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Reisebericht: Valle Maggia
im haben wir hier eine Woche ausgespannt und das Tal erkundet ...
mit meinen Eltern war ich hier schon sehr oft, das letzte mal allerdings 1994. Damals haben wir immer in Prato Sornico in einer Ferienwohnung gewohnt. Diesmal haben wir uns ein kleines Rustico gemietet.
Es liegt nur ein paar km oberhalb von Prato in Richtung San Carlo. Daneben steht nur noch ein anderes Haus, das aber zumindest im Herbst, noch nicht bewohnbar war. So waren wir immer völlig alleine!
wir hatten unglaublich Glück mit dem Wetter - jeden Tag blauer Himmel und Sonnenschein! Die zwei Wochen davor hat es anscheinend jeden Tag geregnet und als wir abfuhren, zogen auch Wolken auf. Gut geplant :)
Das Tal ist sehr groß und verzweigt sich wie eine Hand in fünf Täler - Val di Campo, Val Peccia, Val di Bosco, Val Bavona und das Val Lavizarra, wo wir diese Woche verbracht haben. Am beeindruckendsten fand ich wie immer die Flüsse - glasklares Wasser, Wasserfälle und sogar kleine Sandstrände! einfach toll!
Was deutlich zu bemerken ist, ist der Bevölkerungsschwund in den oberen Bereichen des Tales. So stehen extrem viele Häuser leer oder werden nur als Sommerferienhäuschen genutzt. Trotzdem ist es schön, durch die Dörfchen zu schlendern und sich die alten traditionellen Häuser anzuschauen.
Ausflug nach Locarno
um mal etwas Stadtluft zu schnuppern sind wir einen Tag nach Locarno runter gefahren. Da ist man gut ein Stunde unterwegs, kann also nicht 'mal eben' hinfahren! Ich find Locarno einfach toll! Wir sind ziellos durch die Straßen geschlendert, etwas am See entlang und haben ein teures Essen in einem der zahllosen Restaurants genossen. Zum Abschluss gabs eine Kugel Bacchio-Eis. So Gutes wie dort hab ich sonst nirgends bekommen (bisher).
Damit mein Patenkind auch etwas erlebt hat, sind wir noch mit der Bahn zur Madonna del Sasso hochgefahren. Leider wurde diese zu dem Zeitpunkt renoviert, so dass nicht alle Räume zugänglich waren. Trotzdem ist es immer wieder schön, dort oben zu sein und die Aussicht war auch wieder bombastisch. Leider wurde gegen spätnachmittag der Himmel etwas diesig.
Wanderung auf die Alp Soveltra
an einem Tag wollten wir dann noch eine längere Tour machen!
Wir haben uns dazu entschlossen, von Prato zu starten.
Zunächst ging es moderat eine Straße hinauf bis zu einem Maiensäss. Bei normalem Tempo benötigten wir dazu ungefähr eine Stunde. Von dort aus wurde es schon etwas steiler und der Weg führte nun durch eine kleine Schlucht. Diese Schlucht war irgendwie unheimlich, aber auch beeindruckend. Obwohl die Sonne schien, lag die komplette Schlucht im Schatten. Außerdem war es sehr feucht und es tropfte ständig. An einer Stelle ging der Weg über in den Fels gehauenen Treppen - hier kam ich mir vor wie in Herr der Ringe, als Frodo und Sam in Mordor unterwegs waren und auch so steile Treppen erklimmen mussten!
Am Ende angekommen waren es nur noch einige hundert Meter bis zur Alphütte Soveltra. Von dort können weitere Wanderungen unternommen werden...
Von hier aus ist es auch möglich über einen Pass ins Valle Vercasca zu wandern. Von Prato aus benötigt man dazu etwa 7 Stunden, von der Alp selber schätze ich ca. 4-5 Stunden.
Leider war die Alphütte schon geschlossen, so dass wir nur unser mitgebrachten Proviant verzehrten und wieder nach Prato zurück liefen.
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Das klingt nach einem wirklich sehr erholsamen Urlaub! Schön!
LG Susi -
Solche Tage in einem abgeschiedenen Dorf bringen mehr Erholung als jedes Kurhotel! Schön erzählt!
LG Christina -
Kann ich mich nur anschließen, eine schöne Erzählung die wirklich nach Erholung klinkt und die die positiven Wahrnehmungen wiederspiegelt. LG Frank
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