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GEO Magazin Nr. 02/13 Seite 1 von 1

GEO-Weltspiel: Den Weltmeeren den Stöpsel ziehen

Wie sähe die Welt aus, wenn wir das Wasser der Ozeane an ihrem tiefsten Punkt wie aus einer Badewanne ablaufen ließen?


 (Foto von: illuteam43)
© illuteam43
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Unsere Grafik zeigt die Verteilung von Land und Meer, nachdem im rund elf Kilometer tiefen Marianengraben im Westpazifik ein imaginärer Stöpsel entfernt wurde: Statt eines den Planeten umfassenden Weltmeeres entstünden zahlreiche Binnenozeane, eingefasst von Landzügen, die sich mit sinkendem Meeresspiegel aus dem Wasser heben würden. Die europäischen Meere blieben dabei weitgehend erhalten: Auslaufen würde nur die Nordsee.

Der Wasserspiegel der Ostsee sänke um rund 20 Meter, bis eine neue Landbrücke östlich von Dänemark sie einschlösse und ein weiteres Ablaufen verhinderte. Auch das Mittelmeer verlöre nur 300 Meter, bevor die Straße von Gibraltar zum Festland-Damm würde: genug, um das Meer fast in zwei Becken zu teilen, die Adria auszutrocknen - und das Calypsotief vor Griechenland mit dann rund 5000 Metern zu einem der tiefsten verbleibenden Gewässer der Erde zu machen.

Die Pegel der Ozeane sänken um 3000 bis 5000 Meter, bevor Kontinentalschelfe und die großen Ozeanrücken sie in getrennte Becken aufteilen würden. Diese neuen Binnenmeere lägen auf sehr verschiedenen Höhen: Zum Ufer der Sulusee westlich der Philippinen müsste man nur 300 Meter unter den heutigen Meeresspiegel hinabsteigen, zur östlich der Inseln anschließenden Philippinensee bis zu 4500 Meter. Das Becken würde zu den wenigen Resten des Pazifiks zählen: Der mächtigste Ozean liefe in unserem Szenario zwischen Amerika und Asien fast ganz leer.



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