Reisebericht

Reisebericht: Im Bann der Sieben Schwestern

 
 
 
 
 
Reisebericht: Im Bann der Sieben Schwestern

Mythos Moskau - Die russische Hauptstadt ist eine Metropole der Superlative. U-Bahnen im 90-Sekunden-Takt, am Himmel kratzende Stalin-Bauten, marmorverzierte Bahnhöfe und inmitten der Stadt mehrspurige Straßen, die eher an Autobahnen erinnern.

http://www.xflo.net/2009/05/06/im-bann-der-sieben-schwestern-moskau/de/

 
 
 
 
 

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Wer sich der Unfreundlichkeit des Sheremetyevo Flughafens entziehen will, der ist auf dem Domodedovo-Airport definitiv besser aufgehoben. Die dortige Passkontrolle ist jedoch ein echtes Nadelöhr. 300-400 Menschen, meist russischer Abstammung, begehrten Einlass an wenigen Kontrollschaltern. Wer schon mal das Vergnügen in der russischen Botschaft in Berlin hatte, der wird wissen wenn die Rede von “Hauen und Stechen” ist. Hat man diese Hürde genommen, steht dem Weg in die Stadt nichts mehr im Wege. Der AeroExpress braucht 40 Minuten bis er den Paveletsky Bahnhof (Павелецкий вокзал) erreicht. Das Ticket des AeroExpress-Zugs braucht man übrigens die ganze Fahrt über, vor allem Ende, um mit dem Strichcode die Kontrollgitter passieren zu können. Also nicht wegwerfen das Teil!



 
 
 
 
 

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Die einfache Fahrt mit der Moskowiter Metro kostet 22 Rubel. Dafür kann man sich innerhalb des gesamten U-Bahn-Systems von A nach B bewegen. Die Beschilderung lässt manchmal ein wenig zu wünschen übrig. An der Teatralnaja (Театральная) zum Beispiel findet man nicht gleich den Übergang zur roten Linie und zum Ochotny Rjad (Охотный ряд). Nach dem beeindruckend präzisen 90-Sekunden-Takt der Metro kann man buchstäblich seine Uhr stellen. Sicherlich hat Moskau mehr Einwohner als Berlin und damit ein höheres Passagiersaufkommen zu bewältigen, beim direkten Vergleich der terminlichen Qualität aber können sowohl die “Könner” von S-Bahn als auch BVG einfach nur noch einpacken.

Die Metro-Stationen an sich sind schon Kunstwerke. Fotografieren ist nicht gern gesehen, aber angucken und staunen natürlich allemal erlaubt. Besonders beeindruckend sind die: Komsomolskaja (Комсомольская), Kiewskaja (Киевская), Park Pobedy (Парк Победы), Ploschadch Rewoluzii (Площадь Революции) sowie Majakowskaja (Маяковская) und die Novokuznetskaja (Новокузнецкая).



 
 
 
 
 

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Touristisches Zentrum ist natürlich die Gegend rund um den Kreml. An manchen Tagen quillt der Rote Platz geradezu vor Besuchern über. Die kommen im Übrigen nicht nur aus dem Ausland, im Gegenteil, für viele Russen ist die Reise in die Hauptstadt und die Besichtigung der mit ihr verbundenen wichtigen Kulturstätten etwas sehr Besonderes. Scheint die Sonne, kann man sich an den Eingängen zum Roten Platz mit den Doppelgängern der wechselhaften russischen Geschichte fotografieren lassen. Dabei kommen schon mal Konstellationen zu Stande, die auf einem Foto Hände schüttelnd sowohl die Revolution (Lenin) und als auch den Grund der Revolution (Zar Nikolaus II.) zusammenbringen. Ein weiterer herrlicher Gegensatz ist der Eingang des GUM-Kaufhauses, über dem neuerdings das Abbild Jesu, gerahmt von sowjetischen Emblemen prangt. Obendrein liegt symmetrisch gesehen der Leichnam Lenins genau gegenüber. Eine interessante Konstellation, wenn man sich mal den “Stellenwert” der Religion zu Zeiten von Stalin & Co. anschaut…



 
 
 
 
 

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Die Mauer des 330m langen Pflasters zwischen Erlösertor und Spasski-Turm (Спасская башня) ist das zentrale Element des Roten Platzes. Hier wird den wichtigsten russischen Persönlichkeiten wie dem ersten Menschen im All, Jury Gagarin, und natürlich Wladimir Iljitsch Uljanow, besser bekannt als Lenin, gedacht. An wichtigen Tagen, zum Beispiel dem 9. Mai, dem Tag des Sieges über das faschistische Deutschland, wird der Platz komplett gesperrt. Selbst an den Tagen zuvor wird schon mit Personenkontrollen und dem Aufbau der Tribüne begonnen. An die Kreml-Mauer kommt man dann leider nicht ran.

Betritt man die Roten Platz mit professionellem Fotoequipment, dauert es nicht lange und man wird mit dem FSO, dem Geheimdienst zum Schutz des Präsidenten und der Regierung konfrontiert. In meinem Falle hatte ich das Stativ um ein schönes Panorama-Foto des Roten Platzes zu schießen schon aufgebaut, als ein junger Kerl in meinem Alter an mich herantritt und mir auf Russisch mitteilt, das professionelles Fotoequipment nicht erlaubt sei. In der Tat regelt ein Gesetz, dass Objektive mit Durchmesser größer 67mm als professionell angesehen werden und eine Genehmigung erforderlich ist. Kooperatives Verhalten und ein wenig Freundlichkeit sichern einem dann aber doch das Foto das man mit nach Hause tragen möchte.



 
 
 
 
 

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Mit am eindrucksvollsten sind die diversen Stalin-Bauten, die sogenannten Sieben Schwestern. Die Rede ist von massigen, hohen Gebäuden die allesamt im Zuckerbäckerstil errichtet worden sind. Weithin sichtbar thront zum Beispiel das Appartementhaus an der Kotelnitscheskaja über der Stadt und der Moskwa. Die größte dieser Schwestern ist die Lomonossow-Universität, die zugleich immer noch das größte Universitätsgebäude der Welt ist. Die Lomonossow residiert südwestlich der Stadt auf den Sperlingsbergen und kann über die Metro-Station Universität (Университет) erreicht werden. Doch Obacht, von der Metro aus nähert man sich dem Gebäude von der Seite, was die Lomonossow nicht ganz so wuchtig erscheinen lässt wie sie eigentlich ist.



 
 
 
 
 

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Hier der komplette Artikel auf meiner Website:
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Kommentare
  • RdF54 13.05.2009 | 08:02 Uhr

    schade, dass Du nicht den gesamten Artikel hier veröffentlichst. Jetzt soll ich aus der Community, um weiter zu lesen. Sehr schade ... (Deshalb nur 3 Punkte, obwohl Dein Bericht mehr verdient hätte!!).
    Der Bericht ist ja schon gut und interessant geschrieben und mit schönen Bildern unterlegt - hätte gerne weitergelesen!

    LG Robert

  • xflow (RP) 13.05.2009 | 08:53 Uhr

    Das Lustige daran: der hier gepostete Text entspricht genau dem auf meiner Website. Ich sehe das anders Robert, wenn mein Bericht wirklich interessant für Dich wäre, dann würdest Du ihn Dir anschauen egal wo er stünde. Das Internet lebt seit seiner Geburtsstunde vom Linking. Du kannst noch so oft 3 oder weniger Punkte vergeben, die Früchte meiner Arbeit wird meine Website tragen.

    Außerdem, ich setze mich nicht 2 Stunden vor den Rechner um jedes Bild einzeln hochzuladen. Insofern mal ein Batch-Upload hier eingeführt werden sollte, werde ich drüber nachdenken eventuell Berichte in vollem Umfang zu posten.

  • RdF54 13.05.2009 | 09:25 Uhr

    Hallo xflow,

    siehst Du genau das meine ich doch.
    "Hier der komplette Artikel auf meiner Website" ...
    Du machst Dir so viel Mühe und irritierst dann am Ende den Leser.
    Ich habe auch meine Site im Profil und die Leute, die sich für meine Bilder/Berichte interessieren kommen von alleine - weiß ich aus Erfahrung.

    "Deshalb nur 3 Punkte, obwohl Dein Bericht mehr verdient hätte!!"
    Daran siehst Du doch, dass mir Dein Bricht sehr gefallen hat, aber soll ich zur Überprüfung, ob das der ganze Artikel ist, erst aus der Community und nachschauen?
    Nichts gegen Dich, Deine Berichte oder Deine Bilder, aber ich finde es einfach lästig, wenn ich hier im Lesefluß un beim geistigen Mitreisen plötzlch gegen eine "Wand" fahre ...

    In diesem Sinne
    Robert

  • PioAdam 13.05.2009 | 11:04 Uhr

    Hi xflow,

    ich wollte nochmal die von Dir geschilderte Batchupload-Thematik aufgreifen. Diese Funktionalität existiert bereits in der Reisecommunity. Du kannst unter http://www.geo-reisecommunity.de/bild/hochladen bis zu 20 Fotos auf einen Schlag hochladen.

    Du kannst also, bevor du anfängst einen Reisebericht zu schreiben, zunächst einmal alle Bilder hochladen und diesen dann während der Erstellung des Berichts bequem einbinden. Das erspart dir den Einzelupload.

    Viele Grüße

    PioAdam

  • xflow (RP) 13.05.2009 | 11:21 Uhr

    Danke PioAdam für den Tipp :-) DAS werde ich sicherlich gebrauchen...

  • PioAdam 13.05.2009 | 11:52 Uhr

    sehr gerne,

    und grundsätzlich möchte ich ergänzen, dass wir bei jedweden Problemen im Zusammenhang mit der Nutzung der Community, die zu möglicher Frustration führen könnten, stets ein offenes Ohr für Eure Anliegen haben. Einfach unter info@geo-reisecommunity.de melden, falls es nicht so läuft, wie es sollte :-)

    Grüße

    Adam

  • DiePassantin 13.05.2009 | 12:43 Uhr

    Tolle Fotos (die Mühe ;-) hat sich also gelohnt) und gute Schreibe. Mal wieder Kyrillisch zu lesen, hat auch Spaß gemacht.

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  • gaby59 05.07.2012 | 10:22 Uhr

    der reisebericht - super - super schöne fotos - da ich gerade von moskau komme - 1 woche - zwar ein tagebuch geschrieben habe - ist dieser schöne bericht - auf den ich ganz zufällig gestoßen bin - eine BERREICHERUNG...............................
    Jetzt fällt mir das "Schreiben" deutlich einfacher - und unser geplantes fotobuch kann mit netten textzeilen ergänzt werden (ich bin definitiv kein guter Verfasser von texten - und freue mich, dass es menschen gibt, die all die eindrücke, die moskau bietet, so schön zu papier bringen können - DANKE :D ) - da macht das zusammenstellen meines eigenen reiseberichtes richtig spass..........................

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