Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar abzugeben.
Reisebericht: Shukran Oman (Danke Oman)
Kaum ein anderes Arabisches Land ist so traditionell und doch so weltoffen wie das Sultanat Oman mit seinen herzlichen Menschen und endlosen Weiten. Verzaubert von der Vielfalt der Landschaft, dem Duft des Weihrauchs, den schönen Märkte und der Gastfreundschaft der Omanis möchte ich Euch auf unserer Reise durch den Oman einladen.
as salämu alaikum! (Guten Tag!)
Mitte des 17. Jahrhunderts stieg Oman zu einer der bedeutenden Seemacht im indischen Ozean an. Die Hauptstadt Muscat wurde zu einem wichtigen Handelsplatz zwischen Arabien und Indien. Bis 1970 herrschte Sultan Said ibn Taimur, er beliess das Land in seiner Rück-
ständigkeit und ausserpolitischen Isolierung. Er wurde von seinem Sohn Sultan Qabus ibn Said abgesetzt. Dringend notwendige Reformen wurden seither vorangetrieben. Einnahmen aus der Ölförderung wurden für die Verbesserung der Infrastruktur eingesetzt.
Der jetzige Oman ist ein ungewöhnlich abwechslungsreiches Land mit faszinierenden Landschaften und alten Traditionen sowie einem ein-
drucksvollen kulturellem Erbe.
Oman liegt am östlichen Rand der Arabischen Halbinsel. Landschaften wir zerklüftete Hochgebirge, tiefe Canyons, idyllische Oasen, endlose
Wüsten und eine 1700 km lange wunderschöne abwechslungsreiche Küste.
Oman ist eine junge Nation im Aufbruch. Die Hälfte der Bevölkerung ist unter 18 Jahre alt. Der Oman verfügt über das weltweit effizienteste
Gesundheitswesen (WHO Einschätzung).
Frauen sind im Oman ebenso staatstragend wie Männer. Sie sind in allem Bereichen anzutreffen. Viele Frauen kleiden sich traditionell manche aber auch eher westlich. Es gibt keinerlei Schleierzwang.
An der Universität jedoch eine Männerquote, denn dort sind die jungen Frauen in der Überzahl.
Das Land ist heute vorbildlich in Bezug auf Bildung und Gesundheits-
fürsorge. Der Oman ist überwiegend islamisch geprägt, toleriert im
Land aber ebenso katholische und protestantische Kirchen wie auch Hindutempel.
Unsere Reise bestand aus zwei Teilen.
Im ersten Teil wurden wir begleitet von 1 Fahrer aus dem Oman
und einem Reiseführer aus Sri Lanka.
In der ersten Woche erfuhren wir einige Informationen, die nicht
unbedingt in einem Reiseführer stehen.
Seit 1970 besteht Schulpflicht auch für Beduinen, diese bringen ihre Kinder zur Schule. 100.000 Studenten schreiben sich jährlich in der
Universität ein.
Die Autos, die vorwiegend aus Japan stammen, habe verschiedene
Autoschilder.
Rote sind Autos von Firmen allgemein
Gelbe sind ausschliesslich Privatautos
Grün/Rot/Weiss für den Sultan und dessen Angestellte.
LKW‘s haben verschiedenfarbige Tanks:
Blau = Trinkwassertransport
Gelb = Abwassertransport
Grün = Wasser für die Landwirtschaft
Alle Bauvorhaben laufen über den Tisch des Umweltministeriums.
Wenn ein Paar heiratet bekommt es ein Grundstück von 600 qm
zinslos. Witwen bekommen 80 % vom Lohn des Mannes bis die Kinder erwachsen sind. Für Alleinstehende Frauen auch geschiedene wird
ebenso gesorgt. Wenn Mann/Frau 20 Jahre gearbeitet hat und das 60 Lebensjahr erreicht hat steht dieser Person eine Rente von 80 % zu.
Den 2. Teil der Reise von Al Sawadi nach Salalah unternahmen wir alleine
mit einem 4 WD. Wir fuhren zuerst in Richtung Wahiba Sands erneut, denn
wir wollten alleine durch die Wüste. Am Eingang der Wahiba nahmen wir an
einem Beduinenfest teil. Die Mehrzahl der Anwesenden waren Männer, aber
auch einige Frauen und Kinder nahmen am Fest teil und wir durften dem ganzen geschehen zuschauen, Die Dunkelheit kam und wir schafften es gerade noch
zu einem Wüstencamp. Am nächsten Morgen fuhren wir weiter durch die Wüste.
Anfangs war die Piste gut erkennbar und auch mit normalem Reifendruck befahrbar.
Dann folgten Verwehungen und der Weg war kaum noch erkennbar. Der Reifendruck wurde etwas reduziert und weiter ging es bis zur nächsten Verwehung wo wir
steckenblieben. Fussmatten, schaufeln, alles half nichts, also Reifendruck weiter reduzieren. Nach 2 Stunden in glühender Hitze kamen wir dann durch. Wasser hatten wir genug an Bord. Wir kamen in einen Teil der Wüste wo Gruppen von Bäumen standen mitten in der Wüste und dann noch mit Blätter. Unterwegs wurden wir von einem Beduinen eingeladen seine Dromedare zu begutachten und fotografieren. Er war sehr stolz auf seine Herde. Wir haben insgesamt ca. 6 Stunden für die Wüstendurchquerung benötigt. Nun musste erst einmal Luft in die Reifen, zum Glück sind die Menschen so hilfsbereit, denn es gab im nächsten Ort keine Tankstelle, aber ein älterer Omani brachte uns zu zwei Jugendlichen, die eine Punpe hatten.
Danach ging es weiter, wir fanden eine Übernachtung in einem einfachen Hotel.
Nebenan gab es ein kleines Restaurant wo wir ein gutes Essen bekamen für umgerechnet 4 sfr. TIP: Da essen wo die Einheimischen essen, es ist gut, einfach und billig. Aber daran denken mit der rechten Hand essen, die Linke ist "schmutzig" , da sie zum Reinigen des "Geschäfts" benutzt wird. WC Papier gibt es selten, nur in den guten Hotels, es gibt eine Dusche zum reinigen, deshalb ist es sinnvoll was mit sich zu führen. Feuchttüchlein sind nicht schlecht.
Unsere Reise führte und weiter Richtung Küste, dann weiter nach Süden nach Salalah, wo wir direkt am Meer in den Beach Villas was fanden, von dort starteten wir
Tagestouren an die Grenze zum Jemen und nördlich von Salalah nach Mirbat und zu den Weihrauchbäumen. Weihraucheinkauf im Basar in Salalah stand natürlich auch auf dem Programm.
Unser kleiner Ofen räuchert mindestens 1 x pro Woche zu Hause und verzaubert uns.
In einer Tagestour von Salalah bis Nizwa fuhren wir nach 3 Tagen Salalah wieder zurück. Wir wollten Muscat noch etwas zum Schluss geniessen und uns am 1.1. mit
unseren inzwischen lieb gewordenen Freunden treffen.
-
...Bericht und Fotos wecken schöne Erinnerungen, waren zwar nur kurz im Oman aber ebenso begeistert und dein Bericht stärkt unser Vorhaben, bald mal für länger hinzufahren LG Eva
-
außergewöhnlicher, interessanter Bericht
-
Sehr interessanter Bericht und außergewöhnliche Gestaltung! Hast Du Dein Fotobuch abfotografiert? Wenn ja, das Buch muss toll geworden sein, mir gefallen die Seiten! Der Oman reizt mich aber auch schon lange und irgendwann werde ich mir dieses Land auch ansehen.
LG
Susi
Lesezeichen für diesen Reisebericht setzen bei ...
-
Mister Wong
-
Google Bookmarks
-
YiGG
-
del.icio.us
-
Digg
-
StumbleUpon
-
Magnolia
-
Webnews
Bookmark in Ihrem Browser speichern Schließen