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GEO Magazin Nr. 03/09 Seite 1 von 1


Fotogalerie: Höhlen - Forschung für die Medizin

Unterirdisches Pharmalabor: Im Innern der Erde, im Höhlensystem "Lechuguilla", suchen Wissenschaftler nach Bakterien, aus denen sie neuartige Medikamente gewinnen wollen

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So funktioniert der Empfehlen-Button von Facebook

Sie möchten den neuen Facebook Empfehlen-Button nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Infos zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses sog. Social Plugins erfolgt über Facebook, das betrieben wird durch Facebook Inc., 1601 S. California Ave, Palo Alto, CA 94304, USA. geo.de verwendet die von Facebook zur Verfügung gestellten Plugins an verschiedenen Stellen des Internetangebots.

Woran erkenne ich diese Plugins?

Die Plugins sind mit einem Facebook Logo oder dem Zusatz "Facebook Social Plugin" versehen und sind bei GEO.de nach dem Vorspann über oder unter dem Artikeltext platziert.

Was passiert auf Seiten, die das PlugIn eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Facebook-Konto und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort auch eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Facebook her. Facebook kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben

Ihr Seitenaufruf bei GEO.de wird nun Ihrem Facebook-Account zugeordnet. Facebook kann die Daten speichern und weiterverarbeiten (s.u., „Was macht Facebook mit meinen Daten?“)

Klicken Sie auf den Empfehlen-Button, wird diese Information von Ihrem Browser direkt an Facebook übermittelt und dort gespeichert

Generell gilt: wenn Sie nicht bei Facebook eingeloggt sind, oder keinen Facebook-Account haben, werden auch keine Daten übermittelt

Was macht Facebook mit meinen Daten?

Was genau Facebook mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzhinweisen des Sozialen Netzwerkes nachlesen: http://www.facebook.com/policy.php

Typische Anwendungsfälle sind: Ein Facebook-Nutzer liest auf GEO.de einen Artikel, den er seinen Freunden empfehlen möchte und klickt auf "Gefällt mir". Seine Freunde sehen den Link zu genau diesem Artikel auf Facebook. Die Freunde können nun wiederum selbst auf den Link klicken, den Artikel auf GEO.de lesen und den Artikel wiederum an ihre Freunde weiterempfehlen.

Dieses Beispiel ist aber nur exemplarisch zu verstehen, da sich Facebook vorbehält sein System ständig weiter zu entwickeln und über die Verwendung der Daten zu informieren.

Wie kann ich mein Facebook-Profil richtig einstellen?

Jeder User hat andere Bedürfnisse und wünscht sich andere Einstellungen. Die Kollegen von stern.de erklären Ihnen hier die Möglichkeiten, die das Soziale Netzwerk Ihnen zum Schutz Ihrer Privatsphäre bietet: » zum Artikel von stern.de

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier

Weitere Informationen zur Einschätzung des Themas "Facebook Social Plugins und Datenschutz" publizieren die Kollegen von stern.de regelmäßig auf stern.de (Extra "Soziale Netzwerke" von stern.de). Weitere Informationsquellen, für die GEO.de ebenfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung des Sozialen Netzwerkes berichten:

http://www.facebookbiz.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://facebookmarketing.de/ (nicht von Facebook betrieben)
http://www.schwindt-pr.com/ (nicht von Facebook betrieben)
http://blog.facebook.com/ (das offizielle Facebook-Blog)

Informationen zum Datenschutz in Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.
» zur Website des Bundesbeauftragten für Datenschutz


So funktioniert der +1-Button von Google

Sie möchten den +1-Button des sozialen Netzwerkes Google+ auf GEO.de nutzen, wissen aber nicht genau, was dann mit Ihren Daten passiert? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Informationen zusammengestellt. Die Bereitstellung dieses Buttons erfolgt über Google, das betrieben wird durch Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, United States („Google“)

Woran erkenne ich den +1-Button?

Der Button ist an dem Zeichen “+1? auf weißem oder farbigen Hintergrund erkennbar. GEO.de verwendet ihn über und/oder unter redaktionellen Beiträgen oder Beiträgen unserer Community.

Wenn Sie ihn anklicken, verändert sich die Farbe des Buttons von weiß zu blau. Zudem wird Ihnen die Gesamtzahl der bisher abgegebenen Empfehlungen angezeigt. Es kann vorkommen, dass Ihnen auch angezeigt wird, wer die Schaltfläche außer Ihnen noch benutzt hat. Ob und welchem Umfang Ihnen diese Informationen angezeigt werden, hängt von der Einstellung Ihres Profils und den Einstellungen Ihrer Kontakte in Google+ ab. Informationen, wie Sie diese Einstellungen steuern können, stellt Google hier zur Verfügung: http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1152622

Was passiert auf Seiten, die den Button eingebaut haben, mit meinen Daten?

Haben Sie ein Google-Profil oder einen Google+-Account und sind zum Zeitpunkt des Seitenaufrufs bei GEO.de dort eingeloggt, stellt Ihr Browser automatisch eine Verbindung zu den Servern von Google her. Google kann sich so merken, dass Sie die entsprechende Seite aufgerufen haben. Der Inhalt des +1-Buttons wird von Google direkt an Ihren Browser übermittelt und von diesem in die Website eingebunden. (s.u.: "Was macht Google mit meinen Daten?").

GEO.de hat keinen Einfluss auf den Umfang der Daten, die Google mit dem Button erhebt, geht jedoch davon aus, dass auch Ihre IP-Adresse mit erfasst wird.

Wenn Sie Google+-Mitglied sind und nicht möchten, dass Google über GEO.de Daten über Sie sammelt und mit Ihren bei Google gespeicherten Mitgliedsdaten verknüpft, müssen Sie sich vor Ihrem Besuch bei GEO.de bei Google+ ausloggen.

Was macht Google mit meinen Daten?

Google weist darauf hin, dass die Vergabe von +1 ein öffentlicher Vorgang ist, durch den jeder im Internet möglicherweise Inhalte sehen kann, denen Sie ein +1 gegeben haben. Sie können über Ihre Profil- und Account-Einstellungen steuern, wo, wem und in welchem Umfang Ihre Empfehlungen angezeigt werden. Die einzelnen Optionen erklärt Google hier:
http://www.google.com/support/+/bin/static.py?page=guide.cs&guide=1207011&answer=1047397

Was genau Google mit Ihren Daten macht, können Sie in den Datenschutzbestimmungen des Unternehmens nachlesen: http://www.google.com/intl/de/+/policy/+1button.html

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zum Thema Datenschutz auf GEO.de erhalten Sie hier.

Unsere Kollegen von Stern.de informieren auch regelmäßig über die Entwicklungen bei Google+ – das Themen-Extra finden Sie hier.

Weitere Informationsquellen, für die GEO.de aber gleichfalls nicht verantwortlich zeichnet, sind u. a. folgende Blogs, die regelmäßig über die fortlaufende Entwicklung von Goolge+ berichten:

http://googleplusblog.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gpluseins.de/ (nicht von Google betrieben)
http://gplusmarketing.de (nicht von Google betrieben)

Informationen zum Datenschutz im Internet finden Sie zudem auf den Seiten der Datenschutzbehörde Ihres Bundeslandes.


Dieses glitzernde, weltfremde Labyrinth haben Experten erst 1986 entdeckt. Doch seither verehren sie es wie einen heiligen Ort: "Lechuguilla" – das wohl spektakulärste Höhlensystem der Erde. Mehr als 190 Kilometer weit verzweigen sich seine Gänge im Kalksediment des "Carlsbad Cavern National Park" im Südwesten der USA. Sie winden sich in Abertausenden von Verästelungen und münden in immer prachtvollere Katakomben, die aussehen, als hätte es in der Tiefe geschneit: Ihre Wände sind über und über mit weißen Kristallen verziert.


Stille Quelle in einer Wüste der Finsternis: Aus einem unterirdischen See, der von gelbem Kalzitkristall überwölbt wird, schöpft Hazel Barton Bakterien-Proben und Trinkwasser (Foto von: Carsten Peter)
© Carsten Peter
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Stille Quelle in einer Wüste der Finsternis: Aus einem unterirdischen See, der von gelbem Kalzitkristall überwölbt wird, schöpft Hazel Barton Bakterien-Proben und Trinkwasser

Hazel Barton, Mikrobiologin der "Northern Kentucky University", ist mit einem sechsköpfigen Expeditionsteam hinabgestiegen, ins Innere der Erde, das ein Paralleluniversum des Lebens offenbaren soll: Die 37-jährige Professorin hofft in Lechuguilla besonders zahlreiche Repräsentanten jener eigenartigen Lebensform aufzuspüren, die sie so fasziniert: Mikroorganismen, die sich hier in der Tiefe behaupten. Aus ihnen nämlich glaubt die Forscherin, Wunderwaffen gegen die Geißeln der Menschheit gewinnen zu können: Heilmittel gegen Tuberkulose und Cholera etwa, gegen tückische Krankheitserreger wie multiresistente Staphylokokken, Pseudomonas aeruginosa, Enterococcus faecium, Klebsiella pneumoniae.


Wettlauf gegen die Seuchen

Es wäre so dringend nötig. Denn viele der Seuchen, die längst als gezähmt galten, kehren zurück. Rund 80 Jahre nach der Entdeckung des Penizillins haben sich zahlreiche Keime an das Spektrum der gängigen Antibiotika angepasst - und breiten sich nun mit rasanter Geschwindigkeit weltweit aus. Allein in den USA sterben jedes Jahr etwa 90 000 Menschen an bakteriellen Infektionen, fünf Mal so viele wie an Aids oder Leukämie. Vielversprechende Heilmittel dagegen sind rar: Denn immer schneller stumpfen die Waffen, die Mediziner in Hightechlaboren gegen Infektionskrankheiten zu schmieden versuchen, an der Wandelbarkeit der Bakterien ab.

"Wenn wir den Wettlauf gegen die Seuchen gewinnen wollen", meint Barton daher, "müssen wir schleunigst nach anderen Quellen für antibiotische Zellgifte suchen." In den extremen Erdregionen nämlich: in der Tiefsee etwa, an Geothermalquellen - oder in unterirdischen Wüsten wie jener, tief im Südwesten der USA. In Lechuguilla.


Rülpser der Evolution

Denn hier, unter für Menschen unerträglichen Lebensbedingungen, müssten Mikroben besonders gefordert sein, sich mit Chemiewaffen gegen Konkurrenten, Fressfeinde und Parasiten zur Wehr zu setzen. Zudem, so Bartons Theorie, sei in außergewöhnlichen Lebensräumen die Wahrscheinlichkeit größer, dass die hier entwickelten Gifte sich deutlich von bekannten antibiotischen Substanzen unterscheiden - Grundstoffe also für Medikamente bereithalten, auf die sich Krankheitserreger nicht so schnell einrichten könnten.

Einige Wissenschaftler vermuten sogar, dass sich im Inneren des Planeten, an Orten wie Lechuguilla, ein noch größerer biologischer Reichtum verbirgt als an der dünnen, uns besser vertrauten Peripherie. Sowohl in der Artenzahl als auch an Biomasse übersteige das Leben im Untergrund selbst bei vorsichtigen Schätzungen jenes an der Erdoberfläche, so ihre These von nahezu galileischer Dimension. Aus der Perspektive von Höhlenforschern wie Hazel Barton ist "die Vielfalt der höheren Tiere und Pflanzen - all das, was wir gemeinhin als Leben verstehen, uns Menschen eingeschlossen -, nichts weiter als ein Rülpser der Evolution".

Ein Beiwerk jenes mächtigen Reiches von Organismen, das sich im Inneren der Erde versteckt. Es sind kleine Geschöpfe, die diese "tiefe Biosphäre" regieren - Einzeller nur, Bakterien, Archaeen und Pilzarten. Doch sie sind zahlreich: Bis zu zehn Millionen kommen in einem einzigen Gramm Felsmasse unter.


Riesiges, pharmazeutisches Potenzial

Monate nach Expedition in die Tiefe: Im Labor entdeckt Hazel Barton in den Abstrichen und Gesteinsproben aus der Tiefe sonderbare Mikrobenarten - und leitet daraus die These ab, die oberen Katakomben in Lechuguilla würden von Bakterien dominiert und die unteren von Archaeen, zu denen die ursprünglichsten aller Lebewesen gehören.

Ihre Kollegen von "Cubist", einem Pharmaunternehmen, mit dem sie für die Analyse von Antibiotika-trächtigen Keimen zusammenarbeitet, hetzen die Funde im Labor auf Dutzende von gefährlichen Krankheitserregern. Sie sind begeistert, wie viele der Höhlenbewohner sich gegen die tödlichen Keime wehren können. Aus einigen werden sie die Substanzen zu isolieren versuchen, die dafür verantwortlich sind. Und werden so ihre Annahme festigen, dass Mikroben aus Lechuguilla ein riesiges, pharmazeutisches Potenzial bergen - auch wenn bis zur Entwicklung eines marktreifen Medikaments wohl noch Jahre vergehen werden.



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