Hauptinhalt
GEO.de Seite 1 von 1
Artikel vom


Nachhaltigkeit: 10 Dinge, die aus Ihrem Alltag verschwinden sollten

Sie wollen vielleicht nicht die Welt retten, aber wenigstens etwas gegen Klimawandel und Ressourcenverschwendung tun? Wir zeigen Ihnen, womit Sie anfangen könnten

Text von
1/11 |
1. Coffee to go
© Boumen Japet/Shutterstock
1. Coffee to go
Was ziemlich trendig daherkommt - nämlich einen Kaffee schlürfen, während wir telefonierend bei rot über die Ampel laufen - ist in Wirklichkeit nicht besonders smart. Nicht wegen der roten Ampel. Kaffee schmeckt besser, wenn wir ihn in Ruhe aus einer stilvollen Porzellantasse genießen - mit einer Zeitung oder einem interessanten Gesprächspartner. Und außerdem spart es Müll. In Berlin wird immerhin schon mal eine Umwelt-Abgabe auf Pappbecher diskutiert.
2. Billig-Brot
© Jan Stromme/GettyImages
2. Billig-Brot
Die Deutschen sind Brot-Weltmeister. Dachten sie jedenfalls. Denn obwohl es unzählige leckere und gesunde Spezialitäten gibt, kaufen wir ziemlich trashig ein, etwa Industriebrot vom Discounter oder Aufbackbrötchen aus dem Backshop. Viel besser und leckerer: Brot und Brötchen aus einer regionalen Bio-Bäckerei. Das kostet zwar mehr, fördert aber echte Handwerkskunst und nachhaltige Landwirtschaft.
3. Wasser in Glas- oder Plastikflaschen
© suschaa/Photocase
3. Wasser in Glas- oder Plastikflaschen
Es ist ein Rätsel: Die Deutschen bekommen das am besten kontrollierte Lebensmittel frei Haus. Und holen es trotzdem aus dem Supermarkt. Leitungswasser ist so gut wie überall in Deutschland bedenkenlos trinkbar (Informationen und Untersuchungsergebnisse gibt es beim lokalen Wasserwerk). Aus dem Hahn spart es Schlepperei, CO2-Emissionen und Verpackung. Und Geld. Es kostet nur rund 0,2 Cent pro Liter. Vegetarier und Veganer sollten allerdings bedenken, dass Leitungswasser in der Regel weniger Mineralien enthält als Mineralwasser. Ihren Kalziumbedarf etwa müssen sie dann durch geeignetes Gemüse, durch Saaten etc. decken.
4. Unser täglich Fleisch ...
© suze/Photocaseoe
4. Unser täglich Fleisch ...
Wohl jeder Vegetarier kennt den Satz: "Wir essen ja nur ganz selten Fleisch". Tatsächlich steigt die Zahl der Vegetarier und Veganer und derer, die Fleisch nicht mehr so unbekümmert genießen, wie es noch vor einigen Jahren die Regel war. Mittlerweile hat sich herumgesprochen, dass Fleisch vielleicht in Maßen, aber sicher nicht in Massen gesund ist. Auch die tierquälerische industrielle Haltung und Schlachtung von Tieren haben die Fleischwirtschaft in Verruf gebracht. Und wer will schon, dass für das eiweißreiche Mastfutter gentechnisch verändertes Soja auf Flächen angebaut wird, auf denen früher Regenwald stand? Besser ist es da allemal, Pflanzenkalorien direkt zu verwerten. Weiterlesen: "Wir müssen weg von der Tierhaltung"
5. Billig-Mode
© LifesizeImages/iStockphoto
5. Billig-Mode
Wir wissen es längst: Billig-Klamotten haben einen Preis, den nicht wir, sondern die anderen zahlen. Nämlich zum Beispiel die Arbeiterinnen und Arbeiter, die unter ausbeuterischen Bedingungen in den Sweatshops in Bangladesh, Indien und anderswo schuften. Außerdem werden Böden und Grundwasser durch industriellen Baumwollanbau geschädigt, giftige Farben gelangen in Flüsse und Seen. Besser: Nicht jeden Modetrend mitmachen, Sachen länger tragen, tauschen, gebraucht kaufen. Oder eben öko-fair einkaufen. Das ist auch ein Trend. Mal ein guter.

Weiterlesen: "Konsum ist eine politische Handlung

6. Mikroplastik
© imagehub/Shutterstock
6. Mikroplastik
Wer weiß schon so genau, was in Kosmetika enthalten ist? Neuerdings geriet Mikroplastik in die Kritik, winzige Kunststoffpartikel, etwa in Peelings oder in Zahnpasta. Das Zeug ist nicht notwendig, gelangt aber durch die Klärwerke in den Wasserkreislauf. Dort reichern sich die Partikel mit Umweltgiften an und landen über die Nahrungskette bei uns auf dem Teller – als Fisch. Muss das sein? Natürlich nicht! Naturkosmetik ist in jedem Fall die bessere Wahl.

BUND-Einkaufsratgeber zum Thema Mikroplastik (PDF)

7. Flugreisen
© jala/Photocase
7. Flugreisen
Mit einer Reise nach Thailand oder Australien kann man zwar bei seinen Facebook-Freunden prima angeben. Aber unser Image als Weltretter ist damit ruiniert. Ein Flug von Hamburg nach Sydney und zurück schlägt auf unserem individuellen CO2-Konto mit mehr als zehn Tonnen zu Buche. Als klimaverträglich und sozial gerecht gilt – je nach Autor – ein Lebensstil, mit dem wir insgesamt zwischen einer und zwei Tonnen verursachen. In einem Jahr. Schon gewusst, dass man mit der Bahn locker an einem Tag von Hamburg nach Venedig kommt?

Hier geht's zum CO2-Rechner des Umweltbundesamtes.

8. Flugobst
© Lester Balajadia/Shutterstock
8. Flugobst
Was für uns selbst gilt, gilt natürlich auch für das, was wir konsumieren. Es sollte klimaschonend hergestellt und transportiert worden sein. Bio-Mango aus Mittelamerika? Lieber nicht. Erdbeeren im Winter? Wozu? Was wann reif ist und aus der Region kommt, verrät der Saisonkalender.
9. Immer das Neueste
© Filip Krstic/Shutterstock
9. Immer das Neueste
Muss es wirklich immer die neueste Smartphone-Version sein? Von unserem Verlangen, technisch immer auf dem allerletzten Stand zu sein, lebt inzwischen eine ganze Industrie. Dabei liegen in deutschen Schubladen rund 106 Millionen ungenutzte Handys. Das bedeutet, dass unsinnig viele Ressourcen verbraucht werden. Denn von einem lückenlosen Recycling oder dem Cradle-to-Cradle-Prinzip sind wir weit entfernt, zumal im globalen Maßstab. Besser ist es, auch Elektronik möglichst lange zu nutzen, reparieren zu lassen und gebraucht zu kaufen.

Tipps zu nachhaltiger Elektronik finden sich in der App Der Nachhaltige Warenkorb" vom Rat für Nachhaltige Entwicklung.

10. Zeitverschwendung
© Lucas1989/Photocase
10. Zeitverschwendung
Sind Sie Smombie? Dann sollten Sie hin und wieder das Smartphone zur Seite legen oder beim Spaziergang im herbstlichen Wald zu Hause lassen. Und Facebook Facebook sein lassen. Von Spielen ganz zu schweigen. Und den Fernseher abends einfach mal ausgeschaltet lassen. Mal ehrlich: Meist bleibt es ja doch beim Herumzappen. Mit der Zeit lassen sich sicher sinnvollere Dinge anstellen. Die Liste ist beliebig lang.
Dieses Bild teilen auf:
Alle Fotos einblenden

Mehr zu den Themen: Umwelt, Nachhaltigkeit

Kommentar verfassen

Ja, ich möchte eine Benachrichtigung per Mail erhalten, wenn es neue Kommentare zu diesem Artikel gibt.
* Bitte geben Sie einen Namen, unter dem Ihr Kommentar veröffentlicht wird, und eine gültige Mailadresse ein. Diese wird später nicht auf unseren Seiten zu sehen sein. Um Missbrauch zu vermeiden, senden wir Ihnen jedoch eine Mail mit einem Aktivierungslink - einfach anklicken und schon ist Ihr Beitrag online!

Mit der Abgabe eines Kommentars erkennen Sie die Nutzungsbedingungen an.

Kommentare zu "10 Dinge, die aus Ihrem Alltag verschwinden sollten"

DDR war grün und nachhaltig! | 24.03.2016 12:50

Die beste Lösung für Deutschland ist DDR zu werden, wie es im Jahr 1989 war.
Keine exotischen Früchten, keine Reise außerhalb des Landes, keine neuen Gadgets, hässliche Kleidung seit Jahrzehnten getragen und kein Fleisch in keinem Laden. DDR war grün und nachhaltig! Zurück zu DDR! Honecker bitte komm zurück! Manche Leute brauchen Sie. Beitrag melden!

Weinbäuerin | 10.11.2015 14:15

Also wenn dann in Deutschland Mangos aus der Region zu kaufen sind, mache ich mit so die Welt zu retten. Bei Äpfeln aus der Region fällt das etwas leichter. Beitrag melden!


Daten werden gesendet ...


Bitte geben Sie Ihren Namen an!


Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse an!
Die angegebene E-Mail-Adresse ist ung�ltig!


Bitte geben Sie eine Empf�nger-Adresse an!
Die angegebene E-Mail-Adresse ist ung�ltig!




* Pflichtfeld

» E-Mail versenden «
Hinweis: Ihre E-Mail-Adresse und die E-Mail-Adresse des Empf�ngers werden ausschlie�lich zu �bertragungszwecken verwendet und nicht gespeichert oder an Dritte weitergeben!