Spanischer Bürgerkrieg Kampf um Barcelona: Der kurze Traum vom Leben in einer klassenlosen Utopie

Als nationalistische Militärs im Juli 1936 putschen, greifen im ganzen Land Männer und Frauen der zivilen Bevölkerung zu den Waffen, um die Republik zu verteidigen. Besonders viele sind es in Barcelona, wo Anarchisten Zehntausende Gewehre aus Armeedepots rauben
Als nationalistische Militärs im Juli 1936 putschen, greifen im ganzen Land Männer und Frauen der zivilen Bevölkerung zu den Waffen, um die Republik zu verteidigen. Besonders viele sind es in Barcelona, wo Anarchisten Zehntausende Gewehre aus Armeedepots rauben
© picture alliance / Heritage-Images
In Barcelona vereiteln anarchistische Milizionäre im Juli 1936 die Machtergreifung der konservativen Putschisten und beherrschen fortan die Stadt. Kurzzeitig scheint in der Metropole der Traum von einer klassenlosen Gesellschaft Realität zu werden. Doch dann versinkt das linksradikale Utopia im Chaos

Schwarz und rot! Die ganze Stadt trägt jetzt diese Farben. Schwarz-rot die Banner vor den Bürohäusern und Behörden, schwarz-rot die Fahnen an den Balkonen. Schwarz-rot bemalt sind Straßenbahnen, Busse und Taxis, sogar die Kästen der Schuhputzer. Schwarz-rot sind die Mützen, Schals und Anstecker an den Verkaufsständen der Straßenhändler auf der berühmten Rambla, der Galapromenade Barcelonas. Denn Schwarz und Rot sind die Farben der Anarchisten. Und denen gehört jetzt die Stadt.


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