Südtirol: Miramonti

Wie ein Adlerhorst nistet das »Miramonti«, der »Bergblick«, am Rand des Hochplateaus Tschögglberg, allein auf gut 1200 Metern und gegenüber von Vigiljoch, Hochwart, Ortler- und Texelgruppe. Das Gipfelpanorama ist allgegenwärtig, man sieht die Felsen vom Panoramarestaurant aus, auf der Sonnenterrasse, in der bodentief verglasten Waldsauna und am Infinity-Pool. Darin bei Sonnenaufgang unterm Giebeldach zu schwimmen und dann nach draußen, den Bergen entgegen, in 32 Grad warmem Solewasser, ist eine fabelhafte Alternative zum Waldspaziergang.

 

Hafling, St. Kathreinstr. 14, Tel. 0039-0473-27 93 35, www.hotel-miramonti.com, DZ/F ab 192 €

Schweiz: Chandolin Boutique Hotel

Man wundert sich, aber ein Fondsmanager ist die treibende Kraft hinter unserem Sieger in dieser Kategorie. Eigentlich wollte Esteban Garcia vor drei Jahren auf der Terrasse des leicht verstaubten Berghotels nur einen Drink nehmen – und kaufte es. Zwei Jahre lang krempelte er es von Grund auf um, seither weht ein frischer Wind an einem der höchsten Orte im Wallis. Naturstein und unbehandeltes Holz dominieren das Interieur, 72 Betten stehen bereit für Liebhaber von nachhaltigem Luxus. Küchenchef Stéphane Coco, zuvor im »Métropole« in Monaco, verwöhnt mit regionaler Haute Cuisine.

 

Route des Plampras 10, Tel. 0041-27-564 44 44, www.chandolinboutiquehotel.ch, DZ ab 158 €

Deutschland: Mattlihüs

Es fällt leicht, im Vier-Sterne-Biohotel in Deutschlands höchstgelegenem Bergdorf den Alltag hinter, richtiger: unter sich zu lassen. Auf 1200 Meter Höhe kann man im Winter trefflich Ski fahren, gleich vor der Tür beginnt eine Piste. Im Sommer ist das Wander- und Kletterrevier vom Iseler Schauplatz von Gipfeltreffen. In den 14 Doppelzimmern, sieben Suiten und sechs Familien-Apartments sorgen Zirbenholz und Lehmputz für bestes Klima, und im Spa vereint »Vegetodynamik« Massage mit Gesprächen.

 

Oberjoch, Iselerstr. 28, Tel. 08324-98 02 89, www.mattlihues.bio, DZ/HP ab 218 €

Schweiz: Huus Hotel

Gstaad? Da denkt man an Chalet-Chic und Champagner. Seit gut einem Jahr schlagen die Macher vom »Huus Hotel« ganz neue Töne an. Zwar gibt es auch hier Luxusdesign mit Naturstein und Spitzenküche sowie eine fantastische Bar. Man kann aus 450 Spirituosen das Richtige herauspicken, durch gut sechs Meter hohe Fenster zuschauen, wie der Sonnenuntergang die Alpen rot anlaufen lässt, und später ins noble Boxspringbett fallen.
Ohne Aufpreis gibt’s aber zusätzlich Action von Skiwanderungen bis Rafting. Wer sich lieber drin bewegt: Der DJ des Hauses hat ein Faible für Electro.

 

Saanen-Gstaad, Schönriedstr. 74, Tel. 0041-33-748 04 04, www.huusgstaad.com, DZ ab 231 €

Südtriol: Das Wanda

Vorbild des Hauses ist eine gleichnamige, allerdings erheblich schlichtere und beengtere Pension auf Elba, die dem Großvater der Besitzer gehörte. Das neue Wanda lässt viel Raum, nur zwölf Suiten gibt es, alle streng und klar eingerichtet. Im Indoor-Infinity-Pool lenkt nichts vom Blick auf Weinstöcke und die Apfelplantage ab, das Design ist eine Hommage an Reduziertheit. Anthrazit und Holz sind die vorherrschenden Töne. Kinderstimmen wird man nicht hören: Gäste sind erst ab 15 Jahren willkommen.

 

Kaltern, Garnellenweg 18, Tel. 0039-0471-66 90 11, www.das-wanda.com, DZ/F ab 200 €

Österreich: Lichteben Chalets

Zillertal klingt nach Schunkelmusik und Outlets, wofür es nichts kann. Immer kleiner werden die Nebenstraßen, die zum Hofhotel von Familie Schneeberger führen, in immer weitere Ferne rücken Klischeebilder. Herrlich sind die Tiroler Berge und die fünf neuen Chalets, mit viel Sinn für Tradition, Zirbenholzmöbeln, Privatsaunen und Infrarotpaneele. Man kann sich selbst versorgen oder bekochen lassen. Idealerweise mit Gerichten mit frisch gepflückten Kräutern von der Alm.

 

Hippach, Hochschwendberg 532, Tel. 0043-5282-37 62, www.lichteben.at, Chalet/F ab 230 € (mind. 3 Nächte)

Österreich: Das Regina

Großstadtfeeling in den Alpen, kann das gut gehen? Konservative Stimmen in Bad Gastein antworten mit Nein, Olaf Krohne hält dagegen. 2009 übernahm der Hotelier das 1916 errichtete Kurhotel und verwandelte es mit Shabby Chic, Spa und Privatkino zum It-Place. Als Gäste wünschte er sich »Hippies mit einem sympathischen Hang zum Luxus«, der Wunsch ist in Erfüllung gegangen. Viele Kreative und Hipster sind Stammgäste in den 32 Zimmern und in der »Regina Bar«.

 

Bad Gastein, Karl-Heinrich-Waggerl-Str. 5, Tel. 0043-6434-216 10, www.dasregina.com, DZ/F ab 110 €

Schweiz: Hotel Palazzo Salis

Die Graubündner Gegend an der Grenze zu Italien strotzt vor Naturschönheit. Ritter Baptista von Salis bewies also Geschmack, als er um 1630 im Bergdorf Soglio zu bauen begann. Das Anwesen, bis heute in Familienbesitz, dient seit 1876 als Gasthaus. Erbstücke, Intarsien im Parkett und Schnitzereien am Himmelbett entführen in vergangene Jahrhunderte. Auch ein paar Gäste haben ihre Spuren hinterlassen, etwa Rainer Maria Rilke, Namensgeber des »Rilke-Zimmers«. 16 Zimmer stehen für Zeitreisende bereit, nicht alle mit eigenem Bad, aber erwartet man das – in einem bewohnbaren Museum?

 

Soglio, Villaggio 131, Tel. 0041-81-822 12 08, www.palazzo-salis.ch, DZ/HP ab 243 €

Deutschland: Das Hochgrat

Hier muss man nur zusammenrücken, wenn man will: Das kleinste der vier Doppelzimmer misst 27, das größte der 16 Apartments 137 Quadratmeter. Alle haben extrabreite Betten, einige sogar zwei Bäder und Dampfbad, Whirlpool und Sauna. Midcentury-Möbel, Retro-Tapeten und mattschwarze Küchenzeilen treffen auf Alpin-Chic mit viel Holz. Um 14 Uhr öffnen sich die Türen der »Speisekammer«, wo man mit dem Gastgeber Thomas Klopfer über Wein fachsimpeln und ausprobieren kann, was dem Küchenchef zu Allgäuer Klassikern einfällt. Veganer überzeugt er mit gebratenen Buchenpilzen.

 

Oberstaufen, Rothenfelsstr. 6 + 8, Tel. 08386-991 46 20, www.das-hochgrat.de, DZ/F ab 152 €

Italien: Casariga

In den Südhang einer Obstwiese im Trentino fügt sich der Bau ein wie die Käsescheibe ins Brötchen. Die verglaste Südseite gibt den Blick frei auf Grün, allenfalls ein Reh schaut vorbei. In der Gemeinschaftsküche des B & B kann man Mahlzeiten zubereiten, was im Falle des Frühstücks Sünde wäre, angesichts selbst gemachter Himbeermarmelade und kleiner Küchlein. Feine Extras: Highspeed-WLAN in den sieben Zimmern, zwei davon sind zudem barrierefrei.

 

Comano Terme, Località Col Longhe 2, Tel. 0039-348-221 30 38, www.bedandbreakfastcomanotrentino.it, DZ/F ab 75 €

Die restlichen 90 preisgekrönten Hotels finden Sie in der Februar-Ausgabe von GEO SAISON.

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