Vom Segen eines dichten Zeltes

Reisebericht

Vom Segen eines dichten Zeltes

Reisebericht: Vom Segen eines dichten Zeltes

Botswana zu Beginn der Regenzeit.,ein nicht zu unterschätzendes Abenteuer
...unwegsame Straßen, ein nicht ganz dichtes Zelt ...... trotzdem ein Ort an den ich sofort wieder zurückkehren möchte

.... immer wieder Afrika...ein Regenabenteuer

Meine dritte Afrika Tour
diesmal quer durch Botwana...natürlich im Zelt, so ganz nah an der Natur. Die ersten Tage erst einmal eingewöhnen, am Abend eine passenden Platz aussuchen, dann das schwere Zelt aufbauen und ganz besonders das Fotozeug gut unterbringen.
Am abendlichen Lagefreuer dann ein Spektakel am Himmel. Wolken, die sich in unglaubliche Höhen aufplustern und sich in traumhaften Farben präsentieren. Schön, aber irgendwie auch ein wenig beängstigend..
Beim Abendessen dann schon die ersten großen Regentropfen.
Wird wohl heute nichts mit dem langen Betrachten der Milchstraße und dem Stern des Südens, stattdessen schnell ins Zelt, bevor der Himmel seine Schleusen endgültig öffnet.
Der Reißverschluß ist noch nicht ganz zu, als Blitz und Donner mit heftigem Regen einsetzen.
Eigentlich ist ja so ein Zweimannzelt nicht so klein, aber wenn es schon ein wenig älter und deshalb nicht mehr so ganz straff ist, dann hängt es in dem starken Regen schnell ein wenig durch.
Ich sitze auf meiner Luftmatraze und kann im Schein meiner Taschenlampe sehr gut die Stellen sehen,an denen sich Wassertröpfchen bildeten, die sich ziemlich schnell in kleine Bäche verwandelten. draussen vor dem Zelt geht in Blitz und Donner gerade die Welt unter. Kein festes Gebäude weit und breit, noch nicht einmal unser Auto hatte ein Dach ,also keine andere Möglichkeit, als im Zelt zu bleiben und abzuwarten.Blitz und Donner in kurzen Abständen und vor meinem geistigen Auge sehe ich die angebrannten Baumreste die wir in den letzten Tagen auf unserer Fahrt gesehen haben.
Übrigens unsere Zelte haben wir unter den einzigen Bäumen aufgebaut, die in dieser sonst fast baumlosen Steppe zu finden waren.....auch nicht wirklich beruhigend
An Schlaf ist in dieser Nacht nicht zu denken, das erste Morgenlicht findet mich im Schneidersitz auf meine kleinen Luftmatraze sitzend vor. Den Rucksack mit den Fotosachen im Arm, alles andere im Zelt im Wasser schwimmend.
Das gute an dem Zelt....alles was über 5 Zentimeter ,ist läuft beim Reißverschluß einfach wieder hinaus....
das war auf dieser Reise zwar die erst, leider aber nicht die letzte nasse Nacht..aber man gewöhnt sich ja an alles und das erste mal ist ja bekanntlich das schwierigste...



Regenwolken


Teilen auf

Mein Interessenprofil

Bitte melden Sie sich an, um Reiseziele zu Ihrem Interessenprofil hinzuzufügen.

Kommentare

  • Ulich

    Ein schöner Bericht, der viele Erinnerungen in mir wachruft. Als leidenschaftliche "Zelterin" habe ich auch schon so manches Abenteuer überstanden. Da drohten im vergangenen Jahr Fallwinde am Gletscher unsere kleine Stoffhütte zu zerstören, eine mit Sand und Steinen gefüllte Windhose ließt seine Fracht direkt auf unser Zelt prasseln und ein Erdbeben nur mit einer Isomatte unter sich ist auch irgendwie sehr gewöhnungsbedürftig. Also "Nicht-Zelter" wissen gar nicht, wie viele Abenteuer ihnen entgehen.

    Gruß Beate

  • RdF54

    Siehst Du, darum ich immer Dachzelt :-) .
    Netter kleiner Episodenbericht, über etwas, was Lodgebesucher einfach nicht fühlen und im wahrsten Sinne des Wortes e-r-l-e-b-e-n können ...

    Liebe Grüße
    Robert

  • Blula

    Hallo AnneMarie!
    Also, ich gehöre ja auch zu den Nicht-Zeltern und Abenteuer wie dieses würde ich schon fast als Albtraum bezeichnen, nicht zuletzt wegen der Fotoausrüstung, die ich immer wie meinen Augapfel behandle. Deinen sehr anschaulichen Bericht habe ich gerne gelesen und mich natürlich gefreut, dass Du ohne größeren Schaden aus der "Sache" rausgekommen bist.
    LG Ursula

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar abzugeben. Vom Segen eines dichten Zeltes 4.22 9

Beliebte Community-Inhalte: AustralienNorwegenThailandVietnamItalienBarcelonaIndien ReiseführerIndien Tipps