Laos ein Land im Wandel

Reisebericht

Laos ein Land im Wandel

Reisebericht: Laos ein Land im Wandel

Seit meinem ersten Besuch in 2007 hat sich in Laos viel getan. Stromausfälle gehören der Vergangenheit an, es gibt ausreichend Hotels und Unterkünfte für alle Geldbeutel und die Überlandverbindungen mit den VIP-Bussen sind toll. Andererseits hat der wachsende Tourismus die Ursprünglichkeit des Landes etwas verdrängt, man muss teilweise suchen und kann sich dann freuen.

Luang Prabang

Nachtmarkt Luang Prabang

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Bei meinem ersten Rundgang musste ich feststellen, dass die meisten der kleinen Läden und Restaurants aus 2007 großer Touroperatoren und Boutiquen weichen mussten. Südlich des Phousi rund um die internationale Klinik ist ein Viertel mit attraktiven Guesthouses entstanden und ich habe dort einige der Restaurants wiedergefunden.

Zum Anschauen und Fotographieren einige Tips:
Vat Xieng Thong am frühen Morgen oder nach 16:00Uhr
Vat Sene am frühen Morgen oder nach 15:00Uhr
That Chomsi am frühen Morgen
Vat Phutthabat Tai am späten Nachmittag mit schönem Blick auf den Mekong stromaufwärts
Nachtmarkt (nicht zu verfehlen, da die Sisvangvong Road dafür teilweise gesperrt wird)

Als Kleinode, die wenig Touristen beachten, empfehle ich zu besuchen:
Vat Pa Housak mit seinen jahrhundertealten Wandmalereien (gegenüber dem Königspalast)
Vat Long Khoun am Westufer mit tollen Aussichten auf die Altstadt von Luang Prabang

Essengehen ist kein Problem und die kleinen Restaurants am Mekongufer sind preislich als auch qualitativ immer einen Besuch wert.



Fahrt nach Phonsavan

Berge in Zentrallaos

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Die Überlandfahrt nach Phonsavan ist anstrengend, dauert ca. 6 Stunden und führt durch eine tolle Gebirgslandschaft. Ziel ist Phonsavan in der Ebene der Tonkrüge, deren archäologischen Stätten man sich nicht entgehen lassen sollte.



Phonsavan und Ebene der Tonkrüge

Ebene der Tonkrüge Site 1

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Die Stadt Phonsavan ist ziemlich normal; die Attraktionen sind die archäologischen Stätten. Es gibt 3 Stätten zu besichtigen und wer das machen will, sollte sich ein Taxi für 1 Tag organisieren.

Wir hatten leider nur die Zeit eine Stätte anzuschauen: Site 1, welche auch die Größte ist. Beeindruckend ist, wenn man früh so gegen 7:30Uhr da ist, sich die Sonne langsam im Rücken erhebt und damit die Tonkrüge aus der Ebene zu wachsen scheinen.



Fahrt nach Vang Vieng und weiter nach Vientiane

Tham Chang Höhle

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Den ganzen Weg nach Vientiane in eine Rutsch kann man machen, aber ein Stop-Over in Vang Vieng bietet sich wg. der Tham Chang Höhle an. Vom Südende der Kleinstadt per Fuss gut zu erreichen ist diese Höhle nicht groß, gut ausgebaut und gut beleuchtet. Fotofreunde werden auf ihre Kosten kommen.

Auf dem Weg nach Vientiane liegen einige Dörfer mit Fischmärkten und man sollte kurz vor Vientiane einen Abstecher nach Vang Sang, einem buddhistischen Heiligtum machen.



Vientiane

That Luang

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Die Hauptstadt von Laos hat Alles, was man sich wünscht. Allerdings sind die schönen Essenstände am Mekongufer umgezogen worden und die vielbefahrene Uferstrasse läd nicht gerade zum längeren Sitzen ein.

Ventiane ist gepägt vorallem durch die alten französischen Kolonialvillen und einem zunehmenden Verkehr, hier durch Mopeds und Pickups.

Versäumen sollte man nicht:
den Besuch des That Luang, dem höchsten buddhistischen Heiligtum Laos
Vat Sisaket und Ho Phra Keo möglichst am Nachmittag
Vat Simuang wg. der weiblichen Darstellungen von Buddha

Will man es zum Essen gehen ruhig haben, dann empfehlen sich die Restaurants um den Vat Mixai in Richtung Mekong. Nebenbei gibt es dort einige schöne Gästehäuser.

Der in einigen Reiseführern empfohlene Sonnenuntergang hat sich zum Treffpunkt diverser Reisegruppen entwickelt; es gibt weiter im Süden von Laos genügend Gelegenheiten für eine schöneren Sonnenuntergang.



Fahrt nach Ban Nahin und Besuch der Kong Lo Höhle

Die Fahrt von Vientiane nach Ban Nahin ist lang und geht übers Gebirge. Ziel war die Kong Lo Höhle und es ist der Mühe wert. Übernachtungen zu finden könnte etwas schwierig sein und daher der Tip mit dem Sainamhai Resort.

Der Besuch der Kong Lo Höhle ist sehr empfehlenswert, allerdings müssen Besucher mit Platzangst sich am Anfang der Höhle überwinden können. Nach dem eng aussehenden Eingang erweitert sich die Höhle und der erste Dom ist mit Licht und Treppen voll begehbar. Insgesamt dauert die Durchfahrt der Höhle ca. 2 Stunden und man muss 3x aussteigen, da die Boote sonst nicht über die Stromschnellen kommen.

Tip für den Besuch der Kong Lo Höhle: Trekkingsandalen oder ähnliches mitnehmen, es wird nass und ein Lunchpaket nicht vergessen, da dieser Trip ein Tagesausflug ist.



Fahrt nach Savannakhet

Auf der Fahrt von Ban Nahin nach Savannakhet liegen zwei interessante Tempelanlagen: Phathat Sikhotabong und der That Ing Hang. Beide haben in Laos einen hohen Stellenwert und sollten besucht werden.



Savannakhet

Sonnenuntergang am Mekong

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Die Stadt verstömt den morbiden Charm des kolonialen Frankreich und die alten, teilweise renovierten Gebäude haben am späten Nachmittag ihren eigenen Reiz. Absolut empfehlenswert ist ein Rundgang durch das alte koloniale Viertel und wer etwas Glück hat, wird mit einem phantastischen Sonnenuntergang am Mekongufer belohnt. Nebenbei sind die Essenstände am Mekong einen Besuch wert.



Abstecher nach Tad Lo / Bolaven Plateau

Wer Zeit hat sollte sich den Abstecher nach Tad Lo südlich von Savannakhet nicht entgehen lassen. Man kommt in eine ruhige entspannte Gebirgslandschaft, sieht schöne Wasserfälle und allein die Übernachtungsmöglichkeiten sind etwas limitiert.

Für die Touristen wurde durch die Einheimischen ein Dorf an den Phasuam Wasserfällen aufgebaut, indem die lokale Bevölkerung ihre Webkunst demonstriert, ausstellt und verkauft. Gleichzeitig lernt man etwas über die Provinz und Leute, die hier leben. Will man die lokale Bevölkerung unterstützen, dann ist das eine sinnvolle Gelegenheit zum Einkaufen.



Vat Phou

Vat Phou

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Kommt man vom Bolavenplateau wieder an den Mekong und fährt südlich, muss man ca. 10km südlich von Champasak eine Fähre zum Vat Phou benutzen. Außerhalb von Kambodscha ist das in Laos die umfassendste Khmeranlage, erbaut zwischen dem 7.-13. Jahrhundert.

Die Anlage beginnt mit eine Prozessionsstrasse, geht über zu zwei Tempeln (im Wiederaufbau) und dann den Hang hoch. Belohnt wird der steile Aufstieg (Treppen) mit einem tollen Tempelgelände. Will man sich die Anlage in Ruhe anschauen, braucht man zwischen 2-3 Stunden und es empfiehlt sich morgens da zu sein.

Das kleine, aber feine Museum am Eingang des Geländes sollte man nicht auslassen. Allerdings ist das Fotographieren im Museum nicht erlaubt.



Dong Khong und 4000 Inseln

Sonnenaufgang am Mekong

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Nach dem Besuch des Vat Phou ging es südlich nach Dong Khong. Angefangen hatte hier der Tourismus mit Aussteiger und Backpackern, aber seit einigen Jahren sind einige Mittelkassehotels verfügbar.

Wir waren untergebracht in einem Hotel in Muang Khong am Mekong, was morgens ab 5:45Uhr die Gelegenheit für einen schönen Sonnenaufgang bot. Tagsüber empfehlen sich Ausflüge auf dem Mekong zu den südlich gelegenen Samphamit- und Khon Phapheng-Wasserfällen, welche die durchgängige Schiffahrt (Vietnam-Kambodscha-Laos) auf dem Mekong verhindern.



zurück nach Pakse

Pakse Essenstände am Mekong

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Nach entspannten Tagen ging es am Mekong entlang zurück nach Pakse, das Verwaltungszentrum der Provinz. Zwischendurch hatten wir noch die Gelegenheit in Ban Khiet Ngong auf Elefanten zum Phou Asa zu reiten. Für Leute wie mich, die schnell seekrank werden ist das eher nicht zu empfehlen.

Pakse selbst ist ziemlich überschaubar und hat seine Bedeutung durch den Warenverkehr zwischen Vietnam und Thailand und dem internationalen Flughafen.



Zusammenfassung

Wer drei Wochen Zeit hat, braucht heute in Laos für diese Reise eigentlich keinen deutschen Reiseveranstalter mehr. Mit Englisch, Freundlichkeit und Geduld im Zusammenspiel mit der vorhandenen Infrastruktur und den wirklich freundlichen Einheimischen geht Alles.

Für Selbstfahrer: die Strassenverhältnisse sind noch nicht das, was wir gewohnt sind und daher sollte man sich auf VIP-Busse oder einen einheimischen Fahrer mit Auto verlassen.

Tip zum Essen gehen: man sollte den Mut haben in die kleinen Restaurants und Küchen im Freien zu gehen. In der Regel ist das Essen sauber, frisch, preisgünstig und gut. Einfach zuschauen wie gekocht wird und dann bestellen.

Die beste Jahreszeit zum Reisen ist ab Mitte November, wenn die Regenzeit - bis auf wenige Ausnahmen - vorbei ist und noch nicht der Höhepunkt der Tourismussaison erreicht wurde.


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Kommentare

  • rrobby

    Guter, etwas kurz gefasster Reisebericht eines interessanten, sehr schönen Landes. Ich selber hab Laos zweimal, 1997 und 1998, bereist. damals war es noch sehr ursprünglich, Pauschalreisen dorthin gab es seinerzeit so gut wie garnicht. 1997 hab ich in Luanp Prabang auf dem Wat Phoussie den Sonnenuntergang fast allein bestauen können. Damals war das Reisen in Laos komplizierter, es gab nur die einfachen Linienbusse, die sich über miese staubige Straßen quälten, Phone-Savane war für Ausländer nur per Flieger erreichbar, die einzigsten internationalen Flughäfen waren Vientianne und ab 1998 auch Luang Prabang, die Mekong-Brücken von Luang Prabang und Pakse gab es noch nicht oder waren gerade in Bau, einige Gegenden für Touristen noch nicht zugänglich. Aber so ist nunmal dder Wandel der Zeit.
    LG Robert

  • gabi.weinert

    Hi, danke für die Tipps!!! Da ich bald selbst nach Laos reise, kann ich die für Luang Prabang und Vientiane wirklich gut brauchen (in den Süden komm ich nicht ...)
    L G Gabi

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