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Reisebericht: Azoren - kommt das Hoch wirklich hier her ??
Wenn einer eine Reise tut...
Tauchen mit Walen und Delphinen und baden in Natur beheizten Becken.
Eine Inselgruppe zieht uns in ihren Bann.
Wenn einer eine Reise tut...
Reisebericht Azoren Mai-Juni 2006
Teilnehmer (im Wechsel): Doris, Rudi, Ruth, Peter, Kristian, Olli, Nicole, Paul, Regina
1.Tag : (25.5.2006 – Vatertag)
Die Vorbereitungen zogen sich schon ziemlich lange hin. Die eigentliche Planung noch viel länger.
Und jetzt, nachdem viele, viele emails hin- und hergesaust waren und wir uns alle gegenseitig unserer Vorfreude versichert haben, ist es endlich so weit.
Die Nacht vorher ist sehr kurz. Einen Tag vorher hat Ruth Geburtstag gehabt und die Gratulanten haben es nicht alle an diesem Tag geschafft sie zu erreichen.
Ich habe meinen Teil zum Packen bereits beigetragen. Jetzt wäre sie dran. Sie macht auch, aber mit immer neuen, telefonischen Unterbrechungen.
Endlich sind alle Taschen und Rucksäcke gepackt. Es wird gerade so am Limit sein mit unserem Gepäck. Nur gut, dass wir Tauchgepäck vorangemeldet haben.
Der Wecker klingelt um 2.30 Uhr und wir duschen, putzen Zähne, packen die allerletzten Reste und fahren zu Kristian und Babs, die uns mit zum Flughafen nehmen.
Dort sind wir die ersten. Wir beschließen mit unseren Tickets schon einmal einzuchecken und – wenn möglich – für den Rest bereits die Plätze freizuhalten. Als nächster taucht Rudi auf und bereitet den Platz für den Rest, während Regina 'small talkt'. Ruth und ich nutzen die Gelegenheit, die sanitäre Einheit zu besichtigen und als wir zurückkommen, ist auch Doris inzwischen eingetroffen.
Draußen regnet es wie wild, wir essen unsere restlichen Weintrauben und begeben uns dann zum Boarding.
Unser Flug verläuft ruhig. Es gibt eine Kleinigkeit zu essen (Pappbrötchen aus Pappschachteln) und zwischendurch schlafe ich ein wenig, weil – fertig. Dazwischen sehen wir mit einem Auge den Film „Big Mommy“ und mit dem zweiten Auge, dass der Himmel bis zum Horizont bewölkt ist.
Um 11.30 Uhr schweben wir in Lissabon ein. Kurz vorher ist die Wolkendecke aufgerissen und die Sonne scheint in Strömen.
Wir werden aus dem Flieger geschleust, fahren ein Stückchen Bus und fahren dann mit dem nächsten Bus zum nächsten Flieger und düsen weiter. Kaum sind wir in der Luft, zieht sich die Wolkendecke wieder zu und das bleibt so, bis wir auf Horta landen.
Dort holt uns Terry ab und fährt uns zum Hafen, von wo aus wir mit der Fähre nach Pico fahren und – obwohl es regnet – kommt jetzt langsam das richtige Urlaubsfeeling auf.
Frank holt uns ab, zeigt uns die Basis und lässt uns unsere Klamotten in einen alten Bus einladen, der für die nächsten Tage unser Eignerfahrzeug sein wird.
Wir fahren nach St. Luzia und betrachten unser Urlaubsdomizil, in dem zum Teil noch gebaut wird. Aber bis spätestens morgen soll alles fertig sein – das wird es auch müssen, denn dann werden Nicole und Paul zu uns stoßen und noch ist kein Bett für sie da.
Mit dem Rest sind wir schon recht zufrieden. Ein Blick weit übers Meer, eine große Terrasse und viel Raum rundum. Wir tanken unseren Bus auf, besorgen uns eine Kleinigkeit zu beißen, sitzen am Hafen und schmausen und betrachten dann den Raum für die Taucherausrüstungen, die wir morgen erstmals – nach unserem Whalewatching-Versuch – nutzen wollen.
Dann kaufen wir das Notwendigste ein, fahren zu unserer Behausung zurück und bereiten uns ein Abendessen, das wir dann mit einem einfachen Tafelwein genießen – draußen, versteht sich.
2. Tag:
Die Nacht hindurch hat Nachbar´s Hahn jede Stunde recht konsequent geweckt. Ich schaue jedes Mal auf die Uhr und stelle fest, es reicht noch für ein Stündchen.
Um 7.00 Uhr stehe ich dann auf, wasche mich und putze die Zähne, stelle einen Kaffee auf und begebe mich zur Paneria, wo man für 10 Brötchen 0,80 € bezahlen muss.
Als ich zurückkomme, ist ein Teil schon auf und der Rest im Bad. Ich decke den Tisch und wecke unsere jüngeren Kollegen, die im Nachbarbungalow residieren, weil die Wohnung direkt nebenan doch nicht so ganz fertig geworden ist. Aber bis heute Abend...
Wir kommen gerade noch rechtzeitig auf der Basis an, weil wir erst noch spülen und kommen zum Briefing durch Frank zu Recht, der uns etwas über die Wale in der Gegend, ihre Lebensweise und die Möglichkeiten sie zu beobachten erzählt.
Dann besteigen wir das Boot und fahren zur Nordseite von Faial. Es bläst ziemlich und zwischendurch ereilt uns auch ein Regenguss. Aber wir sehen Delphine und Pott- und Finnwale. Für nähere Fotografien ist es doch ein wenig weit weg, aber wir sehen sie gut und hören sogar, wenn sie atmen und Dampffontänen ausstoßen. Der Gedanke, so nahe an so großen Tieren zu sein, ist schon beeindruckend.
Unsere Tour dauert gut 4 Stunden und als wir zurückkommen, fährt gerade die Fähre ein, die Nicole und Paul, die die erste Woche mit uns verbringen wollen, herträgt.
Wir holen sie ab und fahren an unserer Unterkunft vorbei, wo sie sich umsehen. Wir essen eine Kleinigkeit und fahren dann bereits wieder zur Basis, weil heute der erste Tauchgang stattfinden soll.
Wir werden nicht weit gefahren und springen dann jeweils gruppenweise ins Wasser. Die Zeit ist auf 45 Minuten limitiert und wir halten uns auch dran.
Die Unterwasserwelt mutet etwas mediterran an und dann sehen wir in einer kleinen Grotte 5 große atlantische Stachelrochen, was uns doch sehr beeindruckt. Und auf dem Rückweg sehen wir nochmals zwei. Alles in Allem ein interessanter Tauchgang, weil wir zum Abschluss dann auch noch ein Höhlen- und Grottensystem betauchen, das uns sehr gut gefällt.
Nach der Rückkehr versorgen wir unser Equipment und laden dann Eugenio, unseren Guide, auf ein Bier ein. Zwischenzeitlich kommen wir auf die Idee, wir müssten auch noch ein wenig einkaufen. Also lassen wir den Rest sitzen und nur Nicole und Paul, Ruth und ich, machen uns auf zum Einkaufen. Wir besorgen alles (bis auf Essig und Öl, das wir nachträglich besorgen müssen, weil wir´s vergessen haben) und ich fahre dann die Koch-Crew zum Kochen ins Häuschen, während ich den Rest, der sich an der Strandbar ein wenig festgetrunken und –gebabbelt hat, dort loseise. Als wir oben ankommen, ist das Essen fast fertig. Wir decken den Tisch, speisen dann und nach dem Essen bleibt ein Teil sitzen, ein weiterer Teil spült und ich setze mich an den Rechner um die Erlebnisse des Tages niederzuschreiben und die Bilder auf die Festplatte zu ziehen.
Es wird noch schnell geduscht und dann geht’s ab ins Bett, damit wir auch morgen wieder kraftvoll zubeißen können.
3. Tag
Das Frühstück gestaltet sich humorvoll. Hinter jeder Ecke lauert ein „K“ und einen Teil der Witze können wir sogar auf Englisch wiederholen, oder gleich erzählen, damit Paul auch etwas davon hat. Aber manches geht auch nur auf deutsch, weil’s sonst seinen Sinn verliert.
Es dauert ein bisschen, bis alle am Auto sind und wir unsere acht Minuten bis zur Basis gefahren sind. Am Hafen sortiert es sich dann ein wenig, weil 3 Dresdener, die noch relative Anfänger sind, zuerst zum Tauchen gebracht werden sollen. Dann kommt Frank zurück und holt uns ab, während die anderen tauchen. Die Fahrtzeit zu dem Restvulkan beträgt nur etwa fünf Minuten. Es klappt auch alles wie besprochen. Am Ziel erklärt Frank uns den Tauchplatz und weist auf strömungsexponierte Stellen hin, an denen sich, wie wir nachher feststellen, die Barrakudas aufhalten.
Dann wirft er uns gruppenweise ins Wasser und wir finden wie immer schöne Sachen – Rochen, Hundertschaften kleiner Drachenköpfe, Seezungen, die oben erwähnten Barrakudas, atlantische Kofferfische und vieles mehr.
Nach 40 Minuten wird es Ruth sehr kalt. Wir steigen auf und Frank erwartet uns bereits oben. Innerhalb weniger Minuten stößt auch der Rest wieder zu uns und wir fahren in den Hafen zurück. Es lohnt sich nicht die Klamotten aufzuhängen und wir verbringen die Zeit zwischen den Tauchgängen faulenzenderweise im Hafen. Unser Versuch in der Hafenbar auf die Schnelle etwas zwischen die Kiemen zu kriegen, funktioniert nur eingeschränkt, weil die Bedienung nicht multi-tasking-fähig ist und nur das auf die Reihe kriegt, was sie versteht – und das ist leider nicht viel.
Die zweite Ausfahrt führt uns ein gutes Stück an der Küste entlang in Richtung auf unsere Behausung. Unterhalb des Zivilflughafens und eines Gezeitenkraftwerks werden wir wieder zu Wasser gelassen und machen einen Tauchgang in idyllischer Unterwasserlandschaft – leider ohne nennenswert viel Fisch. Das Spektakulärste ist eine frei liegende Muräne, die – als sie unser ansichtig wird – den Kopf im Loch vergräbt, nach dem Motto „Ich seh´Euch nicht, also seht Ihr mich auch nicht !“.
Die Rückfahrt geht relativ schnell. Wir hängen unsere Klamotten auf, die Einen essen noch ein Softeis, die Anderen nehmen in der Bar noch ein Bier. Es läuft Live-Musik mit viel Bass. Paul kommt von seinem Ausflug auf Horta zurück, wir holen ihn ab, kaufen noch ein für den heutigen Abend und begeben uns zur Behausung, weil Frank uns frischen Fisch in den Kühlschrank gepackt und versprochen hat, diesen heute Abend für uns zuzubereiten. Er bringt, als er gegen 19.00 Uhr kommt, auch noch einen 5-Liter-Ballon Wein von der Insel mit. Dann bereitet er den Fisch zu, zu dem es Pellkartoffeln und Salat gibt. Franks Frau Candy und sein Töchterlein Maisha sind ebenfalls eingeladen. Dazu kommen noch zwei Mädels aus unserem Nachbarbungalow, die heute erst angekommen sind und sich gut in die Gruppe einpassen.
Maisha ist der Renner. Sie beschäftigt den männlichen Teil der Bevölkerung mit „Hide and Seek“ und es wird wieder viel gelacht. Dann kommen Diskussionen auf und wir begeben uns zu Bett.
Rudi und Kristian fahren noch zur Life-Musik und haben im Hafen einen Plattfuß.
4. Tag:
Als ich morgens Brötchen hole, stelle ich fest, dass unser Bus nicht da ist und mache mir bereits heftige Gedanken. Aber als ich zurückkomme, erfahre ich, dass Rudi und Kristian da sind und nur der Bus im Hafen verblieb, weil kein Werkzeug vorhanden war die Reifen zu wechseln.
Frank wird uns abholen und hinunterfahren. Letztendlich kommt es so, dass wir beschließen, den Morgentauchgang ausfallen zu lassen und alternativ einen Nachttauchgang zu unternehmen. Rudi fährt mit in den Hafen das Auto zu holen und ich komme dazu den gestrigen Tag bilder- und berichtsmäßig aufzuarbeiten.
Neben der Tatsache, dass wir es insgesamt etwas ruhiger angehen lassen können, bleibt auch noch Zeit für einen Vormittagsschlaf. Offensichtlich führt der 4. Urlaubstag dazu, dass wir alle ein bisschen relaxter an Alles herangehen.
Wir fahren zum Hafen und holen unsere Taucherklamotten aus dem Magazin. Frank erläutert uns, dass er einen besonderen Tauchplatz für uns hat, bei dem es aber darauf ankommt, dass die äußeren Umstände stimmen. Unser Skipper, Michael, wird dies vor Ort feststellen und dann entscheiden, ob´s machbar ist, oder nicht.
Wir fahren hinaus und er erklärt, es sei heftige Strömung, der oberste Punkt des Felsens, den wir betauchen könnten, liege 8 Meter unter der Oberfläche und wenn wir auch noch so gute Schwimmer und Taucher wären, so würde uns die Strömung sicher am Fels vorbei und dann in die Weite des Ozeans spülen. Dies sei kein Problem, er könne unseren Blasen folgen, aber zu sehen sei voraussichtlich nichts und wir würden unsere Luft vergeuden.
Wir entscheiden unseren Tauchgang wieder an den Felsen vor dem Hafen durchzuführen. Wir tauchen mit Rudi und erfreuen uns an der schönen Unterwasserlandschaft und vielen Fischen, Salpen, Nacktschnecken und einer erfreulicherweise frei liegenden großen Muräne. Eugenio, unser Guide, besucht, wie wir feststellen, jede Gruppe einmal und taucht zu guter Letzt mit uns auf.
Zurück im Hafen gehen wir in die Strandbar und müssen wieder feststellen, dass die Bedienung den Umsatz des Etablissements locker verdreifachen könnte, wenn sie nur etwas flotter wäre. Schon nach gut eineinhalb Stunden und nachdem sie Verstärkung angefordert hat (es ist eigentlich nicht viel los), bekommen wir unseren 'Hamburger Hawaii', der dann in knapp 5 Minuten verspeist ist. Dann fahren wir wieder nach Hause und nutzen die Gelegenheit für einen kleinen Nachmittagsschlaf. Urlaub ist schließlich Urlaub. Und dann soll es ja auch noch den Nachttauchgang geben, an dem mindestens Rudi, Kristian, Ruth und ich teilnehmen wollen. Um ¼ nach 9 Uhr fahren wir wieder in den Hafen, gespannt, was dieser Gang uns bringen wird.
Es dauert, bis Eugenio auftaucht und dann dauert es mindestens nochmals 8 azorische Minuten, bis unser Skipper Michael ankommt. Aber dann geht es wie verrückt. Wir packen unsere Klamotten, die wir bereits inzwischen vorbereitet haben ins Boot und fahren hinüber in den Innenkrater, wo Michael uns absetzt. Lisa und Desireé, Assis von Frank, die mitgefahren sind, bleiben ebenfalls an Bord.
Und jetzt zeigt sich, dass ein Nachttauchgang eben doch durch nichts zu ersetzen ist. Der Atlantik zeigt uns, was in ihm steckt und was sich bei Tag verbirgt. Große Einsiedlerkrebse, Gabeldorsche, Muränen, Nacktschnecken und viel kleines Getier, Seespinne und all die Fische, die tags auch da sind, aber nächtens teilweise ganz andere Farben haben.
Und zur Krönung des Ganzen ein Bärenkrebs, wie ich ihn bisher in dieser Größe noch nie gesehen habe.
Als wir auftauchen, ist Michael mit dem Boot und den Mädels schon ganz nah. Wir brauchen nur noch einzusteigen und nehmen anschließend Eugenio auf, der einen Alleingang gemacht hat – ganz, wie es gelehrt wird.
Wir bringen schnell noch unsere Anzüge und Gerätschaften ins Magazin, nehmen in der Hafenbar ein Dekobier und fahren – ziemlich geschafft, aber zufrieden – nach Hause. Es ist inzwischen auch schon ein Uhr in der Früh´.
5. Tag:
Wir wachen erst um 8.15 Uhr auf. Kein Wunder, die Nacht war ja auch relativ kurz. Aber Michael hat uns ja auch erzählt, wir könnten im Prinzip kommen, wann wir wollen. Unsere erste Ausfahrt scheitert zunächst daran, dass der Lastwagen mit den Flaschen noch nicht da ist. Und als er endlich kommt und wir uns hinten dran hängen um den Landtauchplatz zu erkunden, bleiben wir kurz vorm Ortsende von Madalena stehen. Der Lastwagen hat keinen Sprit mehr. Für Eugenio kein Problem „Höchstens acht Minuten“ – für uns inzwischen ein geflügeltes Wort. Nach etwa 8 azoreanischen Minuten taucht er wieder auf, füllt den mitgebrachten Kanister Diesel in den Tank – und dann springt der Motor nicht mehr an, weil die Batterie in die Knie geht. Wir rollen im Konvoi rückwärts zurück und schließlich startet der Motor mit Unterstützung durch das Dresdener Schiebekommando.
Wir fahren nach Port Calauh (ein Schelm, der Böses dabei denkt) und machen einen gemütlichen Gang direkt von der Mole aus. Zwar finden wir auch hier nichts Großes, aber wir fühlen uns relaxt.
Nach der Rückkehr in Madalena, die ohne Zwischenfall verläuft, kaufen die Anderen noch ein paar Kleinigkeiten im Supermarkt ein, während Rudi und ich da bleiben, die auf der Hafenmauer zurückgebliebenen Taucheranzüge zu bewachen. Nicole und Kristian wollen in unserer Behausung Paul abholen, der zum Wandern unterwegs ist. Er ist aber nicht da und so kommen sie unverrichteter Dinge wieder nach Madalena.
Doris versucht, bei Frank für uns mehr Bootstauchgänge zu spektakuläreren Zielen herauszuschlagen, muss sich aber belehren lassen, dass wir ein „Mischpaket“ gebucht haben, das aus Land- und Bootstauchgängen besteht. Sie sieht ein, dass ihre Erwartungen zu hoch waren und ist mit dem Ergebnis zufrieden.
Wir begeben uns zum zweiten Tauchgang nach Sao Caetano und tauchen auch hier von der Mole aus.
Hier geht´s nach dem Einstieg über ein paar ganz dicke Felsen und dann eine große Sandfläche, die nahtlos in eine Steilwand übergeht, die sich sehr tief hinabsenken soll. Letzteres wollen wir allerdings nicht überprüfen, weil unser Morgen-Tauchgang nur 17 Meter tief war und der zweite ja nicht tiefer sein soll, wie allgemein gelehrt wird.
Diese Vorgabe wird auch von einem Teil der anderen Teilnehmer eingehalten. Der Rest schaut schon noch ein wenig tiefer.
Letztendlich kommen wir zu dem Ergebnis, dass wir hier noch einmal morgens und bei schönerem Wetter hin müssen, weil auch wir dann einmal einen tieferen Tauchgang machen könnten.
Nach einem erneuten kurzen Einkauf fahren wir nach Hause und bereiten uns ein Abendessen, an dem Ruth leider wieder nicht teilnehmen kann, weil diesmal Käse beigemischt worden ist, den sie ja leider nicht essen darf.
Den restlichen Abend verbringen wir, frisch geduscht, vorm Bungalow und trinken das eine oder andere Bier- oder Weinchen.
6. Tag:
Neues Spiel, neues Glück. Ich wache auf und bereite das Frühstück vor. Kaffee kochen, Teewasser aufstellen und dann begebe ich mich zum Brötchen holen. Mit dem Frühstück werden wir rechtzeitig fertig und pünktlichst um 9.30 Uhr fahren wir vor der Basis vor.
Wir müssen noch zum Magazin. Es steht ein Auto etwas unglücklich da, obwohl ein Parkplatz frei ist. Kristian winkt mich nach hinten ein und vorne erwische ich die Stoßstange des rechts stehenden Autos. Ein Kratzer ist die Folge. Ich steige aus, während die Eigentümerin des Autos in dasselbe hineinstürzt und – ohne auf mein Winken zu reagieren, davonfährt. Ich frotzele noch: typischer Fall von Unfallflucht.
Wir packen unseren Kram und fahren wieder nach Porto Sao Caetano, nicht, ohne Paul zwischenzeitlich in Monte abzuladen, der eine Wandertour zurück in Richtung Madalena plant. Wir kommen im Hafen an und bereiten unseren Tauchgang vor. Olli wird sich Ruth und mir anschließen. Wir stehen am Einstieg und Ruth will den Verschluß ihrer Flosse schließen und schon bricht dieser. Zunächst will sie einfach so tauchen, aber wir kommen zu dem Ergebnis, dass wir hier einen tieferen Tauchgang machen wollen und da muss die Ausrüstung stimmen. Also will sie zunächst aussteigen und uns alleine tauchen lassen. Da aber sie diejenige ist, die die 40-Meter-Tauchgänge braucht – und nicht wir, steige ich aus, mopse aus Kristians Handtäschchen zwei Kabelbinder und befestige den Flossenverschluss damit. Und dann haben wir einen sehr schönen, gemütlichen Tauchgang mit Seezungen, Muräne, Rochen und allem, was sonst so geboten wird.
Als wir hochkommen, sehen wir unsere ostdeutschen Mittaucher auf der Mole stehen und Ausschau halten. Zunächst gehen wir davon aus, dass sie uns suchen, aber tatsächlich schauen sie nach der erneut verlorenen, Gott sei Dank schwimmfähigen Kamera, die ich gestern bereits einmal gefunden habe. Diesmal ist es Eugenios Part, diese zu finden und unser ostdeutscher Freund erklärt, das werde er sich etwas kosten lassen. Immer noch günstiger als eine neue Kamera zu kaufen.
Wir fahren zurück und im Nu ist es 15.00 Uhr und wir fahren zu sechst zum Dolphin-Swimming, wie das heute Neudeutsch heißt. Kein ganz günstiges Vergnügen, insbesondere, nachdem man nicht weiß, ob man auch wirklich welche sieht. Wir fahren in den Süden der Insel, weiter als unsere Fahrt mit dem Auto heute morgen und sehen ein weiteres Schiff, das bereits Ausschau hält. Wir sehen, dass sie „Spermwhales“ beobachten und sehen die großen Tiere tatsächlich von Ferne und wie sie beim Tauchen die Fluke aus dem Wasser strecken. Allein dies begeistert uns schon.
Wir fahren aber weiter und finden eine große Schule von Walen und Delphinen (Pilot-Whales und Bottlenoses), mit denen wir über nahezu eineinhalb Stunden jeweils im Wechsel tauchen und sie von oben betrachten. Sie kommen dabei so nahe an unser Boot, dass wir sie sehr intensiv beobachten können und sie haben überhaupt keine Scheu. Wir können gar nicht genug davon bekommen, aber schließlich müssen wir uns auf den Rückweg begeben. Trotzdem war dies mit Sicherheit ein Highlight unseres Urlaubs.
Wir kommen zurück zum Hafen und Kristian steht alleine da, weil Rudi mit dem Auto und unseren Klamotten zum Fotographieren gefahren ist – und zwar fünf Minuten, bevor wir zurück gekommen sind. Unsre Mädels müssen aufs Töpfchen und es macht sich Unmut breit. Ein Teil springt ins Meer und ein weiterer Teil jumpt in die Strandbar, um sich überschüssiger Verdauungsprodukte zu entledigen.
Schließlich kommt Rudi zurück und erhält von allen jeweils einen Klaps mit der Flosse.
Wir kaufen noch ein paar Kleinigkeiten ein, nachdem wir unsere Sachen wieder im Magazin aufgehängt haben – und dann fahren wir in unsere Behausung und bereiten uns aus dem Fischfilet, das wir erworben haben und Zuchini, Tomaten, Paprika und Reis ein Abendessen at it´s best. Und dann müssen wir uns hinein setzen, weil es zu regnen beginnt. Das ändert aber nichts daran, dass die Stimmung gut ist und überhaupt: Morgen hat Paul Geburtstag.
7. Tag:
Da Nicole und Paul um 9.00 Uhr im Hafen sein sollen, weil sie am Whale-watching teilnehmen wollen, müssen wir bereits um 7.00 Uhr raus. Nochmals zur Unterkunft zu fahren um den Rest zu holen, lohnt sich nicht. Also sind wir allesamt um 9.00 Uhr am Hafen. Es sieht wieder so aus, dass 11 Taucher da sind, die wechselweise zum Einsatz-, sprich: Tauchplatz gefahren werden müssen. Wir sind zu sechst und die erste Gruppe.
Heute ist es Eduardo, der uns hinausfährt, begleitet von Marcel. Die Strömung steht anders herum, als bei unserem ersten Tauchgang. Also werden wir östlich des stehenden Felsens abgeworfen und erhalten die Mitteilung, dass wir rechts um den Felsen herum zum Innenkrater tauchen sollen, wo uns Eduardo nach 45 Minuten wieder auffischen will.
Wir lassen uns ins Wasser fallen und genießen unseren letzten Tauchgang auf Pico. Es wird noch einmal so richtig das geboten, was es hier so zu sehen gibt. Highlight sind diesmal ein großer Bärenkrebs und eine Muräne, die der Länge nach in einer schmalen Spalte liegt, offen für unsere Blicke und gar nicht so klein. Und die Unterwasserlandschaft in und um den Krater mögen wir ja sowieso.
Pünktlich nach 40 Minuten wird es Ruth kalt und wir tauchen aus und schon knapp 2 Minuten später sehen wir unser Boot aus dem Schatten des Felsens heraus um die Ecke biegen.
Nachdem auch unsere Anderen wieder an Bord sind, fahren wir wieder in den Hafen zurück, nicht ohne dass Eduardo uns noch etwas über die Geschichte der Insel und des Hafens erzählt.
Wir ziehen uns um und spülen unsere Klamotten im Magazin. Anschließen setzen wir uns – erstmals in diesem Urlaub – zum Holländer (der von uns so genannt wird, weil alles dort orangefarben ist. Wir trinken ein Dekobier, während wir beobachten, wie auch die Whale-watcher von ihrer Tour zurückkehren.
Auch sie haben uns gesehen und kommen anschließend ebenfalls zum Holländer um „trocken zu dekomprimieren“.
Schließlich sind wir wieder in unserer Behausung zurück. Eigentlich wollen wir ja noch ein wenig von der Insel betrachten, aber irgendwie kommen wir nicht so in die Gänge. Letztendlich ist es schon relativ spät, als wir uns wieder nach Madalena begeben. Die einen wollen noch etwas einkaufen, die anderen fotografieren und Ruth und ich lassen uns weit vor dem Ort absetzen und laufen einen alten Weinweg (World Heritage) an der Küste entlang und abseits der Hauptstraße und erhalten so doch noch einen kleinen weiteren Eindruck von der Insel. Zum Abschluss, wir befinden uns bereits wieder in Madalena, kommen wir am Weinmuseum vorbei, in dessen Innenhof ein riesiger Drachenbaum steht, den wir bereits von weitem gesehen haben. Im Museum finden wir, putzend, die Bedienung aus der Strandbar – die, die so wahnsinnig „schnell“ ist. Wenn die auch so schnell putzt, wie sie bedient – ihr lieben Leute !!
Um 7.00 Uhr sind wir verabredet und – siehe da – alle tauchen zur rechten Zeit wieder auf. Wir fahren zum Häuschen zurück und packen, weil morgen schon unser letzter Tag ist. Simultan dazu wird das Abendessen bereitet und dann sitzen wir beisammen und begehen Pauls Geburtstag würdig. Unsere Wein- und Biervorräte gehen zur Neige und zum Abschluss ist nur noch Wasser da. Gott sei Dank wird der Gedanke, vorhandene Mitbringsel alkoholischer Natur noch zu vernichten, schnell verworfen und schon um 1.00 Uhr (oder so) begeben wir uns zu Bett.
8. Tag :
Nun war die Nacht doch etwas kurz. Wir wachen rechtzeitig auf, frühstücken und machen, bevor wir Olli nach Madalena fahren, der etwas früher fliegt und daher ein Fähre vor uns nehmen muss, noch eine kleine Tour in den Osten der Insel bis nach Sao Roque. Weiter trauen wir uns nicht – wollen wir doch nicht riskieren, dass irgendetwas schief geht und Olli seine Fähre verpasst. Wir kommen aber pünktlich und haben noch etwas Zeit uns gebührend zu verabschieden.
Dann fahren wir zur Behausung zurück und begeben uns auf eine weitere Tour, die uns doch noch einmal zu schönen und bisher noch nicht gesehenen Ecken der Insel führt, während Paul noch ein Stündchen laufen will und Nicole im Häuschen bleibt.
Als wir zurück sind, werden die allerletzten Verpflegungsreste aufgebraucht und dann wird es auch schon eng. Wir packen im Flug und düsen dann wieder nach Madalena. Im Handstreich wird ausgeladen, Ruth holt die Fährtickets, das Gepäck wird zum Schiff transferiert und ich fahre den Bus zur Basis, gebe den Schlüssel ab und verabschiede mich von der Crew. Frank drücke ich die 200,-- € für den Kratzer an Nachbars Frau ihr´m Auto in die Hand und erhalte den Auftrag, dem Rest einen schönen Gruß auszurichten. Und falls auf Sao Miguel irgendwas schief gehen sollte, sollten wir Frank ruhig anrufen.
Die Fähre bringt uns nach Horta. Eugenio ist extra noch einmal zum Hafen gekommen um uns persönlich zu verabschieden. Er ist doch ein lieber Kerl, wenn auch etwas chaotisch.
In Horta steht Terry mit dem Taxi bereits am Hafen und macht uns klar, dass wir gleich zum Flughafen müssen und nicht erst noch einmal durch den Hafen können.
Also fahren wir zum Flughafen, checken bereits ein, geben einen Teil unseres Gepäcks in die Gepäckaufbewahrung und fahren dann mit zwei Taxis noch einmal nach Hort zurück. Wenn man schon hier ist, muss man doch wenigstens „Cafe Sport“ (Peter´s Bar) besucht und nicht nur einmal von Ferne hingeschaut haben. Wir haben noch etwa 1 ½ Stunden Zeit, die wir für Sightseeing und ein Bier bei Peter nutzen.
Dann fahren wir mit den Taxis zurück, gehen an Bord unseres Fliegers, einer Propellermaschine, und fliegen los. Ich will zwar eigentlich den Flug genießen und aus dem Fenster schauen, aber ich schlafe sofort ein und der Flug vergeht buchstäblich wie im Flug. Das Auschecken dauert ein bisschen, weil Rudi vergessen hat ein Messer im Tauchgepäck zu verstauen. Dies muss er sich jetzt in Ponta Delgado wiedergeben lassen.
Wir kommen in die Ankunftshalle, wo der Eigentümer unserer Behausung für die nächsten Tage bereits wartet. Wir nehmen unseren Schlüssel und eine Wegbeschreibung in Empfang und mieten uns dann zwei Autos, einen Clio und einen VW Polo. Zunächst befürchten wir, dass wir nicht alles unterbringen werden, das klappt aber dann doch, Dank ausgeprägter Österreich-Pack-Erfahrungen, ganz gut und wir kommen mit einer Fuhre nach Campo, wo wir auch ohne Umwege unsere Unterkunft finden, die sich tatsächlich unmittelbar neben Carlos´ Tauchbasis befindet. Carlos, der Basis-Chef, weist uns ein und als schließlich Rudi zurück ist, der Regina abgeholt hat, die heute ebenfalls zu uns stößt, gehen wir endlich essen. Ruth und ich haben zwischenzeitlich nämlich nach einem Restaurant gesucht, das uns empfohlen worden war. Wir haben´s aber noch nicht gefunden und gehen deshalb in ein Fisch- und Fleischrestaurant direkt über dem Meer.
Die Menüs kosten einheitlich 9,-- €. Nach opulentem Mahl begeben wir uns nach Hause und fallen ziemlich geschafft in die Falle.
9. Tag :
Rudi und Regina haben bereits Brötchen geholt und den Tisch gedeckt, als wir aufstehen.
Auch heute wird beim Frühstück viel gelacht. Dann dauert es ein bisschen, bis wir entschieden haben, was wir heute machen wollen, weil das Wetter nicht sehr einladend aussieht. Zunächst besorgen wir uns etwas Verpflegung für unterwegs und dann sitzen wir im Auto und das Wetter wird immer schlechter. Wir besichtigen diverse Orte vom Auto aus und finden dann einen Rastplatz, von dem aus man einen schönen Blick auf das Meer mit einem wunderschönen „Arch“ hat. Die Brandung haut kräftig auf das Ufer. Und der Wind bläst uns kräftig an, mal von vorne, mal von hinten.
Wir fahren weiter und suchen die schmale und gewundene Küstenstraße, die noch näher am Ufer entlang führt, als die Landstraße. Dann versuchen wir einige Wege, die zum grünen und azurenen See führen sollen. Wir bleiben aber mehrfach hängen, weil der (wenig befestigte) Weg in Ungangbares übergeht.
Schließlich nehmen wir die offizielle Strecke, die aber auch in Wolken und vorhangartigen Regenböen endet. Die Seen sehen wir tatsächlich erst, als wir in den großen Krater hinabfahren und dort, wegen des strömenden Regens, der sogar Gartenstühle wegbläst, in einem Cafe´ einen Kaffee trinken.
Letztendlich fahren wir auf offiziellem Weg zu unserer Behausung zurück, nicht ohne vorher noch für das Abendessen eingekauft zu haben.
Daheim bereitet Doris mit der Hilfe der Anderen ein formidables Abendessen mit Frikadellen, Reis und Gemüse, während ich die schriftstellerischen Rückstände der letzten beiden, sowie des heutigen Tages aufarbeite.
Das Essen schmeckt hervorragend und wir trinken den Rotwein, den Ruth, weil sie zwei Tage bevor wir abgefahren sind, Geburtstag gehabt hat, ausgibt. Der Rest wird voraussichtlich für den Rest des Tages auch noch ausreichen.
Es wird gespült und ich schreiben den Rest von heute. Damit bin ich endlich wieder auf dem Laufenden.
Wir wandern noch ein wenig zum Strand. Die ganze Zeit ist schon geböllert worden und ganz offensichtlich wird ein größeres Fest vorbereitet. Ein Menge Kinder übt hinter dem Fun-Bad zu Musik aus dem Autoradio eine Art Prozession. Wir klatschen ein bisschen mit, aber das spornt offensichtlich die Jugend an Blödsinn zu machen.
Also setzen wir uns zu Hause noch ein wenig zusammen und babbeln dumm Zeuch, was uns – wie immer – gut gelingt. Endlich ist es Zeit für´s Bett.
10. Tag:
Meine Uhr ist heute nacht wieder stehen geblieben und als wir aufstehen, ist der Frühstückstisch bereits wieder gedeckt. Wir duschen auf unterschiedlichen Ebenen, weil jetzt oben frei ist und wir so schneller fertig werden.
Dann frühstücken wir, spülen und machen eine Liste der Sachen, die wir dringend einkaufen müssen – auch im Hinblick darauf, dass möglicherweise die Geschäfte übers Wochenende wegen der anstehenden Fiesta geschlossen sein könnten.
Heute morgen ist nämlich schon eine kleine Prozession, bestehend aus einem Pickup – bis oben mit Fleisch beladen - und einem weiteren Wagen mit einer Musikkapelle auf der Ladefläche auf der Gass´ vorbeigefahren und hat Fleisch verteilt und Musik gemacht. Für uns ist leider nichts abgefallen ;-(
Anschließend wollen wir nach Furnas. Doris war schon da. Sie sagt, man könne dort baden, solle aber möglichst kein weißes Handtuch nehmen, weil das Wasser ganz braun sei. Weiterhin gebe es eine klare Quelle, wo man sich dann wieder reinigen könne.
Immerhin scheint jetzt wieder die Sonne, nachdem es die ganze Nacht geregnet hat.
Zwischenzeitlich haben Rudi, Regina und Kristian eingekauft und nun soll es endlich losgehen.
Die Fahrt ist diesmal nicht so lange wie gestern und wir machen unseren ersten Stopp direkt am See, von dem wir zunächst ausgehen, es sei schon der warme. Dies ist aber nicht so. Deshalb betrachten wir uns eine malerische Kirchen von außen und beschäftigen uns mit einigen Entchen, die im heißen Wasser wohl auf Dauer nicht überlebt hätten.
Dafür geht es dann weiter nach Furnas, wo wir einen schönen Park besichtigen. Es kostet zwar 4,-- € Eintritt pro Nase, lohnt sich dafür aber auch richtig. Wir betrachten diverse schöne Pflanzen und Bäume und die Anlage an sich ist schon nicht von schlechten Eltern. Dazu gibt es Teichanlagen und Blumen und zum Abschluss baden Teile von uns in einem großen Rund von unsichtig braunem, aber körperwarmem Wasser, an dessen Einlauf es sogar noch viel wärmer ist. Danach kann man kalt duschen.
In einer Snack-Bar auf der Ecke nehmen wir ein Kleinigkeit zu uns und wandern dann zu dem weiteren Punkt, wo die klare und noch wärmere Quelle unmittelbar aus dem Fels in eine Art größere Badewanne sprudelt. In den Eingang der Quelle kann man seine Füße hineinstecken und die Eingeborenen haben heute bereits Warmbadetag. Das können die im Übrigen wohl jeden Tag machen.
Wir bemühen uns auch hinein und unsere Damen mit den kalten Fingern und Füssen genießen dieses Bad ganz besonders.
Damit sich´s nicht so zieht, wandern wir nach ca. 20 Minuten und erneutem Umgeziehe wieder zum Auto und fahren gemütlich in Richtung Unterkunft.
Unser Auto kommt als Erstes an und wir sind mit der Zubereitung des Abendessens fast fertig, bis die Anderen kommen. Es sei noch ein winziger Abstecher nötig gewesen und ein paar Fotoobjekte seien auch noch in den Weg gesprungen.
Wir speisen zu Abend, ein Teil spült und ich beginne den Bericht, unterbrochen vom Herüberziehen von Doris´ Bildern.
Und dann soll es noch zur Fiesta gehen.
Diese Entscheidung kommt nicht zum Zuge, da es unvermittelt erst anfängt zu tröpfeln und wenig später ein Wolkenbruch losbricht. Wir kommen zu dem Ergebnis, dass heute Uno-Tag ist. Kristian erklärt zunächst die einfachen Regeln – zunächst auf deutsch und dann auf englisch. Nachdem wir uns zwei/drei Runden warm gespielt haben, kommen erschwerende Rules hinzu, einschließlich der schneller Reaktionszeiten. Das erleichtert nichts und lässt das Blut in Wallung geraten. Wir brechen unsere letzten Rotweinvorräte an und als Kristian dann vorschlägt auch noch Bohnanza zu spielen, wollen wir erst die Regeln hören und dann morgen spielen, brechen dann aber bereits vor den Regeln ab und gehen einfach so zu Bett.
11. Tag :
Ich habe die Ehre Brötchen zu holen. Rudi lässt mich auch laufen, obwohl er weiß, dass die Geschäfte heute geschlossen haben. Nun ja, Bewegung tut Not.
Wir frühstücken und entscheiden dann ziemlich einstimmig, dass wir zur Kirche auf dem Berg gehen wollen (laut Reiseführer hin und zurück 1 ¼ Stunden – laut unserer Definition ungefähr 8 azoreanische Minuten.
Der Weg ist sehr schön und auch sehr schön geschmückt, wegen der anstehenden Fiesta, und je weiter wir kommen, desto steiler wird der Anstieg und umso schöner wird die Aussicht. Wir betrachten alles ganz genau, einschließlich der Unmengen an Eidechsen an der von der Sonne aufgeheizten Mauer und machen uns dann auf den Weg zurück.
Meine Kamera hat nach kurzer Zeit angesagt, dass die Karte voll sei, was schlichtweg nicht sein kann. Also lade ich nach der Heimkehr die (19) Bilder auf den Rechner und wir formatieren die Karte – jetzt sollte alles wieder klar sein.
Ein Teil nimmt ein zweites Frühstück. Regina und Rudi sind noch auf Wanderschaft und der Trend geht – weil es gerade wieder anfängt zu regnen – nach Pause bis drei Uhr - und dann Lagoa do Fogo, oder gleich los.
Die Diskussionen ziehen sich allerdings – Konstellationen werden erstellt und wieder verworfen. Man bedenkt, dass Lagoa do Fogo sehr hoch liegt, höher als unsere bisherigen Lagoa Verde und Lagoa Azul und dass deshalb die Wahrscheinlichkeit, dass auch dort Wolken, oder zumindest Nebel vorherrschen. Letztendlich gehen Nicole und Paul an den Strand, Kristian setzt sich auf die Couch und liest, Doris geht mit uns zum Sonnen und Ruth und ich ziehen unser Neopren an und springen in die donnernden Wogen, bis die Bademeister die rote Fahne und damit unserem Treiben ein Ende setzt.
Ruth duscht bereits in der Dusche der öffentlichen Badeanstalt, aber bei Männers ist die Dusche abgebaut und deshalb nehme ich Algen und Sand mit nach Hause und wir reinigen den Rest dort.
Während ich dann gleich wieder die Bilder „umziehe“, trödeln nach und nach die Anderen wieder herein und wir machen ein Abendessen.
Vorab gibt es als Aperitif einen leicht moussierenden, verkorkten, Weißwein und grüne Oliven zur Einstimmung. Auch Rudi und Regina sind zurück. Sie haben ein größere Wanderung hinter sich.
Wir bereiten alle gemeinsam ein sehr gutes Essen: Pellkartoffeln und Omelette mit Schinken, Champignons, Mais und allem, was dazu gehört, einschließlich eines Salates.
Dann kommt Ruth auf die Idee, wir könnten ja, weil es Nicoles und Pauls letzter Abend sei, noch zum Logoa do Fogo fahren und die heißen Quellen besuchen. Das klingt nach Warmbadetag, auch wenn Gegenstimmen laut werden, die befürchten, es könne da oben wieder Waschküche herrschen.
Ruth fährt und siehe da, den „Fogo“ sieht man nur andeutungsweise, immerhin, man erkennt etwas. Nach kurzer Weiterfahrt finden wir den als Geheimtip – inzwischen gut ausgebauten – „Trampelpfad“, der uns zunächst an einem Dampftopf vorbeileitet, der diskret schweflig vor sich hin riecht und stark blubbert.
Und dann kommt ein befestigtes Bassin, in das ein kleiner Wasserfall hineinplätschert.
Vor uns befindet sich eine Gruppe schwedischer Jugendlicher, die noch höher hinaus wollen und, Bergziegen gleich, die schlüpfrige Wand erklimmen. Auch wir klettern ein kleines Stück hinterher, belassen es aber letztendlich bei dem Bad im etwa 30 ° „heißen“ Bassin. Alle kommen zu dem Schluss: Gestern war es doch angenehmer !
Inzwischen ist es dunkel geworden und die Heimfahrt durch Dunkelheit und Nebel, respektive Wolken, gestaltet sich abenteuerlich, zumal in den Ortschaften noch die Fiesta herrscht und die „Eingeborenen“ sich teilweise abenteuerlich gebärden - sowohl zu Fuß, als auch im Auto.
Wir nagen noch eine Kleinigkeit, trinken einen kleinen Rotwein und noch ein Bierchen und dann ist es schon 0.30 Uhr und wir verabschieden tränenreich Nicole und Paul, die heute sehr früh ´raus müssen. Kristian wird sie fahren....
12. Tag :
Ich wache auf und schaue auf die Uhr. 7.30 Uhr – mir erscheint es schon später, aber im Rest des Hauses tut sich noch nichts und Kristian scheint noch nicht vom Flughafen zurück zu sein. Ich koche Kaffee und decke den Tisch und so langsam trudeln auch die Anderen ein. Gestern wollte der Rechner die Kamera nicht erkennen, so dass ich die Bilder von unserer Badeorgie erst heute morgen rüberziehen kann. Und dann taucht auch Kristian wieder auf und hat frische Brötchen dabei. Es wird ein ausgedehntes Frühstück und die Diskussion, was heute zu tun sei, fällt länger aus, weil es schon wieder in Strömen regnet, wie im übrigen schon die ganze Nacht hindurch. Unser Tauchklamotten, die wir gestern zum Trocknen aufgehängt haben, sind nasser als vorher.
Wir räumen erst einmal den Müll, der sich bereits wieder angesammelt hat, in den Hafen und erneuern den Versuch eine Entscheidung zu finden, was heute zu tun sei.
Ein Teil meint, es sei gut, Lagoa do Fogo zu besuchen - heute hingen die Wolken viel höher als gestern – der weitere Teil ist der Meinung, man möge sich in Richtung Osten bewegen, da sähe die Welt momentan etwas schöner aus.
Diese zweite Meinung setzt sich durch. Wir nehmen die beiden Autos und fahren nach Ribeira Quente, wo es die weiteren heißen Quellen direkt am Strand geben soll. Es ist aber Flut und so werde ich nur von einer hohen Welle getroffen, als ich auf den eigens dazu angebrachten Wellenbrechern stehe um ihnen – den Wellen – zuzuschauen, wie sie brechen. Das kommt von das... ;-))
Dann gehen wir ein Stückchen die Uferpromenade entlang und gelangen zum Festzelt, wo die Einheimischen Musik machen. Eine kleine Gruppe Jüngerer und Älterer spielen, zwei Harmonikaspieler und 2 Gitarristen. Der Wind haut mir die Kapp vom Kopp und schlägt direkt an Rudis ebensolchen und dann fliegt sie weiter, aber Kristian kommt gerade aus der anderen Richtung entgegen und fängt sie.
Wir kommen zu dem Ergebnis, wir wandern jetzt ein bisschen. Dazu transferieren wir zunächst die Autos zur anderen Hafenseite und betrachten die pittoresken Fischerboote. Dann wandeln wir einen schmalen Pfad an der Küste entlang. Wunderschöne Ausblicke auf das Meer und die Umgebung tun sich auf und der Weg wird mal schmaler und steiler und dann wieder zu einem richtigen Weg. Teils tasten wir uns durch regelrechte Kamine und dann queren wir auch noch ein Bachbett. Insgesamt ist die Luft wohl temperiert und da, wo es durch den „Urwald“ geht, ist es richtig schwül. Ausnahmsweise stehe ich im eigenen Saft. Schließlich kommen wir wieder auf einer Straße an. Doris möchte sich ein Taxi holen, weil sie annimmt, für den Rest nur ein Bremsklotz zu sein, wenn sie nicht mehr so schnell mitkommt. Aber just an dem Platz, an dem wir stehen, hält ein holländisches Ehepaar mit einem Auto. Sie erklären sich bereit Ruth und mich mitzunehmen. Wir holen die Autos, während der Rest sich ein Stück in Richtung zum nächsten Dorf begibt, wo wir sie dann abholen wollen.
Nachdem wir uns wieder zusammengefunden haben, fahren wir nach Furnas, essen im Pub eine Kleinigkeit und nehmen dann in „unserer“ heißen Quelle das fast schon traditionelle Bad. Nach den Anstrengungen des heutigen Tages schier eine Wohltat.
Nachdem wir wieder zu Hause sind, beschließen wir heute nicht mehr zu kochen, sondern ins uns empfohlene Restaurant „Universo“ zu gehen, wo wir empfangen und in den Keller geleitet werden. Der Service ist hervorragend und obwohl die Preise ähnlich sind wie im Strandrestaurant am ersten Abend, liegen zwischen der Qualität des ersten und dieses Restaurants Welten. Das Interieur ist ebenfalls sehenswert und wir begeben uns, nachdem wir sehr gut gegessen und noch einen Kaffee getrunken haben, beschwingten Schrittes in Richtung Heimat, wo wir uns noch festbabbeln und erst gegen 2.00 Uhr in der Früh´ ins Bett kommen.
13. Tag :
Ich wache auf, weil Doris auf unserer Terrasse Wäsche aufhängt. Es ist schon relativ spät und Rudi und Regina sind, wie ich höre, bereits früh und ohne Frühstück in Richtung Ponta Delgada aufgebrochen. Sie wollen zum Markt und dann ein wenig Stadt betrachten und zu den Ceramicas.
Bei uns dauert es entsprechend länger, weil Rudi zwar schon Brötchen geholt hat, wir aber erst noch die Frikadellen für heute Abend vorbereiten. Im wesentlichen macht Doris dies.
Der Rest beschäftigt sich mit Körperpflege, Wäsche reinigen, auf- oder abhängen und ich beschäftige mich dann noch mit den Bildern von gestern abend und dem Bericht bis dahin.
Dann fahren wir ebenfalls nach Ponta Delgada, ergattern noch einen Parkplatz und trennen dann unsere Wege mit dem Hinweis uns gegen 3.00 Uhr wieder an der Hauptkirche zu treffen um dann noch eine Kleinigkeit zu uns zu nehmen. Wir finden auch all das, was wir gesucht haben: Die Markthallen und MAP, einen Laden, in dem es neben Land- und Seekarten Skipperzubehör und Tauchausrüstungen gibt. Die Karte von Pico, Faial und Sao Jorge soll 38,50 € kosten und wir verzichten großzügig auf den Erwerb, weil – bisher sind wir ja auch ohne zu Recht gekommen.
Um 3.00 Uhr treffen wir Doris wieder, essen bei SOPAS & SOPAS ein Süppchen und fragen dann im Tourist-Office nach, wo denn eine der berühmten und für die Azoren typischen Ananas-Plantagen sei, weil die Ananas, die wir auf dem Markt in Ponta gefunden haben, aus Brasilien stammten. Die Tourist-Office-Dame hat unglaublich schwarze Augen und ist auch sonst sehr nett anzuschauen. Sie erläutert uns auf einfache Art und Weise den Weg zur Plantage. Hier kostet es noch nicht einmal Eintritt. Wir besichtigen alles und dürfen nachher im Shop sogar noch einen Ananaslikör verkosten. Dieser ist uns allerdings zu süß, so dass wir lediglich eine frische Ananas und ein paar Mitbringsel erwerben und uns dann auf den Heimweg machen. Unterwegs probiert Doris, Rudi über Handy zu erreichen. Dieser nimmt aber nicht ab, so dass wir erst zuhause vorbei fahren um zu fragen, ob sie bereits eingekauft hätten. Haben sie aber nicht. Deshalb machen wir einen Plan und Kristian, Ruth und ich fahren los, während die anderen bereits das Abendessen vorbereiten. Als wir zurückkommen, dauert es deshalb nur noch einen kurzen Moment und dann können wir essen.
Nach dem Küchendienst essen wir unsere vom Markt mitgebrachten Erdbeeren und es wird über einen Spaziergang mit anschließendem „Eisgang“ nachgedacht, obwohl alle eigentlich ziemlich satt sind. Mal sehen, was noch passiert !
Wir machen einen Spaziergang durch den alten Hafen und beobachten die Fischer, die gerade ihre Schiffe klar machen um zum Nachtfischen zu fahren. Jung und alt helfen mit und es ist eine recht feuchte Angelegenheit. Die Art, die Boote zu Wasser zu lassen, ist abenteuerlich und für uns ganz neu. Es wird auch langsam dunkel und wir wandern weiter. Man muss die Fischer schon bewundern, die jetzt, wo es wirklich windig und doch einigermaßen frisch ist, hinaus fahren um ihren Lebensunterhalt zu verdienen.
Am Kiosk bei der „Schwarzen Kirche“ holen wir uns noch ein Eis. Dann holen wir noch etwas Bares aus den diversen Automaten und als wir wieder zu Hause sind, begeben wir uns recht schnell zur Nachtruhe.
14. Tag :
Um 8.15 Uhr weckt uns Doris. Wir wollen heute eine große Tour über die Ostseite der Insel fahren. Meine Frau Mutter, der ich das erzähle, fragt, ob wir das zu Fuß machen wollen, aber eingedenk der Strecken, die hier zurückzulegen sind, kann ich dies getrost verneinen. Die Frage, ob heute Lagoa do Fogo anstehen könnte, kann ebenso getrost verneint werden. Die ganze Nacht hat es geblasen, als wenn ein Düsenjäger bei uns durchs Zimmer geflogen wäre. Am Morgen sieht es zunächst so aus, als wäre über Lagoa der Himmel klar, aber bis wir gefrühstückt haben, ist alles schon wieder zugezogen.
Wir fahren zunächst in Richtung Osten um dann zur anderen Seite der Insel abzubiegen. Auch hier befinden wir uns schon fast wieder in den Wolken. Dann besuchen wir als erstes die Teeplantage, die wir uns gestern Abend schon vorgenommen haben. Hier sehen wir viel von der Art und Weise, wie Tee hergestellt wird – von der Phase des Pflückens/Schneidens, über die Fermentierung, Oxidation bis zur Trocknung und Eintütung. Die Damen, die das alles von Hand erledigen, sind gut drauf und sehr freundlich.
Unser Weg führt uns an diversen Miradores vorbei, sehr nett angelegten Plätzen mit wunderschönen Ausblicken über das Meer und sehr schönen Anlagen mit gepflegten Beeten. Wir besuchen alte Häfen mit herrlichen Leuchttürmen und befahren Steigungen bis zu 25 %. Die Häuschen sind förmlich in den Berg gebaut und die Fischer fangen zum Teil ihre Beute direkt von der Mole aus.
Wir fahren weiter und versuchen in Agua Retorta, einem Ort, der für seinen würzigen Käse auf den Azoren bekannt ist, ein Restaurant zu finden, was nur leider nicht gelingt.
In einem Supermarkt wird der würzige Käse unter dem Ladentisch verkauft. Wir erwerben einen nicht geringen Teil desselben und fahren dann weiter nach Poveaçao, wo wir in einem Restaurant zu Abend essen. Ruths Anteil geht zunächst in die Hose, weil sie erst eine Suppe bestellt, in der leider Ei verarbeitet ist. Dann bestellt sie sich einen Salat mit Thunfisch, der aber mit Sahne verarbeitet ist, was sie ja ebenfalls nicht essen darf. Es gibt aber Gott sei Dank noch einen Salat ohne die sie beeinträchtigenden Ingredienzien und schließlich wird auch sie – wenigstens einigermaßen – satt.
Auf unserem weiteren Weg kommen wir durch Furnas, wo wir unser traditionelles heißes Bad nehmen. Dann fahren wir nach Hause, beginnen einen Teil unserer Vorräte zu verspeisen und noch einen Rotwein zu trinken. Und dann spielen Kristian, Ruth und Rudi „Bohnanza“, ein verbrecherisches Spiel, während Doris sich zu Bett begibt, Regina dem Spiel zuschaut und ich meinen Bericht weiterschreibe.
Da wir morgen früh um 9.00 Uhr tauchen gehen wollen, gehen wir nicht all zu spät ins Bett (muss hier revidiert werden, weil – es ist bereits jetzt 0.15 Uhr und das Spiel ist noch in vollem Gang).
15. Tag :
Wir stehen pünktlich auf und decken den Tisch für die anderen gleich mit. Pünktlich um neun stehen wir bei Carlos auf der Matte. Der ist aber noch nicht da, so dass wir auch gleich den richtigen Eindruck hinterlassen. Zunächst soll noch ein junge Frau mitfahren, die aber nicht pünktlich erscheint, so dass wir unseren Wunsch etwas tiefer gehen zu wollen zum Ausdruck bringen können.
Carlos prüft unsere Dive-Cards und kommt zu dem Ergebnis, wir brauchten keinen Checktauchgang zu machen.
Unser Equipment wird auf einen speziellen Trailer verfrachtet, der mit dem basiseigenen Fahrzeug zum Hafen transportiert wird. Die Azubine, eine norwegische Padi-Taucherin, erzählt, sie warteten bereits auf ein größeres Boot, aber derzeit verstecke sich ihr kleines noch hinter den großen Whalewatching-Booten. Nachdem alles verpackt ist, stellen wir fest, dass die bootseigenen Bleie überdimensioniert sind. Wir lassen daher unsere Bleitaschen am Steg, genau wie meine Zweitmaske. Doris, die ein paar Aufnahmen machen will, wollte sie eigentlich mitnehmen. Als wir gerade den Hafen verlassen wollen, pfeift uns ein Mann vom Steg aus zurück: Wir hätten ´was vergessen. Doris ist zwischenzeitlich im Sprint unterwegs zur Mole – alles wegen der Aufnahmen. Aber Maske und Bleitaschen hat sie vergessen. Dann aber geht es los und wir fahren die Küste entlang fast bis Agua da Pau. Dort, so Carlos, gibt es ein Plateau, das bis auf 14 Meter hoch kommt. Von dort aus könne man die 40 Meter locker erreichen und dann um und durch das Plateau (Canyons und Arches) schön austauchen.
Wir finden auch Zackenbarsche, Makrelen, Fahnenbarsche und Nacktschnecken, nur die Sicht ist etwas schlechter als auf Pico. Dies hängt wahrscheinlich aber mit dem Sturmwetter der letzten Tage und Nächte zusammen. Carlos zeigt uns alles mögliche und auf dem Rückweg machen wir noch eine kleine Tour um die Miniinsel vor Vila Franco da Campo, einen alten Krater. Morgen, so machen wir aus, wollen wir dort tauchen, weil Carlos ein paar Ausbildungen zu machen hat.
Zurück zu Hause machen wir uns frisch und nehmen ein zweites Frühstück. Unser Landlord, der die ganze Zeit auf Carlos Basis anwesend war und sich irgendwie für uns interessiert, erzählt, heute sei der Lagoa do Fogo frei und wenn wir ihn sehen wollten – für morgen sei bereits wieder schlechteres Wetter angesagt.
Wir benachrichtigen Regina und Rudi per SMS und machen uns dann auf den Weg. Ein Versuch, die Alternativstrecke zu nutzen, scheitert an der mangelnden Geländegängigkeit unseres Fahrzeugs und als wir über den Pass zum ersten Aussichtspunkt kommen, sieht man den See wieder nicht, wegen der Wolken. Wir fahren zum nächst-tiefer gelegenen Aussichtspunkt – und, siehe da, es gibt den See, den wir bisher nur schemenhaft im Dunkel liegen sahen. Wir wagen den Abstieg, der sich steil und schweißtreibend gestaltet und sitzen unten an einem kleinen Strand, zusammen mit einer „Herde“ Möwen, die viel Krach macht. Kristian und ich springen in den See, aber unser Bad dauert nicht lange, weil die Temperatur im See so gar nichts von „Fogo“ an sich hat. Nach dem Aufstieg zum Kraterrand sind wir aber wieder aufgetaut und fahren weiter die Nordküste entlang und dann über die Transversale zum Lagoa do Congro. Dort gehen wir zunächst davon aus, dass vom Parkplatz bis zum See nur ein paar Schritte zurückzulegen sind, aber es handelt sich um einen richtigen Krater, in dessen Sohle sich Wasser gesammelt hat – und es ist auch wieder eine kleine Wanderung.
Wir kontaktieren Rudi und Regina per Handy und machen uns hungrig auf den Weg nach Furnas, wo wir erst einkaufen und dann das traditionelle Heiß-Quellen-Bad nehmen. Rudi und Regina fahren derweil vor, weil sie bereits heiß gebadet haben. Sie werden das Abendessen vorbereiten. Nach dem Bad nehmen wir noch einen kleinen Kaffee im eigens dazu angebrachten Cafe´ und fahren dann nach Hause, das wohlverdiente Mahl einzunehmen. Danach wird gespült, Ruth und ich holen nochmals Geld von der Bank und Doris´ Bilder werden von ihrer Karte auf meine externe Festplatte gezogen.
Dann schreibe ich noch Bericht und bis wir ins Bett kommen, ist es doch wieder ½ 12 Uhr.
16. Tag :
Ich wache auf und stelle fest, meine Uhr ist schon wieder stehen geblieben. Meinem Gefühl nach ist es aber bereits Zeit und ich schaue Ruths Hahn (sprich: Handy) an, den ich gestern Abend noch „aufgezogen“ habe. Siehe da, es ist 5 Minuten vor ½ 8 Uhr. Wird er heute tun, wofür er bezahlt wird ?
Ein menschliches Drängen macht sich in mir bemerkbar und ich nehme den Hahn mit. Just, als ich zur Tür hinaus will, beginnt er zu krähen – aha !
Ich putze Zähne und will vor dem Waschen noch Kaffee kochen und das Frühstück vorbereiten. Es zeigt sich aber, wir haben vergessen Butter, Kaffee und Schinken zu holen. Kein Problem, denke ich, dann hole ich heute, nachdem Rudi, beziehungsweise Regina und Rudi, dies die ganze Zeit erledigt haben, die frischen Brötchen aus der Panateria und besorge dabei den Rest ! Die Idee ist gut, aber der innerstädtische Supermarkt ist noch zu. Also bringe ich die Brötchen nach Hause, setze mich ins Auto und fahre zum peripheren Markt Mar*Sol, der angeblich um 8.00 Uhr öffnet. Tut er aber heute nicht und als ich um ¼ nach 8 Uhr zurückfahre, ist immer noch zu ! Auch der innerstädtische hat nach wie vor geschlossen und daher gibt´s heute morgen zu relativ trockenen Brötchen keinen Schinken und – Dank Rudi – eine Tasse Tee.
Wir schauen vom Balkon, aber Carlos, der Basisleiter, ist auch noch nicht da. Als er kommt, erzählt er uns, dass der lokale Wetterbericht drehende Winde, insbesondere aus Südwest, vorhergesagt hat und unser Besuch am geplanten Riff davon abhängt, wie präzise diese Voraussage ist. Schnell ist im Hafen unser Equipment und das von drei weiteren Tauchern im Boot verstaut und als wir den Hafen verlassen, sehen wir schon, welch große Wellen von draußen hereindrücken. Carlos versucht zwar an der Insel vorbei zu kommen, aber als wir den Inselschatten verlassen, zeigt sich, dass die Weiterfahrt zwar machbar, aber mit viel Geschlage einhergehen würde.
Also begeben wir uns wieder in den Schutz der Insel und beginnen dort einen Tauchgang, den man, was die Sicht betrifft, getrost mit dem in einem deutschen See vergleichen könnte. Nur gibt es in keinem deutschen See einen solchen Wellengang. Und die Sicht wird weniger beeinträchtigt von Schwebeteilchen, oder vielmehr doch, hier nur von anderer Konsistenz. Sand und Seegras und Algen bewegen sich wie wir auf und ab, vor und zurück. Trotzdem gibt es viel zu sehen: Röhrenwürmer, vom „Sturmwind“ gepeitscht, Makrelenschwarm, Seezungen, Barrakuda und ein Zackenbarsch, von dem Ivana, die Assistentin , nachher behauptet, es sei der größte, der ihr bisher hier begegnet sei.
Zurück in der Basis waschen wir unsere Klamotten und hängen sie zum Trocknen auf. Dann dusche ich mich, wir nehmen ein zweites Frühstück ein und Ruth dringt mit ihrem Vorschlag eine größere Wanderung durchzuführen, nicht recht durch. Ich lege mich für ein halbes Stündchen aufs Ohr, Doris geht noch ein wenig zum Strand, Kristian liegt vermutlich ebenfalls ab und Ruth sitzt auf der Terrasse und liest meinen Bericht Korrektur. Als ich wach werde bemerke ich, dass immer noch ziemliche Wellen in die Bucht hinein schlagen.
Doris ist vom Strand zurück und schreibt noch Postkarten. Ruth ruht noch ein wenig auf der Terrasse, möchte aber, wenn ich mit der Weiterführung meines Berichts am Ende bin, noch einen kleinen Gang unternehmen.
Kristian geht dann mit, während Doris es vorzieht, im Haus zu bleiben und noch etwas der Ruhe zu pflegen. Wir suchen zunächst das Haus des Gitarrenbauers, das in einem der Reiseführer beschrieben ist und das von uns nur 5 Minuten entfernt ist. Es gibt ihn aber offensichtlich nicht mehr. Das Haus steht zwar noch, aber es ist verschlossen und auf den Bau von Gitarren weist gar nichts mehr hin. Wir wandern die Parallelstraße zur Hauptstraße entlang und finden die 'Lovers Corner', offensichtlich ein früherer Insider-Treff, der jetzt aber extrem heruntergekommen ist und nur noch eine potemkinsche Wand beinhaltet. An der schwarzen Kirche vorbei gehen wir zum Universo, wo wir ein Eis und einen Kaffee zu uns nehmen. Ruth will danach kein Eis mehr. Nach ihrer Aussage hat sie schon kalte Finger und braucht nicht noch einen kalten Bauch.
Wir erwerben noch eine Postkarte, weil wir noch eine Briefmarke haben. Die Karte soll für den atlantis bestimmt sein. Unser Rückweg führt uns noch zum Badestrand, wo wir ein bißchen den donnernden Wellen zuschauen, bis wir zu dem Ergebnis kommen, dass jetzt die Zeit für unser heißes Bad gekommen sei. Wir sammeln Doris ein und wollen gerade los, als Regina und Rudi von ihrem Ausflug zurückkommen. Sie wollen aber nicht mehr mit, denn sie haben heute schon mehr hinter sich gebracht und sind müde.
Wir beschließen auch heute keinen Kaffee, oder Sherry hinterher zu uns zu nehmen, sondern die Tour auf das Bad zu beschränken, weil unsere anderen beiden ja sicherlich schon wieder mit der Zubereitung des Abendessens begonnen haben werden.
Und siehe, als wir wieder zu Hause ankommen, sind nur noch Kleinigkeiten zu erledigen und dann können wir essen. Es gibt Nudeln , sowie Reis mit Gemüse und Salat und dazu, als ganz neue Variante, Frikadellen – von der kleineren Sorte. Das Gespräch rutscht ein wenig ab, von Frikadellen kommen wir über Kugellager und Pferdeäpfel und alsdann zu Kuhfladen. Nur gut, dass das Essen inzwischen vorbei ist. Ein bisschen Evolution und Stoffwechselendproduktsentsorgung ist auch noch enthalten und dann ziehen wir es vor, mit dem Spülen zu beginnen.
Ein Paar will noch Geld holen, während der Rest spült und ich den Bericht fortsetze. Dann sitzen wir noch ein wenig beisammen und vertilgen Eß- und Trinkreste. Ruth ist für noch ein Spielchen und UNO und Kristian ist der Meinung, dass ihr offensichtlich „Bohnanza“ nicht so viel Spaß gemacht habe.
Und morgen beginnt der letzte unserer kompletten Reisetage.
17. Tag :
Wir wachen vom Geklapper in der benachbarten Küche auf. Kristian ist gerade dabei den Tisch zu decken, während Regina und Rudi auf „Brötchenfang“ sind. Wie sich herausstellt, ist heute Samstag und damit offensichtlich Feiertag und damit nichts mit den „guten“ Brötchen. Sie kommen aber mit welchen aus einem kleinen Supermarkt zurück und bevor wir mit dem Frühstück beginnen, holen Kristian, Ruth und ich unsere Tauchklamotten aus der Basis. Nicht, dass nachher keiner mehr da ist und wir nicht rankommen. Wir nutzen die Gelegenheit uns von Carlos und Ivana zu verabschieden und bezahlen bei unserem Landlord die Miete für unser Etablissement.
Dann wird gefrühstückt und – wie immer – die Tageslosung abgefragt. Rudi und Regina wollen heute zu Hause bleiben. Der Rest macht sich mit den beiden Autos auf den Weg, noch ein bisschen Wildnis mitzukriegen. Über Furnas und Povoaçao fahren wir zu dem Anfangspunkt unseres zweiten Wanderplans und lassen ein Auto dort (Agua Retorta). Dann suchen wir den Anfangspunkt des ersten Weges und lassen das andere Auto stehen, mit dem Ziel, dass Doris, die nicht weiß, ob sie die zweite Strecke durchsteht, mit dem ersten Auto vom zweiten Punkt uns am dritten Punkt abholt, damit wir wieder zum zweiten Auto fahren können. Soviel zum Plan...
Nach dem ersten Drittel der Strecke, die Gruppe hat sich gerade etwas auseinander gezogen, schallt es durchs Unterholz: Peter ! Ich antworte und von hinten kommt :
Stopp !
Es zeigt sich, dass Doris nicht (mehr) über den Autoschlüssel verfügt, den Kristian ihr aber schon gegeben hat. Es zeigt sich auch, dass wir uns über den Rückweg nochmals Gedanken machen müssen.
Doris erklärt, sie fühle sich gar nicht wohl, aber sie werde es gut machen, indem sie sich nach dem ersten Teilstück auf den Rückweg macht und dann zum ersten Parkplatz trampt, von wo aus sie uns dann abholen wird, wenn wir die zweite Etappe geschafft haben.
Der Weg windet sich wieder sehr nett durch das Unterholz und ein bisschen kommt wieder Robinson-Feeling auf. Nach dem Abschluss der ersten Etappe machen wir an der Kirche halt und nehmen vom mitgebrachten Käse, Obst und Brötchen einen Imbiß.
Wasser haben wir dabei und können es aber auch aus dem nahe gelegenen Brunnen schöpfen.
Dann wandern wir weiter und Doris geht zurück. Zunächst wissen wir nicht, was an dem zweiten Teilstück so 'medium' sein soll, aber dann biegt der Wanderweg nach links unten ins Unterholz ab – und dann wissen wir, warum ! Es ist steil, teils lehmig und teils mit schräg stehenden Steinen belegt, auf denen der Fuß keinen richtigen Fuß fassen kann.
Dieses Teilstück ist zwar nicht mehr so arg lang, aber es geht ganz schön auf die Knochen. Wir sind froh, als wir unten sind und gehen am Ufer des Flüsschens entlang dorthin, wo wir Doris vermuten. Es steht zwar ein Auto da, das aussieht, wie unseres, aber es ist es nicht und daher gehen wir wieder ein bisschen flussaufwärts, wo wir an einem Cafe´ zwei Kaffee trinken. Das ganze Dorf wird über eine Lautsprecheranlage mit Fado-Musik beschallt und wir stellen uns vor, dies den ganzen Tag aushalten zu müssen.
Dann kommt zunächst eine SMS von Doris, dass sie nunmehr losführe und nicht allzu lange Zeit später kommt sie auch über die Brücke.
Wir beschließen uns nach Furnas zu begeben, weil heute ja Samstag und damit Badetag ist, machen aber an den Caldeiras am Ortseingang noch eine kurze Besichtigung, weil wir die noch nicht gesehen haben – und als wir schließlich am Parkplatz vor unserer heißen Quelle ankommen, sehen wir schon Hundertschaften an Familien mit kleinen Kindern in Richtung Badewanne ziehen, was uns zu der Überzeugung kommen lässt : heute nicht !!
Schade, wo es doch der letzte Tag und damit die letzte Möglichkeit ist.
Wir kommen nach Hause und klären erst einmal, wo wir den letzten Abend verbringen wollen. Die Meinungen gehen auseinander: Rudi und Regina wollen nochmals in das Restaurant am alten Hafen, wo wir am ersten Abend waren. Der Rest plädiert zunächst für noch einmal Universo, aber salomonisch wird dann entschieden: Mer nemme was ganz anners. Das nun ausgewählte Restaurant liegt näher. Im Erdgeschoß wird Fußball geguckt, aber im ersten Stock ist das Restaurant und nachdem geklärt ist, was jeder essen will, zeigt sich, dass wir gut gewählt haben, denn es ist schmackhaft und reichlich. Eigentlich ist heute der Tag, an dem die restliche Kriegskasse verfressen werden soll, aber obwohl wir uns bemühen, schaffen wir es nicht und so bekommt jeder noch einen Rest heraus.
Dann begeben sich Teile von uns nach Hause und Kristian, Ruth und ich machen den 'Pub-Crawl', von dem bereits während des ganzen Urlaubs die Rede war. Soll heißen, auf dem 'Place Pigalle', beziehungsweise 'Times Square', am Marktplatz halt, kehren wir in die Kneipen ein, an denen wir bisher immer vorbeigeschlichen sind und nehmen noch zwei, oder drei, oder so.. Bier. Bei Preisen um 65 Cent pro Exemplar ein eher günstiges Vergnügen.
Als wir schließlich wieder in unserer Behausung ankommen, wird noch ein wenig 'dischbudiert' und dann ist die Nacht nicht mehr sehr lange, weil wir ja um 7.00 Uhr schon fliegen und entsprechend früh am Flughafen sein müssen um auch die Autos noch abgeben zu können.
18. Tag :
Als der Hahn kräht, glaube ich gerade erst eingeschlafen zu sein. Ich dusche mich. Gepackt und getankt haben wir bereits gestern und ich koche noch einen Kaffee und nehme ein Stück restliche Ananas zu mir. Schnell sind die Autos beladen und dann düsen wir los.
Am Flughafen sind wir fix fertig. Wir geben die Autos ab. Beanstandungen gibt es keine, es hat ja auch keine Kratzer gegeben. Rudi muss wie immer wegen seiner Westenflasche zum Sicherheitsdienst und dann heißt es, warten, bis unser Flug aufgerufen wird.
Die ganze Mannschaft ist noch ein bisschen geschafft.
Im Flieger haben wir eine ganze Reihe (9) belegt. Ich sitze am Fenster und betrachte zum Abschluss, so lange keine Wolken den Blick nach unten versperren, noch ein wenig den Atlantik, der jetzt wieder sehr lange auf uns warten muss – und wir auf ihn. Und dann geht alles ziemlich rasch: Wir fragen uns noch, was denn das für ein Landstrich sei, der unter uns durchzieht, da setzt das Flugzeug schon zum Landeanflug an. Wir erkennen unter uns den Rhein, überfliegen das Binger Loch und Rüdesheim und nur Minuten später landen wir auf Rhein-Main und die Heimat hat uns wieder.
Wir stellen fest, dass ganz Deutschland in der Hand Fußballverrückter steckt. Barbara holt uns ab, wir verstauen unsere Taschen im Kombi und holen unser Autochen in Ober-Roden ab. Auf dem Heimweg fahren wir über Erlensee und nehmen noch eines der weltbesten Eise zu uns und schon, als wir in Hammersbach um die Ecke biegen, haben wir das Gefühl, dass es bis zum nächsten Urlaub doch wieder ein ganzes Stück hin ist.
© by Peter Helbig
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