Bodetal

Im Harz klafft eine tiefe Klamm mit dramatischen Abgründen: Das zehn Kilometer lange Bodetal ist ein beliebtes Wanderziel, und bezeichnet vor allem die Schlucht zwischen Thale und Treseburg. Die namensgebende Bode entspringt am Brocken, dem höchsten Berg im Harz. Die imposante Landschaft beflügelte vor allem die Fantasie der hiesigen Legendenschreiber: Auf dem Hexentanzplatz, einst vermutlich ein altsächsischer germanischer Kultort, steigt bis heute immer zum ersten Mai die Walpurgisnacht. Der mystische Hexentanz mit Livemusik, Lichtshow und schaurigen Kostümen zieht jährlich 10.000 Besucher an.

Breitachklamm

Mit einer Tiefe von bis zu 100 Metern zählt die Breitachklamm zu einer der tiefsten Felsenschluchten in Mitteleuropa. Wanderer folgen dem gut gesicherten Weg entlang moosbewachsener Felsklippen, während das kristallklare Wasser talwärts an ihnen vorbei strömt und sich in ausgeschliffenen Wassermulden sammelt. Wer das obere Ende der Schlucht erreicht, folgt dem Zwingsteg und erreicht anschließend einen charmanten Berggasthof namens „Sesselalpe“.

Drachenschlucht

Bemooste Felswände reihen sich aneinander und geben nur einen schmalen Weg für Wanderer frei, während tosendes Wasser unter ihren Füßen vorbeirauscht. Die Drachenschlucht zählt zu den außergewöhnlichsten Geodenkmälern Thüringens und ist insbesondere in den Sommermonaten ein beliebtes Reiseziel für Outdoorfans. Die rund 200 Meter lange Schlucht führt seine Besucher weiter zur Weinstraße, vorbei am Drachenstein, hinunter zur Landgrafenschlucht und endet schließlich im Mariental.

Ehrbachklamm

Nördlich von Emmelshausen in Rheinland-Pfalz entspringt der 19 Kilometer lange Ehrbach, der über Hunderte Jahre hinweg seinen Weg durch die Gipfel des Hunsrück-Gebirges gegraben hat. Das Resultat ist die beeindruckende Ehrbachklamm. Besucher durchlaufen die Schlucht anhand eines abenteuerlichen Pfads, der teilweise direkt ins Gestein gehauen wurde, über schmale Brücken führt und steile Klippen passiert. Kurz bevor sich das Tal weiter zur Mosel öffnet, endet die Klamm etwa 100 Meter vor der Eckmühle.

Leutaschklamm

Die Leutaschklamm, auch Geisterklamm genannt, war 1880 die erste Klamm, die in den deutschen Alpen erschlossen wurde. Der älteste Pfad, der noch heute zu einer Wanderung einlädt, ist der Wasserfallsteig. Dieser führt in den Sommermonaten rund 200 Meter in die Klamm hinein und lotst seine Besucher unmittelbar über die reißenden Wassermassen zu einem 23 Meter hohen Wasserfall. Der Kobaldpfad eignet sich besonders gut für Familien, während der Klammgeistweg mit rund drei Kilometern den längsten Trail durch die Schlucht markiert. Er führt seine Besucher vorbei an einer Geistergrotte zu einer atemraubenden Panoramabrücke.

Partnachklamm

Die rund 700 Meter lange Schlucht zählt zu den wohl beliebtesten Klammen in ganz Deutschland und lockt jährlich rund 300.000 Besucher nach Garmisch-Partenkirchen. Obwohl die Wanderwege an den Wochenenden dementsprechend etwas voller sein können, werden Wanderer auf ihren Touren durch die 80 Meter tiefe Schlucht mit spektakulären Ausblicken und wilder Natur entschädigt. Schon vor über hundert Jahren wurde der erste Steig am Fuße der Partnachklamm gebaut. Da es 1991 zu einem Felssturz kam, der große Teile des Steigs zerstörte, musste aus Sicherheitsmaßnahmen ein 108 Meter langer Tunnel durch den mächtigen Fels gesprengt werden. Die Felsdurchgänge sind auch im Winter zu besichtigen und geben bei Minustemperaturen die Aussicht auf kuriose Eisformationen frei.

Ritterschlucht

Auf dem Weg zu den Ruinen der Burganlage auf dem Berg Oybin im Südosten Sachsens lohnt sich ein Abstecher zur wild bewachsenen Ritterschlucht. Wer den ausgeschilderten Hauptweg nach der Bergkirche verlässt und den steil abfallenden Hängen folgt, findet sich in einem Labyrinth aus imposanten Felsspalten wieder. In der Regel genießen Sie die Aussicht fast alleine, da es nur wenige Touritsen in die Ritterschlucht verschlägt.

Schwedenlöcher

Die Sächsische Schweiz ist dank ihrer kuriosen Felsformationen und atemberaubender Landschaftsausblicke ein Eldorado für Wanderer. Eine der romantischsten Schluchten des Nationalparks wird als "Schwedenlöcher" bezeichnet und liegt zwischen dem Basteimassiv und dem Amselgrund in der Nähe von Rathen. Wer die klammartige Schlucht bewältigen möchte, sollte Kondition mitbringen, da sich der Wanderweg durch steile Felsengassen zieht und mit einem Höhenunterschied von 160 Metern rund 700 Stufen zählt.

Wimbachklamm

Zwischen dem gewaltigen Watzmann und dem nicht minder imposanten Hochkalter lockt die wilde Wimbachklamm zum Abenteuerspaziergang. Auf entspannten 200 Metern Länge bietet die Sehenswürdigkeit des Bergsteigerdorfs Ramsau mit den vielen kleinen Wasserfällen an den Moos behangenen Felsen vor allem im Hochsommer stets eine willkommene Erfrischung.

Schluchtensteig

Der Schluchtensteig verbindet sechs Etappen mit sieben einzigartigen Schluchten und führt Wanderbegeisterte quer durch den Südschwarzwald. Die Etappen sind jeweils als Tagestouren ausgelegt und lassen sich auch einzeln ansteuern. Die wohl beliebtestenAusflugsziele entlang des Schluchtensteigs sind die Wutachschlucht und ihre benachbarte Lotenbachklamm. Dort können Outdoorsfans durch eng verwinkelte Granitfelsen spazieren und dem Wildbach dabei beobachten, wie er von Stufe zu Stufe talabwärts rauscht.

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