Berühmte Ruinen Am Edersee ist Hessens "Atlantis" wieder aufgetaucht

Wer in diesen Tagen den Edersee besucht, wird wegen des niedrigen Wasserstandes vielleicht nicht tauchen - dafür aber alte Ruinen bewundern können. Denn Hessens "Atlantis" ist wieder aufgetaucht
Edersee, Mauerreste

Ruinen am Edersee bei Waldeck, Hessen

Die Dürre in Deutschland macht vielen Flüssen und Seen zu schaffen. Die Pegelstände sind bereits sehr niedrig und sinken noch weiter. So hat die anhaltende Trockenheit auch den Wasserstand der Weser sinken lassen.

Um die Schifffahrt auf dem Fluss zu sichern, wurden zuletzt 25.000 Liter Wasser pro Sekunde aus dem Edersee in Nordhessen abgelassen. Der Edersee ist mit knapp 12 km² Wasseroberfläche und mit etwa 199 Millionen m³ Stauraum der flächenmäßig zweitgrößte und volumenmäßig drittgrößte Stausee Deutschlands.

Der Füllstand der Edertalsperre liegt aktuell bei nur noch 20 Prozent, im Mai war der Stausee noch komplett gefüllt gewesen. Die alte Aseler Brücke, das Wahrzeichen der Ruinen im Edersee, ist nun komplett zu sehen und die Überreste des Dorfs Berich sind sogar trockenen Fußes zu erreichen. Auch zukünftig dürfte sich dieser Trend aufgrund der Klimaveränderungen fortsetzen.

Beinahe jedes Jahr tauchen die gefluteten Ruinen der früheren Dörfer Berich, Asel und Bringhausen an der Wasseroberfläche des hessischen Edersees auf, wenn der Regenstand niedrig ist und der Wasserpegel sinkt.

Als 1912 der Stausee gebaut wurde, mussten 700 Dorfbewohner dem Stausee weichen und die Mauern wurden geflutet. Seitdem liegen die alten Ruinen auf dem Grund des Edersees.

Hoteliers und Gastronomen befürchten Einbußen

Eine für das Wochenende angesetzte Segelregatta musste wegen des niedrigen Pegelstandes jetzt abgesagt werden.  Die Ruinen sind zwar ein Touristenmagnet, doch die Tourismusbranche befürchtet dennoch erneut große Einbußen.

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