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GEO Magazin Nr. 01/12 Seite 1 von 1


Der populäre Irrtum: Wüste Schneeverwehung

Eskimos, so heißt es, hätten 40 Wörter für Schnee. Oder sind es in Wahrheit 50? Oder gar 200?


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So funktioniert der Empfehlen-Button von Facebook

Sie möchten den neuen Facebook Empfehlen-Button nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Infos zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses sog. Social Plugins erfolgt über Facebook, das betrieben wird durch Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA. geo.de verwendet die von Facebook zur Verfügung gestellten Plugins an verschiedenen Stellen des Internetangebots.

Woran erkenne ich diese Plugins?

Die Plugins sind mit einem Facebook Logo oder dem Zusatz "Facebook Social Plugin" versehen und sind bei GEO.de nach dem Vorspann über oder unter dem Artikeltext platziert.

Was passiert auf Seiten, die das PlugIn eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Facebook-Konto und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort auch eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Facebook her. Facebook kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben

Ihr Seitenaufruf bei GEO.de wird nun Ihrem Facebook-Account zugeordnet. Facebook kann die Daten speichern und weiterverarbeiten (s.u., „Was macht Facebook mit meinen Daten?“)

Klicken Sie auf den Empfehlen-Button, wird diese Information von Ihrem Browser direkt an Facebook übermittelt und dort gespeichert

Generell gilt: wenn Sie nicht bei Facebook eingeloggt sind, oder keinen Facebook-Account haben, werden auch keine Daten übermittelt

Was macht Facebook mit meinen Daten?

Was genau Facebook mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzhinweisen des Sozialen Netzwerkes nachlesen: http://www.facebook.com/policy.php

Typische Anwendungsfälle sind: Ein Facebook-Nutzer liest auf GEO.de einen Artikel, den er seinen Freunden empfehlen möchte und klickt auf "Gefällt mir". Seine Freunde sehen den Link zu genau diesem Artikel auf Facebook. Die Freunde können nun wiederum selbst auf den Link klicken, den Artikel auf GEO.de lesen und den Artikel wiederum an ihre Freunde weiterempfehlen.

Dieses Beispiel ist aber nur exemplarisch zu verstehen, da sich Facebook vorbehält sein System ständig weiter zu entwickeln und über die Verwendung der Daten zu informieren.

Wie kann ich mein Facebook-Profil richtig einstellen?

Jeder User hat andere Bedürfnisse und wünscht sich andere Einstellungen. Die Kollegen von stern.de erklären Ihnen hier die Möglichkeiten, die das Soziale Netzwerk Ihnen zum Schutz Ihrer Privatsphäre bietet: » zum Artikel von stern.de

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier

Weitere Informationen zur Einschätzung des Themas "Facebook Social Plugins und Datenschutz" publizieren die Kollegen von stern.de regelmäßig auf stern.de (Extra "Soziale Netzwerke" von stern.de). Weitere Informationsquellen, für die GEO.de ebenfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung des Sozialen Netzwerkes berichten:

http://www.facebookbiz.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://facebookmarketing.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://www.schwindt-pr.com/ (nicht von Facebook betrieben)
http://blog.facebook.com/ (das offizielle Facebook-Blog)

Informationen zum Datenschutz in Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.
» zur Website des Bundesbeauftragten für Datenschutz


So funktioniert der +1-Button von Google

Sie möchten den +1-Button des sozialen Netzwerkes Google+ auf GEO.de nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses Buttons erfolgt über Google, das betrieben wird durch Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, United States („Google“)

Woran erkenne ich den +1-Button?

Der Button ist an dem Zeichen “+1? auf weißem oder farbigen Hintergrund erkennbar. GEO.de verwendet ihn über und/oder unter redaktionellen Beiträgen oder Beiträgen unserer Community.

Wenn Sie ihn anklicken, verändert sich die Farbe des Buttons von weiß zu blau. Zudem wird Ihnen die Gesamtzahl der bisher abgegebenen Empfehlungen angezeigt. Es kann vorkommen, dass Ihnen auch angezeigt wird, wer die Schaltfläche außer Ihnen noch benutzt hat. Ob und welchem Umfang Ihnen diese Informationen angezeigt werden, hängt von der Einstellung Ihres Profils und den Einstellungen Ihrer Kontakte in Google+ ab. Informationen, wie Sie diese Einstellungen steuern können, stellt Google hier zur Verfügung: http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1152622

Was passiert auf Seiten, die den Button eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Google-Profil oder einen Google+-Account und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Google her. Google kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben. Der Inhalt des +1-Buttons wird von Google direkt an Ihren Browser übermittelt und von diesem in die Website eingebunden. (s.u.: "Was macht Google mit meinen Daten?").

GEO.de hat keinen Einfluss auf den Umfang der Daten, die Google mit dem Button erhebt, geht jedoch davon aus, dass auch Ihre IP-Adresse mit erfasst wird.

Wenn Sie Google+-Mitglied sind und nicht möchten, dass Google über GEO.de Daten über Sie sammelt und mit Ihren bei Google gespeicherten Mitgliedsdaten verknüpft, müssen Sie sich vor Ihrem Besuch bei GEO.de bei Google+ ausloggen.

Was macht Google mit meinen Daten?

Google weist darauf hin, dass die Vergabe von +1 ein öffentlicher Vorgang ist, durch den jeder im Internet möglicherweise Inhalte sehen kann, denen Sie ein +1 gegeben haben. Sie können über Ihre Profil- und Account-Einstellungen steuern, wo, wem und in welchem Umfang Ihre Empfehlungen angezeigt werden. Die einzelnen Optionen erklärt Google hier:
http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1047397

Was genau Google mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzbestimmungen des Unternehmens nachlesen: http://www.google.com/intl/de/+/policy/+1button.html

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier.

Unsere Kollegen von Stern.de informieren auch regelmäßig über die Entwicklungen bei Google+ – das Themen-Extra finden Sie hier.

Weitere Informationsquellen, für die GEO.de aber gleichfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung von Goolge+ berichten:

http://googleplusblog.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gpluseins.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gplusmarketing.de (nicht von Google betrieben)

Informationen zum Datenschutz im Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.


Wenn man Geoffrey Pullum auf Schnee-Wörter der Eskimos anspricht, platzt ihm fast der Kragen. Seine Wut darüber hat sich der Linguist von der Universität Edinburgh schon 1991 in einem Essay von der Seele geschrieben: "The Great Eskimo Vocabulary Hoax". Was offenbar wenig genützt hat, denn der Mythos von den zahlreichen - aber genau abzählbaren - Wortformen der Eskimos, um "Schnee" zu sagen, ist bis heute ungebrochen.


Meister in der Schneeverwertung, auch ohne viele Worte zu machen - ein Inuit aus Kanada (Foto von: Yvette Cardozo/Photolibrary/Getty Images)
© Yvette Cardozo/Photolibrary/Getty Images
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Meister in der Schneeverwertung, auch ohne viele Worte zu machen - ein Inuit aus Kanada

Abgesehen davon, dass es gar nicht "die Sprache" der Eskimos gibt: Die Struktur der zahlreichen Idiome der Inuit, Yupik und der Aleuten ist denkbar ungeeignet dafür, überhaupt eine seriöse Zahl von Schnee-Wörtern zu ermitteln. Der Begriff "Wort" lässt sich in diesen Sprachen nämlich kaum fassen: Ganze Sätze werden oft genauso als Wortform ausgedrückt wie Bezeichnungen für Dinge (so, als wäre "es schneit" im Deutschen eine ebenso unauflösliche Wortform wie "Schnee").


Was dazu führt, dass auch relativsatzartige Ausdrücke, wie zum Beispiel "Was immer wieder neu erscheint", als "Wörter" für (frischen) Schnee gebraucht werden können - wodurch deren Anzahl im Prinzip unendlich wird. Ferner gibt es zahlreiche Begriffe, die nur im Kontext als Schnee-Wörter verstanden werden können: wie etwa in einem kanadischen Inuit-Dialekt igluksaq, was im Grunde nur "Hausbaumaterial" bedeutet, konkret aber eine spezielle Form von Schnee ist. Ebenso wie im Alaska Yupik muruaneq, "weicher Tiefschnee", ursprünglich nur "Substanz, in die man gewöhnlich tief einsinkt" bedeutet. Andererseits ist die Anzahl der "echten" Schnee-Begriffe sehr begrenzt. Im Westgrönländischen etwa gibt es lediglich zwei unverwandte Formen: aput- für liegenden, und qanik- für fallenden Schnee. Da besitzt das Deutsche weit mehr Differenzierungen: Harsch, Firn, Graupel, Lawine und so weiter.

Allerdings sind aput- und qanik- nicht Wörter, sondern Wortstämme, die in etwa so verwendet werden wie deutsch wind in "Wind-stärke" oder "es wind-et". Mit anderen Worten: Die Anzahl von Schnee-Bezeichnungen in Eskimosprachen liegt zwischen zwei und unendlich vielen. Wirklich gebräuchlich davon sind rund ein Dutzend - etwa so viele wie im Deutschen oder Englischen auch. Die oft genannten 40 Wörter sind pure Fiktion. Angesichts der tatsächlich sehr geringen Basis-Differenzierung der Schneetypen (aput-, qanik-) fragt sich Geoffrey Pullum sogar, ob der allgegenwärtige Schnee vielleicht nur von Hintergrundinteresse für die Polarbewohner ist. Schließlich unterteilen Europäer auch Gras nicht pedantisch in "Rasengras", "Wiesengras" und so fort. Obwohl sie das könnten.

Und so könnten auch die Eskimovölker 40 Wörter für Schnee gebrauchen - oder 200. Oder zwei. Nachdenklich stimmt derweil Pullums Frage, warum es so unglaublich wichtig erscheint, den Mythos von den vielen Schnee-Wörtern der Eskimos am Leben zu erhalten. Kein Mensch fände es spannend, so Pullum, wenn ihm jemand erzählte, dass ein Pferdezüchter besonders viele Begriffe für seine Tiere kennt. Bei den Eskimos aber, legendären "Rohfleischfressern", "Oma-an-Eisbären-Verfütterern" und "Frauen-an-Fremde-Verleihern", giere man nach allem, was sie vorgeblich anders macht, als wir es sind.



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Kommentare zu "Der populäre Irrtum: Wüste Schneeverwehung"

jasmundus | 16.02.2012 13:46

Warum? Könnte man eigentlich schnell beantworten. Ein Vorurteil ist doch hier "am Werke". Und mit Vorurteilen lässt sich trefflich und vor allem bequem leben. Man braucht nur nachplappern und schon gar nicht selber denken. Schließlich habe ja schon andere zuVOR ihr URTEIL abgegeben. So und fertig ist die Angelegenheit, ohne dass man selber viel Denken muss. Hier mag es sich um eine m.E. für uns einfache und wenig bedeutsame Sache gehen. Aber das Prinzip, wie nämlich so etwas funktioniert, das ungehemmte Nachplappern, das nutzen doch schon seit altersher die meisten Meinungsbildner für sich schamlos aus. Und deshalb sollte man daüber ruhig mal nachdenken. Vielleicht liege ich auch falsch? Ich lass mich gern eines Besseren belehren. Beitrag melden!

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