Worms Die geschichtsträchtige Nibelungenstadt

Was macht Worms so besonders? Und wann sollten Sie die Stadt am Rhein am besten besuchen? Antworten finden Sie in unserer Reihe "Traumort des Tages"
Worms, Dom St. Peter

Wahrzeichen und der ganze Stolz von Worms: Der Dom St. Peter

Wo liegt Worms?

Die Stadt Worms liegt am westlichen Rheinufer zwischen Mainz und Ludwigshafen, im Südosten von Rheinland-Pfalz. Aufgrund seiner Lage in der Oberrheinischen Tiefebene zählt Worms zu den wärmsten und trockensten Orten Deutschlands.

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Was macht die Stadt so besonders?

Von "Lutherstadt" über "Nibelungenstadt" bis hin zu "Hauptstadt des alten Burgundenreiches" - Worms darf sich mit vielen Beinamen schmücken. Neben Trier, Augsburg und Kempten zählt die rheinland-pfälzische Stadt zu den ältesten Städten Deutschlands.

Ihr Wahrzeichen ist der beeindruckende Dom St. Peter, der zusammen mit den Kirchenbauten in Mainz und Speyer als herausragendes Beispiel romanischer Kirchenbaukunst gilt. Auf dem höchsten Punkt der Wormser Innenstadt gelegen, lassen sich die Türme des Doms bereits von Weitem erkennen.

Selbst Martin Luther hielt sich im Jahr 1521 einige Tage in Worms auf, wo er im Zuge der Reformation vor dem Reichstag durch Kaiser Karl V. verhört wurde. Hier soll Luther, der sich weigerte, seine Thesen zu widerrufen, auch den berühmten Satz "Hier stehe ich, ich kann nicht anders" gesagt haben, der um die Welt ging und sie veränderte.

Auf speziellen Stadtführungen kann man auf den Spuren des Reformators wandeln. In der Stadtbibliothek finden sich zudem über 600 Druckschriften aus der Reformationszeit, viele davon von Luther selbst.

In Worms begegnet man auch den geschichtsträchtigen Gestalten des um 1200 verfassten Nibelungenliedes, der bedeutendsten deutschen Heldendichtung des Mittelalters und seit 2009 auch Teil des Weltdokumentenerbes der UNESCO. Eine ihrer Hauptfiguren kann man heute noch am Ufer des Rheins treffen - auf einem Sockel. Dort versenkt Hagen das legendäre Rheingold.

Das multimediale Nibelungenmuseum an der alten Stadtmauer informiert über den jahrhundertealten Mythos und lässt seine Besucher - alle mit einem Multimedia-Guide ausgestattet - wie durch ein begehbares Hörbuch wandern.

Ebenfalls berühmt ist "Warmaisa", so der hebräische Name der Stadt, für ihre vielen baulichen Zeugnisse jüdischer Geschichte. Kaum eine europäischen Metropole vereint so viele bedeutende Bauwerke und Traditionen aus zehn Jahrhunderten auf engstem Raum wie Worms. Der Jüdische Friedhof "Heiliger Sand", die Trauerhalle im Jugendstil, das Jüdische Viertel mit der Synagoge und das Jüdische Museum erinnern daran.

Wer bei so viel Geschichte zwischendurch eine Pause braucht, verbringt diese am besten in einem der zahlreichen Parks. Der Stadtpark sowie die Grünanlagen am Willy-Brandt-Ring und Luther- und Adenauerring zählen zu den schönsten Parks der Stadt.

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Wann ist die beste Reisezeit für Worms?

Ein schöner Zeitraum, um Worms einen Besuch abzustatten, sind die Monate Mai bis September. Dann ist es angenehm warm und man kann die Stadt bestens zu Fuß erkunden.

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