Traumreise durch den Westen Kanadas

Reisebericht

Traumreise durch den Westen Kanadas

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Anreise

Unsere Rundreise mit dem Wohnmobil vom 05.09.2008 bis 04.10.2008


04.09.2008
Vorabend Check-In. Mit zwei großen Koffern und einer Reisetasche machen wir uns gegen 18.00 Uhr auf den Weg zum Flughafen. Wir bekamen einen guten Parkplatz und suchten den richtigen Check-In-Schalter. Er war schnell gefunden und die davor befindliche Schlange war nicht sehr lang. Innerhalb von 20 Minuten waren wir wieder am Auto und waren überrascht darüber, wie problemlos alles lief. Nun sollte es also bald losgehen. Wir waren mittlerweile doch schon etwas aufgeregt. Unsere erste richtig große Reise! Natürlich hatten wir schon einige Urlaube gemacht und geflogen waren wir auch schon öfters. Aber diesmal war es nun ein Langstreckenflug. Vor uns lagen vier Wochen Kanada mit einem Wohnmobil. Vor einem Jahr hatten wir diese Reise gebucht und hatten viele Wochenenden über der Planung gesessen. Wir hatten unzähliche Reiseberichte gelesen, Videos geschaut und Reiseführer gelesen. Nun war es endlich soweit - unser Kanada-Abenteuer konnte beginnen. Wir stimmten uns noch mit einem Abendessen in einem typisch amerikanischen Restaurant ein. Es gab Burger und Pommes, die ganz hervorragend schmeckten. Abends verabschiedeten wir uns per Telefon noch von allen und gingen dann ins Bett. Ob wir wohl schlafen konnten?...

Gegen 8.00 Uhr am nächsten Morgen erschien unser Sohn Dennis, der uns zum Flughafen Hamburg bringen sollte. Wir frühstückten noch schnell, dann ging es los. Wir kamen pünktlich an und konnten aufgrund unseres Vorabend-Check-In gleich zum Gate gehen. Nach kurzer Wartezeit bestiegen wir unser Flugzeug und pünktlich um 10.20 Uhr hob die Maschine nach Frankfurt ab. 45 Minuten später landeten wir butterweich in Frankfurt und machten uns auf den Weg zum Gate 28. Es war ein langer Fußmarsch und wir waren froh, dass wir ausreichend Zeit hatten. Nach kurzer Wartezeit konnten wir in unsere Maschine, einen Airbus A 340-600, nach Vancouver einsteigen. Unsere Plätze waren vorgebucht, es waren zwei gute Plätze gleich am Anfang hinter der Business-Class. Helmut hatte für seine langen Beine ausreichend Platz, so dass wir den ganzen Flug wirklich entspannt geniessen konnten. Der Service an Bord war ausgezeichnet, die 9 Stunden Flugzeit vergingen dann schneller als gedacht. Leider konnten wir nicht sehr viel sehen, da unter uns eigentlich immer Wolken waren. Aber man kann ja auch nicht alles haben.
Um 14.20 Uhr Ortszeit landeten wir in Vancouver und wir waren dann doch froh, dass wir endlich da waren. Leider mußten wir auf unsere Koffer sehr lange warten, so dass wir erst gegen 16.00 Uhr aus dem Flughafen kamen. Ich hatte, nachdem wir die Koffer erhalten hatten, bei Holiday-Homecar angerufen, die uns ja vom Flughafen abholen sollten. So machten wir uns auf den Weg zu dem Treffpunkt vor dem Flughafengebäude. Dort wurden wir von weiteren Kunden von Holiday-Homcar erwartet und wir hofften, dass wir nun abgeholt würden. Schnell kamen dann zwei freundliche Mitarbeiter mit Vans und einem Anhänger. Wir verstauten unser Gepäck und verteilten uns auf die Vans. Die Stimmung war gut. Wir alle sahen gespannt aus dem Fenster und bewunderten die vielen großen Autos, die hier auf den Straßen fuhren. In Deutschland sieht man solche Autos eigentlich gar nicht oder nur sehr selten, dafür sind die Spritpreise bei uns nun doch zu hoch.
Nach der Ankuft auf dem Gelände von Holiday-Homecar erhielten wir dann unsere Womos (hier heißen sie nur kurz "RV"). Eigentlich hatten wir ein 6,40-Meter Womo gebucht. Umso verwunderter, aber auch erfreuter, waren wir, als wir ein 7,70-Meter Womo erhielten. Es handelte sich um einen Ford E 350, 5,4 Liter - 10-Zylinder mit 275 PS der Marke Adventurer.




Unser Zuhause für 4 Wochen

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Nun brauchten wir doch nicht im Alkoven, der in amerikanischen Womos etwas flacher ist als in deutschen Womo`s, schlafen. Nach einer kurzen Liegeprobe entschieden wir, dass wir beide im Heckbett gut Platz haben würden. Also schnell die Betten bezogen, Koffer ausgepackt und alles an seinen Platz gelegt. Außerdem musste auch die Lebensmittelliste noch abgehakt werden, um zu sehen, ob alles an Bord war, was wir bei Holiday-Homecar bestellt hatten. Es stimmte bis auf ein paar Kleinigkeiten alles. Nun galt es, sich Gedanken zu machen, was wir zu Abend essen wollten. Herr Kunke stellte uns einen Gasgrill zur Verfügung und wir grillten Bratwürste. Dazu gab es Brötchen, Bier und Coke. Es schmeckte alles sehr gut und wir hatten einen netten Abend zusammen mit den anderen Gästen. Gegen 20.00 Uhr machte sich doch die Müdigkeit breit und wir gingen in unserem Womo zu Bett. Würden wir die erste Nacht schlafen können? Ja wir konnten!

Gegen 4.20 Uhr wachten wir auf. Das war wohl doch die Zeitumstellung! Wir blieben noch bis 6.30 Uhr im Bett und genossen das Erwachen des Tages. Gegen 7.30 Uhr sollte es in der Küche von Familie Kunke ein Frühstück geben. Wir machten uns langsam fertig und traten schon mal aus unserem Womo. Die anderen Gäste waren auch schon fertig und wir gingen zusammen zum Frühstück. Die Stimmung war toll und das Frühstück war super. Wir konnten sogar Waffeln im Toaster backen - lecker!
Nach dem Frühstück wurden noch einige Formalitäten bezüglich der Versicherung für das Womo erledigt. Dann bekamen wir von Herrn Kunke eine gründliche Einweisung in unser Womo. Nach einer sehr kurzen Probefahrt (entlang der Einfahrt des Grundstücks) sollte unsere Fahrt dann endlich losgehen. Wir hatten ein Navigationsgerät gemietet (5,--$ pro Tag), das uns den Weg durch Vancouver weisen sollte. Die Fahrt durch die Großstadt mit dem langen Womo war sehr aufregend. Helmut bestaunte fast pausenlos die großen Autos und ich versuchte, das alles mit meiner Videokamera einzufangen. Wir fuhren quer durch die Innenstand, was uns dank des Navis ganz gut gelang. Nach ca. einer Stunde waren wir langsam aus der Stadt heraus und konnten uns etwas entspannen. Das Wetter war super. Wir genossen die tollen Ausblicke und die vielen neuen Eindrücke. Unseren ersten Stopp machten wir in Squamisch. Hier wollten wir in den Supermarkt, um noch einige Dinge einzukaufen. Zwar hatten wir die Grundausstattung dank Holiday-Homecar schon an Bord - wir wollten uns aber noch einige Dinge dazu kaufen. Unser erster Weg führte uns in einen 1-Dollar-Shop, in dem es eigentlich alles - von der Klobürste bis zur Postkarte - billig zu kaufen gab. Wir stöberten herum und Helmut entdeckte schon mal sehr preiswerte Caps. Er kaufte sich eins und außerdem noch weitere Kleinigkeiten, wie ein Thermometer und eine kleine Taschenlampe mit Batterien. Ich kaufte eine Telefonkarte für 5,-- $ von VOX International. Damit konnte ich sehr billig nach Deutschland telefonieren. Diesen Tip hatte ich von meiner Kollegin Renate bekommen. Danach ging es noch in einen Liquore-Store, um den Biervorrat etwas aufzustocken. Im angrenzenden Supermakt erstanden wird noch einige Leckereien zum Kaffee, die wir dann auch gleich auf dem Parkplatz vertilgten. Kuchen backen können die Kanadier!

Nach dieser schönen Pause ging unsere Fahrt weiter auf dem Hwy. 99 in Richtung Whistler. Leider wird hier die Straße an vielen Stellen erneuert. Schließlich soll für die Olympiade 2010 alles fertig sein. Also weiter durch die kilometerlangen Baustellen bis zum Brandyvine National Park. Hier besichtigten wird die Brandyvine Falls, zu denen ein schöner Wanderweg führte, der aber nicht besonders lang war. Wir genossen den schönen Spaziergang und machten uns danach auf den Weg nach Whistler. Hier wollten wir unsere erste Nacht auf dem Riversite RV Park verbringen. Wir kamen gegen 18.30 Uhr dort an und fragten nach einem Platz für unser Womo. Leider waren alle Plätze ausgebucht. Wir bekamen aber einen Platz ohne jeglichen Service am Rand der Zufahrt angeboten. Da wir keine andere Wahl hatten und es auch bereits dunkel wurde, nahmen wir das Angebot an. Der Platz (der eigentlich keiner war) war direkt an der Zufahrt auf dem Grünstreifen, neben den Müllcontainern. Der Hwy. war keine 20 Meter entfernt und der Platz war auch noch total schräg. Was auch immer wir versuchten, wir standen so schräg, dass wir nicht hätten schlafen können. Dieser Platz (?) kostete uns 39,-- $. Schlicht eine Unverschämtheit! Wir können nur allen raten, diesen RV - Park nicht anzufahren. Es handelte sich um einen der teuersten Stellplätze der ganzen Reise - und das ohne jeglichen Komfort! Wir versuchten, an der Reception nochmals unser Glück, da wir ja immer noch total schräg standen. Auffahrkeile waren im Womo nicht vorhanden, also gestattet man uns, in der Ladezone vor den Duschen zu parken. Hier war es recht eben, so dass wir zumindest gerade liegen konnten. Zum Abendbrot gab es Brot mit Aufschnitt und Salat. Wir machten noch die Reiseplanung für den nächsten Tag und gingen gegen 22.30 Uhr schlafen.



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Kommentare

  • mamaildi

    Hallo ihr beiden!
    Ein schöner, ausführlicher Bericht der so etwas wie "Heimweh" ausgelöst hat. Wir waren 2006 in einer rollenden 3-Zimmer-Wohnung auf fast der gleichen Route unterwegs.
    Der Campingplatz unter der Lions Gate Bridge ist übrigens völlig in Ordnung; da der Schall nach oben steigt, hat man eine normale städtische Geräuschkulisse, aber keinen übermäßigen Lärm.
    LG Ildiko

  • RdF54

    Klasse Bericht mit tollen Fotos!!
    Er liest sich leicht und locker - als wäre man dabei gewesen ... :-)

    LG Robert

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