Reisebericht

Reisebericht: Neuseeland - Eine Reise ans andere Ende der Welt -

 
 
 
 
 
Reisebericht: Neuseeland - Eine Reise ans andere Ende der Welt -

Kiwi´s - so sind dort eine seltene, nachtaktive Vogelart und die uns bekannten vitaminreichen, grünen Früchte benannt. Darüber hinaus, die Neuseeländer nennen sich so. Uns erwarten endlose Traumstrände, eiskalte Gletscher, dichte Regenwälder, Vulkane, Fjorde und - das Hobbit-Land.

Seite 1 von 4

 
 
 
 
 

(25 Stimmen)

(Zum Bewerten bitte anmelden)


Auckland - City of Sails

Rund jeder dritte Neuseeländer lebt hier. Auckland hat die größte polynesische Bevölkerung weltweit. Es ist die Stadt, die meine Tochter für 1/2 Jahr „ihre neue Heimat“ nennt. Sie wie selbstverständlich durch die Straßen ihrer Stadt schlendern zu sehen und Englisch sprechen zu hören, berührt mich tief. Ich bin so stolz auf sie, dass sie sich diesen Traum erfüllt hat. Gemeinsam besuchen wir Mission Bay, das Hafenviertel, Auckland Domain und den Mount Eden. Wir essen Eis, das sich Hokey Pokey nennt. Abends sitzen wir im Skytower mit Blick auf das nächtliche Auckland.
Am Sonntag sind wir bei ihren Gasteltern zum Dinner eingeladen und schon mächtig aufgeregt. Doch vorher nutzen wir die Zeit und besuchen den Stadtteil Parnell - dort arbeitet sie. Bei den Gasteltern wird gegrillt. Perfect - wir essen das beste Lamm unseres Lebens. Und sprechen soviel Englisch wie nie zuvor. Schön!
Am Montag ist Aufbruch. Es geht zur Coromandel Halbinsel.



 
 
 
 
 

(15 Stimmen)

(Zum Bewerten bitte anmelden)


Coromandel Peninsula Hahei / Cathedral Cove / Hot Water Beach

Joe and Raewyn heißen unsere Gastgeber. Ihre Lodge liegt direkt am Strand von Hahei. Eigentlich wollen wir uns ein bisschen ausruhen von der Fahrt. Doch die Freude der Beiden über die Neuankömmlinge ist groß. So wird zunächst ein Kaffee mit selbst gebackenem Zitronenkuchen auf der Terrasse serviert. Unser Denglisch ist ausreichend, sie holen sich ihre Informationen über uns. Woher wir kommen, was wir uns ansehen wollen, and so on. Ich erzähle zum x-ten Mal stolz, dass meine Tochter ein Praktikum in Auckland macht und wir sie besuchen. Bald drängt Joe zum Aufbruch. Wir wollen noch zur Cathedral Cove. Er bringt uns mit dem Auto zum Ausgangspunkt der Wanderung. 30 Minuten dauert der Fußmarsch bergauf und bergab. Viele gehen hier barfuß. Die Steine werden kurz abgeschüttelt, dann geht es weiter. Wir erreichen eine hohe offene Höhle, die das Meer aus den weißen Felsen gespült hat. Auf der anderen Seite ragt ein gigantischer Fels aus dem Meer, umspült von den Wellen steht er wie auf einem Podest. Ich stecke meine Zehen ins Wasser. Brrr, 19° hat der Pazifik - zu kalt für mich. Wir schießen wunderschöne Fotos und machen uns eine Stunde später auf den Rückweg. Die Sonne geht unter und wir spazieren am einsamen Strand von Hahei unserem Abendessen entgegen. Ein Pärchen hat sich einen Picknick-Tisch an den Strand gestellt und genießt das Abendessen mit einem Gläschen Wein. Romantisch! Auf uns wartet ein Dinner in The Church, einem Restaurant in der Nähe. Joe drängt uns aufzubrechen. Es ist 20.15 und als unsere Rechnung um 21.00 gebracht wird, wissen wir, dass die Kiwis hier früh zu Bett gehen. Um 21.15 ist das Restaurant leer, wir sind die letzten Gäste.
Am nächsten Morgen entschließe ich mich dann doch noch, meinem Körper einmal das Vergnügen zu gönnen, ein Bad im Pazifik zu nehmen. Mir bleibt der Atem stehen. Ich schaffe es noch ein paar Züge zu schwimmen, bevor ich mich in mein Handtuch einwickle und warm dusche.



 
 
 
 
 

(17 Stimmen)

(Zum Bewerten bitte anmelden)


Rotorua

 
 
 
 
 

(11 Stimmen)

(Zum Bewerten bitte anmelden)

Unsere Unterkunft nennt sich Solitaire Lodge. Wir haben ein Haus mit Blick auf den Lake Tarawera. Den Namen hat der See von dem erloschenen Vulkan Tarawera (im Hintergrund). Bei unserer Ankunft werden wir schon von Sydney erwartet. So heißt er nicht, ich nenne ihn aber so, weil er häufig ein englisches Wort benutzt, dass sich so ähnlich anhört. Er ist, wie bei den Neuseeländern üblich, sehr an uns interessiert und zeigt uns das Gelände. Mehrmals bietet er uns einen Ausflug in seinem Boot zu den Hot Water Pools an. Doch wir haben andere Pläne. Er ist sichtlich enttäuscht. Wir haben zwei Nächte mit 4-Gänge-Dinner gebucht. Ich mache mir langsam Sorgen um mein Gewicht. Am nächsten Morgen steht unser Auto gewaschen vor dem Haus. Respekt! Auf unserem Programm steht heute ein Heli-Flight. Wir müssen uns aber in Geduld üben. Aufgrund starker Seitenwinde kann der Heli nicht starten. Wir vertreiben uns die Zeit im öffentlichen Park von Rotorua und im Tamaki-Maori-Village. Zwei Stunden später starten wir. Allerdings ohne Vulcano-Landung. Wir sind enttäuscht. Der Pilot heißt Tim und ist recht einsilbig. Ich habe aber auch nicht viel zu sagen, da ich zu beeindruckt bin von dem Blick, der sich uns bietet. Zudem ist das Englisch über die Kopfhörer und das Rotorengeräusch kaum zu verstehen. Ich gebe ab und zu ein hmmmm und ein aaaah an Stellen ab, an denen ich meine, dass diese Laute passen. Tim guckt allerdings manchmal etwas irritiert. 60 Minuten später setzt der Heli sanft auf und wir sind wieder ein paar Aufnahmen reicher.



 
 
 
 
 

(28 Stimmen)

(Zum Bewerten bitte anmelden)


Rotorua - Taupo - Tongariro NP- Wellington

Frühmorgens brechen wir auf. Es geht nach Wellington. 450 km liegen vor uns. In Wellington sind wir mit Sara verabredet. Mein Herz als Katastrophenjunkey schlägt höher. Der Highway 1 schlängelt sich durch die Taupo Volcanic Zone, an Geysiren vorbei Richtung Lake Taupo, dem größten See des Landes. Er blieb als riesiger Kratersee nach einem Vulkanausbruch zurück. An klaren Tagen wie diesem kann man die aktiven Vulkane Tongariro, Ngauruhoe und Ruapehu sehen. Wir sind gefesselt von diesem Nationalpark, der uns einen faszinierenden Blick in die Welt der Vulkane bietet. Straßenschilder mit Sperrhinweisen zeigen, dass es durchaus Situationen gibt, an denen diese Straße nicht passiert werden kann. Oft halten wir an, um diese Welt in uns aufzunehmen, mit auf die weitere Reise und später nach Hause, damit wir dies niemals vergessen. Eine Gänsehaut läuft mir langsam den Rücken herunter doch wir müssen weiter. Vor uns liegen noch etliche Kilometer bis zur Hauptstadt.



 
 
 
 
 

(16 Stimmen)

(Zum Bewerten bitte anmelden)


Wellington

 
 
 
 
 

(9 Stimmen)

(Zum Bewerten bitte anmelden)

Die Hauptstadt Neuseelands liegt in einer engen Hafenbucht, umgeben von einem Gürtel grüner Hügel. Von Wellington kommt man mit der Fähre zur Südinsel, es gibt eine Stadtautobahn und eine alte Zahnradbahn verbindet den Stadtkern mit den Vororten auf den nahe gelegen Hügeln. Wellington besitzt einen internationalen Flughafen.
Wir übernachten im Bolton-Hotel, in der Nähe des Hafens. Von Carl und Eija, Saras Gasteltern, haben wir ein paar Tipps für einen Stadtbummel bekommen. Te Papa, der Marine Drive und zum Shoppen der Lambdon Quay und Umgebung. Mit dem Airport-Shuttle, einer günstigen Alternative für den Transport vom Flughafen zum Hotel, kommt Sara kurz nach uns im Hotel an. Zunächst ist Shoppen angesagt. Zum Glück für Markus schließen die Läden in Neuseeland um 17.00. Wir machen uns auf den Weg zum Hafenviertel und sind erstmal enttäuscht. Verwöhnt von Auckland, findet sich hier keine wirkliche Promenade. Wir suchen etwas um unseren Hunger zu stillen und finden Mac´s Brewery. Hier schmeckt uns Fish´n Chips und gezapftes Bier Mac´s Gold - All Malt Lager.
Der Marine Drive führt an der Oriental Bay entlang durch mehrere Buchten bis zur Meerenge der Cook Street und bietet atemberaubende Aussichten. Malerische Buchten, geschützte Strände und schöne Holzvillen bieten sich uns.
Mit etwas Glück überqueren Pinguine die Straße. Wir haben keine gesehen, hatten dafür aber viel Spaß in den Wellywood Studios. Dort werden Requisiten ausgestellt, die man besichtigen kann.
Das Te Papa Nationalmuseum, eines der Größten der Welt, kann gegen eine kleine Spende eintrittsfrei besucht werden. Auf vier Ebenen kann man z.B. durch einen Regenwald streifen, nach Dinosaurierknochen graben, ein Erdbeben erleben, und die Kultur der Maori bestaunen. Wir lassen uns durch die Geschichte Neuseelands treiben und bestaunen einen riesigen, präparierten Tintenfisch. Das größte in der Welt.

Am nächsten Tag verlassen wir mit der Fähre auf die Südinsel und Sara fliegt zurück nach Auckland.



 
 
 
 
 

(19 Stimmen)

(Zum Bewerten bitte anmelden)



 
Machen Sie aufmerksam auf diesen Reisebericht!
Das könnte Sie ebenfalls interessieren
Verwandte Reiseberichte
Schwarze Erde  USA: Big Island | von u18y9s26 | Ø Bewertung: 4.9
Bulgariens Küste – versteckte Schönheit oder...  Bulgarien: Несебър | von philduck72 | Ø Bewertung: 4.9
Welcome to Cone-City  Neuseeland: Christchurch | von astrid | Ø Bewertung: 5.0
Madagaskar - Dort wo der Pfeffer wächst.  Madagaskar: Antananarivo | von winni | Ø Bewertung: 4.1
Kommentare
  • traveltime 20.06.2010 | 08:29 Uhr

    Sehr schön, der Bericht weckte Reiseerinnerungen.
    LG Rolf

  • Jane 30.06.2010 | 09:27 Uhr

    Sehr schöner, kurzweiliger und unterhaltsamer Reisebericht. Danke dafür. Wir hatten das Glück, 2 Monate vor Euch die gleiche Route zu fahren - ich fand es super schön, nun nochmal dank Deinem Bericht die Reise in Gedanken nachzuempfinden und, zum Teil, die fast identischen Fotos zu betrachten. Habe selbst ausführlich Reisetagebuch geschrieben, allerdings sind da 80 Seiten zusammengekommen, die ich hier keinem zumuten wollte.
    Das Thema Übergepäck kenne ich von Christchurch. Die Koffer voll mit Andenken, Postkarten und zahlreichen Infobroschüren standen wir Ende Januar genau mit dem gleichen Problem am Flughafen und ich musste 70€ bezahlen, damit wir erst einmal mit Übergepäck nach Sydney fliegen durften. Dort musste ich dann schweren Herzens "ausmisten", sonst wären wir wohl nicht zurück nach Deutschland gekommen...

  • Gerd-Krauskopf (RP) 21.09.2010 | 21:25 Uhr

    ...danke Dir für diesen schönen Reisebericht. Da habe ich mich gefreut, mal wieder etwas vom anderen Ende der Welt zu lesen und die schönen Bilder zu betrachten. Da kommen Reiseerinnerungen auf...
    Vielen Dank und liebe Grüße von Gerd

  • Blula 06.12.2010 | 19:49 Uhr

    So weit weg und doch sollte man wohl unbedingt auch mal nach Neuseeland. Du hast mich hier richtig auf den Geschmack gebracht. Dein Bericht ist sehr lesenswert und Deine Fotografien wunderschön. Vielen Dank!
    LG Ursula

  • Thamy 10.02.2011 | 08:02 Uhr

    Hi! Toller Bericht und schöne Fotos!
    Das erhöht das Fernweh nach Neuseeland weiter!
    Lieben Gruß Peggy

  • RELDATS 08.05.2011 | 22:20 Uhr

    Ich kenne alle diese Orte aus eigener Anschauung. Allerdings liegt das schon einige Jahre zurück. Dein gelungener Bericht weckt natürlich jede Menge Erinnerungen.
    Nette Grüße......Josef

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar abzugeben.

Neuseeland - Eine Reise ans andere Ende der Welt - 4.71 14