Mont Saint-Michel Das architektonische Juwel der Normandie

Was macht den Mont Saint-Michel so besonders? Und wann sollten Sie den alten Klosterberg am besten besuchen? Antworten finden Sie in unserer Reihe "Traumort des Tages"
Mont Saint Michel

Stolz und mächtig erhebt sich die Benediktiner-Abtei auf dem Mont Saint-Michel

Wo liegt der Mont Saint-Michel?

Im Nordwesten Frankreichs, an der Grenze zwischen der Normandie und der Bretagne, liegt Mont Saint-Michel in der gleichnamigen Meeresbucht. Bei Flut wird die Insel, die dann wie eine Fata Morgana aus dem Wattenmeer zu stechen scheint, ringsum vom Meer umspült.

Mit dem Auto ist die berühmte Sehenswürdigkeit von Paris aus in etwa vier Stunden zu erreichen. Wer mag, nimmt das Rad und unternimmt eine mehrtägige Radtour über den Fernradweg Véloscénie von Paris bis an die Küste.

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Was macht den Mont Saint-Michel so besonders?

"Wunder des Meeres", "Architektonische Perle der Normandie", "Pyramide des Abendlandes" - viele Beinamen schmücken den berühmten Mont Saint-Michel in der Normandie.

Die Silhouette des Klosterbergs mit seiner hoch in den Himmel ragenden Abtei erinnert von Weitem an ein Bergmassiv, das sich vor der normannischen Küste aus dem Wattenmeer erhebt. Sie gehört zu den wohl magischsten Anblicken in ganz Frankreich und verzaubert Reisende aus aller Welt. Etwa drei Millionen Menschen jährlich reisen an die Küste der Normandie, um dem Mont Saint-Michel und der mächtigen Abtei einen Besuch abzustatten.

Einer Legende zufolge soll ihre Gründung dem Erzengel Michael zu verdanken sein, der im Jahre 708 dem Bischof von Avranches im Traum erschien und diesen zum Bau einer Kirche auf der Felseninsel aufforderte. Eine vergoldete Figur des Erzengels auf der Spitze des Zentrumturms erinnert noch heute an die Entstehungsgeschichte.

Viele Jahrhunderte später war der Bau schließlich fertiggestellt und im 10. Jahrhundert bezogen die ersten Benediktiner-Mönche die Abtei. Im Mittelalter entwickelte sich der Mont Saint Michel zu einem beliebten Wallfahrtsort, die Abtei wurde zur Festung ausgebaut und die Klosterbauten stetig erweitert. Viele unterschiedliche Baustile zeugen noch heute von der weitreichenden Historie des Baus.

Wer heute den Mont Saint-Michel besteigt, durch die schmalen Gassen schlendert oder den dreistöckigen Klosterkomplex besichtigt, erlebt den Besuch wie eine Zeitreise in die Vergangenheit. Die Fachwerkhäuser der vierzig Einwohner kleinen Gemeinde säumen verkeilt die engen Gassen, die sich zu einem Labyrinth mit Windungen aus allen Epochen zusammenfügen. Die bunten Schilder der kleinen Cafés und Geschäfte werben mit Crêpes, Galettes und Souvenirs.

Seit 1979 gehören die Insel sowie die Meeresbucht zum Weltkulturerbe der UNESCO, der Mont Saint-Michel wird außerdem als Teil des Welterbes "Jakobsweg in Frankreich" geführt.

Übrigens: Schon gewusst? Sein kleinerer Zwillingsbruder, der englische St. Michael's Mount, befindet sich vor der Küste Cornwalls!

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Wann ist die beste Reisezeit für die Normandie?

Der Mont Saint-Michel gilt als beliebteste Sehenswürdigkeit der Normandie und gehört, nach dem Eiffelturm und Schloss Versailles, zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Frankreichs. Während es zur Hauptsaison in den Sommermonaten und im Frühherbst sehr voll auf der kleinen Felseninsel wird, ist in der Nebensaison weniger los. Wer kann, sollte daher im Frühling oder Winter anreisen.

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