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GEO Magazin Nr. 02/11 Seite 1 von 1


Grüne Informationstechnik: Mit der Wärme rechnen

Lokale Erwärmung kann dem Klima nützen: Wie man Computer und Rechenzentren zum Energiesparen erzieht

Text von Sebastian Kretz

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So funktioniert der Empfehlen-Button von Facebook

Sie möchten den neuen Facebook Empfehlen-Button nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Infos zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses sog. Social Plugins erfolgt über Facebook, das betrieben wird durch Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA. geo.de verwendet die von Facebook zur Verfügung gestellten Plugins an verschiedenen Stellen des Internetangebots.

Woran erkenne ich diese Plugins?

Die Plugins sind mit einem Facebook Logo oder dem Zusatz "Facebook Social Plugin" versehen und sind bei GEO.de nach dem Vorspann über oder unter dem Artikeltext platziert.

Was passiert auf Seiten, die das PlugIn eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Facebook-Konto und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort auch eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Facebook her. Facebook kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben

Ihr Seitenaufruf bei GEO.de wird nun Ihrem Facebook-Account zugeordnet. Facebook kann die Daten speichern und weiterverarbeiten (s.u., „Was macht Facebook mit meinen Daten?“)

Klicken Sie auf den Empfehlen-Button, wird diese Information von Ihrem Browser direkt an Facebook übermittelt und dort gespeichert

Generell gilt: wenn Sie nicht bei Facebook eingeloggt sind, oder keinen Facebook-Account haben, werden auch keine Daten übermittelt

Was macht Facebook mit meinen Daten?

Was genau Facebook mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzhinweisen des Sozialen Netzwerkes nachlesen: http://www.facebook.com/policy.php

Typische Anwendungsfälle sind: Ein Facebook-Nutzer liest auf GEO.de einen Artikel, den er seinen Freunden empfehlen möchte und klickt auf "Gefällt mir". Seine Freunde sehen den Link zu genau diesem Artikel auf Facebook. Die Freunde können nun wiederum selbst auf den Link klicken, den Artikel auf GEO.de lesen und den Artikel wiederum an ihre Freunde weiterempfehlen.

Dieses Beispiel ist aber nur exemplarisch zu verstehen, da sich Facebook vorbehält sein System ständig weiter zu entwickeln und über die Verwendung der Daten zu informieren.

Wie kann ich mein Facebook-Profil richtig einstellen?

Jeder User hat andere Bedürfnisse und wünscht sich andere Einstellungen. Die Kollegen von stern.de erklären Ihnen hier die Möglichkeiten, die das Soziale Netzwerk Ihnen zum Schutz Ihrer Privatsphäre bietet: » zum Artikel von stern.de

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier

Weitere Informationen zur Einschätzung des Themas "Facebook Social Plugins und Datenschutz" publizieren die Kollegen von stern.de regelmäßig auf stern.de (Extra "Soziale Netzwerke" von stern.de). Weitere Informationsquellen, für die GEO.de ebenfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung des Sozialen Netzwerkes berichten:

http://www.facebookbiz.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://facebookmarketing.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://www.schwindt-pr.com/ (nicht von Facebook betrieben)
http://blog.facebook.com/ (das offizielle Facebook-Blog)

Informationen zum Datenschutz in Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.
» zur Website des Bundesbeauftragten für Datenschutz


So funktioniert der +1-Button von Google

Sie möchten den +1-Button des sozialen Netzwerkes Google+ auf GEO.de nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses Buttons erfolgt über Google, das betrieben wird durch Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, United States („Google“)

Woran erkenne ich den +1-Button?

Der Button ist an dem Zeichen “+1? auf weißem oder farbigen Hintergrund erkennbar. GEO.de verwendet ihn über und/oder unter redaktionellen Beiträgen oder Beiträgen unserer Community.

Wenn Sie ihn anklicken, verändert sich die Farbe des Buttons von weiß zu blau. Zudem wird Ihnen die Gesamtzahl der bisher abgegebenen Empfehlungen angezeigt. Es kann vorkommen, dass Ihnen auch angezeigt wird, wer die Schaltfläche außer Ihnen noch benutzt hat. Ob und welchem Umfang Ihnen diese Informationen angezeigt werden, hängt von der Einstellung Ihres Profils und den Einstellungen Ihrer Kontakte in Google+ ab. Informationen, wie Sie diese Einstellungen steuern können, stellt Google hier zur Verfügung: http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1152622

Was passiert auf Seiten, die den Button eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Google-Profil oder einen Google+-Account und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Google her. Google kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben. Der Inhalt des +1-Buttons wird von Google direkt an Ihren Browser übermittelt und von diesem in die Website eingebunden. (s.u.: "Was macht Google mit meinen Daten?").

GEO.de hat keinen Einfluss auf den Umfang der Daten, die Google mit dem Button erhebt, geht jedoch davon aus, dass auch Ihre IP-Adresse mit erfasst wird.

Wenn Sie Google+-Mitglied sind und nicht möchten, dass Google über GEO.de Daten über Sie sammelt und mit Ihren bei Google gespeicherten Mitgliedsdaten verknüpft, müssen Sie sich vor Ihrem Besuch bei GEO.de bei Google+ ausloggen.

Was macht Google mit meinen Daten?

Google weist darauf hin, dass die Vergabe von +1 ein öffentlicher Vorgang ist, durch den jeder im Internet möglicherweise Inhalte sehen kann, denen Sie ein +1 gegeben haben. Sie können über Ihre Profil- und Account-Einstellungen steuern, wo, wem und in welchem Umfang Ihre Empfehlungen angezeigt werden. Die einzelnen Optionen erklärt Google hier:
http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1047397

Was genau Google mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzbestimmungen des Unternehmens nachlesen: http://www.google.com/intl/de/+/policy/+1button.html

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier.

Unsere Kollegen von Stern.de informieren auch regelmäßig über die Entwicklungen bei Google+ – das Themen-Extra finden Sie hier.

Weitere Informationsquellen, für die GEO.de aber gleichfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung von Goolge+ berichten:

http://googleplusblog.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gpluseins.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gplusmarketing.de (nicht von Google betrieben)

Informationen zum Datenschutz im Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.


1,6 Prozent des jährlich
in Deutschland verbrauchten Stroms entfallen auf Rechenzentren (Foto von: Michael Hitoshi/Photodisc/Getty Images)
© Michael Hitoshi/Photodisc/Getty Images
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1,6 Prozent des jährlich in Deutschland verbrauchten Stroms entfallen auf Rechenzentren

Martin Wiehe hat mal wieder am Rad gedreht, am Drehzahlknopf eines Ventilators, um genau zu sein, und der Umwelt ein paar Tonnen CO2 gespart. Und seinem Chef einige Tausend Euro auf der jährlichen Stromrechnung. Prüfend schreitet Wiehe einen engen Gang aus mannshoch surrenden Metallkästen ab und sucht nach weiteren Stromfressern, zu beiden Seiten blinkt es blau hinter blechernen Gittern, aus dem Boden strömt herbstkühle Luft. Wiehe ist der Meister des Energiesparens bei Host Europe in Köln, mit über 9000 Servern einem der größten deutschen Internet-Dienstleister.

Server, die rechenmächtigen großen Brüder des Heimcomputers, verwalten rasant wachsende Datenmengen. Jedes Mal, wenn beispielsweise ein Nutzer einen Clip auf YouTube anklickt, schaufelt irgendwo auf der Welt ein Server die Daten auf dessen Privatcomputer. Bereits 1,6 Prozent des jährlich in Deutschland verbrauchten Stroms entfallen auf Rechenzentren. Der CO2-Verbrauch der IT-Branche ist vergleichbar mit jenem des Flugverkehrs - nur wächst er schneller. Die Datenparkplätze, die Server, sind damit zu einem enormen Kostenfaktor geworden. Und Martin Wiehes Aufgabe ist es, die Kosten zu drücken, also Strom zu sparen; was gleichzeitig bedeutet, die Umwelt zu schonen. "Ich kann die Rückluft der Rechner um fünf Grad erwärmen, ohne dass die Geräte überhitzen", sagt der detailverliebte Techniker, der die Temperatur in jedem Winkel der Halle mit Sensoren überwacht und aufzeichnet. So koste die Klimaanlage fast ein Drittel weniger.

Legt man den deutschen Energiemix zugrunde, erspart Wiehes Firma der Umwelt durch die Umstellung auf sogenannte Grüne IT jährlich etwa 4600 Tonnen CO2 - und das ist dringend nötig. Denn der Gesamtverbrauch aller deutschen Rechenzentren lag 2008 noch bei etwa zehn Terawattstunden (TWh). Das entspricht knapp zwei Prozent des jährlichen Gesamtstromverbrauchs. Laut dem Berliner Borderstep-Institut wird er bei konventionellem Stromkonsum bis 2015 auf etwa 14 TWh klettern. Stiege hingegen die gesamte Branche konsequent auf die sparsame Grüne IT um, sänke der Verbrauch auf sechs TWh. Noch 2009 wussten allerdings 85 Prozent der Betreiber von Rechenzentren nicht einmal, wie viel Strom ihre Serverparks überhaupt schlucken.

Die Klimaanlage runterdrehen. Den Ventilator drosseln. Und darauf ist jahrelang keiner gekommen? "Vor fünf Jahren spielte der Strompreis keine Rolle", sagt Patrick Pulvermüller, Geschäftsführer von Host Europe. Damals habe man für die Kilowattstunde noch etwa die Hälfte gezahlt. Verbesserungsideen hatten die Zulieferer, Hersteller von Klimaanlagen zum Beispiel, längst in den Schubladen. Nur wagten sie es nicht, sie auf den Tisch zu legen. Denn sparsame Systeme rechnen sich zwar mittelfristig, in der Anschaffung sind sie aber teuer. "Die hatten Angst, dass wir die höheren Preise nutzen, um zu einem anderen Anbieter zu wechseln", meint Pulvermüller. Erst als man exklusive Verträge mit den Lieferanten abgeschlossen habe, hätten sie ihre Tüfteleien ausgepackt.

Mit dem beherzten Dreh am Regler der Klimaanlage allein ist es indes nicht getan. Stromsparen ist Algebra, und der sogenannte PUE-Faktor ist die heilige Zahl für Wiehes Zunft: Wie viel Energie für Kühlung und stabile Stromversorgung ist nötig - zusätzlich zu den reinen Betriebskosten der Server? Bevor die Tüftler vor etwa fünf Jahren begannen, den Verbrauch zu senken, lag der Faktor bei etwa 2: Eine Maschine mit einem angenommenen Eigenverbrauch von 100 Watt pro Stunde fraß also, sicher gekühlt durch Ventilatoren, letztlich 200 Watt. Wiehe hat die PUE-Zahl inzwischen auf 1,35 gedrückt. Die Geräte verlangen nun weniger als die Hälfte an Extrastrom fürs Wohlfühlklima.


Und das erreicht der Techniker eben vor allem durch eine ausgeklügelte Klimatechnik. Früher standen die mannshohen Serverschränke in Reih und Glied. Vorne saugten sie gekühlte Luft ein, rechneten sie heiß und spuckten sie rückseitig wieder aus, der nächsten Rechnerreihe geradewegs ins Gesicht. Dort musste die Klimaanlage dieselbe Luft erneut herunterkühlen, und so ging es durch das gesamte Rechenzentrum, von einer Serverreihe zur nächsten (jede der drei Hallen bei Host Europe ist 550 Quadratmeter groß). Inzwischen stehen jeweils zwei Rechnerreihen einander gegenüber. Nur noch in den Gang zwischen den Vorderseiten der Geräte bläst die Klimaanlage kühle Luft. Die heiße Abwärme dagegen entweicht in die Halle, wo sie das Wasser für eine Wärmepumpe aufheizt, um die Büroräume im oberen Stockwerk zu beheizen.

Und ganz so kühl wie früher muss es selbst in den Gängen zwischen den Rechnervorderseiten nicht mehr sein. Einst galt: Je kälter die Zuluft war, desto mehr Zeit blieb im Notfall für eine Reparatur. Bei Host Europe aber laufen die Server mittlerweile bei bis zu 25 Grad. Ein weiterer wichtiger Faktor: Die Ventilatoren. Denn der Energiehunger der Propeller wächst exponentiell: Bei doppelter Drehzahl benötigen sie die vierfache Menge an Strom. Martin Wiehe lässt sie möglichst alle laufen - aber auf Sparflamme.

Wiehes zweiter Weg, massiv Rechenstrom zu sparen, zielt auf die Effizienz der Geräte selbst. In einem Rechenzentrum wie jenem von Host Europe brummen zwar 50 Kilogramm schwere Superrechner mit einem Gesamtspeicherplatz von mehreren Millionen Gigabyte. Deren Rechenmacht wird aber, bedingt durch das Nutzungsverhalten der Mieter eines Servers, nur zu etwa acht Prozent genutzt. Um die brachliegenden Ressourcen anzuzapfen, hat Host Europe ein Sechstel seiner Maschinen "virtualisiert", was bedeutet, dass auf einen Server nicht nur ein Kunde, sondern bis zu 50 Kunden gleichzeitig zugreifen. Da entsprechend viele Betriebssysteme auf derselben Maschine installiert werden, sind die Daten aber säuberlich voneinander getrennt. "Damit wollen wir die Auslastung in den kommenden Jahren auf 70 Prozent steigern", sagt Pulvermüller. Für den heutigen Bedarf würde dann ein Bruchteil an Geräten ausreichen.


Nützliche Adressen: Unter dem Suchwort "Grüne IT" finden sich im Netz Blogs und Firmen. www.MakeITfair.org ist eine internationale Kampagne für "grüne" Elektronik.


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