Sommertour nach Istrien

Reisebericht

Sommertour nach Istrien

Reisebericht: Sommertour nach Istrien

Juli 2006, unser roter Camper sollte uns diesmal nach Kroatien bringen, genauer gesagt nach Istrien - Zielort offen - gelandet sind wir in UMAG. Unsere Fahrtroute legten wir u.a. über die Großglockner Hochalpenstraße und zum Lipizaner Gestüt, ...ja ja - unsere Tochter ist ein bißchen Pferde verrückt. Wollt ihr mit, dann los - einsteigen und anschnallen, wir starten.

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Wir freuen uns auf einen schönen Urlaub und starten an einem Sonntag. Die Sonne steht bereits über der Burg Frankenstein (mittlerweile 755 Jahre alt), gelegen im schönen Odenwald, oder besser gesagt am nördlichen Anfang des Odenwaldes - Darmstadt nennt man auch das TOR ZUM ODENWALD. Unsere erste Etappe führt uns heute hauptsächlich über die Autobahn Richtung München. Unsere Reisegeschwindigkeit auf der Autobahn beträgt gemütliche 100/105 km/h. Für die erste Übernachtung haben wir uns auf den Chiemsee geeinigt. In Prien steuerten wir den CAMPINGPLATZ und FERIENHAUS HOFBAUER an. Dieser bietet sich besonders gut als Übernachtungsmöglichkeit an, wenn man am nächsten Tag wieder auf Tour gehen will. Da am Ortsrand gelegen, ist man sofort im Feld für einen entspannenden Spaziergang oder eine schöne Fahrt mit dem Rad, z.B. in Richtung See. Letzteres haben wir getan und fanden ein schönes Restaurant mit Namen FISCHER AM SEE, wie der Name schon sagt auch direkt am See gelegen. Dort haben wir auf der grossen Terrasse den ersten Tag ausklingen lassen. Spezialität ist eine grosse Fischkarte. Die Chiemseefische werden auf traditionell regionale Art zubereitet - natürlich täglich frisch.





Wallfahrtskirche Maria-Eck

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Nach dem leckeren Essen am gestrigen Abend, starten wir heute in die nächste Etappe. Diese führt uns noch einmal kurz auf die Autobahn und dann zum nächsten Halt, der WALLFAHRTSKIRCHE MARIA-ECK zwischen Siegsdorf und Ruhpolding. Bei herrlichem Sonnenschein fahren wir am Vormittag unserem Ziel entgegen. Maria Eck zählt zu den beliebtesten Wallfahrtsorten in Bayern. Die Sage von der Gründung der Kirche Maria Eck erzählt, dass Holzfällern am nächtlichen Himmel über dem Wald drei Lichter erschienen seien. Sie hätten daraufhin eine Holzkapelle mit einem Altar errichtet. Danach seien noch zwei Lichter am Himmel zu sehen gewesen. Die Holzfäller hätten darin eine göttliche Weisung gesehen, zu Ehren der Heiligen Dreifaltigkeit noch zwei weitere Altäre aufzustellen, was dann auch geschah. Nach unserem Stopp bei Maria-Eck und einer kleinen Stärkung, ging es weiter durch die Chiemgauer Berge, vorbei an Lofer in Richtung Saalfelden und einer Einkehr zu einem Cheeseburger mit Doppel Pommes und mittlerer Fanta in Zell am See (...grins).



Erlebniswelt Großglockner

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Nach unserem leckeren Mittagsimbiss in Zell am See, übrigens auch ein schöner Wintersport Ort mit dem Skigebiet Schmittenhöhe und nicht weit zum Gletschergebiet Kaprun oder nach Saalbach-Hinterglemm, fahren wir weiter in Richtung Großglockner. Über Bruck geht es auf die Hochalpenstraße und aufwärts zur Passhöhe. Wir haben weiterhin das schönste Reisewetter und freuen uns auf die ERLEBNISWELT Großglockner. Warum Erlebniswelt? Die Hochalpenstraße befindet sich im Nationalpark Hohe Tauern, dem größten in ganz Österreich. Ab der Kasse befinden sich an der Straße entlang verschiedene gekennzeichnete Erlebnisstationen, die man kostenlos besuchen kann. Man hält z.B. an der Informationstelle für Greifvögel, an der FUSCHER LACKE (Ausstellung über den Bau der Straße), oder auch am geologischen Lehrweg. Höhepunkt ist natürlich das Besucherzentrum auf der Kaiser-Franz-Josef-Höhe mit direktem Blick auf den längsten Gletscher der Ostalpen, die Pasterze. Von dort aus gehen noch weitere Panoramawanderwege in die Erlebniswelt Großglockner.

Die Abfahrt der Hochalpenstraße endet in Heiligenblut. Für alle Wintersportfreunde, auch Heiligenblut, mit seinem Skigebiet Schareck, ist sehr empfehlenswert. Es ist mittlerweile später Nachmittag und unsere Fahrt geht immer noch weiter durch den Nationalpark Hohe Tauern, vorbei an Lienz, zu unserem Etappenende in Kötschach-Mauthen. Wir sind kurz vor der Grenze Österreich-Italien und beziehen unser Lager auf dem Campingplatz ALPENCAMP. Der Platz liegt herrlich gelegen, umgeben von Bergen und in ruhiger Lage. Es wird alles geboten was das Freizeitaktivitäten-Herz begehrt. Ob ein Besuch in der AQUARENA mit Wellness bis zum Abwinken, eine Kletter- oder Bikertour, Kajak, oder einfach nur die Natur genießen. Das ALPENCAMP bietet auch Ferienhütten und -wohnungen. Wir freuen uns auf einen schönen Abend - das Ambiente stimmt auf jeden Fall.

Von Kötschach-Mauthen fahren wir am dritten Tag unserer Reise über den kleineren Plöckenpass auf der STRADA DELLA DOLOMITI hinein nach Italien. Diese Etappe führt uns an Udine vorbei an den Golf von Trieste. Auf dem Weg dorthin ist die Fahrt ohne größere Höhepunkte - es ist flach und das schönste an diesem Tag ist die Ankunft an unserem nächsten Übernachtungsstopp. Das Camping Village MARE PINETA BAIA SISTIANA liegt wenige Kilometer vor Triest, oberhalb einer Bucht. Vom Campingplatz hat man ein traumhaften Blick in die Bucht selbst und den Golf von Trieste. Hier riecht es nicht nur nach Urlaub, sondern auch nach italienischer Küche und vom Meer weht die Salzluft um die Nase.



Am nächsten Morgen geht es gut gestärkt in Richtung Triest - das war auch nötig. Die ganze Umgebung mit all ihren Verkehrswegen, war eine große Baustelle - unter uns gesagt die Hölle. Natürlich haben wir uns auch verfahren, aber unser Ziel an diesem Tage sollte uns dafür entschädigen. Nachdem wir durch das Straßenwirrwarr den richtigen Weg nach Slowenien gefunden haben, steuerten wir das LIPIZZANER GESTÜT an. Das ist kein großer Umweg und von Triest aus (und auf der richtigen Straße) beträgt die Fahrzeit ca. 30 Minuten.

Am Gestüt angekommen fährt man ein, wie bei J.R. in DALLAS auf der South-Fork-Ranch - die Straße führt eingerahmt durch weise Holzzäune, durch Weideflächen so weit das Auge sehen kann. In Lipica angekommen - ja, ist nicht nur ein Gestüt, sondern eigentlich auch eine Ortschaft - checken wir uns für eine Führung ein und machen bis dahin eine Pause unter großen, Schatten spendenden, Laubbäumen.

Nach diesen tollen Eindrücken und einer kurzen Pause, starteten wir zu unserer letzten kleineren Etappe in Richtung Kroatien, unser Ziel war nicht mehr weit. Wir waren gespannt was uns erwartete.


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Kommentare

  • Detlevlefty

    Moin moin Bernd. Ein sehr schöner Bericht.Ich Liebe Kroatien, Rovinje und den Limfjord kenne ich auch von der Wasserseite. Istrien war ich bisher in Vrsar und Porec und Pula. Wenn ich nicht so schreibfaul wäre, würde ich auch mal einen längeren Bericht schreiben, aber vielleicht kommt das ja noch. Gruss Detlev

  • mamatembo

    Hallo Bernd,
    im Jahr 1971 (in Worten: einundsiebzig!) habe ich vier Wochen lang Istrien unsicher gemacht. Rovinj z. B. war damals noch ein richtig verschlafenes Nest. Wäre vielleicht interessant, sich von Deinem Bericht inspirieren zu lassen und mal wieder hin zu fahren. Aber eigentlich reizt mich der Odenwald noch viel mehr ...
    LG Beate

  • mamatembo

    P.S.: Euer roter Camper gefällt mir sehr!
    :-))

  • Segelfilmer.de

    Hallo Bernd, Deine WoMo-Tour von Darmstadt bis Istrien hast Du sehr gut beschrieben. Und wie immer erfreue ich mich auch sehr an den Passagen, an denen ich selbst schon "vorbeigeschaut" habe. Lipica zum Beispiel. Und zu Kroatien werden wir von Dir sicher noch einige Berichte lesen können (hoffe ich), denn wenn Du da erst mal südlich von Istrien weitermachst, dann wirst Du schnell merken, dass Du dort über Jahre hinaus Deinen Urlaub verplanen kannst. - Liebe Grüße - Thomas



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