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GEO Magazin Nr. 06/11 Seite 1 von 1
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Artenschutz: Wo darf der Jaguar leben?

Nirgendwo begegnet man der schönsten Großkatze des amerikanischen Kontinents häufiger als im brasilianischen Pantanal. Und deshalb ist hier ein Konflikt entbrannt. Viehzüchter, die um ihre Herden fürchten, machen Jagd auf den Jaguar. Naturschützer studieren dessen eigenes Jagdverhalten - und suchen nach Wegen, ihn vor der Ausrottung zu bewahren. Nach Wegen, die bis nach Mexiko führen

Text von Ruedi Leuthold

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So funktioniert der Empfehlen-Button von Facebook

Sie möchten den neuen Facebook Empfehlen-Button nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Infos zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses sog. Social Plugins erfolgt über Facebook, das betrieben wird durch Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA. geo.de verwendet die von Facebook zur Verfügung gestellten Plugins an verschiedenen Stellen des Internetangebots.

Woran erkenne ich diese Plugins?

Die Plugins sind mit einem Facebook Logo oder dem Zusatz "Facebook Social Plugin" versehen und sind bei GEO.de nach dem Vorspann über oder unter dem Artikeltext platziert.

Was passiert auf Seiten, die das PlugIn eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Facebook-Konto und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort auch eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Facebook her. Facebook kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben

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Was macht Facebook mit meinen Daten?

Was genau Facebook mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzhinweisen des Sozialen Netzwerkes nachlesen: http://www.facebook.com/policy.php

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Dieses Beispiel ist aber nur exemplarisch zu verstehen, da sich Facebook vorbehält sein System ständig weiter zu entwickeln und über die Verwendung der Daten zu informieren.

Wie kann ich mein Facebook-Profil richtig einstellen?

Jeder User hat andere Bedürfnisse und wünscht sich andere Einstellungen. Die Kollegen von stern.de erklären Ihnen hier die Möglichkeiten, die das Soziale Netzwerk Ihnen zum Schutz Ihrer Privatsphäre bietet: » zum Artikel von stern.de

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier

Weitere Informationen zur Einschätzung des Themas "Facebook Social Plugins und Datenschutz" publizieren die Kollegen von stern.de regelmäßig auf stern.de (Extra "Soziale Netzwerke" von stern.de). Weitere Informationsquellen, für die GEO.de ebenfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung des Sozialen Netzwerkes berichten:

http://www.facebookbiz.de/ (nicht von Facebook betrieben)
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http://www.schwindt-pr.com/ (nicht von Facebook betrieben)
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Informationen zum Datenschutz in Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.
» zur Website des Bundesbeauftragten für Datenschutz


So funktioniert der +1-Button von Google

Sie möchten den +1-Button des sozialen Netzwerkes Google+ auf GEO.de nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses Buttons erfolgt über Google, das betrieben wird durch Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, United States („Google“)

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Was passiert auf Seiten, die den Button eingebaut haben, mit meinen Daten?

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Was genau Google mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzbestimmungen des Unternehmens nachlesen: http://www.google.com/intl/de/+/policy/+1button.html

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Weitere Informationsquellen, für die GEO.de aber gleichfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung von Goolge+ berichten:

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Informationen zum Datenschutz im Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.


Forscher studieren das Jagdverhalten des Jaguars (Foto von: Steve Winter/Panthera)
© Steve Winter/Panthera
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Forscher studieren das Jagdverhalten des Jaguars

Der Abdruck, den er hinterlässt, ist größer als der von Hund oder Puma, deutlich breiter als lang. Ein Auftritt so kräftig wie das Tier, von dem er stammt: Panthera onca, der Jaguar. Er ist gefleckt, manchmal schwarz, drittgrößte Großkatze nach Tiger und Löwe, die größte Amerikas, verbreitet von Mexiko bis in den Norden Argentiniens. Aber nur hier, im brasilianischen Pantanal, trifft man auf Männchen von 150 Kilogramm Gewicht, deutlich schwerer als jene, die Amazonasregion und Zentralamerika durchstreifen. Nirgendwo soll der Jaguar häufiger vorkommen als hier, in einem der größten Feuchtgebiete der Erde. Und doch lebt er hier besonders gefährlich.


Im Pantanal befinden sich 95 Prozent des Landes in Privatbesitz. Rund 2500 Farmen besetzen eine Fläche, die größer als Griechenland ist. Beweidet wird sie von knapp acht Millionen Rindern, die für den Jaguar leichte Beute sind. Ihn wiederum lassen die hiesigen Cowboys, die Vaqueiros, für Verluste ihres Viehs bezahlen: Sie schießen ihn ab.

Wer den Jaguar im Pantanal schützen will, der muss diesen jahrhundertealten Konflikt zwischen Mensch und Tier schlichten. Die im Jahr 2006 gegründete Tierschutzorganisation Panthera hat sich dieser komplizierten Friedensmission angenommen. Ein schwieriges Unterfangen. Im Pantanal kreisen zwar zahllose Geschichten um den Jaguar und seine Vorliebe für Vieh. Doch Fakten sind rar. Wann und wo schlägt die Großkatze bevorzugt zu? Und wie schwer wiegt der wirtschaftliche Schaden, den sie tatsächlich anrichtet?

Über die Jagdgewohnheiten des Jaguars weiß die Wissenschaft wenig. Überhaupt ist sein Verhalten kaum erforscht. Denn anders als beispielsweise Löwen pflegen Jaguare kein ausgeprägtes Sozialleben in einer gut einsehbaren Savannenlandschaft. Sie streifen als Einzelgänger durch ihre Reviere, oft durch schwer zugängliche Wälder, häufig nachts - und sind entsprechend schwierig zu beobachten.

Schlaglichter auf das verborgene Dasein der Jaguare werfen die Studien der Biologin Sandra Cavalcanti, die viele Jahre im Pantanal forschte. Dort haben sie und ihr Team zehn Tiere besendert - fünf Männchen und vier Weibchen sowie ein Jungtier. Zwölfmal täglich ermitteln und speichern Halsbänder mit GPS-Empfängern die Standortdaten ihrer Träger, über Jahre hinweg. Insgesamt hat Cavalcanti pro Tier 3000 Daten gesammelt und ausgewertet. "Fast alles, was wir über den Jaguar zu wissen glaubten, erwies sich als falsch", sagt sie. Weder töte die Großkatze bevorzugt an Waldrändern und in Wassernähe, noch schlage sie besonders häufig in der Dunkelheit zu. "Ein Riss um die Mittagszeit", sagt Cavalcanti, "kommt sogar häufiger vor als einer um Mitternacht."

Wann immer ein Tier sich länger an einem Ort aufhielt, suchte Cavalcanti diesen auf. Sie entdeckte so 438 Skelette von Beutetieren, darunter Kaimane, Ameisenbären, Wasserschweine, Anakondas, Rinder. Der Anteil, den das Nutzvieh unter der Beute ausmacht, schwankt mit den Jahreszeiten. Jedes Jahr zur Regenzeit fließen Milliarden Liter Wasser in die Tiefebene des Pantanal. Da der Paraguay-Fluss dort sehr langsam fließt, kann er längst nicht alles davon aufnehmen, vier Fünftel des Landes werden überschwemmt. In dieser Phase ernährt sich der Jaguar vor allem von im Wasser lebenden Tieren. In der Trockenzeit aber greift er Rinder an, sie machen dann über 50 Prozent seiner Beute aus.

Anders als vermutet, stieß Cavalcanti bei ihren Studien auf keine sogenannten Problemtiere: Katzen, die früh auf das Jagen von Rindern geprägt wurden und keine andere Beute mehr fassen. Nicht einmal Weibchen mit Nachwuchs, berichtet die Forscherin, bevorzugten Vieh. Auch töteten die beobachteten Jaguare nie um des Tötens willen: Zwischen jedem Jagdakt lagen drei bis sechs Tage - und jedes Opfer wurde bis auf den letzten Bissen verzehrt.

Der Jaguar ist besser als sein Ruf

Seine Rolle als Viehräuber halten Forscher wie Cavalcanti deshalb für überschätzt - Fehlgeburten und Infektionen richteten in den Herden weit größeren Schaden an.

Diese Botschaft an den Mann zu bringen versucht Rafael Hoogesteijn, ein Veterinär, der Jaguare in seiner Heimat Venezuela studierte. Inzwischen arbeitet er in Brasilien für Panthera. Die Organisation hat Ende 2007 im Pantanal eine Fazenda erworben, mehr als 20 000 Hektar Land, Tausende Rinder: São Bento. Modellhaft soll Hoogesteijn den Vaqueiros hier beibringen, wie man das Vieh vor den Angriffen eines Jaguars schützt, ohne diesen zu erschießen. Doch mit einigen seiner Ideen stößt er auf Skepsis.

Zwar sind die Muttertiere und deren Kälber mittlerweile in der Nähe der Fazenda versammelt, wie der Forscher es vorschlägt. Aber mit seinem Einfall, in der Nacht einen Vaqueiro mit dem Traktor die Herde umrunden zu lassen und etwa sich anschleichende Jaguare mit Leuchtraketen zu vertreiben, ist Hoogesteijn gescheitert: Kein Vaqueiro will die Nacht draußen verbringen.

Mit Erfolg dagegen hat er andernorts schon die Methode getestet, Wasserbüffel in die Herden zu mischen, die sich gegen Jaguarattacken zu wehren wissen. Auf São Bento hat er sie noch nicht durchsetzen können.

"Am schwierigsten ist es", sagt Hoogesteijn, "althergebrachte Mentalitäten zu ändern." Seit 200 Jahren verstehen sich die Menschen im Pantanal als Vorposten der Zivilisation, nur den Gesetzen unterworfen, die sich im Kampf gegen die Natur herausgebildet haben. Auch der Jaguar gilt als Feind, aber anders als die Fluten ist er bezwingbar. Im Kampf gegen ihn beweisen die Männer des Pantanal ihren Mut - und mit Erzählungen von der Jagd auf den Jäger vertreiben sie sich an langen Abenden die Langeweile.

Immerhin: Einige Fazendeiros im Pantanal zeigen sich mittlerweile aufgeschlossen gegenüber dem Gedanken, den Jaguar zu schützen. Sie haben den Tourismus als Geschäft erkannt und bieten Unterkunft und Führungen in die Wildnis an. Forscher haben 665 Vogel-, 263 Fisch- und 123 Säugetierarten in dieser für Menschen schwer zugänglichen Landschaft gezählt. Hauptattraktion für Naturbeobachter: der Jaguar.


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