Geboren aus Feuer und Eis

Reisebericht

Geboren aus Feuer und Eis

Liebe Sonne scheine, damit ich nicht weine Bremerhaven

Bremerhaven

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Samstag 28.07.2007 Liebe Sonne scheine, damit ich nicht weine

Anreise nach Bremerhaven, Abfahrt in Aschersleben 10:45 Ankunft ca 16:30. Gut gefahren, das letzte Stück allerdings eine Umleitung, die uns wieder zurück auf die Autobahn nach Walsrode führte. In Nienburg haben wir Rast gemacht und auf dem Markt Kuchen gekauft. Eine Toilette fanden wir nur bei einem Kaffee und einen nicht so gut schmeckenden Tee. Am Abend gab es im Fischereihafen eine gut schmeckende Scholle ( Fiedlers Aalkate ) Fußmarsch ca 2,4 km. Von dort aus zurück und bis Bremerhaven Mitte 3,6 km dort gab es bei einem Hafenfest ein schönes Feuerwerk, welches jedoch nicht so gut war wie das zum Kirschblütenfest in Hamburg. Um uns etwas auszuruhen haben wir uns bei unserem Weingut ausgeruht, etwas Wein1€ das Glas und einen naja anderthalb Alte Gerhard für nichts getrunken. So gegen 24 Uhr waren wir wieder im Hotel.



Auch eine Reise von 1000 Meilen beginnt mit dem ersten Schritt

U Boot in Bremerhaven

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Sonntag 29.07.2007
Sonnenaufgang 5.37 Uhr , na gut sie ging nicht wirklich auf. Als wir so gegen 9 Uhr zum Frühstück gingen regnete es etwas. Deshalb dauerte unser Frühstück auch bis 10:30 Uhr dem auschecken aus dem Intercity Hotel Bremerhaven. Wir liefen mit einem Schirm in die Einkaufspassage und gingen dann zum Kolumbuskai dem Liegeplatz unseres Schiffes. Als wir den Terminal erkundet hatten besichtigten wir noch das alte Kraftwerk mit Trödelmarkt. Nachdem ein Schirm nicht mehr ausreichte ging es zu Mittagessen. Kathrin Pellkartoffeln mit Quark, ich Pasta mit jede Menge Basilikum. Nach der Besichtigung des 1945 modernsten U-Boots ging es zurück zum Hotel und mit Taxi zum Schiff. 16 Uhr am Terminal und 17:15 ging es durch die Sicherheitskontrolle.
Auf dem Schiff wurden wir durch Lyudmila zur Kabine gebracht, die sich natürlich verlief, das hätten wir auch ohne sie geschafft, jedenfalls den Fahrstuhl nutzten wir nicht. Die Überraschung - unsere Glückskabine die Sicht war gut 70% freie Sicht, kein Rettungsboot vor dem Fenster.
Nun fing auch schon der Stretch an, bis 17:30 Kaffee und Kuchen - wo? Wir fanden zwar den Raum, aber nicht unseren Tisch Nr. 144. Kaffee und Tee gut aber sehr heiß. Zurück zur Kabine Rettungswesten holen, !8:15 Rettungsübung, es wurde ja schon mehrfach angekündigt, wenn sie sieben kurze und einen langen Ton hören begeben sie sich in ihre Kabine und holen ihre Sicherheitswesten und begeben sich zu Treffpunkt. Also es ging los, Westen holen, umhängen und ab. Bei der nächsten Übung müssen wir uns etwas mehr beeilen, wir hatten keinen Platz an der Bar abbekommen. Es zog sich etwas hin, so dass wir wieder schnell in unsere Kabine mussten um die Kamera zu. Wir wurden schon aufgefordert an Deck zu gehen um das Ablegemanöver zu beobachten, das hatten wir ohnehin vor. Die Batterien der Kamera ließen sehr schnell nach, es war, na der Norddeutsche meint es ist etwas Wind, welcher etwas Niederschlag vor sich her trieb. Auch der Aufforderung 19:30 Uhr zu Essen zu gehen kamen wir nach. Den Tisch 144 hatten wir zwischendurch auch gefunden, er war in einem Raum in dem wir uns früher nie getraut hätten hinein zu gehen - nur Mut das Besteck von außen nach innen benutzen. Anzugsordnung war leger vorgegeben. Die Leute die es eilig und ihre Koffer zeitig abgegeben hatten, hatten diese noch nicht. Unsere 4 standen schon vor der Kabinentür als wir ankamen. Nachdem wir die vorgeschlagenen Menus mit leichten Abänderungen, Kathrin Schonkost - Vorsuppe Fisch und Obst, ich Vorsuppe 2 Scheiben Fleisch gegrillte Zucchini Reis? und frisches Obst half man uns indem etwas Besteck entfernt wurde. Nach dem Essen wollte ich noch einmal wissen, was ich gegessen hatte, aber die Speisekarte war schon verschwunden. Kathrin wechselte dann noch einmal von Rot auf Weiswein, aber das Problem mit den falschen Gläsern lösten wir auch ganz gut. Nun war es 21:30 Uhr das Reisebüro hatte noch bis 21:45 auf, also buchten wir noch unsere Ausflüge. Auf die Kurzinformation zum Schiff mussten wir deshalb verzichten. Dafür hatten wir noch Zeit für die Bordbücherei und konnten gegen 22:30 Uhr den Cocktail des Tages zu uns nehmen. Sascha kahm mehrfach mit dem Mitternachtssnack vorbei, er betonte immer wieder wir haben genug davon. Viele Gäste waren auch nicht mehr zu sehen. Etwas nach 24 Uhr waren wir wieder in der Kabine. Sonnenuntergang 21:33 Uhr
Ach ja zwischen 22 und 22:30 haben wir Helgoland passiert, es wird wohl so gewesen sein.



Tisch gefunden



Shetlandinseln fallen aus Wind und Seestärke 8

30.07.2007 Sei heiter und ruhig! Der Fluss spiegelt den Himmel nur, wenn er ruhig ist.

Sonnenaufgang 5:00 Uhr Sonnenuntergang 22.01 Uhr. Leider hat nichts den Himmel gespiegelt. Die Sonne ist nicht zu sehen gewesen. Wir werden nun drei Tage auf See sein, ohne Halt in Lerwick auf den Shetlandinseln. Der Kurs ist nun direkt auf Reykjavik gerichtet, um das Programm dort nicht zu gefährden. Unser Schiff sonst mit 15 Knoten Durchschnitts- geschwindigkeit hat gerade einmal 7 pro Stunde geschafft. 12 Uhr sollten wir bei 56 Grad Nord sein, nun 17 Uhr haben wir es geschafft. Der Kapitän bleibt lieber auf der Brücke als uns heute Abend zu begrüßen. Überall im Schiff liegen Tüten herum. Selbst die Crew hat damit zu tuen. Wir nutzten den Tag um das Schiff zu erkunden und etwas einzukaufen. Kathrin hat nun eine neue Sonnenbrille. Weil ich heute früh die Pool Bar besucht habe und noch nicht den geschützten Innenweg wußte hingen meine ganzen Sachen auf der Leine, vollkommen durch. Nun sind sie wieder trocken und wir wissen auch den Weg im Inneren des Schiffes, auch zur Panorama Bar welche sich genau drei Stock über uns befindet. Wir haben dort über eine Stunde gesessen, ein Bier 0,5L 2,90 € getrunken und uns wie in einer Achterbahn gefühlt. Manchmal spritzte die Gischt bis an das Fenster. Kurzzeitig hatten wir auch einen Blick auf zwei Bohrinseln, eine mit 4, die andere nur mit einem Fuß im Meer. Zum Mittagessen gab es Vorspeise, Suppe, Hauptgang Filetstreifen vegetarisch und mit Fleisch, dazu Reis. Ein Inder würde sagen nicht scharf und eine Nachspeise Eis bzw Kuchen. Die Bingoveranstaltung ist dem passenden Kleingeld 7,50 € zum Opfer gefallen. Dabei hatten wir es gerade so geschafft nach dem Kaffee pünktlich zu sein, allerdings haben wir auf den Kuchen verzichtet, da standen zu viele Leute an. Dafür haben wir zwei Kniffel und eine Macke gemacht. Heute Abend ist Anzugsordnung festlich festgelegt. Hektik - wir müssen uns schön machen es ist Empfang durch den Kreuzfahrtdirektor, der Kapitän lässt sich entschuldigen. Er ist immer noch verliebt in seine Brücke. Das Essen war wieder sehr gut, es gab zum Galadinner eine Vorspeise bestehend aus Riesengarnelen mit 4 Käsesorten überbacken, ich nahm jedoch die Ochsenschwanzsuppe zum Hauptgang haben wir uns für Ente und Steinbeißer entschieden, nach der Käseplatte habe ich dann aufgehört, das Eis sah jedoch auch ganz gut aus. Stopp ein paar Trüffel gab es doch noch, da mußte ich doch noch einmal probieren
Nach dem Essen ging es in die Show Lounge zur ersten Abendveranstaltung. Das MDR Deutsche Fernsehballett hatte angst sich die Beine zu brechen also mußten die anderen etwas mehr tuen. Da waren Constance Bernet, Claus Debusman, Julius Frack und Christian Kleinespel moderiert hat Ronny Krappmann. Gespielt hat die Opus Band - russisch natürlich. Nach dieser Veranstaltung gingen wir noch einmal in die Panoramabar zu DJ Peter. Da uns der Wellengang bein Tanzen nicht so störte, sorgte der DJ dafür, dass wir vor um 3 gingen. Irgendeiner von den 2 Jugendlichen an Bord muss die ganzen Tüten aufgeblasen haben, es sah gut aus. Da wir gerade an 3 Bohrinseln vorbei fuhren hatten wir auch norwegisches Handynetz, so dass wir die zuhause gebliebenen mal kurz über unsere Lage informieren konnten. Zufällig hatte ich das Handy genommen, da ich die Uhr eine Stunde zurück stellen wollte. Stefan haben wir erreicht - Hallo hier ist Anja ihr wisst ja wies geht.



Irgendwo zwischen Shetland und Orkneys

Wind?

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31.07.2007 Was der Sonnenschein für die Blumen, ist das lachende Gesicht für die Menschen

Sonnenaufgang 3:40 Untergang 21:40 Uhr
Nächster Tag auf See. Nach dem Frühstück haben wir gelesen bis zum Mittagessen. Unser Schiff hat wieder Fahrt aufgenommen und fährt nun mit 15 Knoten, leider etwas südlicher als geplant. Wir passieren die Wasserstraße zwischen den Shetland und Orkneyinseln. Zwischendurch hatten wir kurz Netz aus dem Vereinigten Königreich. In Ehrenberg hörte keiner, in Kelbra war die Fahrt in Blaue, bei Schaffraths wollte der Anrufbeantworter etwas von uns. Aber unser liebes Töchterchen hörte dieses mal unser Klingelzeichen. Stefan hat eine Zusage aus Bernburg bezüglich seines Studiums erhalten, so ganz abgeschottet ist man auf der wilden Nordsee nun doch nicht. Der Wind hat sich etwas gelegt, nur noch 3-4, die Lufttemperatur 14 und die Wassertemperatur ist 16 Grad. Leider ist der Höhepunkt eine Inselvorbeifahrt dem 5 Gänge Menü zum Opfer gefallen. Unser Mittagsspaziergang viel allerdings sehr kurz aus, da es wieder anfing zu regnen. Ich habe schon 200 Seiten in meinem Buch geschafft......
Let`s Dance mit dem Fernsehballett viel aus. Wir sahen statt dessen das Lächeln der Monalisa.



Träumen heist über den Horizont zu blicken

Sonnenuntergang

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Mittwoch 01.08.2007
Sonnenaufgang 4:00 Uhr Untergang 21:30 Uhr
Wenn man ihn nur sehen würde. Ich glaube heute kann ich den Tagesbericht gleich früh fertig machen. Ich werde mein Buch “Die Begnadigung” von John Grishan fertig lesen. Übrigens es ist zu empfehlen, wenn man immer etwas am Stück lesen kann, was ja auf einer Kreuzfahrt durch die Nordsee und den Atlantik kein Problem ist, allerdings müßte man vorher testen ob man seetauglich ist, gestern gab es wieder sehr viel zum Abendessen, es war von allen mehr als genug da. Unseren Tischnachbarn ging es auch nicht so gut. Nach einem Russischen Wodka ging es ihm aber wieder besser.
So nun zuwenig haben wir auch nicht gemacht. Heute haben wir uns getraut und sind in den Whirlpool gestiegen. Das Wasser war warm, aber nur bis es in Bewegung kam. Wir wurden bestimmt auch von den Leuten aus der Panorama Bar beobachtet, aber so langsam gewöhnt man sich daran. Einen Kniffel haben wir auch gemacht, in der Bücherei, da der Spieleraum wieder von dem Bridge Club besetzt wurde. Mittagessen, Buskarten für den Ausflug holen, lesen, Abendessen, es war ein erholsamer Tag. Da der Sonnenuntergang für 21:30 Uhr angekündigt war gingen wir auf das Aussichtsdeck. Keine Wolke am Himmel - aber der Sonnenuntergang zog sich in die Länge, bis sie dann 22:47 Uhr vollkommen ersoffen war. Dunkel war es aber trotzdem noch nicht. Die Chansons von Mary C. Bernet haben wir verpasst, denn ein paar Wale begleiteten unser Schiff eine zeitlang. Sie waren nicht sehr groß wir sahen 5 und auf der anderen Seite des Schiffes 3 Fontänen aufsteigen. So gegen 24:00 oder 1:00 Uhr waren wir dann im Bett und schaukelten Richtung Reykjavik weiter. Mit der Uhrzeit ist es hier so eine Sache- wir haben die Uhr schon wieder eine Stunde zurück gestellt. Wir dürfen eine Stunde länger schlafen, ob zuhause auch jemand mein Bett schaukelt?



Wirkliches Glück muss von innen kommen Reykjavik

Ankunft in Reykjavik

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Donnerstag 02.08.2007
Sonnenaufgang 4:37 Uhr Sonnenuntergang 22.31 Uhr

Der Tag fing ganz ruhig an. 10 Uhr waren wir in Reykjavik. Wie es üblich ist empfing uns die Hauptstadt mit besten Sonnenschein und 11 Grad, das sollte noch besser werden. Gegen 11 Uhr schifften wir dann aus und es ging los mit unserem Ausflug. Die blaue Lagune wurde uns nicht so empfohlen also starteten wir in eine andere Richtung. Wir passierten Laugarvatn und kamen nach Thingvellir. Hier in der bizarren Lavalandschaft versammelte sich 930 n. Chr. das erste Parlament der Welt. Geologisch trennt sich hier Europa und Amerika. Da sich die beiden Platten hier im Jahr etwa 2 cm auseinander bewegen wird Island also jedes Jahr etwas größer. Ein kleiner Spaziergang durch die Allmännerschlucht rundete die erste Station ab. Nach kurzer Fahrt haben wir das Geothermalgebiet des Großen Geysirs erreicht, von dem alle übrigen Springquellen ihren Namen erreicht haben. Der Große Geysir selbst ist jedoch etwas faul geworden, sein Nachbar Strokkur ist um so aktiver. Eine mächtige Säule von kochendem Wasser wird in 5 min Abständen bis 50m nach oben geschleudert. Manchmal verschluckt er sich auch etwas, dafür gibt er danach sein bestes. Meine Kamera verschluckte sich hier auch, nicht nur meine. Seither wird mit dem Handy fotografiert. Wir hatten eine Stunde Zeit zum Mittagessen- Lachs, was sonst -. Kurz einen Blick in den Souvenirladen. Durch eine sehr grüne Wiesenlandschaft ging es zum Gullfoss Wasserfall, übersetzt Goldkaskade. Hier fällt das milchige Gletscherwasser der Hvita zunächst in großen Flächen über einen Moos bedeckten Steilhang und stürzt dann aus einer Höhe von 37m in eine wilde Schlucht zwischen senkrechte Basaltwände. Und schon ging es weiter zum Kerid, einen 55m tiefen Explosionskrater, der vor 3000 Jahren entstanden ist und dessen Trichter heute ein smaragdgrüner See ausfüllt. Auf den See fand sogar schon einmal ein Konzert statt und seine Hänge wurden als Tribüne benutzt.
Durch die Lavafelder fuhren wir nach Hveragerdi. In den Treibhäusern, die durch heiße Quellen beheizt, wachsen Weintrauben, Bananen und exotische Pflanzen. Uns gefiel besonders ein großer Gummibaum. Natürlich gab es auch wieder etwas zum kaufen. Wir schlugen dieses mal zu und deckten uns mit Postkarten und Briefmarken ein. Es war schon ganz gut die Post auf dem Schiff zu erledigen, während den Ausflügen kommt man nicht dazu. Eine kurze Orientierungstour durch die sehr grüne Stadt, vorbei an der markanten Kirche und zum Erlebniszentrum Perle rundete den Ausflug ab.
Von der Perle hat man einen wunderbaren Überblick über die
Hauptstadt Islands. Gegen 18:30 Uhr erreichten wir wieder
unser Schiff und nahmen 19:30 Uhr Kurs auf Akureyri, mit 15000
Einwohnern die zweitgrößte Stadt Island. Obwohl die Sonne noch am Himmel stand wurde die Hitzewelle über 20 Grad nicht eingeleitet - am Horizont tauchten schon die ersten Wolken auf. Das Abend-
brot wurde heute in der Kleidung leger eingenommen, danach ging es sofort in die Show Lounge, denn das MDR Fernsehballett hatte heute seinen immer wieder verschobenen Auftritt. Der Fjord war ruhig, als wir jedoch die Panoramabar so gegen 1 Uhr verließen schaukelte das Schiff schon wieder tüchtig auf den Wellen. Naja dieses mal haben wir schon nach 354 Seemeile oder 657 km festen Boden unter den Füßen.



Gullfoss



Nordisland Eyjafjördur Akureyri

Einfahrt Akureyri

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Freitag 3. August 2007 Solange Du in Dir nicht zuhause bist, bist Du nirgendwo zuhause.

Sonnenaufgang 4:09 Uhr Sonnenuntergang 22:29 Uhr

Der Tag fing ruhig an. Der Blick aus dem Fenster beschleunigte unsere Aktivitäten nicht. Die Innentemperatur ( Pool Bar ) betrug 8,3 Grad, die Außentemperatur 9,6 Grad. Dazu viele Wolken, Wind wie gewohnt zwischen 6 und 7, genauso der Seegang mit entsprechender Dünung. Wir schrieben und spielten Karten, ich beendete mein Buch, brachte alle Handy Bilder auf den Laptop und bereitete den neuen Ausflug vor. Endlich wurde die See etwas ruhiger und wir bogen in den Eyjafjördur ein - dem Fjord der Insel. 14:30 Uhr kam der Lotse an Bord und 15 Uhr hatten wir fest gemacht. Die Ausflüge begannen etwas später als geplant, dauerten dafür auch etwas länger.
Unser Ausflug führte von Akureyri vorbei an Vaglaskogur, eines von Islands drei Wäldern, zum Wasserfall der Götter, dem mächtigen Godafoss.. Dann ging es zum Myvatn-See, übersetzt Mückensee. Aber den Mücken war es zu kalt, sie saßen zu Hunderten an den Wänden des Hotels in dem wir schnell etwas Kaffee und Kuchen verzehrten. Der Mückensee ist ein Gebiet das für seine Naturschönheit, seine bizarren vulkanischen Formationen, besonders den Pseudokratern bekannt ist. Es stellt eine der aktivsten vulkanischen Gebiete der Insel dar. Leider hatten wir keine Woche, sondern nur eine Stunde incl. Kaffeepause Zeit. Als wir in den Bus einstiegen regnete es stark, aber wir gönnen ja den Isländern den Regen, immerhin ist diese Gebiet das niederschlagsärmste des ganzen Landes.
Im Anschluss besuchten wir die Lavaformationen von Dimmuborgir, die düsteren Burgen. Vor etwa 2000 Jahren traf hier austretende Lava auf durchfeuchteten Erdboden. Durch das verdampfende Wasser, das in Schloten und Röhren aufstieg, entstanden hier riesige, bizarre Lavagebilde. Hier wohnen also die Trolle und Elfen. Außer bei unseren Schweizern, da waren es, ich weis nicht wie man Drachen auf schweizerisch schreibt, aber es klingt gut. Übrigens geregnet hat es während das ganzen Rundganges nicht. Wir fuhren am Hverfjall, einen bemerkenswerten symmetrischen Aschetuffring, vielen Wiesen und Weiden für Kühe und Pferde, Kartoffel und auch Getreidefelder vorbei bis zum Solfataren Gebiet Hverarönd am Fuße des pastellfarbenen Tuffberges Namafjall. Zwischen den brodelnden heißen Schlammtöpfen, den gelben Schwefelquellen,
den laut zischenden Fumarolen und den ungewohnten Bodenfärbungen bekamen wir den Eindruck in einer gänzlich fremden Welt zu sein. Da in Island nach wie vor Mangel an Bäumen ist, welches in den nächsten 50 Jahren allerdings abgeschafft sein wird, und wir die einzigste Toilette im Umkreis aufsuchen mussten, konnte ich auch noch die Kirche fotografieren vor der ein Lavastrom halt machte.... .
So gegen 21:30 waren wir wieder auf dem Schiff. 22:30 Uhr gab es Abendbrot. Bis wir den Fjord der weit in die Insel reichte verlassen hassen, so gegen 1 Uhr saßen wir in der Panorama Bar bei Bier, Glenfiddig und Rotwein. Unser Schiff hat nun Kurs auf Spitzbergen genommen. 971sm = 1798km



Godafoss



Kurz, sehr kurz, noch kürzer war die Hoffnung Jan Mayen - aber wo??????????

Glühweinparty

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Samstag 04. August 2007 Ein wahrer Freund ist der, der dich an der Hand hält und im Herzen berührt

Sonnenaufgang — Mitternachtssonne Sonnenuntergang ---

Oh immer noch Wolken, Windstärke 6/7 8,1 Grad, wir bleiben im Bett. .........................
9 Uhr Frühstück, alle anderen 600 Mitreisende hatten das auch gedacht...... . Kurzer Rundgang an der frischen Luft, ich falsch gekleidet, auch mit Sandalen. Wir haben uns dazu entschlossen das Meer hinter einer Scheibe zu betrachte und lieber eine runde Räuberrome zu spielen.. Zum Mittag schlug das Wetter um, die Sonne war da, die Wolken lösten sich auf.
Kurz, sehr kurz, noch kürzer war die Hoffnung. Bis wir auf des Oberdeck gekommen sind war sie schon wieder weg und es zog sich zu. Wer hat schon eine Kreuzfahrt gemacht, die nur im Sturm und Nebel stattfand. Aber ein Delphin begleitete unser Schiff ein Stück. Wir gingen dann doch wieder in die Show Lounge um uns die Zauberstücke von Julius Frack anzusehen, deutscher Meister in Zaubern. Es hat uns sehr gut gefallen. Am Abend so gegen 21 Uhr war der Höhepunkt des Tages, die Passage von Jan Mayen.: Diese Insel bis 2277 m, ist ein aktiver Vulkan, der 1985 das letzte mal ausgebrochen ist. Die 18 Einwohner haben wohl unser Schiff besser gesehen als wir die Insel. Oder auch besser gehört, denn wir feierten eine zünftige Glühweinparty am Pooldeck. Alle anderen Veranstaltungen an dieser Stelle sind bisher ausgefallen, unsere Party zog sich bis halb eins hin. Danach gingen wir noch in 8 Etage unseres Schiffes und versuchten unseren Durst zu löschen. Halb zwei ging es dann auf unsere Kabine.





Passage von Jan Mayen



Mitternachtsnebel - Ganztägig

Krebs

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Sonntag 5. August 2007 Was du auch immer tun willst oder erträumst zu tun, beginne!

Genau nach dem Motto des Tages haben wir gehandelt, deswegen machen wir ja die Kreuzfahrt. Frühstück bis 10 Uhr, Position bestimmen, Tagesprogramm lesen, Bilder bearbeiten, ich brauche morgen ein leeres Handy. Mittagessen. Die Uhr vorstellen, damit verkürzte sich die Zeit bis zum Apfelstrudel um eine Stunde. Vorher gab es jedoch passend zum Motto des Tages eine Tanzstunde. Nach dem Apfelstrudel 2000m Lauf = 10 Runden mit Treppe auf dem Schiff. Zur Abkühlung stiegen wir in den Whirlpool. Das Wasser war warm, wärmer als die Luft. Immerhin noch 8,3 Grad - Position 72 Grad Nord. Wasser des Nordmeeres 7 Grad. Der Zauberer stieg mit uns in den Pool, aber der kann nicht wirklich zaubern, er fror erbärmlich. Zu wenigstens um sich hätte er es doch ein bisschen wärmer machen können. Anziehen, festlich ist angesagt, es gibt Galadiner, ich hoffe der Strauß ist gut und ich bekleckere meinen neuen Anzug nicht, immerhin soll der zur Silberhochzeit noch sauber sein. Nach dem Essen etwas bequemer anziehen und für die nächste Tanzstunde üben. Ja mit so einen Kreuzschiff hat man schon sein kreuz, nur Hektik. Eben bin ich schon wieder ermahnt worden wie spät es ist, dabei hat noch gar keiner über den Lautsprecher den nächsten Programmpunkt angedroht. Angedroht wurde uns jedoch schon, dass wir morgen 7 Uhr auf Spitzbergen einlaufen, da gibt es wieder zeitig Frühstück........
!6:30 Uhr Quiz-Runde mit Marie, wir waren gut. Es ging auch über Geografie. Nur ist das britische Museum wirklich in London? (Ja). Nach dem Abendessen sang Ronny Krappmann nach dem Motto die Sonne schläft im Meer. Ob er das Motto extra für sein Kind ausgewählt hat, denn das haben wir noch nie wach gesehen. Mit dem üben für die Tanzstunde war nichts. In der Disco waren die falschen Leute und die falsche Musik.



Wanderstrecke



Spitzbergen Kongsfjord Ny Alesund Magdalenenbucht

Ny Alesund

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Montag 6. August Das Leben ist bezaubernd, man muss es nur durch die richtige Brille sehen!

Mitternachtssonne

Eigentlich hätte die erste Durchsage heißen müssen - sie haben soeben den schönsten Teil des Tages verpasst. Sie haben nicht gesehen wie das Schiff den Isfjord verlassen hat, vorbei an den Prinz-Karls-Forland-Inseln in den Kongsfjord eingefahren ist. Ankunft war für 8 Uhr geplant, aber als mein Wecker 6:15 sich bemerkbar machte lachte die Sonne und die Sicht war gut. Demzufolge versammelten sich die 10 Interessierten am Deck und fotografierten alles was einen so bot. Alle unrasiert und noch etwas müde, ersteres wurde trotz Proteste einiger Frauen auch nicht während das Tages abgeschafft. Ersten war gar keine Zeit dazu, zweitens war Anzugsordnung leger befohlen.
Nun gut wir sahen den Gipfel des 1225 m hohen Tre Kroner, der oben noch mit Schnee bedeckt war. Immer wieder schoben sich gewaltige Gletscher in das 3 Grad warme Wasser hinein. Der Nebel, welcher dadurch entsteht, wenn der warme Golfstrom auf die kalten Nordwinde trifft war verschwunden. Es war kein Wind. So konnten wir die Einfahrt nach Ny Alesund, der nördlichsten Dauersiedlung der Welt, geniesen. Schon 1916 wurde sie für den Kohleabbau gegründet. Es kam immer wieder zu schweren Unglücken, einen auf und ab. So das der Abbau 1963 eingestellt wurde. Immerhin wurden 1926 über 10 Mio t aus einer Tiefe von 200 m gefördert Der Boden ist hier 150 m tief gefroren..
Wir verließen unser Schiff für einen Spaziergang durch die arktische Tundra. Der Weg war uns ganz genau vorgegeben. Wenn 600 Menschen mit einem mal durch diese vom Bergbau geprägte Natur trampeln wird natürlich einiges platt gemach ....
Nach einem Einkauf, natürlich bezahlt mit Kreditkarte, wir sind ja nicht in Deutschland, ging es weiter zum nördlichsten Postamt der Welt. Die Karten waren fertig, teuer auf dem Schiff gekauft, wir brauchten nur noch zu stempeln und Briefmarken. Diese zahlte ich in britischen Pfund, welche wir ja nicht umsetzen konnten. Vorbei an der Amundsen Büste und dem Denkmal wo er 1926 mit seinem Luftschiff Norge Richtung Nordpol startete. Allerdings war der Amerikaner Byrd als erster mit dem Luftschiff über den Pol.
Nachdem wir noch einigen Polarfüchse beim spielen zusahen, setzten wir unseren Spaziergang fort. Die 100 Einwohner der Siedlung sind hauptsächlich in der Forschung tätig. Forschungsstationen verschiedener Nationen befinden sich in Ny Alesund, Deutsche, Briten, Japaner, Italiener, Chinesen, Südkoreaner, Franzosen, natürlich auch Norweger. Die deutschen hinterließen auch die Eisenbahn, die Lokomotive wurde 1909 in den Borsigwerken ( Berlin ) gebaut. Die Schienen sind allerdings nicht mehr vorhanden, ach die hölzernen Bergwerkseinrichtungen sind stark beschädigt.
Vorbei an einigen Polarhunden und Gänsen, welche ihrer jungen schon ganz schön groß bekommen hatten - trotzdem hatten sie noch keine Federn - erreichten wir wieder das Schiff.
Der amtlich herausgegebene Wetterbericht würde korrigiert, irgend jemand hatte aus der gemeldeten 3 eine 10 gemacht. Man sah es deutlich an den Einheimischen, diese waren kurzärmlich.
11:00 Uhr ging es weiter zur Magdalenenbucht - solch eine Fahrt.
Der Krossfjord teilt sich inmitten spitzer Berggipfel in zwei Arme. Der Lilliehookfjord mit seinen engen Bergwänden, die fast den Schiffskörper streifen, dringt bis zu einem gewaltigen Gletscher an seinem Ende vor. Warmes Wasser sprengt große Stücke des Gletschers ab, die in den Fjord hinunter donnern und schließlich in das Meer treiben. Wir legten unseren Halt bei 79 Grad 33 Minuten 72 Sekunden Nord ein. Minieisberge haben uns schon bei der Einfahrt begrüßt. Steile Bergwände begrenzen den Fjord, die Eiswand am Ende des Fjords misst 50 m. Unsere Boote setzten uns auf einer felsenübersäten Halbinsel ab, einst die Basis für Waalfänger. Leider hatte der norwegische Naturschutzbund nicht viel für die Besichtigung freigegeben, so dass wir die Gräber der Waalfängen nicht besichtigen und uns ein besserer Blick auf den Gletscher verborgen blieb. Auch die angriffslustigen Seeschwalben hatten ihre Nester zu nah an die Bucht gelegt. Bei einer Lufttemperatur von 10 und einer Wassertemperatur von 3 Grad gingen 7 Personen baden. Von den 3000 auf Spitzbergen lebenden Eisbären bekamen wir leider keinen zu Gesicht. Es war zwar einer in der Nähe, aber auch hier wurde alles getan, damit er nicht zu uns kam. Die Norweger rückten sofort aus, um seinen Weg zu bestimmen .
22 Uhr waren wir alle an Bord und setzten unseren Weg Richtung Longyearbyen fort.
Wir jedoch erst einmal in die Panoramabar, leider zeigte sich die Mitternachtssonne nicht, obwohl es sonst ein recht sonniger Tag war. Den neuen Tag, den 07.08.2007 begrüßten wir mit einem Glas Sekt. So gegen 2 Uhr waren wir in unserer Kabine.



Ny Alesund

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Spitzbergen Adventsfjord Longyearbyen Svalbard

Glocke ohne Kirche

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Dienstag 07.08.2007 Keiner verdient deine Tränen, und wer sie verdient, wird dich ganz sicher nicht zum Weinen bringen.

Mitternachtssonne

Das Frühstück begann, wie der Abend endete mit Sekt. Wir fuhren schon seit Stunden in dem Isfjord, als dann einige Häuser sichtbar wurden waren wir in den Adventsfjord eingebogen. Dieser ist nur so lang wie breit. An seinem Kopfende liegt Longyearbyen, die Hauptstadt von Svalbard. Sie hat natürlich auch etwas besonderes nämlich den nördlichsten Supermarkt der Welt - auf 78 Grad nördlicher Breite. Diesen besuchten wir allerdings nicht. Wir bogen von dem allgemeinen Pilgerweg ab und kletterten rechts nach oben. Dort befindet sich eine sehr schöne kleine Kirche, in welcher sich auch ein Gemeinschaftsraum befindet. Bei gemütlicher Atmosphäre kann man bei leiser Musik seine dort gekauften Karten schreiben. Auch hat man von dieser Stelle einen guten Überblick über die Stadt. Briefmarken gibt es dort nicht, diese kann man auf der Post erwerben. Hierfür sollte man aber Landeswährung besitzen, da der Beamte seinen Kollegen im Haus welcher auf der Bank arbeitet nicht leiden kann. Er schickt alle zum Geld tauschen. Einen Laden haben wir auch besucht, allerdings gab es das Rentierfell in unserer gesuchten Größe nicht und die Robbenfelle sahen uns zu traurig an. Es gibt auch ein schönes Hotel und ein Polarmuseum, letzteres konnten wir allerdings nicht mehr besuchen, da die Zeit zu knapp war. Da wir das erste mal seit einiger Zeit wieder Netzzugriff hatten, hatte unser Telefon einige Informationen für uns bereit. Auch erhielten wir Anrufe aus Kelbra und Ehrenberg.
Longyearbyen mit seinen fast 2000 Einwohnern wurde 1906 als Bergarbeiterstadt von den US-amerikanischen Unternehmer John Munroe Longyear gegründet. Heute wird nur noch Steinkohle für das eigene Kraftwerk gefördert. Am schönsten wird es hier allerdings im Winter sein wenn die nackten Felsen, oberirdisch verlaufenden Rohrleitungen und aller anderer herumliegender Schutt vom Schnee bedeckt ist. Schneemobile sind das wichtigste Verkehrsmittel, sie stehen auch im Sommer überall an den Straßenrändern herum. Das Straßennetz beträgt immerhin 40 km, es gibt aber keine Verbindung zu irgendeinen anderen Ort auf Svalbard. Wie lang ist der Sommer? Die tiefst gemessene Temperatur in Longyearbyen liegt bei -46,3 Grad, die höchste bei 21,3. Im März liegt der Durchschnitt bei -12,1 und im Juli bei 4,5. Unser Besuchstag war also ein durchschnittlicher Tag mit Wind und etwas Nieselregen.
Allerdings hat diese Stadt eine doch recht moderne Infrastruktur, als im vergangenen Jahr eine Lehrerstelle ausgeschrieben wurde gab es über 100 Bewerbungen. Longyearbyen besitzt Restaurants, Kindergärten, eine Schule, sogar eine kleine Universität, ein Schwimmbad, ein Kino, eine Tankstelle, einen Flughafen und natürlich einen Hafen - auch für Kreuzfahrtschiffe.
Viele Kreuzfahrten beginnen hier, da eine direkte Flugverbindung mit Tromsö besteht.
Die Luft ist lange nicht mehr so rein wie in der Magdalenenbucht, der feine Kohlestaub ist spürbar. In den öffentlichen Gebäuden erhält man deshalb auch immer Hausschuhe bevor man sie betreten darf. 11:30 waren wir wieder an Bord und setzten uns in Bewegung Richtung Honnigsvag, vorbei an der russischen Siedlung Barentsburg. Die 850 Einwohner haben aber kaum Kontakt mit dem Rest der Insel.
Auf dem Schiff gingen wir erst einmal wieder dem geregelten Leben nach, kurz es gab Essen.
Der Tanzkurs mit dem MDR Fernsehballett viel dem Mittagsschlaf zum Opfer. Die Sonne lockte uns aufs Sonnendeck, eingemummelt in die Decken schliefen wir wirklich fest. Pünktlich zum Kaffee waren wir wach, obwohl wir nichts essen wollten stand doch plötzlich wieder, dieses mal eine Art Rhabarberkuchen vor uns. 16:45 lief der erste Teil des Filmes über unsere Kreuzfahrt, er ist wirklich sehr gut gemacht. Am Ende der Reise ist es für nur 97 € zu haben. Entschuldigt bitte, aber ihr müßt warten bis meiner fertig ist.
Vor dem Abendessen gab sich endlich der Kapitän die Ehre, er war zum Händeschütteln angetreten. Na dieses Foto werden wir wohl doch kaufen, da wir zu zweit drauf sind kostet es pro Person hur noch 2,85 €. Böse Zungen hatten behauptet wir haben gar keinen Kapitän, da er sich bisher nicht von seiner Brücke getraut hatte.
Durch die vielen Hände hatten wir wieder kurze Elle mit dem Essen, zumal wieder eine andere Kleiderordnung angesagt war. Allerdings für die Veranstaltung nach dem Essen. Unser Kleiderberg auf dem Sitzmöbel hatte schon eine beträchtliche Höhe angenommen. Wir suchten dann etwas in Rot, leider passten wir dann nicht so zusammen und Kathrin zog sich noch einmal um. Nach dem Menü ging es dann zu Claus Debusman, der auch schon mit dem Traumschiff gefahren ist und mit sehr Bekannten Musikern gespielt hat. Er wird wohl auch bekannt sein, eventuell kennt ihn ja jemand. Er startete seine Red Shoes Rock´n Roll Show im Stil der 50 ger und die Stimmung stieg. Ich hatte mich dieses mal zu Wasser mit russischen Wodka durchgerungen, was dem russischem Personal gefallen hat. PS man lernt wieder etwas Russisch.
Nachdem der durchgeschwitzte Künstler seine Kunst beendet hatte zogen wir uns wieder um und machten unsere 10 Runden über Deck. Da das Wasser sehr braun wirkte machten wir zum Abschluss noch einmal Treppenträining um unsere Position zu bestimmen. ( 8 Stockwerke nach unten 5 nach oben ). Wir stellten fest, das Wasser war an dieser Stelle nur 18 m tief. Ein schöner Tag ging so zu ende. Bis zum nächsten Halt sind es 991 km = 535 sm.



Wollgras



Nordkapp Honningsvag Kamöyvaer Skarsvag

Hochnebel

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Mittwoch 08.07.2008 Wer dem Tag mit einem Lächeln beginnt, der hat ihn schon gewonnen

Sonnenaufgang da sie nicht unter gegangen ist kann sie auch nicht aufgehen
Sonnenuntergang 22.52

Die Zeit der Mitternachtssonne ist nun vorbei, leider haben wir sie nicht zu sehen bekommen.
Der Nebel hat uns wieder, so dass ich mich voll und ganz einmal wieder meiner Arbeit widmen kann. Irgendwie ist man doch schon sehr vergesslich. Gestern Abend haben wir noch mit einem Alten Gerhardt auf uns angestoßen, es war ja schließlich auch ein besonderer Tag. Heute gab es zwischen dem Vormittagsessen eine Modenschau, auch mußten die Karten geschrieben werden, die einen Nordkappstempel abbekommen sollen, also auch an Seetagen hat man immer etwas zu tuen. 17 Uhr wir sehen einmal auf Deck 8 nach ob wir die Nordkappinsel sehen. Ja - also die technische Ausrüstung wird geholt. Am Horizont fahren 3 Schiffe, 3 Delphine spielen in unmittelbarer Nähe zum Schiff. Schon während das Kaffeetrinkens verfolgte uns ein kleiner Schwarm. Doch was ist das, obwohl die Sonne noch hoch steht ist sie plötzlich verschwunden, noch schnell einen Blick auf den nördlichsten Punkt Europas, denn diese flache Landzunge war deutlich zu sehen. Vom Nordkapp selbst haben wir nur gesehen, dass kaum Wellen gegen die Felsen plätschern. Oberhalb von 50 m breitete sich der Nebel aus. Wie sieht es denn in 307 m Höhe aus? Vielleicht scheint die Sonne, unser Kapitän fährt mit uns weiter und wir lassen den Felsen hinter uns. Aber die Bucht, welche sich Hornbucht nennt konnten wir sehen.
20 Uhr erreichten wir Honningsvag. Das Stadtzentrum hat sich kaum verändert. Es gibt nur wenig Möglichkeiten dort die Zeit zu überbrücken. Da es uns das letzte mal auf dem Nordkapp schon zu voll war als die ganzen Reisebusse anrollten, buchten wir eine Fahrt zu den Fischerdörfern Kamöyvaer und Skarsvag. Letzteren besuchten wir zwar schon einmal als wir unsere Wanderung zum Kirchenfenster machten, um das Horn das Nordkapps beleuchtet von der Mitternachtssonne zu sehen. Den Ort selbst haben wir noch nicht betrachtet, der Aufenthalt war kurz. Ein Besuch im Weihnachtshaus und ein kurzer Spaziergang zum Hafen. Unser Vorhaben zum Kirchenfenster zu gehen haben wir aufgegeben, erstens erhielten wir nur 35 Minuten und zweitens war es einfach zu nebelig und den Kompass hatten wir zuhause vergessen. Der Weg wäre uns bestimmt verloren gegangen.
Der zweite Fischerort Kamöyvaer war da schon etwas beschaulicher, es mag auch daran gelegen haben, dass die Lichtverhältnisse zu unserer Ankunft von ganz besonderem Reiz waren. Der kleine Hafen war auch irgendwie sauberer. Wir besuchten das Haus von Eva Schmutterer, die 1997 nach Norwegen zog und sich hier als Schriftstellerin und Künstlerin ihr Geld verdient. Sie betreibt eine kleine Kunstgalerie im eigenen Haus und ist für ein Gespräch immer zu haben. Sie hatte kurz vorher gemeinsam mit ihren Mann eine Volkszählung durchgeführt und kam auf eine Einwohnerzahl von 84 ihres Ortes. Natürlich wurde unsere Reisekasse etwas leichter, aber ihre Arbeiten sind wirklich gut. www.evart.no Tel. 004778475137 . Nach unserem Spaziergang durch Honnigsvag ( etwa 3000 Einwohner ) kehrten wir zum Schiff zurück, die Jungs von der Besatzung waren 2 Stunden angeln und hatten 3 Kisten Fisch gefangen - naja. Übrigens wer Zeit hat und gern erzählt, gegenüber des Friedhofes wohnt in einem zweistöckigem Haus der Pfarrer, welcher gut deutsch spricht und gern Kaffee trinkt.
1:30 Uhr verließen wir Honnigsvag und nahmen Kurs auf Tromsö. 326 km = 176 sm



Nordkapfelsen



Tromsö botanischer Garten

Riesenpflanzen

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Donnerstag 09.08.2007 Wenn man seine Ruhe nicht selbst findet, ist es unnötig, sie anderswo zu suchen

Sonnenaufgang 3:18 Sonnenuntergang 22:30

Da die Mitternachtssonne in Honnigsvag zwar am 29.07. endet, es aber zum Auslaufen doch noch sehr hell war gingen wir noch einmal auf das Oberdeck. Eventuell würde die Passage zwischen der Nordkappinsel und dem Festland nicht im Nebel versinken. Sie versank auch nicht. Etwas nach 3 Uhr lag ich in meinem sacht bewegenden Bett.
Am frühen morgen so gegen 10 Uhr gingen wir auf Oberdeck um uns in der Sonne zu aalen. Es war einfach Urlaub. Wir zogen uns sogar um, weil es zu warm war. 10:30 gab es in der Piano Bar einen Vortrag über das
Geheimnis schöner Haare, obwohl aus irgend welchen Gründen mir immer angeraten wurde dort hin zu gehen, blieb ich in der Sonne liegen und beobachtete die vorbeiziehenden verschneiten Berggipfel. 11:15 wurde es noch einmal interessant, Kathrin holte einen frisch gepressten Orangensaft und ein Bier, der philippinische Eis- und Gemüseschnitzer begann seine Arbeit. Der Eisklotz, welcher aus Amerika kam und 200 € gekostet hatte wurde zu einem Pelikan umgeformt. Leider schmalz er in der Mittagssonne am Pool so dahin.
Schon kurz nach 14 Uhr verließen wir ohne Regenjacken und Gummistiefeln das Schiff, was sich als folgeschwerer Fehler zeigen sollte. Eigentlich wollte ich, wie die beobachteten Einheimischen, mit Sandalen und kurzen Hosen von Bord gehen. Ich war sowieso schon aufgefallen, weil ich mit Achselshirt am Pool lag, aber wegen unseren Erkundungsauftrages zog ich doch lieber etwas festeres an. Vorbei an der mathematischen Universität, der Fischereihochschule und dem Planetarium gelangten wir auf einen geologischen Pfad in den botanischen Garten. Er war sehr schön, viele Blumen, die Studenten legten gerade Futter für die vielen Schnecken aus. Wir fanden sogar hellblauen Mohn, leider war der Samen noch nicht reif. Dann öffneten sich die Schleusen und wir suchten Unterschlupf. Wir fanden ein kleines Kaffee, welches eigentlich schon geschlossen hatte aber auf Grund des Wetters schmiss uns keiner raus. “Wir haben schon bald geschlossen - Willst du uns etwa bei diesem Wetter ..... - Nein!”. Der Kaffee kostete das Stück 10 Kronen, wir befanden uns ja noch auf dem Uni Gelände. Auf unsere Frage wie viel der Bus uns Stadtzentrum kostete kam nur Achselzucken -“ Ich fahre immer mit dem Fahrrad”. Ich hatte noch 46 Kronen, nun ratet mal wie viel der Bus kostete? Nach 20 Minuten entschlossen wir uns zu gehen, wir konnten ja nicht Tagelang warten. “Ihr könnt ruhig noch bleiben, aber das Wetter wird heute nicht besser.” Wie recht sie doch hatte. Wir sahen uns die Innenstadt an, kauften 2 Flaschen Blaubeersaft, ein Kilo Jarlsberg, da die Kost auf dem Schiff nein, ein Glas Blaubeer- und ein Glas Himbeermarmelade. Für mich ein Mack Pilsner. Harry Porter kostete 199 Kronen, Anja, die sich auch gerade in einem Buchladen befand sagte er kostet nur 18 €, also erhielt sie den Auftrag ihn doch zu kaufen. Den vorletzten Bus verpassten wir um 2 Sekunden, also mußten wir 30 Minuten warten. 18:07 kahm er an und wir waren pünktlich zum einschiffen da. Unser Schiff mußte nicht auf uns warten. Pünktlich 19 Uhr setzten wir uns in Bewegung. Leider durften wir die große Brücke nicht durchfahren, da die Delphin Voyager die zugelassene Tonnage um fast das Doppelte überschritt. Übrigens pünktlich als wir das Schiff betreten hatten hörte es auf zu regnen. Wir haben wieder einmal gehandelt und zwar den Preis der Fotos herunter.
Nach dem Essen tanzen die Damen und Herren das Fernsehballetts wieder. Nachdem ich die Tanzstunde mit gemacht habe weiß ich auch, dass die Damen höchstens 10 kg wiegen.
Unser Kurs nach Hellesylt beträgt 1148 km = 620 sm



Eismeerkathedrale



Lofotenkette Seetag - vorbei an Trondheim

Freitag 10.08.2007 Heiterkeit und Fröhlichkeit ist der Himmel unter dem alles gedeiht

Sonnenaufgang 04:16 Uhr Sonnenuntergang 22:20 Uhr

Wir merken ganz genau, wir kommen der Heimat wieder näher. Wir passieren die Lofotenkette, leider ist wieder einmal nicht zu viel davon zu sehen. Wir behalten sie lieber so in Erinnerung wie wir vor drei Jahren die Blaubeeren für unseren Blaubeerlikör dort gesammelt haben. Auch sehen wir Torghatten nicht, wir haben es eilig und fahren etwas weiter draußen die norwegische Küste hinunter. Heute Vormittag haben wir die Zwischenrechnung erhalten. Für unsere Ausflüge, Bilder und Getränke an Bord, sie ist gerade noch so dreistellig. Wir werden auf unsere eigenen Reserven zurück greifen. Was sollen wir aber tuen, die Flasche Wasser kostet 2,30 € und aufbereitetes Wasser wollen wir doch nicht trinken. Heute sind wir den ganzen Tag auf See und trocknen unsere Sachen von gestern. Ob wir wohl morgen besseres Wetter bei unserer Wanderung haben werden? Den Vormittag verbrachten wir auf dem Sonnendeck, mit Fernglas, Rätselzeitung und Decken. Es war bayrischer Vormittag, die Leberkässemmel lehnten wir ab, das Freibier haben wir genommen. Leider fuhren wir zu weit am Torghatten vorbei. Zwischen Mittagessen und Kaffee lagen wir in der Sonne, haben auch mal Netz gehabt und Stefan erreichet. Nun sind wir wieder von der Außenwelt abgeschnitten und etwa auf der Höhe von Trondheim. Der Nachmittag stand unter dem Motto “Wie man einen Norweger versteht und benutzt”. Darüber soll es auch ein Buch geben. Nach dem Abendessen war Odessa- Abend, die Besatzung ist mit ihrem Programm dran. Die sind schon den ganzen Tag aufgeregt. Sie haben ein sehr schönes Programm gestaltet die Show Lounge war voll besetzt, bis auf den letzten Platz.



Auf Reede



Hellesylt Flogebirge Dalsnibba Jostedalsbreen Geirangerfjord

Flohgebirge

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Samstag 11.08.2007 Träume nicht von Dingen, die sein könnten, schöpfe aus Dingen die sind

Sonnenaufgang 5.26 Uhr Sonnenuntergang 21.57 Uhr

Gegen 8 Uhr hatten wir Hellesylt erreicht, ganz einfach zu merken- Helle wie hell und sylt wie ...
Jedenfalls war es sehr hell, der Nebel lag wie ein dichtes Tuch über den Fjord wir nahmen also alle unsere Sachen mit, welche wir dachten zu benötigten. Es war mit allem zu rechnen. Immerhin hatten wir herausgefunden, dass wir den Bus den ganzen Tag behielten und somit auch nicht benötigte Sachen im Bus lassen konnten. Mit den Tenderboten ging es so gegen 9 an Land. Nach einer kurzen Rundfahrt durch Hellesylt ging es in die Berge. Von Vollset führte der Wanderfahrt durch eine Moorlandschaft und dann hinein in die typisch norwegische Bergwelt. Grauer Granit in bizarren Formationen, eine unerwartet reiche Flora und Hochgebirgsseen. Den ersten ließen wir links, den zweiten rechts liegen, am dritten an der Skihütte machten wir Rast. Leider blieb uns von der 700 m hoch gelegenen Hütte der Blick auf die hohen Berge, bis 1800m und den Gletscher verborgen, obwohl sich der Nebel etwas gelichtet hatte. Von nun an ging es nur bergab nach Flo, wunderbar am Strynsee gelegen. Die Wanderung ist sehr empfehlenswert, jedoch nicht von Flo nach Vollset. Leider stürzte eine Frau, so dass wir einen Krankenwagen anfordern mussten. Von Flo fuhren wir um den Stynsee herum zum Jostedalsbreen Nationalparkzentrum. Es gab Kaffee und Fladen, mit Marmelade und Buttermilch. Ich nutzte die Zeit um ein paar Bilder zu machen, aber erst nach dem Fladen. Während unserer Fahrt zur Dalsnibba mußten wir drei Tunnel durchqueren: erster Tunnel - Nebel, zweiter Tunnel - Nebel, dritter Tunnel — Sonnenschein. Wir waren 1500 m hoch und hatten einen herrlichen Blick über die Berggipfel auf die Gletscher. Durch die Wolken bzw. Nebeldecke fühlten wir uns in die Eiszeit zurück versetzt, so hoch musste wohl das Eis gewesen sein. Wir standen jedoch kurzärmlich und blickten auf die noch sehr mit Schnee bedeckten Gletscher. Der Blick auf den Geirangerfjord bleib uns allerdings verwert, so dass wir nur den anderen Mitreisenden erklären konnte, wo unser Schiff lag. Im dichten Nebel passierten wir den Flydalsjuvet, ließen die Autoschlange hinter uns durch und fuhren weiter nach Geiranger. Nach einem kurzen Spaziergang durch die Touristikgeschäfte Geirangers ging es wieder zurück an Bord. 18 Uhr verließen wir Geiranger mit einer Sail-Away-Party durchgeführt von Claus Debusman, welcher sich sehr mit der Schiffssirene auseinander setzen mußte. Vorbei an den sieben Schwestern, nur die 7. war etwas schwach, und dem Freier mit seiner Flasche nahmen wir Kurs auf Bergen. 226 sm = 419 km
Am Abend lauschten wir noch den Liedern von Mary C. Bernet, der Saal war aber lange nicht so gefüllt wie am Vorabend.




Strynsee



Bergen

Fischmarkt in Bergen

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Sonntag 12.08.2007 Leicht zu leben ohne Leichtsinn, heiter zu sein ohne Ausgelassenheit, Mut zu haben ohne Übermut, das ist die Kunst des Lebens.

Sonnenaufgang 5.45 Uhr Sonnenuntergang 21.44 Uhr

9 Uhr Ankunft in Bergen. Leider war unser Anleger schon besetzt - das Recht des Größeren, wir lagen aber nicht weiter vom Stadtzentrum entfernt. Nach einem ruhigen Frühstück ging es so gegen 10 Uhr auf einem kurzen Stadtrundgang. Fischmarkt, Altstadt, botanischer Garten, See zurück durch die alten Gassen- ziemlich schnell, denn wir wollten auf dem Schiff essen. Ich habe mir eine Mütze aus Elchleder gekauft, unser kleines Elchfell erhielten wir wieder nicht. Wir waren trotzdem noch überpünktlich zurück. Am Nachmittag fuhren wir mit der Floybahn auf 320 m Höhe und begannen unsere Sonntagswanderung. Sie steigerte sich aber, so etwas hatten wir nicht erwartet. Auf dem Weg zu Bahn besichtigten wir noch die Hokonshalle, die Krönungshalle der norwegischen Könige. Sie wurde von 1247 bis 1261 errichtet. !944 explodierte ein deutsches Munitionsschiff im Hafen und nahm die Halle mit. Heute strahlt sie wieder. Weitere Besichtigungen nahmen wir nicht vor, da überall Kassen standen p.P. 40 Kronen. Das meiste kannten wir ja schon. Die Bergener haben wirklich eine herrliche Landschaft in ihre Umgebung. Wir wanderten in Richtung Rundmannen - aber es war kein Rundweg, der Weg führte meistens Bergauf. Vorbei an wunderschönen Fjellseen und immer wieder einen Blick auf die Stadt.
Immer wieder wollten wir nach der nächsten Kurve umkehren, aber die herrlich strahlende Sonne und der Blick trieb uns immer weiter nach oben. Als wir dann das andere Kreuzfahrtschiff auslaufen sahen entschieden wir uns nur noch um diese Kurve zu gehen und dann zurück. Oben sahen wir noch einen angelegten Stausee und einige Wolken in der Ferne. Da das Wetter hier sehr schnell umschlägt machten wir uns nun auf den Rückweg. Unten an der Bergstation der Bahn hatten wir mehr Durst als Heimweh. Ich hatte noch 76 Kronen. Wir bestellten eine Flasche Wasser und eine Flasche Apfelsaft ----- 74 Kronen, ich gab 75. Man beachte, es war Selbstbedienung und teile die 74 durch 8, so erhält man Euro. Mit der Bahn fuhren wir nach unter und gingen auf das Schiff.
Am Abend gab der Rest der Besatzung sein Bestes. Alle Mann an Bord war das Thema, die Seekarte wurde zugunsten der Welthungerhilfe verlost. Wir hatten die Nummern 528 Kathrin und 529 ich. Aber Kathrin kaufte sie beide. Nur ich mußte vor und den zweiten Preis, eine Flasche Sekt und ein Kochbuch abzuholen. Da die Autorin Olga Katharina Farca mit uns gemeinsam dieses Kreuzfahrt gemacht hat steht nun eine kleine Widmung drin.
Lange waren wir schon Unterwegs auf dem Weg nach Bremerhaven. 462 sm = 855 km




Brüggen



Seetag nach Bremerhaven

Wir warten auf das letzte Essen

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Montag 13.08.2007 Jeder Mensch ist ein Clown, aber nur wenige haben den Mut es zu zeigen.

Sonnenaufgang 5:23 Uhr Sonnenuntergang 22:01 Uhr

Dieser Tag steht schon ganz in Vorbereitung unserer Ausschiffung. Tagesberichte schreiben, Koffer packen. Zumindestens einen mit der benutzten Wäsche. Wir haben fast alles irgendwie und irgendwann an gehabt. Zwischendurch mussten wir aber auch noch einmal an Deck, der Gemüseschnitzer Manuel gab sich noch einmal viel Mühe, manch einer erkannte Ähnlichkeiten mit den fertigen Arbeiten. Die Sonne schien sehr schön, allerdings machte sich wieder Wind auf. Zum Glück hatte sich das Tief etwas verzogen, so dass der Wind nur noch Stärke 5/6 erreichte.
Da der Shantychor seine maritime Matinee zum Besten gab blieben wir standhaft. So wurde die Zeit bis zum Mittag wieder sehr knapp. 16:30 war der Film über die Kreuzfahrt fertig, wir sahen ihn uns noch einmal an. 18:30 der Kapitän und alle Offiziere und wer sonst noch etwas zu sagen hatte verabschiedeten sich. Wir hatten noch einmal das Beste aus uns gemacht, damit das Gala-Abendessen und die anschließende Show noch einmal richtig ablaufen konnte.
Bekleidungsvorschrift war noch einmal festlich.

Dienstag 14.August 2007 Abschied ist der Beginn einer Erinnerung

Sonnenaufgang 6:05 Sonnenuntergang 21:02

8Uhr waren wir in Bremerhaven
Auf dem Schiff wurden 4359 kg Früchte, 6448 kg Frischgemüse, 4865 kg Fleisch, 1550 kg Fisch, 16975 Eier, 3920 l Bier und 2527 l Milch verbraucht.... Und wir zahlten noch einmal 989,90 €.

Mittwoch 15.08.2007 Nein es geht nicht so weiter, ab sofort müssen wir wieder alles selber machen. Einige Sachen mussten ersetzt, d.h. neu gekauft werden - ein Hemd für mich und einen BH für Kathrin



Kreuzfahrt


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Kommentare

  • BerndBasenau

    Hallo Frank,

    da kommt bei uns schon Neid auf. ;-) Eine solche Reise ist ein Traum. Wir sind bisher nur etwas mit der Hurtigrute gefahren. Aber das ist mit Eurer Reise nicht vergleichbar.

  • freeneck-farmer

    Hallo,
    wir fahren 23 Juli 3 Wochen fast dieselbe Reise, nur anders herum und auch noch Grönland. Ich hoffe wir haben nicht so viel Sturm und Nebel. Mein Mann findet 3 Wochen viel zu lange, ich weiss noch nicht ob ich ihm Ihr Bericht lesen lassen soll, oder nicht. Wenn wir zurück sind, schreibe ich hier ein Bericht.
    Ihr Bericht hat mir sehr gut gefallen, viel Info und schöne Bilder.

    MfG Anneken

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