unvergessliches Vietnam und Kamdbodscha

Reisebericht

unvergessliches Vietnam und Kamdbodscha

Reisebericht: unvergessliches Vietnam und Kamdbodscha

Reise von Hanoi über Saigon nach Siem Reap

Titelbild Vietnam-Kambodscha

Vietnam-Kambodscha compact, 15 Tage im Februar 2012
Wir reisen schon einige Jahre in der Weltgeschichte umher. Nun gibt es solche und solche Reisen. Wer aber so große Entfernungen hinter sich bringt, der will mehr von einer Reise haben als Sonne und Meer, denn die kriegt man ja auch auf kürzerer Strecke. Also wir denken jedenfalls so. Wir möchten Land und Menschen kennen lernen, Kultur interessiert uns zum Beispiel, Wüste auch oder Berge, von ewigem Schnee bedeckt. Ist ein Tag mit Sonne und Meer dabei, ist er willkommen. Wir lassen uns auch gern mal auf Abenteuer ein, obwohl wir schon über 70 sind. Aber wir sind noch fit, vielleicht durch unsere Weltoffenheit – und manchmal joggen wir auch, bei uns gibt es schönen Wald in Menge, den Pfälzerwald. Da kann man wunderbar Urlaub machen.
Wie gesagt, wir waren schon oft in der großen weiten Welt. Aber noch nie mit world insight. Mit Vietnam und Kambodscha haben wir es zum ersten Mal probiert. Jetzt, im Nachhinein, muss ich sagen, wir sind froh, mit „Lebe deinen Traum“ gereist zu sein. Denn es war wirklich traumhaft schön. Carina Hormann vom Insight-Team schrieb uns nach der Reise, wir könnten doch einen Bericht schreiben, aber bitte nicht so überschwänglich, denn das würde mitunter von anderen Forenmitgliedern als Werbung angesehen. Das bringt uns in eine Zwickmühle. Ich muss also unsere Erlebnisse erst unterkühlen, um sie preisgeben zu dürfen? Aber so ist das ja mitunter mit der Wirklichkeit- nicht wahr? Wie sagt der Volksmund? Es ist zu schön, um wahr zu sein.
Jetzt mal gleich einen kurzen Satz zur Reise: Vietnam ist zum Teil zu schön beinahe, um wahr zu sein. Landschaftlich vor allem. Das soll fürs erste genügen zu aller Schönheit. Doch wir lernten auch die andere Seite kennen: Die Folgen des furchtbaren Krieges, der über das Land hinweggezogen ist. Die behinderten Kinder mit furchtbaren Erbgutschäden. Unser Reiseleiter Herr Thung besuchte mit uns eben auch Behindertenwerkstätten, in denen Kunstgewerbe gefertigt wird. Ohne selbst anzuklagen, er ließ die Bilder wirken. Wir Fremden sind willkommen, selbst Amerikaner. Es ist wohl ihr Glaube, in der Mehrzahl sind sie Buddhisten, der ihnen hilft, positiv zu denken. Sie haben ihren Riesenbuddha, der lacht und lacht und seinen dicken Bauch zeigt, ihr Buddha der Zukunft. Vietnam ist ein aufstrebendes Land. Es liegt fast ganz am Ozean. Und so beginnt die Reise beinahe auf dem Wasser, in der Halong Bucht, und endet auf dem Wasser, dem Mekongdelta. Und dann steigt man in den Flieger, in Saigon oder Ho-Chi-Minh-Stadt, wie es heute heißt, obwohl die Vietnamesen weiter Saigon sagen, und man landet in Kambodscha, das nur wenig Küste besitzt. Die Gruppe taucht ein in die Welt von Angkor Wat, den bald tausend Jahre alten Tempeln, die der, der sie gesehen hat, niemals mehr vergessen kann. Wer die Sonne über ihnen aufgehen, nicht untergehen sieht, wie im Prospekt steht, der vergisst die Welt ringsum. Und wie der Urwald nagt an diesen Tempeln, sie überwuchert! Goethe hat geschrieben: Natur und Kunst, sie scheinen sich zu fliehen und haben sich, eh man es denkt, vereint. Goethe hat es anders gemeint, aber man denkt an diesen Satz: Die Natur holt sich verloren gegangenes Terrain zurück, man muss ihr nur Zeit lassen. Der Mensch fühlt sich klein und kleiner vor dieser Urgewalt, dem Urwald. Und doch auch wieder groß vor diesen Tempeln, die so unfassbar erhaben und schön sind.
Das klingt jetzt alles ein wenig pathetisch, aber, pardon, es geht nicht anders. Kein Wort ist dazuerfunden worden, es ist genau so, wie es hier geschrieben steht. Mensch und Natur haben sich arrangiert in diesen Ländern. Reisfelder in Vietnam, wohin der Blick fällt. Man hat den Eindruck, das ganze Land steht unter Wasser. In Kambodscha dann diese Häuser auf wohl bald sechs Meter hohen Stangen, um die große Monsunfluten heil zu überstehen. Im Februar, in der Trockenzeit, kann man zwischen den Stangen spazieren gehen, hoch oben die Häuser. Eine ganz und gar bizarre Welt, faszinierend. Die Menschen sind arm, aber sie haben zu leben. Die Kinder lachen und tollen herum wie überall auf der Welt, wenn es nur genug zu essen gibt. Armut gibt es natürlich, aber niemand bettelt. Man bekommt Waren angeboten, Schlagwort bei Kindern: One Dollar, one Dollar. In den großen Städten gibt es quasi keine Fußgänger, außer auf den Märkten, der Rest fährt Motorrad, auf Straßen, auf Fußwegen, überall. Ein wahnwitziger Verkehr. Wer es nicht erlebt hat, glaubt es nicht, kann es sich nicht vorstellen. Der Tag beginnt mit köstlicher Nudelsuppe und endet meistens auch so. Und Nudeln stir-fried, kurz in Öl angebacken, köstlich. Fisch gibt’s natürlich jede Menge. Und was in manchen Ländern ja nicht immer möglich ist: Man kann ruhig in Straßenlokalen essen gehen, keinem aus dem Gruppe ist etwas passiert. Imodium blieb im Gepäck. In Hoi An an einem freien Nachmittag mieteten wir uns ein Fahrrad und fuhren an die Küste, eine halsbrecherische Tour in dichtem Verkehr bei schlechten Straßen, sehr aufregend. Doch das chinesische Meer entschädigte uns für alles. Ein sehr freundlicher Polizist sah uns unsere Ratlosigkeit an und erklärte uns den Weg. Die vietnamesische Schrift ist übrigens in lateinischen Buchstaben. Und den Euro akzeptieren alle – noch. Das tägliche Leben ist unwahrscheinlich billig. Es gibt schon gutes Essen mit Getränken für keine fünf Euro.
Den Tourverlauf kann ja jeder im Katalog nachlesen. Was wichtig und sehenswert ist, wurde angefahren, angewandert, angeflogen, mit dem Zug erreicht, mit dem Schiff, mit dem Fahrrad oder mit der Rikscha. Und Literatur und Fotofolgen gibt es ja auch schon genug.
Es war eine durch und durch gelungene Reise, die Lust auf neue Reisen hinterließ. Mal sehen.

Margarete Lehmann, Peter Vollmann

Bilder im Anhang
Teils Vietnam, teils Kambodscha









Reisfeld


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Kommentare

  • trollbaby

    Ich kann Eure Begeisterung für Vietnam verstehen. Ich war selbst erst im letzten November für 2 Wochen da und war fasziniert. Kambodscha steht noch auf meiner Wunschliste.
    LG Susi

  • female42

    Hallo,

    sehr schöner kurzer Bericht mit vielen Informationen, habe ihn interessiert gelesen.


    Gruss
    Sonja

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