Reisebericht

Reisebericht: Ein Wintermärchen- Yellowstone

 
 
 
 
 
Reisebericht: Ein Wintermärchen- Yellowstone

Wohl einer der faszinierendsten Flecken der Erde ist der Yellowstone Nationalpark. Neben ausgeprägter Vielfalt an Tieren und Pflanzen sind die geothermischen Quellen in dieser Anzahl und Vielfalt wohl einzigartig. Dieses Stück Natur im Winter zu erleben setzt dem ansonsten schon einmaligen Erlebnis die Krone auf.

 
 
 
 
 

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Der älteste Nationalpark der Welt wurde 1872 gegründet. Er liegt mit 96 Prozent der Fläche beinahe vollständig im US-Bundesstaat Wyoming, drei Prozent liegen in Montana, ein Prozent in Idaho. Mit 8987 km² Fläche gehört er zu den größten Nationalparks der USA. Die Fläche des Nationalparks entspricht in etwa der Größe des Kantons Graubünden. Der Yellowstone-Nationalpark ist Teil der Rocky Mountains und liegt durchschnittlich etwa 2440 Meter über dem Meeresspiegel.

Das Magma ist in einer immensen Ausdehnung nur ca. 8 Kilometer unter der Erdoberfläche. In gewisser Weise sitzt man also regelrecht auf einem Dampfkochtopf. Geysire, Schlammtöpfe, Fumarolen, heisse Pools sind offensichtliche Zeichen, dass die Hitze nicht weit ist. Immer wieder neue Formen, wie die Hitze an die Oberfläche tritt, lässt den Besucher staunen. Besonders im Winter ist das bizarre Wechselspiel von über minus 20 Grad Lufttemperatur und den heiss sprudelnden Geysiren fantastisch.

Der Nationalpark ist im Winter nur zu Fuss, mit Langlaufskiern oder mit Schneemobilen zugänglich. Da gibt es regelrechte Raupen-Busse, die 10 bis 20 Besucher in den tiefverschneiten Park fahren, oder die streng limitierten und auch äusserst umstrittenen Schneetöffs. Rund 300 Schneetöffs pro Tag dürfen den Park befahren, und nur auf den vorgegebenen Routen mit speziell ausgebildeten Führern in Gruppen von maximal 10 Schneetöffs. Die Schneetöffs müssen aktuellster Technik entsprechen und mit 4-Takt-Motoren ausgerüstet sein.

Rund um den Nationalpark gibt es grössere und kleinere Städtchen, die im Winter verwegenen Besuchern den Zugang zum Park ermöglichen. West Yellowstone im Staate Montana aber schimpft sich „Snowmobile Capital of the World“, also Schneetöffhauptstadt. Sie macht ihrem Namen alle Ehre. Vor den Häusern stehen neben obligaten Pickup-Trucks in der Regel die Schneetöffs abfahrbereit. In den nicht schwarzgeräumten Strassen mischen sich Autos und Snowmobiles bunt durcheinander.



 
 
 
 
 

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Nachdem Helm, Overall, Handschuhe und Kopfüberzug bezogen sind, beginnt der Ausflug in den Park mit einer kurzen Instruktion der Snowmobiles. Dann geht’s los, der Guide fährt vorne weg und kündigt mit Handzeichen jeden Richtungswechsel oder Stopp an. Zuerst durch die Strassen West Yellowstones, dann endlich, das Schild „Sie befinden sich im Yellowstone Park“. Dem Fluss entlang gleitet man mit den Gefährten über die präparierten Strassen, bis die Führerin die Gruppe zum Stoppen bringt. Weisskopfadler in der Ferne auf Bäumen, Bisons, die sich in nächster Nähe im Schnee ihr Futter suchen. Dort ein Koyote, der durch den tiefen Schnee hüpft - ein Wintertraum. Nach 14 Meilen, ca. 20 Kilometer, die wärmende Hütte. Heisse Schokolade zum Aufwärmen, nach gut einer Stunde Fahrt genau das Richtige. Dann geht’s weiter zu den eindrücklichen Fumarolen und Geysiren. Die Schneetöffs lassen wir für einen Moment stehen und stampfen dick eingemummt über die glitschigen eisigen Stege zu den eindrücklichen thermischen Sehenswürdigkeiten. Nach einer weiteren Stunde Fahrt Mittagspause beim „Old Faithfull“, was etwa so viel heisst wie „der alte Zuverlässige“. Alle 90 Minuten speit dieser grosse Geysir eine ca 20 Meter hohe Fontäne in die Höhe. Nicht immer gleich lang oder gleich hoch, aber eben zuverlässig alle 90 Minuten. Eine Eruption dauert meistens zwischen 1,5 und 5 Minuten, zwischen 14.000 und 32.000 Liter Wasser werden pro Eruption ausgestossen. So ist hier an dieser Stelle im Sommer ein riesiger Menschenauflauf und eine regelrechte „Tribüne“ wurde darumherum erstellt. Nun im Winter sind es ein paar Touristen, die sich mit Schneetöffs oder eben Schneebussen hierher verloren haben. Bei klirrender Kälte, aber herrlichem Wetter, bot er wie versprochen sein Spektakel. Minutenlang schiesst in den Himmel empor, was sich vorher in 90 Minuten tief unter der Erde in einem komplizierten unterirdischen Hohlkammersystem an Druck und heissem Wasser aufgebaut hat.
Nach dem Höhepunkt, wenn überhaupt von einem Höhepunkt gesprochen werden kann, denn aus dem Staunen kommt man kaum heraus, braust man mit rund 50 km/h zurück nach West Yellowstone, natürlich nicht ohne regelmässige Stops, bei welcher die sachkundige Führerin immer wieder Wildtiere entdeckt und geologische Highlights ausführlich erklärt.



 
 
 
 
 

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Region: Yellowstone

Kommentare
  • gundel63 26.10.2009 | 17:38 Uhr

    Hallo teddyboss,
    ich war im August 2009 im Yellowstone mir hat es auch super gefallen, am meißten aber der Morning Glory Pool...der sieht so richtig schön bunt aus.Aber deine Fotos finde ich noch schöner weil sie halt im Winter gemacht worden sind.Ja,das ist ein Heileit der Yellowstone im Winter...nur zu empfehlen.

  • venus 27.10.2009 | 04:49 Uhr

    informativ, kurz und gut. So liebe ich es...

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