spontan mal Dublin

Reisebericht

spontan mal Dublin

Reisebericht: spontan mal Dublin

Im Sommer diesen Jahres zog es mich mit 3 Freunden weg vom Sonne & Strand-Urlaub. Spontan gings also einfach mal für eine Woche ins ach so gemütliche, kleine Dublin mit seinen netten Bewohnern. Ganz simple, aber immer wieder schön!

1. Tag: Ankunft & erste Orientierung

River Liffey

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Nach einem anstrengenden & stressigen Morgen kamen wir gegen 10 auf dem Dubliner Flughafen an. Den größten Teil des (RyanAir)Fluges haben wir mit essen, lachen und lesen verbracht, wobei das lesen sich auf das Zum-ersten-Mal-in-den-Reiseführer-schauen beschränkt. Jetzt gab es kein zurück mehr!
Gleich am Flughafen wurden wir als verplante Berliner enttarnt und man bot uns mehrmals sehr nett Hilfe an. Mit dieser haben wir es dann sogar bis zu unserem Hostel (vorher per Internet gebucht) geschafft. Unser Hostel 'Avalon House' war wie für uns geschaffen => sehr geräumige Gemeinschaftsküche, freier Internetzugang, Billiardtisch und natürlich nette Leute!
Nun kam schon der erste Schock: in unser 4-Bett-Zimmer passten wir nicht zu viert mit Koffern, und auch ohne Gepäck war ein Umdrehen schon eine echte Herrausforderung…
Das darf man aber nicht nur negativ sehen, denn so wird man immer wieder an die frische Luft / in den Gemeinschaftsbereich getrieben und verschwendet nicht seinen kostbaren Urlaub im Zimmer!
Also warfen wir alle unsere Sachen ins Zimmer und unternahmen einen ersten Orientierungsspaziergang. Als Berliner muss man sich jedoch erst einmal an so eine kleine Stadt gewöhnen. Wenn man also einfach losläuft und sich später entscheiden will, wo man eigentlich hin will (in Berlin kein Problem), dann landet man ganz schnell mal am Stadtrand…
Nachdem wir die Stadt ein bisschen besichtigt hatten, wurde irgendwo eingekauft (verdammt teuer!) und Abendbrot gegessen.
Am Abend wollten wir eigentlich die Clubs unsicher machen, lernten dann jedoch ein paar lustige Iren kennen und verbrachten mit ihnen die Nacht im Pub. Das muss man auf alle Fälle mal erlebt haben!
So gegen 3 (wenn man überall rausgeworfen wird) spazierten wir wieder in unser Hostel und schliefen tief und fest…



Tag 2: Erkundung der Umgebung (Süden)

Blick auf Dun Laoghaire

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Am zweiten Tag zeigte sich auf das Wetter (ebenso wie am ersten Tag) wieder von seiner besten Seite. Also beschlossen wir das auszunutzen und in den Süden zu fahren. Diese Idee machte uns der Merian-Reiseführer sehr schmackhaft. Es ging also nach dem Frühstück gleich los zur Tara Station und mit der DART(S-)Bahn nach Dun Laoghaire, einem kleinen spießigen Städtchen am Fuße des Dalkey Hill.
Während der Fahrt bestaunten wir die vorbeirauschende Landschaft.
Gut gelaunt spazierten wir anschließend durch die verlassenen Straßen zwischen Vorstadtvillen Richtung Dalkey Hill. Wir hatten uns fest vorgenommen den schönen Ausblick auf Dublin von der Spitze aus zu genießen. Leider machten wir alle nach 4 Stunden bergauf laufen langsam schlapp… Hinzu kam die unterschätzte Strahlung der Sonne, sodass wir am nächten Tag unsere Nasen mit einer schönen roten Färbung schmückten…
Alles in allem war der Tag schon recht anstrengend, aber auch die Aussicht von der Hälfte des Berges auf die Umgebung hat sich gelohnt.



Tag 3: Kultur meets Shopping

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Das Wetter zeigte sich am 3. Tag leider nicht mehr von seiner besten Seite (auf den Wetterbericht im Internet kann man sich eben doch nicht verlassen…). Wir fragten also unseren Reiseführer um Rat und prompt fanden wir ein paar regentaugliche Alternativen. Nachdem wir uns ausgetrödelt hatten, ging es los in sämtliche kleine (kostenlose) Galerien. Ein absoluter Reinfall!
Zum Mittagssnack fanden wir uns im Trinity College ein. Das gegenüber in der Bibliothek liegende 'Book of Kells' (gilt als schönste westeuropäische Schrift des Mittelalters) machte uns neugierung und wir besichtigten die Old Library mit ihrem beeindruckenden Long Room. Außerdem gab es dort zur Zeit eine interessante Ausstellung über die Rolle der Iren im Zweiten Weltkrieg.
Auf dem Rückweg ins Hostel konnten wir den ganzen Schaufenstern (zugeklebt mit 'Sale') einfach nicht wiederstehen. Es schloss sich demnach eine ausführliche Shoppingtour an…
Abends gingen wir in einen Club. Als wir dann spät in der Nacht wieder im Hostel ankamen, ließen wir den Tag mit ein paar lustigen Unterhaltungen mit unseren 'Mitbewohnern' ausklingen…



Tag 4: Kirchen

St. Patrick's Cathedral

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Langsam kam die Routine in unsreren Tagesablauf. Morgens hatte jeder von uns seine Frühstücksgriffe automatisiert und der allabendliche Gang vom Hostel durch die ganze Stadt und anschließend wieder zurück wurde kein Grund mehr zum rummaulen. Auf Grund von Geldmangel haben wir nämlich beschlossen auf der anderen Seite der Stadt bei Lidl einzukaufen (da weiß man wenigstens auch was wirklich in der Packung ist…).
Nun hatten wir also keine Lust mehr einfach planlos durch die Stadt zu spazieren, weil wir immer wieder die gleichen Sachen sahen bzw. ihnen aus dem Weg gingen. Wir schauten uns also erst die St. Patricks Cathedral und weil so schön war gleich noch die Crist Church an.
Beim Rumdümpeln nach dem Mittag, entdeckten wir in unsrem Reiseführer den höchsten Wasserfall Irlands und eine Ausflugsroute zu diesen. Es handelte sich eigentlich um einen Autofahrertipp, aber wir erkundigten uns bei einer Bushaltestelle und fanden auch eine Nicht-Autofahrer-Lösung.
Auf dem Rückweg beim Spaziergang durch den St. Stephen's Green (Park) hatten wir eine nette Begegnung mit weiteren Einheimischen. Diesmal aber von der anderen Seite. Ein allein erziehender Vater erzählte uns seine Schwierigkeiten mit dem teuren Leben in Dublin, dem Gesundheits- und Bildungssystem. Dieses Gespräch beschäftigte uns noch lange.



Tag 5: Ausflug Powerscout Waterfall

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Heute setzten wir unseren Plan vom Vortag in die Tat um und fuhren mit dem Bus nach Enniskerry. Von dort aus folgten wir den Schildern zum Wasserfall. Uns standen also 2 km Landstraße bevor. Gut gelaunt stiefelten wir los. Es ging bergauf, bergab durch Baumgruppen, an einem Bach entlang und vorbei ein einer wunderschönen hügeligen Landschaft.
Nach besagten 2 km gelangten wir an eine Kreuzung und ein weiteres Schild wies uns den Weg. Die Angabe der Entfernung lies uns jedoch stutzen. Nun hieß es auf einmal weitere 4 km! Mit einem Seuftzen ging es also weiter. Weitere 4 km später zeigte uns das nächte Schild wieder 2 km bis zum Wasserfall. Langsam kamen wir uns verarscht vor und holten an einem Weidegatter erstmal unsere vorbereiteten Sandwichs herraus.
Gut gelaut und gestärkt machten wir uns weiter auf den Weg unserem stark ersehnten Ziel entgegen. Bald kamen wir an einen Kassenposten an der Straße. Wow, wir haben gegenüber den Autofahrern ganze 2 € gespart! Wenn sich das mal nicht gelohnt hat! Der freundliche Kassierer wies uns den Weg mit einem Grinsen und dem Kommentar, dass wir es nicht mehr weit haben, nach einem Kilometer hätten wir's geschafft.
Endlich waren wir da. Jedoch fiel unser erster Blick nicht auf den Wasserfall, sondern auf einen Reisebus aus Stuttgart. Wir klärten mit dem Fahrer also, dass er uns in einer Stunde mit seiner Rentnertruppe wieder mit runter nach Enniskerry nimmt. Erleichterung! Nun konnten wir auch den Anblick des Wasserfalls genießen. Nach einer lustigen Foto-Session gings mit der ganzen Seniorengruppe im Bus zurück zu unserem Ausgangspunkt.
Und dann kam die Katastrophe: bei der Suche nach den Busfahrscheinen für den Weg von Enniskerry zurück nach Dublin, bemerkte die eine Mitreisende, dass ihr Portemonnaie abhandengekommen war. Die eine Hälfte unserer kleinen 4er-Gruppe machte sich also auf den Weg nach Hause während die andere einen weiteren Tripp zum Wasserfall veranstaltete.
Das Portemonnaie war jedoch nirgends aufzufinden…



Powerscout Waterfall



Tag 6: Maynooth

Bahnhof Maynooth

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Ja, das Portemonnaie konnte nicht gefunden werden, doch glücklicherweise meldete sich am Abend des Vortages im Hostel noch jemand, der behauptete im Besitz des Portemonnaies zu sein. Wir machten also einen Treffpunkt aus, um es uns wieder zu holen. Bis zum vereinbarten Treffen um 18 Uhr in Maynooth musste man jedoch erst herrausfinden wo das liegt und wie man am günstigsten dahin kommt. Das ist leichter gesagt als getan, denn kein Dubliner konnte uns sagen, wo wir hin müssen (Maynooth liegt in einer anderen Region). Nachdem aber auch das geklärt war, konzentrierten wir uns auf's Souvenir-Shoppen.
Gegen 16 Uhr machten wir uns also mit dem Pendlerzug auf den Weg ins entfernte Maynooth. Wir haben extra etwas mehr Zeit eingeplant, um uns diesen Ort ein wenig anzuschauen. Wieder mal ein Reinfall! Also führten wir lieber einen verlohren gegangenen Hund ('Angel') zurück zu seinem Besitzer, holten uns dankend das Portemonnaie ab und fuhren anschließend so schnell wie möglich wieder zurück nach Dublin.



Tag 7: Der letzte Tag

16 Sekunden bis "grün"

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Nun ging unser schöner Urlaub schon langsam seinem Ende zu. Da wir kein Geld mehr für die letzte Übernachtung hatten und unser Flug schon um 6 Uhr (gähhn!) am nächsten Morgen ging, beschlossen wir die letzte Nacht auf dem Flughafen zu verbringen.
Um 12 mussten wir auschecken. Das bisschen Restgeld wurde also wieder vershoppt. Den Nachmittag verbrachten wir wieder im St. Patrick's Green. Zum Abschied nahmen wir noch ein allerletztes Mal am abendlichen gemeinschaftlichen Simpsons-Gucken teil und danach den letzten Bus zum Flughafen.
Uns stand eine schlaflose Nacht bei McDonald's im Dubliner Flughafen bevor, bis es wieder zurück nach Berlin ging. Leider kann auch zu viert so eine Nacht langweilig werden… Um dem entgegenzuwirken verschoben wir ein paar 'Möbel' um an Steckdosen für unseren Wasserkocher zu kommen. Der Kaffee, den wir uns daraufhin zubereiteten war wirklich das geschmckliche Hightlight dieser Nacht.
Alles in allem waren wir am nächten Tag glücklich wieder in Berlin zu sein. Doch uns war allen klar, dass es nicht das letzte Mal in Dubin war!


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Kommentare

  • s.gerhard

    Muss ja echt ein cooler Trip gewesen sein.... Wei sponatn war das Ganze?

  • taflo

    Eigentlich wollten nur 2 von uns einfach in irgendeine europäische Stadt verreisen. Der Rest schloss sich dann an, weil deren Reiseplanungen geplatzt waren. Auf einmal waren wir zu siebend. Nun hieß es Dublin oder Stockholm und nach der Entscheidung wurden in Windeseile die Flüge und Hostel gebucht, damit man noch einigermaßen günstig bei weg kommt… Der Rest (3 Leute) ist dann wieder abgesprungen. Es war also eigentlich immer nur ein hin & her…

  • s.gerhard

    Sowas habe ich auch mal vor :) Wie viel Geld habt ihr denn ca. ausgegeben?

  • taflo

    300 € für Flug und Hostel und ca. 150€ zum leben

  • Raudi

    Es muß ja nicht immer Teuer sein ! Ein schöner und erfrischender Reisebericht !
    Ich bin zwar schon etwas Älter ! aber solche Reisen haben mir in meiner Jugend sehr
    viel Spass gemacht.

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar abzugeben. spontan mal Dublin 3.80 10

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