Mapungubwe - ein ”Troja” in Südafrika

Reisebericht

Mapungubwe - ein ”Troja” in Südafrika

Reisebericht: Mapungubwe - ein ”Troja” in Südafrika

Mapungubwe liegt im nördlichsten Teil Südafrikas; direkt am Lipopo, der die Grenze nach Zimbabwe bildet.

Mapungubwe ist der Name sowohl eines südafrikanischen Nationalparks als auch einer archäologischen Ausgrabungsstelle in diesem Park.

Die Ausgrabungen sind als Weltkulturelbe anerkannt.

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Blick zum Mapungubwe Hill

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Ankunft am Hügel

Treppe zum Plateau

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Ein altes, geländegängiges Fahrzeug, dem man seine Vergangenheit als Militärwagen noch unschwer ansieht, rumpelt im nördlichsten Teil Südafrikas eine steil abschüssige Piste zwischen hoch aufragenden Wänden hinab. Schließlich erreicht der Weg ein breites Tal, an dessen Ende sich ein Hügel mit nahezu senkrechten Wänden und einem abgeflachten Plateau erhebt - der Mapungubwe Hill. Auf dem Plateau sind zahlreiche Silhouetten zu erkennen: Menschen, die geschäftig wirken, wobei der Grund für diese Geschäftigkeit aus der Ferne aber nicht auszumachen ist.

In einer der Wände klebt ein Feigenbaum. An ihm vorbei schlängelt sich eine Treppe mit schmalen und hohen Stufen, die zwar vermutlich nicht europäischen Sicherheitsstandards entspricht, aber problemlos zu begehen ist. Allerdings ist sie lang, und oben angekommen sind wir doch ein wenig aus der Puste. Dafür bietet sich rundherum ein wunderbarer Blick in eine Felssavannenlandschaft.

Auf dem Plateau wird endlich klar, an was die vielen Menschen arbeiten: Sie decken bestimmte Stellen mit Planen ab und häufen Erde darüber. Mit einer Seilbahn werden auch Erdladungen zum Tal abgeseilt, wo sie durchgesiebt werden sollen. Was ist sonst noch zu sehen? Zu erkennen sind einzelne Löcher im Fels, in denen wohl früher einmal Tragpfosten für Gebäude gesteckt haben, einige Zisternen und Gruppen von kleinen Löchern, so angeordnet, wie sie heute noch für das Majuba-Spiel benutzt werden. Zum Glück erläuterte uns eine junge, ganz offenkundig begeisterte Archäologin den Kontext; von allein hätte er sich uns sicher nicht erschlossen. Sie erzählte uns von einer nahezu städtischen Kultur in Mapungubwe, die auf dem Höhepunkt ihrer Entwicklung vor ca. 800 rund Jahren 3000 bis 5000 Einwohner umfaßte. Auf dem Hügel selbst befanden sich damals die Häuser und Grabstätten hochgestellter Persönlichkeiten, die ”normale” Bevölkerung lebte in der Region um den Hügel.

Das war die Situation, wie sie sich uns 2003 darbot (und zumindest auf Mapungubwe Hill hat sich daran bis 2007 noch nicht viel geändert).

Was uns überhaupt in diesen Teil der Welt verschlagen hatte, ist rasch erklärt. Als Naturkundler wollten wir ein kleines biologisches Rätsel lösen: auf dem Gelände der früheren Farm Greifswald hatte ein Freund von uns einige Jahrzehnte zuvor einen hübschen kleinen Taggecko entdeckt, der nahezu unbekannt ist und hier – gerade südlich des Limpopo, an der Landesgrenze zu Zimbabwe – die Südgrenze seiner Verbreitung erreicht: Stevensons Zwerggecko. Da seit damals niemand mehr das Tier gesehen hatte, stellte sich inzwischen die Frage, ob es überhaupt noch gerechtfertigt war, die Art auf der Liste der südafrikanischen Reptilien zu führen.



Blick vom Plateau des Mapungubwe Hill zum Littl...

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