4 Wochen gemütlich durch das Traumland Burma

Reisebericht

4 Wochen gemütlich durch das Traumland Burma

Reisebericht: 4 Wochen gemütlich durch das Traumland Burma

Meine Reise durch Burma (Birma/Myanmar), über die ich im Folgenden berichten werde, fand im Januar 2010 statt. Volle 28 Tage lang, solange das Visum Gültigkeit hatte, habe ich – überwiegend zusammen mit Otto aus Bremen, den ich in Bangkok kennengelernt hatte – dieses wunderschöne Land bereist. Meine Filme von dieser Reise sind übrigens auf meiner Homepage www.asiatrips.wordpress.com zu finden.

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Sule-Pagode

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Entspannt zu reisen, das ist in den letzten Jahre immer mehr meine Devise geworden. Und so habe ich mich auch diesmal auf die wirklich wichtigsten Highlights beschränkt und manch‘ schöne Location ausgelassen. Im Falle von Burma – ich bleibe bei diesem alten Namen – bin ich folgender klassischen Reiseroute gefolgt: Yangon – Bagan – Mandalay – Inle-See – Bago – Kyaikhtiyo(Golden Rock) – Hpa-an – Yangon. Dies kann man organisiert locker in 14 Tagen machen, ich habe mir 4 Wochen gegönnt, dafür aber sicher etliche tiefer gehenden Eindrücke gewonnen. Und das ist mir das Wichtigste am Reisen.



mobiler Telefonstand

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Mein kurzes Fazit vorab:: Burma ist ein Traum-Reiseland mit einer Menge Kultur, ausgesprochen netten Menschen und hat darüber hinaus noch den Vorteil, dass die relativ wenigen Touristen dort kaum auffallen. Ein Indiz für die touristische Unberührtheit: Die allseits beliebten Touri-T-Shirts sucht man dort vergebens, zumindest dort, wo ich war.



Mein erstes Highlight hatte ich schon vor der Ankunft in Burma: der Flug mit dem Supervogel A 380 von Dubai nach Bangkok, ein tolles Erlebnis nicht zuletzt wegen der minimalen Geräuschkulisse. Der Schub beim „Take Off“ ist gewaltig, aber: Man hört kaum etwas, der Lärm ist sehr gedämpft, unglaublich leise ... Über 800 Passagiere auf 2 Decks an Board, eine Crew von 28 Personen, sehr großzügige Sitzabstände und der prima Service von Emirates – so macht Fliegen Spaß!
In Bangkok zunächst einen Tag Akklimatisierung, und dann weiter mit Air Asia – hatte ich schon von zu Hause aus gebucht – nach Yangon. Das ist für Burma derzeit die einzige sinnvolle Einreisemöglichkeit. Ein weiterer internationaler Flughaben befindet sich in Mandalay, der aber meines Wissens nur von Chiang Mai in Thailand aus bedient wird, und auch nur in dieser Richtung. Alle Landübergänge weisen für den ausländischen Reisenden Beschränkungen irgendwelcher Art auf.



Yangon

Das sehr frühe Aufstehen in Bangkok und der Transfer zum Flughafen haben reibungslos geklappt, und auch der Flug mit AirAsia (70 Minuten) war sehr entspannend, bis auf das wirklich langwierige Ausfüllen der Einreisedokumente.
Zur Erinnerung: Burma ist weltweit ziemlich abgeschottet, wird von den USA boykottiert und hat intern etliche Probleme mit Volksstämmen, die nicht so recht wollen wie die Militärs. Entsprechend gibt es viele von Restriktionen, denen teilweise auch Touristen unterworfen sind.
Insgesamt 4 Formulare mussten ausgefüllt werden – Einreise, Ausreise, Gesundheit und Zollerklärung. Das benötigte den Großteil der Flugzeit, was aber nicht weiter schlimm war, da die Verteilung von Drinks etc. ohnehin nicht zu den Serviceleistungen der Airline zählen, Billigflieger halt ...Angesichts dieses Aufwandes verlief die eigentliche Immigration-Prozedur sehr flott, eigentlich so wie bei uns.



Kolonialbau



Abgeholt wurden ich und weitere Gäste dann von einem Minibus des Guesthouses „Motherland Inn (2)“, in dem ich am Tag zuvor per Mail reserviert hatte. Da unsere Zimmer noch nicht bezugsbereit waren, wurden wir erst einmal zum Frühstücksbuffet geschickt, das war schon mal recht nett.
Nach dem Einchecken dann Bummel durch Yangon und Sammeln erster Eindrücke. Wenn man so durch die Straßen geht, fällt sofort der extrem schlechte Zustand der Bürgersteige auf. Da gibt es Stolperfallen zuhauf, Löcher, fehlende Platten, eine Art von Kanäle, die nur manchmal mit einer einzigen Betonplatte notdürftig abgedeckt sind. Dazu sehr hohe Bordsteine, die allerdings wirksam das Herauffahren von Mopeds verhindern, wie es z.B. in Saigon üblich ist. Generell kann man sich jedoch für asiatische Verhältnisse recht zügig auf den Bürgersteigen bewegen, da nicht alles so massiv zugestellt ist.
Der Zustand der Hauptverkehrsadern von Yangon ist ganz passabel, lässt bei den Seitenstraßen aber drastisch nach. Ob an der Verbesserung des Straßennetzes intensiv gearbeitet wird, möchte ich bezweifeln, obgleich ich eine frisch (?) geschotterte Seitenstraße gesehen habe. Aber deren Sperrung scheint schon vor längerer Zeit erfolgt zu sein.
Die meisten Häuser sind sehr hoch, im Extremfall bis zu 10 Stockwerken, wobei sich alte Gebäude im Kolonialstil – oftmals mit gelber Farbe gestrichen – mit neueren Bauwerken abwechseln.
Was ich bisher noch nirgendwo gesehen hatte, das sind mobile Telefonstände am Straßenrand, hier stehen auf einer Art Campingtisch meist 2 bis 4 Apparate zur Verfügung, die an irgendwelche Leitungen angeklemmt sind und mit denen die Einheimischen die Möglichkeit haben, zu telefonieren bzw. selbst angerufen zu werden. Davon habe ich natürlich entsprechende Fotos geschossen und dann gleich noch ein wenig in die Straße hinein fotografiert. Ruck-Zuck war ich von einem Pulk Polizisten (vielleicht auch Militars?) umringt mit den Worten: No Fotos! Na gut dachte ich, vielleicht ist etwas Geheimes in der Nähe.
An einem Essensstand sprach ich mit einer einheimischen Frau darüber und fragte nach einer Erklärung. Sie zuckte nur die Schultern und meinte, dass sich die Vorschriften täglich ändern können. Später habe ich dann noch von der zentralen Sule-Pagode und Umgebung eine Menge Fotos geschossen, ohne deshalb Ärger zu bekommen.
Was noch aufgefallen ist: Man kann sehr unbehelligt durch die Stadt marschieren, wird eigentlich immer nett gegrüßt, sofern man Augenkontakt hat und selten von Taxifahrern oder anderen Verkäufern angemacht, und wenn, dann relativ dezent.


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Kommentare

  • Blula

    Ein Riesenbericht, den ich als Asienfan natürlich mit ganz großem Interesse gelesen habe. In Burma bin ich leider noch nicht gewesen, habe es aber schon lange auf "meinem Zettel", nachdem mir auch Bekannte davon vorgeschwärmt haben. Und jetzt Du... Dieser Bericht ist großartig, wunderbar geschrieben und er enthält viel Wissens- und Sehenswertes. Außerdem sind Deine Fotografien sehr, sehr gut. Ich sage DANKE!!!
    Viele Grüße Ursula

  • kawasakipower

    Toller Bericht zu Burma,auch ich war leider noch nicht dort.Aber deine Story mit den faszinierenden Bilder macht sehr neugierig.
    Lg Melanie

  • MaoMao

    Sehr informativer Reisebericht. Myanmar steht auch bei uns auf der Liste. Lg Thomas

  • Barb

    ein ganz spannender Reisebericht, vielen Dank dafür, nun kann ich den Abflug nach Rangun kaum noch erwarten, ich freue so auf diese Reise. LG Barb

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