Quantenphysik Der Kampf der Titanen: Als Einstein und Bohr die Wirklichkeit neu erfanden

Physiker Albert Einstein und Niels Bohr
Trotz ihrer unterschiedlichen Auffassungen darüber, was wir über die Natur der Dinge wissen können, schätzen Albert Einstein und Niels Bohr einander sehr (hier bei einem Gedankenaustausch 1925)
© MSI/Science Museum/ullstein bild
In den 1920er-Jahren ist die Welt der Physik in Aufruhr: Die Quantenmechanik stellt alte Gewissheiten in Frage, plötzlich können Teilchen an zwei Orten gleichzeitig sein – wo wir sie finden, hängt allein von den Messungen ab. Doch was bedeutet das für unsere Wirklichkeit? Im Oktober 1927 treffen die Titanen dieser Debatte aufeinander: Niels Bohr und Albert Einstein
Von Alexander Stirn

Frühstück mit Albert Einstein kann anstrengend sein. Zeit für Kaffee und Croissants? Für einen Plausch im eleganten Speisesaal? Fürs Wachwerden? Nicht mit dem Großmeister der Physik. Ganz besonders nicht, wenn Einstein unzufrieden ist. Wenn er etwas nicht verstanden hat. Wenn er die Verfechter einer neuen Theorie herausfordern, intellektuell kitzeln und von der Ausweglosigkeit ihrer Gedanken überzeugen will.


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