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Virtuelles Reisen An diese Traumorte gelangen Sie auch ohne rauszugehen

Es gibt Orte, die möchte man im Leben gesehen haben: Das Taj Mahal oder die Pyramiden von Gizeh zum Beispiel. Auch wenn ein persönlicher Besuch gerade nicht möglich ist, können Sie sich virtuell von der Schönheit dieser zehn überzeugen
 Ipanema Beach

Per Mausklick an den Strand von Ipanema - das hilft gegen Langeweile

Ipanema Beach, Brasilien

Er ist einer der beliebtesten Strände weltweit: Ipanema Beach vereint die Aussicht auf Berge und Meer, das Gefühl von pulsierender Stadt und absoluter Entspannung. Südlich von Rio de Janeiro schmiegt sich der Strand an die Metropole. Wer Rio besucht, kommt auch hierher. Schließlich ist das Leben am Strand von Ipanema leuchtend und leicht. Sonnengebräunte Urlauber schlafen im weißen Sand. Zwischen ihnen huschen Händler umher, rufen »Caipirinha! Caipivodka! Picolé!«. Ihr StreetView-Spaziergang entlang der Küste bringt sie in direkt in diese Traumkulisse.

Pompeji, Italien

79 n. Chr. begrub der Vesuv die Stadt Pompeji, direkt am Fuße des Vulkans, unter Lava und Geröll. Die Vulkanasche aber konservierte die antike Stadt so gut, dass Touristen noch heute durch ihre Ruinen spazieren können – sogar von zuhause aus. Das Beste am StreetView-Rundgang: Während normalerweise Tausende Touristen pro Tag durch Pompeji strömen, sind die virtuellen Gassen beinahe menschenleer. Navigieren Sie sich mit wenigen Klicks durch das verwirrende Labyrinth der Straßen und zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt. Finden Sie die säulengerahmten Überreste des Apollotempels? Das Amphitheater? Oder das berühmte Freudenhaus »Lupanar«?

Taj Mahal, Indien

Umhüllt von leichtem Nebel liegt das Taj Mahal am Flussufer des Yamuna, gleich hinter der Millionenstadt Agra. In Agra ist es laut, Menschen rufen durcheinander, Autofahrer stimmen Hupkonzerte an, wenn ihnen die Rikscha-Fahrer den Weg versperren. Am Taj Mahal ist es ruhig, die Welt hält hier still – zumindest, wenn man das imposante Mausoleum per StreetView besucht: Von einem seiner Minarette blicken Sie virtuell auf die zwiebelförmige Kuppel, auf die üppigen Gärten und Wasserbecken vor dem Palast. Insgesamt vier Minarette rahmen das Taj Mahal, alle von ihnen sind leicht nach außen geneigt, damit sie bei einem Erdbeben nicht auf den Prachtbau kippen – auch das, auf dem Sie gerade stehen. Aber keine Sorge: Von zuhause ist die Schräglage nicht zu bemerken.

Pyramiden von Gizeh, Ägypten

Sie zählen zu den bekanntesten und ältesten Bauwerken der Menschheit: die Pyramiden von Gizeh. Millionen Touristen staunen jährlich über dieses letzte verbliebene Weltwunder der Antike. Wer den Besuch der Kalkstein-Bauten bislang noch nicht von seiner Bucket-List streichen konnte, kann das noch heute ändern: Mit nur einem Klick (und etwas Fantasie) stehen Sie vor den mächtigen Grabstätten, spüren die herabbrennende Sonne, den trockenen Geschmack von Staub im Mund, den weichen Wüstensand unter den Füßen. Wenn auch nur für ein paar Minuten. Und nur virtuell.

Schloss Versailles, Frankreich

Prachtvoller kann das Daheimbleiben nicht sein: 357 Spiegel zieren die Galerie im Schloss Versailles, kostbare Gemälde schmücken die gewölbeförmige Decke. Durch meterhohe Fenster fällt das Sonnenlicht auf Büsten, auf goldene Statuen und Kronleuchter. Nicht immer war der Barockbau derart imposant: 1623 hatte König Ludwig XIII an seiner Stelle ein kleines Jagdschloss errichtet. Erst Ludwig XIV, der »Sonnenkönig«, verhalf dem Gebäude zu seiner heutigen Pracht, erneuerte und vergoldete die Jagdresidenz. Der virtuelle Rundgang durch die königlichen Räumlichkeiten ist deshalb auf jeden Fall eines: eine gute Motivationsquelle, um die eigenen vier Wände aufzuhübschen

Chinesische Mauer

Menschenleer präsentiert sich die chinesische Mauer auch bei einem virtuellen Rundgang

Chinesische Mauer, China

Stippvisite im Sperrgebiet: Normalerweise wäre ein Ausflug zur Chinesischen Mauer gerade undenkbar. Gut, dass Sie die 21.000 Kilometer lange Grenzbefestigung – zumindest teilweise – online erkunden können. Verschiedene Mauerabschnitte lassen sich beim virtuellen Wandern zu unterschiedlichen Jahreszeiten begehen. Immer gleich: die einmalige Aussicht auf die umliegenden Bergkämme. 

Royal Botanic Gardens, England

Gutes Wetter für einen Gartenspaziergang: Blumige Aussichten während der grauen Tage versprechen die Kew Gardens in London. Die grünende Parkanlage zählt zu den ältesten und schönsten botanischen Gärten der Welt. Schließlich wissen die Briten um die perfekte Grünpflege: Rhododendronbüsche und akkurat gestutzte Hecken säumen die Schotterwege im Park, Rosen blühen in sorgfältig angelegten Beeten am Wegesrand. Einmal quer durch das 120 Hektar große Weltkulturerbe führt Google StreetView. Nur zu den populären Gewächshäusern, etwa dem Palmenhaus oder dem » Princess of Wales Conservatory«, haben Sie hier keinen Zutritt. Aber: Draußensein ist ja ohnehin viel schöner. 

Mont Blanc, Frankreich

Mit seinen 4.810 Metern ist der Mont Blanc der höchste Gipfel der Alpen. Durch die exponierte Lage des umliegenden Massivs weht es hier meist stark, Schneestürme und Wetterstürze erschweren den Aufstieg. Außer, natürlich, man erkundet den Berg von zuhause: In vier Kategorien erleben Sie per interaktiver Karte die Höhepunkte der Gebirgsgruppe. Schauen Sie einem Ski-Bauer über die Schulter, wandern Sie per StreetView über den »Mer de Glace«, dem größten Eisstrom Frankreichs, oder hängen Sie mit Alpinisten an den Steilwänden des Massivs in den Seilen.

Yellowstone, USA

Der US-amerikanische Yellowstone ist der älteste Nationalpark der Welt und einer der größten der USA. Seine Fläche entspricht etwa der französischen Insel Korsika. Um ihn völlig zu erfahren, braucht man Tage. Außer, natürlich, man begibt sich auf virtuellen Road Trip: Wer sich von der Quarantäne nicht ausbremsen lassen will, saust ganz leicht per Mausklick über den Asphalt. Biegen Sie ein in dichte Wälder aus Kiefern und Douglasien, immer der Straße nach, bis hin zu den Geysiren und heißen Quellen, die den Park so populär machen. Und wer weiß: Vielleicht entdecken Sie am Wegesrand sogar Grizzlybären und Wölfe. Gute Fahrt!

Tower Bridge, England

Leinen los! Etwa 15 Euro kostet die Flussfahrt auf der Themse. Theoretisch. Günstiger wird die Bootstour für alle, die von zuhause in See stechen. Über Google Art & Culture gehen Sie kostenlos auf große Fahrt, gleiten über den zweitlängsten Fluss Großbritanniens, direkt auf die Tower Bridge zu, die die Stadtbezirke Tower Hamlets und London Borough of Southwark verbindet. Selten hat man die Möglichkeit, Londons Wahrzeichen so auf sich wirken zu lassen, direkt am Fuße der Brücke anzuhalten, um staunend nach oben zu blicken. 65 Meter ragen die Brückentürme in den, natürlich, wolkenverhangenen Himmel. Auf der Fußgängerbrücke zwischen ihnen weht Englands Flagge im Wind. Very British.

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