Antarktis 2009

Reisebericht

Antarktis 2009

Reisebericht: Antarktis 2009

Es war eine Reise an das südlichste Ende der Welt - bis über den Südpolarkreis; in eine unwirkliche und doch realistische Welt!

Es war eine Reise der besonderen Art. Unsere Anreise per Flugzeug organisiert durch Hurtigruten war absolut problemlos und bequem, man kümmerte sich um alles und der Charterflug bei sonnigem Wetter nach Ushuaia auf Feuerland war perfekt.
Ein Busausflug durch den Nationalpark sollte man sich nicht entgehen lassen, zumal wir eine sehr gute deutschsprachige Reiseleitung hatten.
Abends um 17.00 Uhr kam dann der grosse Moment: Einschiffung auf der MS Fram, das neueste Flagschiff der Hurtigruten. Ein freundlicher Empfang, anfertigen der obligatorischen "Hundemarke" (sie wurde unser treuer Begleiter während der gesamten Reise), Einrichten eines Bordkontos, Eintragung in die Bootsgruppe, Besuch beim Bordarzt, Abholung der Antarktisjacke und eines Reiseführers - das alles gleich zu Beginn und schon war die Zeit zum Abendessen um.



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Eine ruhige Überfahrt über die berühmt-berüchtigte Drake-Passage war gespickt von ersten Informationen über das was uns bevorstehen sollte. Dazu gehörte auch eine Pflichtveranstaltung "Wie verhalte ich mich in der Antarktis" ohne deren Teilnahme man nicht von Bord gekommen wäre.
Und das wäre absolut schade gewesen!!!! Denn uns erwartete eine grandiose Landschaft und eine vielfälige Tierwelt. Jeden Morgen, aber auch zu anderen Tageszeiten war unser Schiff umzingelt von Walen, Robben, Vögeln und Pinguinen.
Der Besuch der Pinguinkolonien an Land war allerdingt immer etwas besonderes. Obwohl wir Anweisung hatten 5 m Abstand von Pinguinen und 10 m Abstand von Robben war dies oft nicht möglich, zumal die Tiere sich auch nicht daran hielten.



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Ein absoluter Höhepunkt war dann der Besuch von Neptun an Bord, markierte er doch mit seiner Begleitung die Überquerung des Südpolarkreises. Mit der Taufe mittels Eiswürfelwasser im Nacken (brrrrrrrrrr!!!) und einem launigen Spruch wurden wir in "Neptuns Reich" aufgenommen; gleichgestellt mit den Dorschen und Heringen und sonstigem Wassergetier.



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Ein weiterer Höhepunkt war die Durchfahrt durch den Gullet-Sound (Speiseröhre) bei stahlblauem Himmel und warmen "1,5 Grad Celsius". Die Bilder sprechen eine eigene Sprache und bedürfen keiner Erklärungen!!!



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Ein internationales Lektorenteam begleitete uns auf dieser Reise und jeder war ein Könner seines Faches. Ob als Biologe, Geologe, Historiker: es blieb keine Frage unbeantwortet. Die Vorträge waren immer voll besetzt und auch bei den Exkursionen an Land begleiteten uns alle und halfen wo sie nur konnten. Allen voran natürlich unsere beiden Expeditionsleiter Karin und Peter.



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Ein stolzes Schiff: Die Fram.



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Er war der Chef des Ganzen und brachte uns wohlbehalten durch die Eiswelt. Auch wenn es manchmal eng wurde und zuviel Eisschollen um uns rumschwammen - er behielt die Nerven und den Überblick. Vielen Dank an Steiner Hanssen, unser norwegischer Kapitän!!!!!!!!



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Nach 12 Tagen auf See kamen wir wieder in Ushuaia frühmorgens an.
Der Regen der uns empfing machte uns den Abschied nicht schwer.
Viel schwerer fiel der Abschied vom Expeditionsteam und manche Träne wurde vergossen.


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Kommentare

  • Zypresse

    ... ich hab schon angefangen zu sparen - die Antarktis steht definitiv auf meiner wish-list ganz oben.
    Danke für den appetizer!

  • Gaby13

    Antarktis - da wollte ich schon vor einigen Jahren hin, hab es aber irgendwie nie hinbekommen ... dein Beicht bestärkt mich darin, dieses Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.
    Habt ihr direkt bei Hurtigruten gebucht oder über einen Reiseveranstalter? Wen??
    LG Gaby

  • RdF54

    Tolle Reise mit super Fotos!!
    Hoffe Du schreibst noch den zweiten Teil, so "Abenteuer auf dem Eis" ... ;-)
    Es interesssiert uns natürlich was Du bei Deinen Ausflügen erlebt hast ...

    LG Robert

  • INTERTOURIST

    Das ist aus vielen Gründen eine besondere Reise.
    Es ist der 6. Kontinent mit einer Landschaft die es so oder ähnlich nirgends ein zweites Mal gibt.
    Das fragile Ökosystem ist akut bedroht und wird wohl bald so nicht mehr zu erleben sein.
    Nicht zuletzt ist es aber der Preis der hier einen Massentourismus verhindert.

    Wir sollten uns bewusst sein, dass wir zu einer elitären Minderheit gehören, die sich so etwas leistet.
    Damit einher geht eine Verantwortung auf eine beliebige Art einen Beitrag zum Schutz der Ökosysteme auf unserem Planeten zu leisten.

    Viele Grüße

    Jörg

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