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Reisebericht: Wien und die Wachau in vier Tagen
Eigentlich waren wir zu einer Hochzeit kurz hinter der tschechischen Grenze eingeladen - weil wir die Kinderausweise vergessen hatten wurden daraus vier erlebnisreiche Tage in Wien und der Wachau mit unseren beiden kleinen Kindern.
23.08.2007
Rosenheim - Melk - Wien
Bereits von der Autobahn aus sieht man das gewaltige Bauwerk auf dem Weg von Deutschland in Richtung Wien. Unübersehbar gelb thront das Stift Melk über dem Ort am Eingang zur Wachau. Für uns war es nach einem Vormittag Autofahrt mit unseren beiden Kindern Amelie (fast 4) und Bastian (fast 2) der Ort zum Mittagessen und zum 'was erleben' für den heutigen Anreisetag und damit das eigentliche Ziel des heutigen Tages, auch wenn wir danach noch ein ganzes Stück zu Fahren hatten. Vom großen Besucherparkplatz geht man eine Treppe hinunter zum Stift und hat damit bereits vor dem eigentlichen Betreten der Anlage einen wunderschönen Eindruck dieses gewaltigen barocken Ensembles. Unser Weg führte uns aber aufgrund der Uhrzeit zuallererst zum Wirtshaus der Anlage, das ein - für einen derartigen touristischen 'hot spot' - überraschend normales Preis-Leistungs-Verhältnis aufweist. Dank des (noch) schönen Wetters nahmen wir im Garten Platz und ließen es uns schmecken, die Kinder konnten die Wartezeit durch Herumtollen verkürzen und wir damit in Ruhe auch nach dem Essen noch eine Tasse Kaffee genießen.
Genug gefaulenzt wollten wir auch etwas für unsere Bildung tun, kauften Eintrittskarten und machten uns - den Kindern zuliebe ohne Führung auf eigene Faust (und dafür auch im eigenen Tempo) - auf den Rundgang durch das Stift. Herrlich ist allein schon der Innenhof des Klosters mit dem zentralen Brunnen, bevor es nach drinnen geht. Der Rundgang führt zunächst durch das überraschend modern gestaltete Stiftsmuseum. Die Informationen sind spannend und zeitgemäß aufbereitet. Thematisch gegliederte Räumen präsentieren verschiedene Aspekte der Klostergeschichte multimedial aufbereitet. Danach folgen der Marmorsaal und der berühmteste Raum von Melk, die Bibliothek, bevor es schließlich in die alles beherrschende Stiftskirche Peter und Paul geht. Dabei bieten Terassen und Balustraden immer wieder schöne Ausblicke in die Landschaft von Waldviertel und Wachau. Immer wieder überraschen moderne Details in dieser barocken Anlage, so zum beispiel die modernen Fresken der Kardinaltugenden, mit denen die Gebäude des Prälatenhofes geschmückt sind - ähnlich angenehm überraschend, wie wir auch die Gestaltung des Stiftsmuseums fanden. Überwältigend jedoch bleibt der Innenraum der Stiftskirche in Gold und Gelb und mit den herrlichsten Fresken.
Leider mussten wir auf einen abschließenden Spaziergang durch den Stiftspark verzichten, weil Wolken aufgezogen waren und es zu Regnen begann. Weil wir deshalb früher losfuhren als geplant, entschieden wir uns dafür, nicht zurück auf die Autobahn, sondern die Donau entlang durch die Wachau nach Wien hinein zu fahren, was auch den Vorteil hat, dass man zur Hauptverkehrszeit nicht im Stau ins Zentrum hinein steckt, sondern vom Norden her bei weniger Verkehr in den ersten Wiener Bezirk hineinfährt. Darüber hinaus bot ein schönes Lokal an der Straße, nachdem der kurze Schauer aufgehört hatte, die Gelegenheit für ein kurzes Nachmittags-Kaffetrinken, bei dem die Kinder noch etwas auf dem Wirtshaus-Spielplatz spielen konnten, bevor wir die letzten Kilometer in Angriff nahmen.
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