch der persönliche Stil, der über die Länge und die Länge der ausführlichen Berichte entscheidet. Ich mag es so!
LG: Ursula -
...ja, und wie Du geschrieben hast: bis in den Juni hinein sind die Zufahrtsstraßen im Park manchmal nicht passierbar........wir mußten leider wieder umkehren.....Nach Deinen Bildern weiß ich ganz genau, dass ich da auf jeden Fall nochmal hin muß !!! Toll und informativ geschrieben- hat mir sehr gut gefallen !! LG Dani
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